Beam me down, Scotty, …

wie oft haben wir diesen Satz in all den Folgen mit Raumschiff Enterprise gehört. Aber am vergangenen Donnerstag, im Paramount Theatre in Austin, hatte William Shatner dies nicht nötig, sondern kam – erstaunlich flott im Alter von immerhin 81 Jahren – selber auf die Bühne gelaufen, um uns etwa 2 Stunden lang mit seinem Programm „Shatner’s World – We Just Live in It“ zu unterhalten. Und unterhaltsam – meistens lustig, zuweilen urkomisch und gelegentlich auch sehr nachdenklich – war diese Ein-Mann-Show wirklich.

Im Grunde war es seine Lebensgeschichte, beginnend mit etwa seinem 6.Lebensjahr in Montreal/Kanada. Seine (frühen) Filme fanden Erwähnung, ebenso wie seine Liebe zu Pferden und zur Pferdezucht [etwas, das ich ebenso wenig kannte wie seine sonstigen Film und Theaterrollen, z.B. als Henry V im gleichnamigen Shakespeare Drama], und natürlich durfte auch Raumschiff Enterprise nicht fehlen – allerdings war es bei Weitem nicht das dominierende Thema. Wie Shatner selbst meinte, „This is not a trekkies convention.“ Und dies, ein selbskritisch-ironischer Unterton, der sich durch weite Teile der Show zog, machte sie so unterhaltsam: nicht im Geringsten selbstverherrlichend, wie man fälschlicherweise dem Titel der Show nach annehmen könnte.

Abschließend noch eine kurze Bemerkung zum Paramount Theatre: ebenso wie das Majestic in San Antonio ist das Paramount ein alt-renommiertes Theater, das heutzutage weitestgehend durch Spenden finanziert wird. Der Innenraum ist dekorativ ebenso überladen wie der des Majestic, wenn auch nicht ganz so extrem.

Eiine Rezension findet sich hier: Huffington Post

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10 Gedanken zu „Beam me down, Scotty, …

    • Hallo Ulli,
      danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast, hier in meinem Blog vorbeizuschauen und auch einen Kommentar zu schreiben. 🙂 Ja, wir wollen die Kultur nun wirklich nicht links liegen lassen, auch wenn San Antonio kein „richtiges“ Theater oder Opernhaus hat – was ich doch etwas vermisse. Aber es gibt eben doch hier – und dann auch in Austin – eben kleinere Theater, die zu besuchen sich wirklich lohnt. Am Wochenende geht’s mal wieder nach Austin, ins Paramount, wo die „Flatlanders“ zu Gast sind. Ich kene diese Gruppe noch gar nicht. Lt. Wikipedia sind sie eine texanische alternativ-Country Band. Mal sehen, was das wird. Bin schon gespannt drauf. Und ich werde Dich wieder dran teilhaben lassen, mit einem neuen Bericht hier im Blog.
      Apropos „ihr kommt rum“: wenn man, so wie wir, auf dem Lande in einem Flächenstaat wie Texas lebt. muss man einfach schon ein wenig fahren. Für hiesige Verhältnisse ist auch Austin [mit 101 Meilen, also etwas über 160 Kilometer, und knapp zwei Stunden Fahrzeit] noch gar nicht weit entfernt. Man gewöhnt sich dran. Schließlich fahren wir ja auch häufiger zum Einkaufen oder ins Kino nach San Antonio [55 Meilen = ca. 1 Std.] oder zum leckeren Essen [deutsche Küche] nach New Braunfels [ca. 60 Meilen]. Und wir verbinden es meist mit Einkäufen, u.a. bei Whole Foods, wo ich dann gerne die wirklich große Auswahl an deutschem Bier genieße. 😉 Dieses Mal werden wir sogar zwei Nächte da bleiben, und haben dann den ganzen Sonntag, um noch mehr als nur Musik und Einkauf zu erleben. Und ich habe da auch eine ganz kompetente „Reiseführerin“, weil Mary da studiert hat.
      Liebe Grüße aus dem südlichen Texas, an einem wunderbaren, zwar immer noch etwas kalten, Wintertag, aber bei strahlendem Sonnenschein,
      Pit

  1. Das hört sich wirklich sehr spannend an, lieber Pit – mit Sicherheit hätte ich daran auch Gefallen gefunden – gerade wenn er so viel Persönliches auch von sich und seinem Leben vermittelt. (Und ich bin ein Trekkie, geb’s zu 😉 )

    Liebe Grüße zu dir 🙂
    Ocean

    • Hallo Ocean,
      es war wiorklich hochinteressant. Ich habe einen mir bisher unbekannten William Shatner kennengelernt. Er wird eben doch viel zu sehr auf seine Rolle als Captain Kirk reduziert.
      Liebe Grüße an den Trekkie 😉 aus einem zur Zeit unangenehm kalten [nasskalte 0,5 Grad] südlichen Texas, BRRRRRRRRRRRRRRRR,
      Pit
      P.S.: Muss gleich mal wieder das Feuer im Kamin anwerfen, damit’s gemütlich wird.

  2. Man fragt sich ja oft, was Schauspieler so machen, wenn sie ab einem gewissen Alter nicht mehr oder nur mehr selten in Filmen zu sehen sind. Von solchen Programmen erfährt man ja oft auch eher nur durch Zufall, wenn sie in der Nähe statt finden.
    Solche Programme sind sicher sehr interessant. Hört man dann doch viel Privates und Unbekanntes von dem Menschen und man ist dann meist von vielen Dingen richtig überrascht. Überhaupt wenn ein Schauspieler oft nur auf eine bestimmte Rolle oder ein Genre festgemacht wird.
    lg Gabi

    • Hallo Gabi,
      wie ich schon vorher an Ocean geschrieben habe, ich habe einen mir bis dahin völlig unbekannten William Shatner kennengelernt – und ich war begeistert. Und was mich wirklich faszinbiert hat, war, dass er im Alter von 81 Jahren knapp zwei Stunden lang ohne irgendwelche Aufzeichzungen an einem Stück monologisierte: was für ein Gedächtnis. Na ja, er wird nicht immer bei jeder Aufführung exakt und wortwörtlich dasselbe sagen, und es waren auch (ganz) kleine Pausen dabei, wenn ein kurzer Filmausschnitt gezeigt wurde, aber was soll’s. Ich weiß nicht, ob ich so etwas jetzt könnte, geschweige denn in höherem Alter.
      Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
      Pit

      • Mir ist schon oft aufgefallen, wenn man oft im Fernsehen Schauspieler in gehobenerem Alter, z.B. bei einem Interview oder wenn sie aus ihrem Leben erzählen, dass die oft geistig noch komplett „da“ sind und sie sich noch so gut artikulieren können. Vielleicht hat das mit dem Beruf der Schauspielerei zu tun. Vielleicht hilft es, durch Rollen oder Texte zu lernen (und das ja oft lange übers „Rentenalter“ hinaus) usw. dass man dadurch lange geistig fit bleibt.
        lg Gabi

        • Hallo Gabi,
          danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast, hier in meinem Blog vorbeizuschauen und auch einen Kommentar zu schreiben. 🙂 Darüber habe ich mich nach diesem Abend auch mit meinr Frau unterhalten, und iwr meinen beide, dass das ständige Lernen von Rollen ein gutes Gehirntraining ist.
          Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
          Pit

          • Mein Sohn und ich haben darüber auch schon oft diskutiert und sind zur selben Meinung gekommen.
            Na dann wäre es doch nicht schlecht, wenn wir auch noch zu schauspielern anfangen. Nur, ob das noch was nützt und ob uns überhaupt irgendwer im Film oder Theater sehen will, ist halt eine andere Frage. .-)
            lg Gabi

Lasst mal von Euch hören/lesen! Würde mich sehr freuen!

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