Durchgang der Kaltfront und Sonnenuntergang

Gestern am frühen Abend, so gegen 17:30, war ich draußen, um ein wenig Pflanzen zu wässern. Und das war genau der Zeitpunkt, zu dem die Kaltfront durchging. Als ich nach draußen kam, war es noch einigermaßen warm – für diese Tages- und Jahreszeit – und der Wind kam noch aus Süden, wenn auch nicht mehr ganz so stark wie vorher. Und dann, innerhalb von vielleicht 10 bis 15 Minuten, drehte der Wind auf Nord und nahm erheblich zu, mit teils kräftigen Böen, und die Temperatur sank rapide. Und das Ganze war mit einem wunderbaren Sonnenuntergang verbunden. Hier einmal zwei Aufnahmen:

sunset & coldfront

Die Kaltfront geht durch und die Sonne geht unter

Das war so gegen 17:40.

Und so sah es ein paar Minuten später aus:

sunset

Sonnenuntergang

Leider sind die Äste und Zweige des Baums etwas verwischt, aber das ließ sich – bei dem kräftigen und böigen Wind – nun einmal nicht vermeiden. Trotzdem finde ich es beeindruckend.

In der Nacht gingen die Temperaturen, verbunden mit einem kärftigen Nordwind, dann noch weiter in den Keller. Ich glaube allerdings nicht, was wir hier, wie die Vorhersage war, wegen des auskühlenden Winds unter den Gefrierpunkt gekommen sind. Die „normale“ Temperatur war mit 4 Grad Celsius angekündigt, und der „wind chill“ Faktor sollte diese Temperatur um etwa weitere 5 Grad absenken. Aber wie gesagt, so kalt ist es nicht geworden, denn draußen auf den Wassernäpfen war kein Eis. Aber nächste Nacht könnte sich das ändern. Jetzt kommt die kalte, ursprünglich arktische Luftmasse ja erst richtig an, und dazu ist es absolut sternenklar, was die Auskühlung [„radiational cooling„] sehr begünstigt. Da könnte es dann den ersten – leichten – Frost dieser Saison geben.

Aber schon am Samstag soll der Wind wieder auf Süden drehen, und dann bringt er wieder wärmere Luft mit sich.

 

Es ist kaum zu glauben, …

… da haben wir nun den 21. November und hier läuft die Klimaanlage! Aber das ist nun mal Süd-Texas. Wenn, wie seit gestern, der Wind aus Südosten, also von der Golfküste her weht, dann bringt er auch um diese Jahreszeit noch (relativ) warme und vor allem feuchte Luft mit sich. Und auch wenn es draußen gar nicht so übel und durchaus auszuhalten ist, hier im Haus staut sich dann schnell die Wärme und es wird unangenehm. Zur Zeit haben wir gut 25 Grad Celsius draußen. Aber bald soll es deutlich kühler werden. Aus dem hohen Norden Kanadas [da ist es stellenweise fast – 30 Grad] ist eine Kaltluftmasse auf dem Weg nach Süden. Und hier auf dem nordamerikanischen Kontinent liegt ja kein Gebirge „quer“, d.h. von Ost nach West, und so kann diese Kaltluft ungehindert langsam aber sicher nach Süden schwappen. Dabei wird sie zwar, bis sie hier ist, deutlich wärmer, aber wir müssen wohl doch ab Donnerstag oder Freitag mit Nachttemperaturen von nur knapp über dem Gefrierpunkt rechnen.

Was das Wetter doch ausmacht

Während ich den ganzen heißen und schwülen Sommer über meine liebe Mühe hatte, mit dem Rad einen Schnitt von über 20 Km/H zu erreichen, sind es jetzt, ohne mich wirklich angestrengt zu fühlen, mehr als 25 Km/H, die ich schaffe. Und die Spitze lag bei fast 28. Und da ich nun mal nicht anders trainiere und auch nicht wirklich weniger oder mehr radle, schiebe ich das ganze ausschließlich auf die Wetterbedingungen. Im Hochsommer waren es, ich habe es ja schon mehrfach berichtet, fast immer knapp unter 40 Grad Celsius, oder auch manchmal darüber – und immer mjit einer extrem hohen Luftfeuchtigkeit gepaart. Und das tat dann eben der körperlichen Leistungsfähigkeit gar nicht gut. Aber jetzt, mit Tagestemperaturen von ca. 18 Grad und trockener Luft geht Alles „wie geschmiert“.

Ende Oktober und …

… Radeln im kurzärmeligen Trikot und mit Sonnenschutzcreme [Faktor 50] – das ist Texas! Heute Nachmittag war ich mal wieder auf dem Rad unterwegs, für 25 Meilen, und es war einfach schön. Es war wohl so etwas über 30 Grad Celsius, aber die Luftfeuchtigkeit war stark zurückgegangen und so war es richtig angenehm. Ist doch prima, wenn man rund ums Jahr radeln kann und nur selten warme Kleidung braucht.

Der Herbst ist da – Nachtrag

Auch wenn wir jetzt im Augenblick eher wieder Sommer denn (Früh-)Herbst haben [heute soll es mal wieder über 30 Grad Celsius werden], hier noch ein Nachtrag zur vergangenen Woche, als wir das richtig wunderbare Frühherbst-Wetter hatten:

Als ich da draußen saß, hätte es glatt auch Frühling sein können: die Sonne schien von einem strahlend blauen, wolkenlosen Himmel, es ging eine leichte, angenehme Brise, die Luftfeuchtigkeit war gering, Vögel zwitscherten in Bäumen und Büschen und Libellen schwirrten hin und her. Nur die Tatsache, dass einige Bäume sich verfärbten, ließ andeutungsweise ahnen, dass es eben doch nicht Frühling, sondern Herbstbeginn – „Indian Summer“, wie es in den Neuengland-Staaten heißt – war.

Ab Morgen soll es allerdings wiedcer etwas kühler werden, mit Tageshöchsttemperaturen von maximal 25 und Nachttemperaturen von etwa 7 Grad.  Das Wochenende – genauer gesagt, Sonntag und Montag – wird dann wohl wieder etwas wärmer, aber die nächste Woche soll uns die frühherbstlichen Temperaturen zurückbringen.

Der Frühherbst ist vorbei und wir haben …

… wieder Sommer!

Es ist kaum zu glauben, aber seit ein paar Tagen klettert das Thermometer tagsüber wieder bis auf 90 Grad Fahrenheit [über 32 Grad Celsius!] und mehr! Und des nachts sinkt es nur auf knapp 20 Grad Celsius ab. Dazu kommt die – wie eben im Sommer hier üblich – hohe Luftfeuchtigkeit. Nur regnen will es nicht, absolut nicht. Wir haben jetzt schon seit fast 6 Wochen kaum einen Tropfen Regen gehabt, und es sieht auch nicht so aus, als würde sich bald etwas tun. Im Pazifik hat sich „La Nina“ entwickelt – diese kälter-als-übliche Wassertemperatur – und das bedeutet in aller Regel für die südlichen Staaten der USA einen trockenen Winter.

Herbststimmung – etwas später, nachdem die Sonne durchgekommen ist

Der Frühnebel hatte sich gehoben, und dann sah es so aus:

Early October Morning

Morgenstimmung im Herbst - Mit Sonne

Early October Morning

Morgenstimmung im Herbst - Mit Sonne

Early October Morning

Morgenstimmung im Herbst - Mit Sonne

 

Herbststimmung

In der vergangenen Woche hatten wir ein paar Mal wunderschöne Herbstmorgen- Stimmungen, und einmal ist es mir tatsächlich gelungen, den inneren Schweinehund zu besiegen und draußen in der Frühe Aufnahmen zu machen. Hier dann eine Auswahl. Die Bilder sind übrigens alle etwas körnig bzw. verrauscht, weil die Kamera auf „ISO-Auto“ eingestellt war und so automatisch den ISO-Wert auf die maximalen 1600 heraufgesetzt hat, der Lichtverhältnisse wegen.

Early October Morning

Nebel über Karnes County

Dieses Bild ist ein Blick nach Südosten, über den Highway [den man hier nicht sieht] hinweg, mit 200mm Tele [„staucht“ das Motiv].

Early October Morning

Die Sonne blinzelt durch die Bäume

Blick (fast) reinewegs nach Osten.

Early October Morning

Sogar der Highway erscheint etwas mystisch

Early October Morning

Mystisches Licht

Early October Morning

Bäume wie Inseln im Nebel

Early October Morning

Wasserturm und Frühnebel

Early October Morning

Sonnenstrahlen