Frühling & Trockenheit

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Wenn auch, wegen der nun schon mehrere Jahre lang anhaltenden Dürre, hier kaum etwas blüht, so machen die Kakteen – sie sind natürlich sehr gut an dieses Klima hier angepasst – eine Ausnahme. Mittlerweile stehen sie in voller Blüte: Beides, … Weiterlesen

Mesquite(holz) …

… sollte man eigentlich ja eher zum Barbeque benutzen und nicht im Kamin verfeuern, aber einerseits haben wir kein anderes Holz [Mesquite ist nun mal das, was am häufigsten hier vorkommt und es wird mehr als Unkraut denn als Nutzholz betrachtet] und andererseits haben wir keinen Holzkohlen- sondern einen Gasgrill. Der ist für uns – wir grillen nicht so häufig – einfach praktischer: Gas aufdrehen, anzünden und los geht’s; und keine Probleme mit Holzkohle zum Glühen kriegen und hinterher die Asche entsorgen. Und es ist erst recht einfacher als zunächst einmal Holzscheite an-/verbrennen und dann die glühenden Reste zum Grillen benutzen. Dafür müssen wir dann auf den Räuchergeschmack des Holzes verzichten, aber man könnte das auch erreichen, indem man Holzspäne [vorher gut gewässert, damit sie nicht richtig verbrennen] in Aluschalen mit in den Grill stellt.

Mesquiteholz brennt übrigens sehr heiß. Und es ist auch sehr hart. Das stumpft die Kettensäge dann sehr schnell ab. Und was die Einschätzung als „Unkraut“ angeht: es sprießt ganz schön gut und schnell. Man kann es nur ausrotten, wenn man es wirklich mit allen Wurzeln beseitigt, oder die abgesägten Stümpfe chemisch behandelt. Ansonsten schlägt es entweder an den oberirdischen Resten wieder aus, oder es verbreitet sich mit Ausläufern unterirdisch. Die weite Verbreitung von Mesquite [als Bäume oder als Büsche] hier im südwestlichen Texas ist übrigens auf menschlichen – und zwar erst seit der Besiedlung durch Weiße – Einfluss zurückzuführen. Erst weiße Siedler haben, meist um Raum für die Viehwirtschaft zu schaffen, mit Abholzen angefangen. Aber da sie nicht die Wurzeln mit ausgerottet haben, hat Mesquite sich im heutigen Umfang verbreitet und ist (fast) zur Plage geworden.

Die Axt im Walde

Na ja, nicht unbedingt „im Walde“, aber heute habe ich mal, Im Gegensatz zu sonst, die Axt und nicht die Kettensäge oder meinen neuen „Log Splitter“ [s. auch hier] benutzt. Das ging, weil die Holzstücke, die zu spalten waren, nicht so besonders dick waren. Meistens handelte es sich da um Überbleibsel von Projekten unseres Freunds Mike Saxon. Der schreinert hobbymäßig viel – und übrigens erstklassig –  aus Mesquiteholz [s. auch hier] und den „Abfall“ bekommen dann wir zum Verfeuern. Und das ist eben häufig schon in Brett- oder dünner Balkenstärke, bzw. es sind an einer Seite halbrunde Reste von längsgeschnittenen Baumstämmen. Und wie gesagt, die lassen sich dann häufig – nachdem ich sie zuerst mit der Kettensäge auf entsprechende Länge geschnitten habe – mit der Axt spalten.

Und nachdem ich also „Holz gemacht“ habe, brennt mal wieder ein gemütliches Feuer im Kamin.

Mein neuestes Spielzeug …

… ist ein „log splitter„.

log splitter

Log Splitter

Es war schon immer sehr schwer, die Blöcke von Mesquiteholz – das ist fürchterlich hart – zu spalten. Mit der Axt war es so gut wie unmöglich, und auch mit einem Keil ging es, wenn überhaupt, nur unter großen Schwierigkeiten. Also haben wir uns dann gestern diesen elektrisch-hydraulischen „log splitter“ zugelegt. Der baut immerhin einen Druck von 5 Tonnen auf, und das scheint, nach meiner bisherigen Erfahrung, auchreichend zu sein. Jedenfalls hat er bisher noch alles geknackt, was ich ihm vorgesetzt habe. Und „geknackt“ ist wörtlich zu nehmen, denn die Blöcke reißen mit einem deutlichen Krachen, und hüpfen auch macnhmal von der Auflage. Auf jeden Fall bin ich froh, dass wir, bevor es jetzt kälter wird und wir wieder heizen müssen, dieses Gerät haben.

Und wenn das Holz dann gespalten ist, kommt es in dieses Lagergestell. Das kam heute an.

Wood Rack

Sieht doch besser aus als es einfach so auf dem Boden der Veranda zu lagern.

Und so sieht das von der anderen Seite aus:

Der Holzstapel von der anderen Seite aus

Jetzt kann der Winter kommen. Na ja, ich werde wohl doch noch mehr „Holz machen“ müssen, denn das hier wird nur ein paar Tage reichen.

So schön grün …

… ist es immer noch, obwohl wir schon seit etwa drei Wochen keinen Regen mehr gehabt haben. Na ja, wir haben auch – ein bischen wenigstens – den Rasen gewässert, und an ein paar Stellen wird er auch etwas dünn, aber insgesamt freue ich mich jedesmal draußen, wie gut und grün Alles noch ausieht, denn im vergangenen Jahr war das ganz anders. Da hatten wir ein extrem trockenes und heißes Jahr  [um diese Zeit schon über 30 Tage mit Temperaturen von mehr als 38 Grad]. Und da war (fast) Alles braun und verbrannt. Und noch in diesem Jahr, im April, hatte ich befürchtet, dass ich den gesamten Rasen neu würde einsäen müssen, so armselig sah er aus. Aber dann haben das nasse Frügjahr und der nasse Frühsommer [wir hatten deutlich mehr als die durchschnittliche Menge an Niederschlägen] doch sehr geholfen. Und vielleicht haben wir ja Glück und der Rest des Sommers wird auch nicht ganz trocken. Die Tatsache, dass in diesem Sommer die Hurrikane etwas häufiger sein könnten, lässt jedenfalls hoffen. Denn die würden auch verstärkt Regen jmit sich bringen – hier im Binnenlande. Natürlich wünschen wir uns, dass sie nicht gerade mit Tornados einhergehen.

Garden View

Gartenansicht

Im Vordergrund, in der Mitte, eines unserer Blumenbeete, rund um den Stamm eines alten Mesquitebaums. Den hat einmal ein starker Sturm umgelegt, aber ein Teil davon wächst noch weiter, während der Rest – vertrocknet – eher wie eine Skulptur aussieht. Links davon steht eine kleine Arizona  Zypresse. Die haben wir im vergangenen Jahr gepflanzt, und sie macht sich ganz prächtig. Hoffen wir nur, dass es so bleibt. Manchmal haben unsere Pflanzen so ihre Probleme, wenn die Wurzeln aus dem Pflanzballen heraus in die andere Erde wachsen. Die chemische Zusammensetzung unseres Bodens scheint nicht allen Pflanzen zu bekommen.

Rechts vom Blumenbeet ist s die (alte) Garage. Sie ist etwas klein geworden für Alles, was wir da drin haben [u.a. unseren Rasenmäher, Katzen- und Hundefutter und Gartengeräte sowie den Futterplatz für die Katzen] . Die Autos passen nicht ganz hinein – d.h. für den alten Chevy Camaro ist da überhaupt kein Platz und der Ford Escape streckt sein „Hinterteil“ etwas heraus.. Und außerdem ist sie offen: die Eingangstür hier auf der Hausseite fehlt ganz, und die Schwingtore lassen sich nicht mehr schließen. Und so haben wir dann des öfteren „fremde Bewohner“ [sprich Waschbären] drin. Also soll eben eine neue Garage an der Stelle unserer alten Scheune her, und diese hier wollen wir behalten.

Etwas weiter hinten im Bild links steht eine „Desert Willow“, und dahinter sieht man unseren kleinen Fahrradschuppen und den größeren alten Schuppen, in dem u.A. einige Schränke mit Büchern und Videos, die ich von Deutschland mitgebracht habe, untergebracht sind. Plus ein Rad und zwei weitere alte Dancelli Fahrradrahmen, für die im kleinen Fahrradschuppen kein Platz mehr war. Also noch mehr Gründe für die neue Garage.

Grillsaison eröffnet

Eigentlich hätten wir, was das Wetter angeht, ja schon viel früher den Grill anwerfen können, aber heute haben wir es dann endlich getan. Es ist zwar nur ein Gas- und kein Holzkohlengrill, und das Fleisch bekommt daher kein Holzaroma [hier grillt man üblicherweise mit Mesquiteholz und das gibt ein vorzügliches Aroma], und ich habe das Fleisch auch weder mariniert noch gewürzt, aber es war trotzdem ausgezeichnet. Und dazu kommt, dass die Steaks hier in Texas ja auch richtig texanische Ausmaße haben! Und so gab es dann ein T-Bone und ein Sirloin Steak. Letzteres war dann wirklich texanisch in den Ausmaßen: mehr als doppelt handgroß. Allerdings ist das Fleisch hier normalerweise etwas weniger abgehangen als in Deutschland und wird daher leichter etwas zäh. Aber das kann man ja aufpassen und es nicht „zu Tode“ grillen. Und es läuft auch mehr ein beim Grillen. Aber all das tut dem Appetit keinen Abbruch.

Demnächst werde ich dann mal probieren – wie es geraten wird – eine kleine Aluschale mit vorher gewässerten Mesquiteholzspänen mit auf den Grill zu geben. Das sollte dann das Aroma auf’s Fleisch übertragen.

Steaks "Texan Size"