Reisebericht: England- & Schottlandreise – Tag 3 [„Full English Breakfast“]

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Frühstück im Morgan Hotel Am dritten Tag unserer Reise, dem ersten „echten“ Tag in London, sind wir – wir waren ja schließlich schon um kurz nach 6 abends [Londoner Zeit] ins Bett gegangen und waren wohl auch noch auf unsere … Weiterlesen

Frühstück: Bacon & Bean Tacos

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Heute Morgen hatte ich Lust auf Bacon & Bean Tacos, und so habe ich sie mir schnell selber gemacht. Bohnen hatte ich fertige hier: gestern Abend bei Polak’s, einem hiesigen Restaurant gekauft, und Tortillas haben wir (fast) immer im Kühlschrank. … Weiterlesen

Frühstück [Nachtrag]

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Neulich hatte ich ja etwas zum Thema „Frühstück“ gepostet. Hier nun zwei Bilder dazu: So sah der gebratene Speck mit Rühreiern aus. Die Rühreier sind, woe in dem früheren Artikel gesagt, aus den „liquid eggs“, dem cholesterinfreien Produkt aus 99% … Weiterlesen

Frühstück

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Angeregt durch eine Diskussion über englisches Frühstück mit Klausbernd in seinem Blog kam mir in den Sinn, einmal hier etwas über mein bzw. über amerikanisches Frühstück zu bloggen. Fangen wir mit dem Wichtigsten an: brauchbare Brötchen gibt es hier nicht, … Weiterlesen

Austin

In Austin, und zwar im Paramount Theatre, waren wir am Mittwoch und Donnerstag der vergangenen Woche, für zwei Konzerte:

Beide Konzerte haben wirklich Spaß gemacht, wenn auch mir persönlich Bela Fleck besser gefallen hat. Das mag – abgesehen einmal davon, dass ich sein Instrument, Bajo, sehr mag – unter Anderem daran gelegen haben, dass seine Musik etwas leiser war als die von K.D. Lang und ihrer Band „Boom, Siss, Bang“. Da gab’s einfach zu viel „Bang“, und auch K.D. Langs Stimme war m.E. viel zu stark verstärkt. Nach ihrem Konzert haben mir jedenfalls die Ohren noch eine ganze Zeit richtig nachgeklungen und es hat ziemlich gedauert, bis mein Gehör wieder normal funktionierfte. Ich weiß wirklich nicht, warum heutzutage die Bands ihre Verstärker so weit aufdrehen müssen.

K.D. war auf der Bühne ein richtiges Energiebündel. Sie dominierte ihre Band, während Bela Fleck selber wesentlich zurückhaltender war und die Mitglieder seiner Band – alles ganz hervorragende Solisten übrigens – deutlich größere Anteile, mit häufigen längeren Soli, hatten. Nun ja, bei K.D. Lang war die Band ja auch nur zu ihrer Begleitung da. Die „Flecktones“ waren allesamt absolute Meister ihrer Instrumente, echte Virtuosen. Am interessantesten fand ich Roy „Future Man“ Wooten, der ein synthesizer-basiertes Schlagzeug spielt(e). Für eine Weile hat mich das verwirrt, dass ich nämlich keinen Schlagzeuger hinter den Instrumenten sehen konnte. Aber nach einer Weile bin ich drauf gekommen, dass er so mit einer Art „Fernbedienung“ spielte: absolut fantastisch zuzusehen. Aber auch sein Bruder Victor Wooten, der die Bassgitarre spielte, war fantastisch in seinen Soli, ebenso wie der Keyboarder und Mundharmonikaspieler Howard Levy. Ich habe noch nie so viele verschiedene Mundharmonikas auch nur gesehen, geschweige denn gespielt gehört – und das auch noch von einem einzigen Künstler.

Das Paramount Theatre ist übrigens ein wunderschönes altes Theater, das heutzutage nur dank Spenden [Mary ist übrigens auch ein Sponsor] überlebt. Hoffentlich noch lange, denn das Innere alleine ist schon sehenswert – ganz anders als die heutigen, oft seelenlosen Räume. Wir sind immer mal wieder gerne dort für eine Show, sei es nun ein Konzert, sei es ein Vortrag.

Zu Abend gegessen haben wir am Mittwochabend bei Threadgills, einem ganz traditionellen und jahrzehnte alten Diner, und am Donnerstag in einem kleinen mexikanischen Restaurant: beide sehr empfehlenswert. Bei Austin und allem, was damit zusammenhängt [Sehenswürdigkeiten, Essen etc.] ist es natürlich von Vorteil, dass Mary da an der University of Texas, studiert hat. So kennt sie sich da bestens aus.

Übernachtet haben wir im Best Western Atrium North. Das ist das bisher beste Motel, dass wir gefunden haben – nicht nur in Austin. Einmal ganz abgesehen davon, dass wir noch in keinem Motel erlebt haben, dass das Frühstück nach Wunsch zubereitet wird [jedenfalls was Eier, Pfannekuchen und Waffeln angeht], es war auch architektonisch interessant mit einem überdachten Innenhof, in dem sich ein für amerikanische Motels ein echt großzügiger Frühstücksraum befand ebenso wie der in amerikanischen Motels obligatorische  Swimming Pool. Diese Halle war vier Stockwerke hoch – sie ging eben bis unter’s Dach – und war auf allen vier Seiten umgeben von den Fluren, an denen dann die Zimmer lagen. Alles war übrigens sehr großzügig ausgelegt, z.B. mit Sitzecken auf den Fluren. Man hatte nie den Eindruck, hier sollte der verfügbare Raum möglichst patzsparend und geldbringend ausgenutzt werden. Apropos „geldsparend“: dieses Motel war dann – als schöne Beigabe – auch noch preiswerter als das „Super 8“, in dem wir früher in Austin immer übernachtet haben, und das wir bis dahin für das beste uns bekannte Motel gehalten haben. Um noch einmal auf das Frühstück zurückzukommen: abgesehen von den üblichen Dingen wir Müsli, Cerealien, Toast und süßes Gebäck fanden wir große Schüsseln mit gebratenem [richtig cross übrigens] Speck, Sausage Patties und Gravy [diese weiße Soße ist übrigens gar nicht mein Fall]. Und es war ein – übrigens sehr gesprächiger – schwarzer Koch da, der einem dann die Eier nach Wunsch zubereitete: Spiegeleier [wie hier in den USA üblich „over easy“, „sunny side up“ oder „scrambled“]. Und er machte einem auf Wunsch eben auch die Pfannekuchen und Waffeln. Und was auch nicht immer der Fall ist: der Kaffee war wirklich prima. In diesem Motel hatten sie übrigens „Douwe Egberts„. Wir werden da mit Sicherheit wieder übernachten, und zwar schon am Freitag dieser Woche, wenn wir zu einem Vortrag in einem anderen kleine Theater in Austin sein werden.

Und noch eine Bemerkung: der Verkehr in Austin war schlimmer als in Houston, mit mehr Staus und mehr rasern.

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Brötchen …

… sind das, was ich [und übrigens auch Mary, nachdem sie deutsche frische Brötchen kennen und schätzen gelernt hat] hier vermisse – jedenfalls „richtige“, wie in Deutschland. Das is mir gerade eingefallen, als ich das Frühstück – heute gibt es bacon and eggs [mehr dazu einmal später] – gebrutzelt habe. Und eingefallen ist mir das, weil ich keinen Toast, sondern eben ein Brötchen dazu esse. Dieses Brötchen stammt aus der Bäckerei eines unserer Supermärkte – nicht vor Ort, denn der führt so etwas nicht, sonderm im immerhin 25 Meilen entfernten Floresville. Die backen da irgendwie selber, und Brötchen wie auch Brot sind dann schon besser als das, was man so im Regal kaufen kann, aber so richtig frisch aus dem Ofen habe ich sie da noch nie gesehen. Sie waren immer schon in Cellophan verpackt. Es sind Weizenbrötchen, aber kein Vollkorn, auch wenn sie für hiesige Verhältnisse einen hohen [3%] Ballaststoffanteil haben. [Auch zu diesem Angaben – die ganz anders funktionieren als bei uns in Deutschland – später mehr]. Sie sind aber von der Konsistenz her immer noch ziemlich labberig, gar nicht richtig „bissfest“.  Bessere – nämlich aus Vollkornmehl und deutlich „griffiger“ im Biss sind Brötchen, die wir in einem anderen Supermarkt [näher bei übrigens, nur ca. 5 Meilen entfernt, zwischen hier und dem Nachbarort Kenedy] bekommen. Wann immer ich die da finde, bringe ich welche mit. Aber auch wenn sie deutlich besser sind als das, was man sonst hier bekommt: sie sind nur ein magerer Ersatz für das, was ich aus Deutschland auf diesem Gebiet gewohnt bin. Für frische Brötchen wäre hier meiner Meinung nach schon ein Markt. Oder auch nicht, denn wie sollte man sie, bei den Entfernungen hier, schon kostengünstig an die Haustür liefern. Das wäre wohl nur im Ort möglich. Und ob die Leute hier in der Frühe bei einem Bäcker vorbeikommen würden, um sie zu kaufen? Möchte ich bezweifeln. Viele gehen hier ja schon zum Frühstück aus essen. Es gibt hier [typisch amerikanisch], von Sam’s Tacos über Dairy Queen bis zum örtlichen Apotheker [ja, auch da trifft man sich zum Morgenkaffee!], eine ganze Reihe von (kleinen) Lokalen, die zum Frühstück geöffnet haben. Vielleicht aber wäre genau das richtig, nämlich diese mit frischen Brötchen zu beliefern. Wäre eigentlich eine ganz gute Geschäftsidee, denke ich, wenn da nur nicht das frühe Aufstehen wäre! Die „ganz richtigen“ bzw. guten, bissfesten Brötchen bekommen wir übrigens nur bei Whole Foods in San Antonio. Aber bei 55 Meilen Entfernung fährt man da ja nicht mal eben zum Brötchenholen hin!

Schon wieder ein typischer Sonntag

Ich habe ziemlich lange [bis halb neun] geschlafen, denn es lag ja nichts Besonderes an. Dann gab’s Frühstück, wie so häufig „cereals“ [genauer gesagt, „shredded wheat„], und natürlich Kaffee – ohne den geht’s bei mir „alter Kaffeenase“ ja nicht. Und außerdem – zuallererst – ein Glas Orangensaft, um die allmorgendliche Pillensammlung runterzuspülen.

Am Computer habe ich, wie jeden Morgen, die Nachrichten verfolgt, sowohl von hier [New York Times] als auch von Deutschland [Welt online].

Und dann war „Fütterung der Raubtiere“ angesagt. Unsere Katzen stellen sich jeden Morgen, egal wie viel Futter vom Abend vorher noch übrig ist, so an, als ob sie kurz vor dem Verhungern stünden. Buster und Sally sind da viel weniger anspruchsvoll.

Apropos Buster: da er die Zeitung nicht ans Haus gebracht hat, wie er se sonst schon einmal tut, bin ich dann zur Straße gedackelt und habe sie aufgelesen. Und dann, hier im Wohnzimmer, auch gelesen.

Und so gegen 11 kam mir die Idee, ich könnte mich ja auf’s Rad schwingen und etwas für die Gesundheit tun, bevor es einerseits ganz heiß würde und andererseits (Gewitter)schauern aufkämen. Aus letzterem Grund wollte ich dann auch nicht zu lange unterwegs sein und habe mich für meine kürzeste Runde hier [knapp über 17 Meilen] entschieden. Hat ganz gut geklappt, wenn ich allerdings auch nicht ganz den Schnitt geschafft habe, den ich eigentlich wollte. Es waren „nur “ 16,2 Meilen pro Stunde, und nicht 17, wie gehofft. Aber was soll’s: Hauptsache, es war eine schöne Tour und ich habe mich nicht überanstrengt.

Danach habe ich mich dann erst einmal trockengelegt und etwas ausgeruht, und dann auf den Rasenmäher geschwungen. Nach dem Regen in der vergangenen Woche hatte der Rasen es wirklich nötig. Und nur auf dem Mäher zu sitzen und „rumzudüsen“ war schon wieder schweißtreibend. Insgesamt dauert es etwa zwei Stunden, den Rasen zu Mähen. Es sind ja ca. 1500 Quadratmeter, und man muss einige Bäume und Blumenrabatte umkurven, was immer Zeit kostet.

Und danach war dann wieder Ruhepause: ausschwitzen, Duschen und dann lesen, computern und Video anschauen. Und vor Allem: die kühle Luft im Hause genießen!