Green Card

Kurzmitteilung

Jetzt, seit Samstag, habe ich sie, die „richtige“ Green Card aus Plastik, die für 10 Jahre gültig ist, und nicht nur die Mitteilung auf dem Papier, dass sie bewilligt worden ist. Diese jetzt ist nun gültig bis zum 21. August 2022.  🙂  Und übrigens, sie ist, im Gegensatz zu der vorläufigen, die ich bisher hatte, tatsächlich auch grün – jedenfalls zum Teil.

  • Hooray! (pitstexasexpatblog.wordpress.com)
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Hurra!

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Das waren einmal gute Nachrichten heute Morgen in der Post: mein Antrag auf „removal of the conditional basis of your permanent residence status“ – wie es in „legalese“ oder auch „bureaucatese“ 😉 heißt, ist positiv beschieden worden. Zur Erinnerung: Da … Weiterlesen

Von den Vorteilen, 65 zu sein

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Nachdem ich jetzt 65 bin, kann ich, auf Antrag, auch hier krankenversichert werden. Ich hatte ganz per Zufall [im Newsletter von „The American Dream“ – den Leuten, die mir beim Besucher-Visum behilflich waren und bei denen die Green Card Lotterie … Weiterlesen

Green Card Status – Update

Jetzt weiß ich nun wirklich, warum USCIS [United States Citizenship and Immigration Services]  mir gleich mit der Bestätigung, dass mein Antrag auf Verlängerung der Green Card eingegangen ist, auch eine schriftliche Bestätigung mitgeschickt hat, dass meine Green Card (schon einmal provisorisch) um ein Jahr verlängert worden ist. Nachdem ich immer wieder auf deren Webseite nachgesehen hatte, wie es denn um die Bearbeitung meines Antrags bestellt ist [ich finde prima, dass man das online checken kann], und es da immer nur hieß „initial review„, habe ich eine weitere dort angebotene Servicemöglichkeit genutzt, nämlich die durchschnittliche Bearbeitungsdauer für einen solchen Antrag [geht für alle Anträge/Formulare dieser Behörde und fände ich auch für Deutschland sehr praktisch] nachzusehen. Und da hieß es dann für das Vermont Service Center, das für meinen Antrag zuständig ist: durchschnittliche Bearbeitungsdauer 7,1 Monate! Da kann ich mich also noch in Geduld üben, denn davon ist ja noch nicht einmal die Hälfte vorbei.

Ich frage mich in diesem Zusammenhang übrigens, wie es jetzt [nicht dass ich das geplant hätte, aber man kann ja nie wissen, was so kommt] mit einer Auslandsreise wäre. Denn meine aktuelle Green Card hat ja draufstehen, dass sie nur bis zum 28. Januar gültig war. Ob da der Wisch, den sie mir geschickt haben, wirklich reichen würde für eine erneute Einreise? Kann ich nur hoffen.

Ach ja, ich kann ja noch froh sein: das Service Center in Vermont gehört wohl zu den schnelleren, denn der USA Durchschnitt der Bearbeitungszeit für diesen Antrag ist 18,1 Monate!! Was machen die da nur??!! Das Ziel der Behörde ist übrigens, den USA-Durchschnitt auf 6 Monate zu drücken.

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Fingerabdrücke

Gestern morgen, schon um 8, hatte ich einen Termin beim Application Support Center des US Customs and Immigration Service, für Fingerabdrücke und ein Foto. Meine Green Card war ja zunächst einmal nur temporär für zwei Jahre ausgestellt. Das ist immer so, wenn man die Green Card durch Heirat erwirbt und die Heirat erst kurz vor dem Antrag für die Green Card erfolgt ist. Man will hier einfach sicherstellen, und ich kann es auch verstehen, dass es keine Scheinheirat nur zum Erhalt der Green Card war. Daher läuft sie nach zwei Jahren ab, und man muss nachweisen, dass man immer noch als Ehepaar zusammen lebt.

Die Verlängerung muss man in einem Zeitfenster vom 90 Tagen vor Ablauf [in meinem Fall ist das am 28. Januar des nächsten Jahres] beantragen; und das hatten wir dann schon Anfang November getan. Dazu reicht man ein:

  • das ausgefüllte und unterschriebene Antragsformular I-751: Petition to Remove Conditions of Residence [ohne Formulare geht eben auch hier gar nichts]
  • Unterlagen, die belegen, dass man immer noch zusammen lebt [z.B. gemeinsames Konto, Strom-, Gas- u.ä. Rechnungen auf den gemeinsamen Namen, plus – verpflichtend – mindestens zwei eidesstattliche Erklärungen von Leuten, die einen kennen und bezeugen können, dass man noch zusammen lebt]
  • einen Scheck in Höhe von $590 [$505 für die Bearbeitung und $85 das Abnehmen der Fingerabdrücke] – die lassen sich das hier ganz schön was kosten

Und für gestern hatte ich dann den Termin in San Antonio für Fingerabdrücke sowie Foto [für die neue Green Card]. Der Termin um 8 bedeutete natürlich – leider – dass ich schon zu einer ganz unchristlichen Zeit [05:15  :(] aufstehen musste, denn ich wollte mich ja noch „landfein machen“ [rasieren und duschen]. Außerdem wollte ich in Ruhe frühstücken, um dann gegen 06:30 losfahren zu können. Es war ja damit zu rechnen, dass ich in San Antonio in die morgendliche Rush Hour geraten würde. Dem war allerdings nicht so: ich bin zügig durchgekommen und war mit „Miss TomTom’s“ [so haben wir unser TomTom-Navigationsgerät getauft, wer weiblichen Stimme wegen] Hilfe schon 20  Minuten vor der Zeit vor Ort. Weil es noch ganz schon kalt war – in der Nacht hatte es wieder leicht gefroren – bin ich noch eine Weile im Auto sitzen geblieben, denn das Büro wurde erst um 8 geöffnet, und habe mich etwa 5 Minuten vor 8 in die (kurze) Schlange der Wartenden eingereit.

Pünktlich um 8 wurde die Tür geöffnet, und drinnen ging es zügig weiter: Einladung und Ausweis [irgendetwas Offizielles mit Passbild] vorzeigen, ein Formular ausfüllen [im Wesentlichen Bestätigung bzw. ggf. Korrektur der bestehenden Daten], und dann – mit einer Nummer versehen – warten. Es dauerte gar nicht lange, und ich wurde aufgerufen. Zuerst musste ich meine Hände desinfizieren, dann wurden sie mit irgendeiner Flüssigkeit abgerieben [ich nehme mal an, um Fett- und/oder ähnliche Rückstände zu beseitigen], und dann wurden meine Fingerabdrücke genommen. Ach ja, meinen Ehering hatte ich vorher abnehmen müssen. Die Fingerabdrücke waren:

  • zuerst alle vier Finger [außer dem Daumen] von beiden Händen
  • dann beide Daumen
  • und zuletzt alle anderen Finger außer den Daumen noch einmal separat

Danach wurde ein Foto [Brustbild] von mir gemacht, von dem allerdings nur der Kopf verwendet wurde. Ich wurde sogar gefragt, ob ich mit dem Foto einverstanden wäre. Das kommt ja auf die Green Card. Ich fand es gut genug. Dann muuste ich noch eine Unterschriftsprobe abgeben. Auch die kommt auf die Karte. Und zuletzt wurden die Fingerabdruckscans überprüft und einige wiederholt.

Auch wenn das Ganze sich lange anhört: es war sehr schnell – ich denke einmal, in etwa 5 Minuten – erledigt. Zum Abschluss wurde ich noch gefragt, wie ich mit dem Service zufrieden gewesen sei, und ich konnte nur sagen: absolut zufrieden. Das hat die Dame dann auf einem kleinen Zettel angekreuzt, den ich bekam, mit der Bitte, ggf. noch meinen Kommentar hinzuzufügen, und ihn dann in eine bereitstehende Urne zu werfen. Finde ich gut, dass man hier – und das ist bei einigen Behörden so – direkt im Anschluss an die Prozedur seine Meinung dazu äußern kann.

So war ich dann, weil Alles so schnell ging, um etwa 08:15 schon wieder draußen und konnte meine geplanten Einkäufe erledigen, bevor es wieder nach Hause ging.

Und jetzt warten wir darauf, was wir weiter hören werden. Entweder findet USCIS die eingereichten Unterlagen ausreichend, und dann schicken sie mir ohne Weiteres eine neue Green Card, diesmal dann für 10 Jahre gültig, oder sie bestellen Mary und mich zu einem Interview, wo dann endgültig geklärt wird, ob sie uns glauben, dass wir zusammen leben. Dieses Interview würde übrigens für uns beide separat geführt werden, und die Ergebnisse würden verglichen, in wieweit unsere Antworten übereinstimmen. Dabei können z.B. auch Dinge gefragt werden wie wer in der vergangenen Nacht auf welcher Seite im Bett geschlafen hat! Was macht man da bloß bei getrennten Schlafzimmern??!!  😉  Nicht dass wir die hätten – jedenfalls nicht immer. Aber wenn einer von uns einmal nicht einschlafen kann, weil der andere so sehr schnarcht, dann kann es schon einmal vorkommen, dass einer von uns ins zweite Schlafzimmer umzieht. Eine andere, weniger intime, Frage könnte auch nach der Wandfarbe in einem bestimmten Zimmer sein. Da muss ich, weil ich ja nun wirklich zwar nicht direkt farbenblind bin, aber doch meine Probleme in diesem Bereich habe [wenn es sich um Farbmischungen handelt, die rot un/oder grün enthalten], unbedingt vorher Mary fragen und die Antworten lernen. Aber hoffentlich wird es gar nicht so weit kommen.

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Ich habe ihn, …

… den Stempel im Pass, dass ich ein „permanent resident“ [oder auch – für Mary – ein „alien relative„] bin!

Heute Morgen, um 9 Uhr, war der Termin für ein Interview mit einem Beamten der Einwanderungsbehörde in San Antonio. Alles war einfacher als gedacht. Die Fragen waren freundlich, mehr ein Gespräch als eine Befragung. Hauptsächlich dient das Ganze dem Zweck, sicherzustellen, dass es sich bei der dem Gesuch zugrunde liegenden Heirat um eine „echte“ handelt, und nicht um eine Scheinheirat zur bloßen Erlangung des Aufenthaltsrechts. Die Fragen drehten sich um die Klärung persönlicher Angelegenheiten, wie frühere Ehe(n), Kinder, wie lange geschieden, wie lange miteinander bekannt usw. usw. Was half, waren Ausdrucke unserer frühesten E-Mails, da wir so belegen konnten, dass wir uns schon seit über 10 Jahren kennen. Was auch sehr half, war – durch Bilder und Einladung belegt – dass die Hochzeit keine kleine, mal nur eben vor dem Friedensrichter war, sondern doch schon eine ziemliche Feierlichkeit. Auch nach den finanziellen Verhältnissen wurde noch einmal gefragt. Hier reichte die Angabe, wir beide seien Lehrer im Ruhestand mit den entsprechenden Bezügen. Na ja, Mary hatte ja im Vorfeld schon ihre Einkommensteuererklärungen von den letzten drei Jahren vorlegen müssen. Dass ich auch etwas bekomme, interessierte bestenfalls am Rande. Was wir übrigens gar nicht abzugeben brauchten, waren Briefe von Verwandten mit der Bestätigung, dass wir uns schon lange kennen und auch seit längerem zusammen leben. Ebenso wenig wollte er die Kopien z.B. von Gratulationskarten zur Hochzeit oder von Weihnachtskarten haben. Die hatten wir dabei, weil das nach Aussage der Anwältin hilfreich sei.

Auch nur am Rande beteiligt war unsere Rechtsanwältin. Sie hat nur zugesehen und zugehört. Mehr war aber auch nicht nötig, da der Beamte  sehr freundlich und absolut korrekt war. Es war aber sehr beruhigend, sie dabei zu haben. Und ihr small talk mit dem Beamten vor dem Interview half, die Atmosphäre zu entspannen. Was auch hilfreich ist: durch ihren ständigen Kontakt kennen die Anwälte die Beamten und wissen genau – und zwar schon vorher, denn es wird ihnen mitgeteilt, wer der case officer ist – mit wem man es zu tun bekommen wird. Und so können sie ihre Klienten besser auf das Interview vorbereiten.

Apropos vor dem Interview: Handy durften wir nicht mitnehmen. Und eine Sicherheitsschleuse passieren zu müssen ist ja heutzutage nichts Ungewöhnliches mehr. Und der Beamte holt einen übrigens in der Eingangs-/Wartehalle ab und bringt einen auch wieder dahin zurück.

Und so heftete der Beamte dann die Unterlagen, die wir mitgebracht hatten [u.A. Ausdrucke unserer ersten E-Mails, Fotos vom ersten Zusammentreffen bis zur Hochzeit] ab und dann bekam ich meinen Stempel in den Pass. Das ist eine für ein Jahr befristete Reiseerlaubnis, d.h eigentlich eine Einreiseerlaubnis. Und sie ist auf ein Jahr befristet, weil ich in der Zwischenzeit [innerhalb von 4 bis 6 Wochen] ja längst meine Green Card bekommen haben werde. Und die ist dann erst einmal auf zwei Jahre befristet. Danach muss ich einen Antrag auf Verlängerung stellen [mit neuen Unterlagen, dass ich immer noch mit Mary zusammen lebe]. Und wenn diese Unterlagen gut genug sind, bekomme ich die Green Card für weitere 10 Jahre. Eventuell wird noch ein Interview fällig, aber nur, wenn die Unterlagen nicht ausreichend sind.

Aber was auch immer: zunächst darf ich mal im Lande bleiben.

P.S.: Mein Besuchervisum wurde damit heute übrigens eingezogen. Aber das brauche ich ja nun nicht mehr.

„Coaching“ – …

… oder auch nicht. Sehr viel mit „Coaching“ war beim Termin mit der Anwältin wirklich nicht. Sie hat uns zwar ein paar der üblichen Fragen genannt, die beim Interview auf uns zukommen werden, und auch noch einmal bestätigt, dass wir – sollte der Beamte wirklich Zweifel hegen – auch getrennt zu denselben Fragen gehört werden würden, ansonsten aber ging es nur um die Belege, die wir noch einreichen müssen, um zu beweisen, dass wir auch wirklich zusammen leben. Die Anwältin meinte aber, dass es bei unserer doch ziemlich aufwendigen Hochzeit nicht wirklich Zweifel geben könne. Aber besser sei es doch, wenn wir z.B. noch Bestätigungen von Verwandten und Bekannten beibringen würden, dass wir auch wirklich zusammen leben. Und ich werde noch Gesichter lernen müssen: da wir auch Hochzeitsbilder beibringen (sollten), werde ich wohl gefragt werden, wer das dann jeweils ist. Und da habe ich, bei Mary’s doch großer Verwandtschaft hier, noch Einiges zu lernen. Ach ja, da fällt mir noch ein Detail ein: wenn wir getrennt befragt werden sollten, könnte eine Frage auch sein, wer in der letzten Nacht auf welcher Seite im Bett geschlafen hat!  😉

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auf zum Rechtsanwalt

Heute ist ein Termin bei unserem Einwanderungs-Anwalt hier. Da werden wir vorbereitet – „gecoacht“, wie es in Denglish heißt – für ein Interview mit der Einwanderungsbehörde am 28. Januar. Das Interview ist der letzte Schritt im Verfahren, für mich die Daueraufenthaltsgenehmigung zu bekommen. Und dann wäre ich ein „resident alien„, wie es so schön heißt. Aber weder mit 6 Fingern an jeder Hand noch von grüner Hautfarbe. Und ich habe auch keine Antennen am Kopf!

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