Gar nicht so einfach, …

… das richtige Ersatzteil für Mary’s Camaro zu finden. Nachdem wir gestern den Wagen und das neue [überarbeitete] Lenkgetriebe [mehr dazu s. unten] hier zum Automechaniker gebracht hatten, rief der heute morgen hier an und wollte wissen, wer uns denn das verkauft hätte. Es war nämlich eines für Servolenkung und unser alter Camaro hat nun einmal keine. Habe ich ihm gesagt, dass es der örtliche Autoteile-Laden [Napa Auto Parts] war und dass die Frage, ob mit oder ohne Servo nie zur Debatte gestanden hatte. Sie hatten lediglich wissen wollen, wie viele Umdrehungen das Lenkrad von Anschlag zu Anschlag hat. Und das waren 4 3/4. Und so haben wir dann eben das falsche Teil bestellt. Zurückgeben war ja kein Problem, das richtige finden dagegen schon. In Katalogen von Napa Auto Parts war es nicht zu finden – da gab’s nur welche mit Servo. Mit viel Rumtelefonieren haben sie dann eine Firma in Kansas City aufgetan, die ein solches Getriebe – überarbeitet – auf Lager hatte. Das wäre aber fast $350 gekommen und hätte außerdem etwa 7 Tage Lieferfrist gehabt. Aber Larry, unser Automechaniker, war sehr darauf bedacht, den Camaro schnellstens wieder von der Hebebühne zu bekommen, und so, wie er jetzt war, d.h. ohne Lenkgetriebe, wäre es sehr schwierig gewesen, den Wagen nach draußen vor die Werkstatt zu bugsieren. Also habe ich mich dann auf eine „wild goose chase„, wie man hier so sagt, begeben, und die näheren Autoteileläden abgeklappert. Aber keiner hatte das Ding oder konnte es besorgen. Ein Laden in Kenedy gab nit allerdings den Tip für eine Firma im Internet. Und da bin ich dann fündig geworden. Nach Ausdrucken des Bildes und zwei weiteren Werkstattbesuchen zum Vergleich mit dem ausgebauten Teil – um sicher zu stellen, dass es auch wirklich das richtige ist – sowie Rücksprache mit Larry habe ich dann online bestellt. Und zwar ein neues, kein überarbeitetes Austauschteil, weil das neue nur ganze $5 teurer war. Damit Larry aber möglichst schnell wieder an die Arbeit gehen kann, habe ich Übernachtlieferung für $45,40 geordert. Und so kommt das Ganze dann auch sehr nahe an den Preis von Napa Auto Parts, ist aber eben ein neues Teil und kommt innerhalb eines Tages. Mal sehen, ob’s morgen ankommt. Das hängt natürlich davon ab, ob der Lieferant es heute noch aus seinem Warenhaus an die Post, oder wen auch immer er beauftragt, bekommen hat.

Ich glaube, ich hatte noch gar nicht erzählt, dass der Camaro dringend ein neues Lenkgetriebe brauchte. Die Lenkung hatte ein Wahnsinnsspiel – das war richtig (lebens)gefährlich. Den Spurrillen folgte er besser als der Lenkung, und beim Bremsen zog er unberechenbar zur Seite, sobald eine Bremse auch nur geringfügig früher oder fester zupackte als die auf der anderen Seite. Und dann brach der Wagen (fast) aus: äußerst gefährlich ganz besonders bei Regen und damit schlüpfriger Fahrbahn. Ein neues Lenkgetriebe war also dringend geboten. Mal sehen, wie das jetzt wird. Ob Larry auch noch die Bremsen so einstellen kann, dass sie absolut gleichmäßig ziehen, wage ich angesichts des Alters der Bremsen und der Tatsache, dass er keinen Rollenprüfstand hat, allerdings zu bezweifeln.

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Der Camaro hat ein (neues) Zuhause

Und natürlich nicht nur der Camaro, sondern auch der Escape. Da nun die Garage fertig ist, habe ich natürlich sofort ausprobieren wollen, wie sich die Autos darin machen.

Noch ist die Garage leer:

leer

Viel Leerraum

Und auch mit zwei Autos drin ist noch genügend Platz. Wir haben wirklich nicht zu klein dimensionert:

cars inside

Camaro und Escape in ihrem neuen Zuhause

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Mary’s alter Camaro …

… braucht noch eine ganze Menge Arbeit, aber fahren tut er. Und Dank des amerikanischen „Minimal-TÜVs“ [heißt hierzulande „inspection“ und ist jährlich fällig] dürfen wir ihn auch fahren. Der Wagen ist Baujahr 68 und hat eine ganze Zeit – ca. 20 Jahre – unbenutzt in einem Schuppen gestanden, leider mit dem Heck doch sehr Wind und Wetter ausgesetzt. Sieht man ganz deutlich am Heck, dass da viel Rost war, was ich ganz provisorisch mit Glasfasermatten ausgebessert habe. Viel Mühe habe ich mir da -offen gestanden – nicht gegeben, weil ich glaube, dass einfach der gesamnte Kofferraumdeckel ersetzt werden muss. Da ist so viel Rost, an den man gar nicht kommt, dass entrosten und neu lackieren absolut nichts bringen würde. Und auch sonst müsste die Karosserie total überarbeitet werden, einschließlich neuer Fenster – die Frontscheibe ist undicht. Und auch im Innenraum, angefangen bei den Sitzen bis hin zum Dachhimmel, ist fast Alles erneuerungsbedürftig. Und dann ist da noch die Technik: was zunächst einmal ansteht, ist das Lenkgetriebe. Da ist enorm viel Spiel drin und es muss dringend erneuert werden, denn so ist es ein Sicherheitsrisiko. Aber insgesamt wollen wir wirklich sehen, dass wir die Kiste so langsam aber sicher wieder in Schuss kriegen, denn einerseits ist es ganz gut, schon einmal einen zweiten Wagen zu haben, und andererseits ist es, als Mary’s allererstes Auto, natürlich auch ein Erinnerungsstück. Es ist schon interessant, dass der Wagen ca. 20 Jahre nicht benutzt worden ist, und dann so ganz einfach, mit einer neuen Batterie versehen, ansprang.

Apropos „amerikanischer TÜV„: die sogenannte Untersuchung ist mit unserem TÜV nun wirklich nicht zu vergleichen. Es wird praktisch nur überprüft, dass Lichter und Blinker sowie die Bremsen funktionieren. Bei den Bremsen heißt das, man muss den Wagen damit abwürgen können. Ob sie gleichmäßig ziehen, wird überhauptnicht geprüft. Und bei den Lichtern geht es einzig und allein darum, ob sie brennen, Ob die Scheinwerfer richtig eingestellt sind oder ob sie blenden, wird wieder nicht geprüft. Und so ist es dann kein Wunder, dass hierzulande viele Rostlauben herumfahren, die bei uns in Deutschland längst auf dem Schrottplatz gelandet wären.

camaro

Camaro

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So schön grün …

… ist es immer noch, obwohl wir schon seit etwa drei Wochen keinen Regen mehr gehabt haben. Na ja, wir haben auch – ein bischen wenigstens – den Rasen gewässert, und an ein paar Stellen wird er auch etwas dünn, aber insgesamt freue ich mich jedesmal draußen, wie gut und grün Alles noch ausieht, denn im vergangenen Jahr war das ganz anders. Da hatten wir ein extrem trockenes und heißes Jahr  [um diese Zeit schon über 30 Tage mit Temperaturen von mehr als 38 Grad]. Und da war (fast) Alles braun und verbrannt. Und noch in diesem Jahr, im April, hatte ich befürchtet, dass ich den gesamten Rasen neu würde einsäen müssen, so armselig sah er aus. Aber dann haben das nasse Frügjahr und der nasse Frühsommer [wir hatten deutlich mehr als die durchschnittliche Menge an Niederschlägen] doch sehr geholfen. Und vielleicht haben wir ja Glück und der Rest des Sommers wird auch nicht ganz trocken. Die Tatsache, dass in diesem Sommer die Hurrikane etwas häufiger sein könnten, lässt jedenfalls hoffen. Denn die würden auch verstärkt Regen jmit sich bringen – hier im Binnenlande. Natürlich wünschen wir uns, dass sie nicht gerade mit Tornados einhergehen.

Garden View

Gartenansicht

Im Vordergrund, in der Mitte, eines unserer Blumenbeete, rund um den Stamm eines alten Mesquitebaums. Den hat einmal ein starker Sturm umgelegt, aber ein Teil davon wächst noch weiter, während der Rest – vertrocknet – eher wie eine Skulptur aussieht. Links davon steht eine kleine Arizona  Zypresse. Die haben wir im vergangenen Jahr gepflanzt, und sie macht sich ganz prächtig. Hoffen wir nur, dass es so bleibt. Manchmal haben unsere Pflanzen so ihre Probleme, wenn die Wurzeln aus dem Pflanzballen heraus in die andere Erde wachsen. Die chemische Zusammensetzung unseres Bodens scheint nicht allen Pflanzen zu bekommen.

Rechts vom Blumenbeet ist s die (alte) Garage. Sie ist etwas klein geworden für Alles, was wir da drin haben [u.a. unseren Rasenmäher, Katzen- und Hundefutter und Gartengeräte sowie den Futterplatz für die Katzen] . Die Autos passen nicht ganz hinein – d.h. für den alten Chevy Camaro ist da überhaupt kein Platz und der Ford Escape streckt sein „Hinterteil“ etwas heraus.. Und außerdem ist sie offen: die Eingangstür hier auf der Hausseite fehlt ganz, und die Schwingtore lassen sich nicht mehr schließen. Und so haben wir dann des öfteren „fremde Bewohner“ [sprich Waschbären] drin. Also soll eben eine neue Garage an der Stelle unserer alten Scheune her, und diese hier wollen wir behalten.

Etwas weiter hinten im Bild links steht eine „Desert Willow“, und dahinter sieht man unseren kleinen Fahrradschuppen und den größeren alten Schuppen, in dem u.A. einige Schränke mit Büchern und Videos, die ich von Deutschland mitgebracht habe, untergebracht sind. Plus ein Rad und zwei weitere alte Dancelli Fahrradrahmen, für die im kleinen Fahrradschuppen kein Platz mehr war. Also noch mehr Gründe für die neue Garage.

Unsere Welt von oben

Als ich heute auf dem Dach unserer Scheune war [ein Bild davon hier], um die Abrissarbeiten weiter fortzusetzen, hatte ich auch die Kamera dabei und habe mal ein paar Fotos von der Umgebung geschossen. Hier das erste:

aerial view

„Luftbild“

Und zur Erläuterung: Der Blick geht in etwa nach Süd(süd)west. Im Hintergrund, etwas verdeckt, unser Haus. Das ist dann so ungefähr die Nordseite, mit der Küche und dem hinteren Schlafzimmer. Davor, links, die Garage, und vor der Garage, unter der Haube, Mary’s alter Camaro [von 1968! – und fährt noch]. Unser Escape passt fast ganz in die Garage – man sieht gerade noich die Anhängerkupplung und die hintere Stoßstange herausragen. Diese Garage ist übrigens zu klein, und darum muss eben die Scheune, von deren dach aus ich diese Aufnahme gemacht habe, abgerissen werden. Denn da soll die neue, zusätzliche Garage hin. Und im Vordergrund ist dann der Schuppen.

Und was man auch gut sieht, ist wo der Rasen noch wirklich wachsen muss.  Aber da, wo wir schon mal häufiger fahren, hat er es, ganz besonders weil es jetzt sehr heiß und trocken ist, doch schwer. Aber trotzdem ist der größte Teil sehr schön zugewachsen.