Reisebericht: England- & Schottlandreise – Tag 1

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Karnes City – San Antonio Wie schon vorher gebloggt, hatte ich am Reisetag doch Schmetterlinge im Bauch und konnte schon früh nicht mehr schlafen. Wie geplant, habe ich dann um kurz nach 8 Uhr morgens Sally und Chiquita zu unserem … Weiterlesen

Zurück in Texas

Da bin ich also wieder zuhause, in einem – gestern – sehr regnerischen Texas. Aber wir sind (immer noch) froh über jeden Regen, denn die letzten Jahre waren ja absolut zu trocken, und wer weiß, was der Sommer noch bringen wird.

Aber nun zur Rückreise:

Sie ist wirklich prima verlaufen. Um 10:11 ging es – planmäßig – am Siegburger Bahnhof mit dem ICE los. Der Zug war pünktlich, aber die Bundesbahn war mal wieder die Inkompetenz auf Rädern. Es gab eine Durchsage, dass die Wagenreihenfolge geändert sei, und dass die Wagen der 1. Klasse im Abschnitt so-und-so halten würden. Dass es aber zwei Zugteile mit jeweils einem 1. Klasse Teil gab, das hatten die Verantwortlichen mal wieder nicht geschnallt. Und dass es auch ganz informativ gewesen wäre, zu sagen, ob nun der ganze Zug [d.h. beide Teile] komplett umgedreht war, oder nur jeder Teil für sich – auch diese Information fehlte. Und gerade das wäre wichtig gewesen, damit man gewusst hätte, wo denn nun der Wagen, in dem man einen Sitz reserviert hatte, halten würde. Aber nein, soweit zu denken ist bei Bundesbahnpersonal ja zu viel verlangt. So wusste denn nun niemand Bescheid, wo sein Wagen halten würde. Und zu allem Überfluss stellte sich heraus, als der Zug einlief, dass auch noch die Wagennummern nicht erkennbar waren: die Anzeige [übrigens auch in den Waggons] war defekt! Also gab’s – bei der kurzen Aufenthaltszeit – nur eins: rin in den erstbesten Wagen. Und so stand ich dann – wie ich drinnen erfuhr – im Wagen 26 statt in 21. Bei der kurzen Fahrzeit [47 Minuten bis Frankfurt/Flughafen] und den engen Gängen war es mir dann aber zu lästig, meinen Platz zu suchen, und so bin ich einfach stehen geblieben.

In Frankfurt galt es dann, das Gepäck aufzugeben. Das kann man da schon im Übergang vom Bahnhof zum Flughafen. Ganz im Gegensatz zu sonst war da aber eine Schlange, und ich musste etwas warten. Aber nicht zu lange. Und dann habe ich mich auf den Weg zum Gate gemacht. Das dauert in Frankfurt – dem „Flughafen der langen Wege“ – immer etwas. Aber ich hatte ja Zeit genug. Auch noch, um Lektüre [Robert Harris, Pompeii, und Bernard Cornwell, Azincourt] zu kaufen und etwas zu essen.

Der Flieger [ein Airbus 340-300 mit dem bedeutungsträchtigen Namen „Landshut“, wie die vor längerer Zeit entführte Maschine] flog pünktlich ab und der Pilot informierte uns, wir würden ca. 45 Minuten vor der planmäßigen Ankunft in Newark sein. Und das Versprechen hat er mehr als erfüllt: wir waren 50 Minuten früher da. Der Flug selber war ruhig und – Gott sei Dank – ereignislos. Der Service war – Lufthansa-Standard gemäß – gut, und das Essen [es gab Rindergulasch auf Reis oder Pangasius auf Nudeln und Spinat] auch. Zum ersten Mal habe ich allerdings erlebt, dass eines der beiden Gerichte für die Passagiere am Ende des Fliegers nicht mehr zu haben war. Anscheinend spart die Lufthansa da – verständlicherweise – und hat keine überzähligen Mahlzeiten mehr.

In Newark kamen wir, wie schon gesagt, 50 Minuten zu früh an. Aber das war mir nur Recht, weil ich damit mehr Zeit für die Einreiseformalitäten und den Weg zum Terminal C und meinem Abflug-Gate hatte. Was nun die Einreiseformalitäten angeht: dieses Mal war es ja das erste Mal, dass ich nicht mehr als Tourist kam, sondern in die Schlange für US-Citizens and Permanent Residents durfte/musste. Und da durfte ich dann mal wieder feststellen, dass die USA ihre gespeicherten Daten nicht überblicken: obwohl meine Status als Permanent Resident doch schon am 28. Januar bewilligt worden war, konnte die Beamtin am Flughafen das im Computer noch nicht verifizieren. Und so musste ich zu einer zweiten Kontrolle. Und die Mädels und Jungs da – so konnte ich beobachten – werden bestimmt nicht am Herzinfakrt wegen zu schnellen Arbeitens sterben. Das ging mehr als ruhig – mit vielen Schwätzchen und Päuschen – zu. Aber nach einiger Zeit und einigen Fragen war man wohl doch überzeugt, dass ich rechtens einreisen konnte, und ich bekam die nötigen Stempel.

Danach musste ich dann, wie immer am ersten Flughafen in den USA, mein Gepäck abholen, durch den Zoll bringen und wieder aufgeben. Und dann auch – und das hielt auf, weil ein ziemlicher Andrang war – erneut die Sicherheitkontrolle passieren. Da fühlte ich mich übrigens ganz schön gehetzt. Der Platz vor dem Transportband war sehr begrenzt und die Beamten waren ständig dabei, einen zu schnellerem Vorgehen anzutreiben, obwohl sie doch sahen, dass man dabei war, alles auf das Band zu bekommen. Na ja, auch das habe ich geschafft.

Und dann fand ich heraus, dass Newark durchaus eine Konkurrenz für Frankfurt ist, was die langen Wege angeht. Es war eine ganz schöne Strecke, die ich im Terminal C bis zum Gate zurücklegen musste. Aber das tat, nachdem ich ja etwas über 8 Stunden im Flugzeug gesessen hatte, nur gut. Und Zeit hatte ich ja – wir waren vor 16:00 Uhr angekommen und mein Flug nach San Antonio ging um 20:00 Uhr – auch genug. Also habe ich [bei Starbuck’s] etwas gegessen [meine Lieblings-Cookies, Oatmeal-Raisin und Chocolate-Chips] und getrunken [Cafe Mocha], gelesen, und bin auch noch mehr herumgelaufen.

Der Flieger nach San Antonio war auch pünktlich, und der Flug ebenso ereignislos wie der über den großen Teich. Und auch dieses Mal waren wir vor der geplanten Ankunftszeit da, wo Mary mich natürlich schon erwartete.

Und dann kam eben nur noch die Fahrt von ca. einer Stunde und ich war wieder in Karnes City.

„aanjekumme“ …

… wie man hier in der Gegend so sagt.

Und die gesamte Reise hier nach Deutschland war trotz – oder wegen – des Pilotenstreiks einfacher als gedacht. Das einzige „Problem“ war die Erreichbarkeit der Lufthansa für die Umbuchung, aber danach ging Alles mehr als glatt. Der Zubringerflug von San Antonio nach Washington ging deutlich später ab als der ursprünglich geplante nach Newark [11:51 statt 08:50]. Daher brauchte ich dann auch nicht zu nachtschlafender Zeit aufzustehen. Und wie immer, wenn ich fliege, waren wir erheblich zu früh am Flughafen. Aber lieber das als Hetzen oder sogar zu spät. Und man weiß ja auch im Vorhinein nicht, wie lange die Schlangen beim Check-in und bei der Sicherheitskontrolle sind. Diesmal jedenfalls waren sie erfreulich kurz.

Ach ja, vertan hatte ich mich zunächst, weil ich noch auf den Flug mit Continental fixiert war. Und so sind wir zuerst zum Terminal 2 gedackelt, wo Continental abfliegt. Aber die hatten mich natürlich nicht „auf der Rechnung“. Und erst da fiel mir wieder ein, dass ich – nach der Umbuchung – ja mit United Airlines fliegen würde. Also ging’s zum Terminal 1. Gott sei Dank ist San Antonio ja kein Riesenflughafen, und so war der Weg nicht so weit.

Nach dem Einchecken hatten wir dann – wie schon gesagt – noch viel Zeit und so gab’s Kaffee [mein üblicher „Cafe Mocha„] und ein Teilchen [da sie mein Lieblingsteilchen – „Oatmeal-Raisin Cookie“ – nicht hatten, habe ich mir „Apple Danish“ ausgesucht und war auch zufrieden damit ] bei Starbucks.

Der Flieger ging dann mit einer halben Stunde Verspätung ab, kam aber mit nur 15 Minuten Verspätung in Washington an. Und da war es nur ein kurzer Weg, da der Flug nach Frankfurt an demselben Terminal [C] abging, an dem der aus San Antonio ankam. Der Flieger nach Frankfurt war außerordentlich pünktlich: er verließ das Gate 2 Minuten vor der geplanten Abflugzeit. Und das war auch gut so, denn wir hatten für einen großen Teil des Fluges Gegenwind und kamen so mit etwa 15 Minuten Verspätung in Frankfurt an. Der Flieger war übrigens nicht ganz ausgebucht und ich hatte Glück, dass der Platz neben mir frei blieb. Der Flug verlief glatt. Der Service bei United war allerdings nicht ganz auf dem Standard, den ich von Lufthansa gewohnt bin. Zum Einen hatte ich beim Abendessen keine Auswahl mehr, weil ihnen eines [Chicken]der beiden Gerichte schon ausgegangen war. War zwar nicht von Bedeutung, da ich ohnehin „Pasta“ – die es noch gab – gewählt hätte, ist mir aber bei Kufthansa noch nie passiert. Und das Frühstück am Morgen war nicht der Rede wert: ein kleines Banana Bread [ziemlich krümelige Angelegenheit] und ein Töpfchen Yoghurt. Da habe ich bei Lufthansa auch schon Besseres bekommen.

In Frankfurt ging dann Alles wirklich schnell. So schnell – ich war in ca. 35 Minuten [normalerweise rechne ich dafür mehr als eine Stunde] am Bahnsteig, obwohl ich ja noch meine „Bordkarte“ für den Zug holen musste – war es noch nie. Ich denke mal, das lag wirklich an den „Nachwehen“ des Pilotenstreiks, dass nämlich am Flughafen (noch) äußerst wenig Betrieb war. Apropos „Bordkarte“: der Mensch am Schalter bei der Lufthansa da war ziemlich muffelig, um das mal so zu sagen. Auch das ist eigentlich sehr selten. Aber meine Bordkarte habe ich bekommen, und den frühen [08:09]  Zug, mit dem ich gar nicht gerechnet hatte, auch.

Und der ICE von Frankfurt nach Siegburg ist ja wirklich schnell: ganze 36 Minuten! Da habe ich noch nicht einmal meinen Platz aufgesucht, sondern bin einfach auf dem Gang im Einstiegsbereich stehen geblieben. Und hier in Siegburg hatte ich dann einen „Chauffeur“, meinen ehemaligen Kollegen Herbert, der mich am Bahnhof in Siegburg abgeholt und hier nach Hersel gekarrt hat.

diese „Lufthanseln“

Da hätten mir diese Hanseln von Lufthansa-Piloten doch bald einen Strich durch meine Reisepläne gemacht, mit ihrem Streik. Gestern Mittag bekam ich eine E-Mail von Lufthansa, dass mein Flug Newark-Frankfurt annulliert sei. Aber die anderen Flüge waren es nicht. Also was tun? Einfach von San Antonio nach Newark fliegen, wie gebucht, und darauf hoffen, dass sie mich da schon nicht sitzen lassen werden? Ich habe dann mal die angegebenen Links aufgesucht, für nähere Informationen bzw. meine Buchungsübersicht, aber das half wenig. Es hieß, der Flug Newark-Frankfurt sei „nicht möglich“. Und Lufthansa würde versuchen, mich auf einen anderen Flug umzubuchen – wenn möglich. Aber da stand in meiner Buchungsübersicht ja kein anderer Flug. Es blieb unklar, was ich tun sollte: einfach abwarten, oder Lufthansa anrufen.  Letzteres habe ich dann, weil ich auf Nummer sicher gehen wollte, probiert: gestern insgesamt ca. 3 Stunden lang, mit Nummern in Deutschland und hier in den USA. Aber es war einfach kein Durchkommen. Einmal habe ich fast 40 Minuten mir in der Warteschleife Musik und Werbung angehört, dann aber frustriert aufgegeben. Bei den Nummern in Deutschland kam dazu, dass man nur einmal die Mitteilung bekam, man solle bitte warten, denn man würde gleich mit dem nächsten freien Mitarbeiter verbunden. Da war ich mir gar nicht so sicher, ob das überhaupt der Fall sein würde. Hier in den USA gab es wenigstens immer wieder die Mitteilung, dass sie sich für die Geduld bedankten und einen gleich verbinden würden. Apropos Nummer in Deutschland: es kam auch vor, dass man erst gar nicht in eine Warteschleife kam, sondern gebeten wurde, später noch einmal anzurufen. Das war übrigens besser zu nachtschlafender Zeit [hier ca. 22:00 Uhr = in Deutschland 05:00]. Die Kosten waren übrigens die gleichen: keine! Denn es waren 0800-Nummern. Und mit Skype ist es ja egal, wohin in der Welt ich telefonieren – ob nur zum Nachbarn oder nach Timbuktu, solange es nur ein Festnetzanschluss ist.

Heute Morgen habe ich es dann wieder probiert, weil mir über Nacht klar geworden war, das es wohl wenig Sinn machen würde, nach Newark zu fliegen und dann erst vor Ort eine Umbuchung zu veranlassen. Hätte es da eine Möglichkeit gegeben, so denke ich jedenfalls, hätte man mir das ja bestimmt angeboten. Ich weiß nicht, wie lange ich dann in Newark festgesessen hätte. Also, wie gesagt, habe ich es wieder probiert. In Deutschland waren die Leitungen so überlastet – mal wieder – dass man erst gar nicht in die Warteschleife kam. Also habe ich mal wieder LH-USA angerufen und während sie mich in der Warteschleife hatten, E-Mails und Nachrichten im Internet gelesen. Und dann kam die Überraschung: nach 25 Minuten meldete sich jemand! Ich musste erst mal überlegen, was das jetzt war. Aber dann löste sich Alles in voller Zufriedenheit auf. Eine freundliche junge Dame suchte mir, nachdem ich meinen Buchungscode angegeben hatte, für denselben Tag [Dienstag] eine andere Verbindung. Und so fliege ich jetzt mit United Airlines von San Antonio über Washington nach Frankfurt. Und das Gute an der Sache ist: die Reisezeit ist kürzer, mit weniger Aufenthalt zwischen den Verbindungen. Ich fliege später hier ab und bin doch früher in Frankfurt.

Jetzt warte ich allerdings noch auf die Bestätigung per E-Mail. Mal sehen, wann die eintrifft, cdenn eigentlich sollte sie schon hier sein. Aber in meiner Buchungsübersicht ist die neue Verbindung schon drin. Sollte also eigentlich Alles klappen.