Weekly Photo Challenge: Nostalgic

Bild

Als ich las, dass das Thema der “Weekly Photo Challenge” auf WordPress dieses Mal “nostalgic” sein sollte, kam mir als erstes unsere alte Scheune in den Sinn, die wir leider abreißen mussten, weil sie zu baufällig geworden war, um sie noch restaurieren zu können, und um Platz für eine neue Garage zu schaffen.

old barn

Alte Scheune und Wassertrog

Mehr Fotos von dieser alten Scheune und weitere Bilder, die mir zum Thema „nostalgisch“ in den Sinn kamen, finden sich hier: Pit’s Bilderbuch – Weekly Photo Challenge: Nostalgic.

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Neue Garage: Anlieferung des Füllmaterials

Heute kam dann, mit ziemlicher Verspätung, die erste Fuhre des Füllmaterials an. Urspünglich war die Lieferung für zwischen 9 und 10 Uhr angekündigt, aber schon kurz nach 8 rief der Bauunternehmer an, sein Transportunternehmen habe Probleme mit einem LKW und das Licht müsse erst repariert werden und daher könne es 1 Uhr werden, ehe sie kommen könnten. Und als es dann drei Uhr wurde und sich nichts tat, habe ich angerufen und bekam kurz danach die Mitteilung, man könne den Transportunternehmer nicht erreichen. Und gegen 4 nachmittags kam dann ein weiterer Anruf, der Transportunternehmer sei auf dem Weg, und zwar schon im Nachbarort Hobson. Das kann zwar nicht ganz gestimmt haben, denn dann hätte er in ca. 5 Minuten hier sein müssen, aber gegen 16:30 war er dann hier.

Und das hier ist der LKW:

delivery truck

Dieser LKW hat uns die erste Fuhre Füllmaterial geliefert

Ist schon ein ziemlicher Brocken, oder? Ich muss einmal nachfragen, wie schwer er ist. Auf jeden Fall, er hat sowohl durch unsere Einfahrt am Highway gepasst als auch das „cattle guard“ nicht zu Einsturz gebracht. Was ich bei dieser Art Truck immer wieder finde, sie sehen irgendwie „jestuckt“ aus, wie man im Rheinland sagen würde, oder, auf Hochdeutsch, „gedrungen“ und sehr wuchtig.

Und das hier ist der Stoff, den er angeliefert hat:

base

Füllmaterial

Neue Garage: der Anfang

Heute morgen war’s dann so weit, die Bauleute waren da – und zwar ohne sich vorher anzukündigen. Angerufen haben sie erst, als sie schon in Karnes City waren und unsere Einfahrt verpasst hatten. Wie hier häufig üblich ist, kamen sie mit einem relativ schweren Pick-Up Truck mit Anhänger. Das ist hier das Standardfortbewegungs- und -transportmittel vieler (Bau)unternehmer – wenn es sich nicht gerade um Großbauten handelt. Und auch da gibt es viele „subcontractors„, die dann eben nicht mit dicken LKWs kommen.

new garage - 1st day

Der Pick-Up Truck mit - schon leerem - Anhänger

Auf dem hatten sie einen „Bobcat„.

Bobcat

Und so sieht ein "Bobcat" aus

Eigentlich hatte ich nur erwartet, sie würden das (schwere) Gerät bringen, aber die Jungs haben sich gleich an die Arbeit gemacht und den Bauplatz vom letzten Grümpel befreit und, was ich sowieso nicht gekonnt hätte, auch die dicken Pfähle ausgerissen, die da noch rumstanden. Fix waren die Jungs [zwei Hispanics übrigens – aber das sind hier eigentlich immer die Bauarbeiter], das muss man ihnen lassen. Und so haben sie dann – wie gesagt – das letzte Gerümpel beseitigt. Und dann den Bauplatz eingeebnet und die Vermessungspfähle eingeschlagen.

Hier noch ein Bild davon:

Bauplatz

Der Bauplatz wird vorbereitet: Bobcat bei der Arbeit

So, das war’s für’s Erste. Morgen im Laufe des Tages sollen 4 LKWs mit Füllmaterial kommen. Und dann mal sehen, wie es weitergeht. Am Donnerstag ist hier ja Feiertag [Thanksgiving], und wie mir der Bauunternehmer sagte, wollen die beiden Arbeiter, die heute hier waren, da nach Oklahoma. Aber der Vorarbeiter heute meinte, er würde vielleicht am Samtag wiederkommen, um das angelieferte Füllmaterial zu verteilen und zu planieren. Und am Montag, so sagte mir der Bauunternehmer, soll es dann richtig losgehen. Bin schon richtig gespannt!

Fundamente beseitigt

Ich hätte nicht gedacht, dass es so schnell gehen würde und dass ich es heute schon schaffen würde, auch die Fundamente unserer Scheune zu beseitigen. Es war zwar sehr anstrengend, diese dicken Kanthölzer dann auf den Stapel Altholz zu schleppen, aber jetzt ist es geschafft. Das war für meinen Rücken die Grenze der Zumutbarkeit. Sie zu lösen war leichter und ging schneller als ursprünglich gedacht. Und jetzt stehen zwar noch ein paar dicke Pfähle, aber auch die werden sich nicht mehr lange halten! Und jetzt sieht es also so aus:

foundations gone

Auch die Fundamente sind weg

Links im Bild übrigens noch eine alte Tür, die sich möglicherweise irgendwo weiter verwenden lässt.

Und hier dann noch eine andere Perspektive:

foundations gone

Nur noch Gerümpel

Das „Riesentrumm“ im Vordergrund ist übrigens eine alte Futterkrippe [corncrib]. Die muss ich noch vorsichtig auseinandernehmen, denn das Holz ist zu schade, um es zu verbrennen. Großenteils sind es schöne Nut-und-Feder Leisten in gutem Zustand. Daraus kann man noch etwas machen. Und auch die Klappen sind in gutem Zustand. Mal sehen, was noch daraus wird.

Labor Day

Heute ist dann mal ein wirklicher Ruhetag, den ich Faulpelz so richtig genieße: schließlich ist es ja „Tag der Arbeit“ [Labor Day]. Seltsam, dass das – wie bei uns auch – ein Feiertag ist, an dem eben nicht gearbeitet wird. Aber sollte es nicht eigentlich auch „Tag der Arbeiter“ [Laborer’s Day] heißen? Denn eigentlich wird ja nicht die Arbeit gefeiert, sonder derjenige, der sie verrichtet, also der Arbeiter.

Aber wie dem auch sei: ich lege meine persönlichen Ruhetag ein – weder Gartenarbeit [und auch der Abriss der Scheune muss warten] noch Radtour [die Beine brauchen, nach ca. 130 Kilometern in zwei Tagen, auch ihre Ruhe].

Streifschuss …

… aber nicht richtig, von einem Gewehr oder so, sondern vom Scheunendach – genauer gesagt, vom Anbau an der Scheune.

Als ich gestern, nachdem ich alle Wellblechpaneele abgenommen hatte, auch das Dachgerüst abbauen wollte, war ich wohl etwas unvorsichtig und bin beim letzten Hammerschlag [der den letzten Stützpfosten beseitigen sollte] zu nah am Dach stehen geblieben und so ist es dann beim Zusammenfallen auch auf mir gelandet. Gott sei Dank war es nur ein „Streifschuss“ auf der rechten Seite, mit einer kleinen Schürfwunde am Kopf und einigen blauen Flecken an der rechten Schulter und am rechten Arm. Ein etwas schwererer Balken ist mir aber auf dem Fuß gelandet, leider da, wo die Stahlkappe des Stiefels keinen Schutz mehr bietet, und das war weniger angenehm. Aber da es heute auch beim Gehen kaum noch schmerzt, hoffe ich mal, dass im Fuß nichts gebrochen ist. Ja ja, wie meine Mutter schon immer sagte, „Wo gehobelt wird, da fallen auch Späne.“

Der Abriss der Scheune geht weiter …

… und mittlerweile ist schon das gesamte Dach abgedeckt. Außerdem sind 3 Seitenwände fast vollständig offen, und nun bin ich, wie man auf dem folgenden Foto sieht, dabei, den Anbau abzureißen.

barn

Der Abriss macht Fortschritte

Und man sieht: je mehr vom Dach und von den Seitenwänden fehlt, umso windschiefer – und auch wackeliger – wird die gesamte Struktur. Hoffenlich fällt die Scheune nicht während der Abrissarbeiten unter mir zusammen!

Abrissarbeiten fortgesetzt

Mittlerweile – trotz des z.T. sehr warmen und schwülen Wetters habe ich es geschafft, immer mal wieder des morgens ein paar Stunden zu arbeiten – hat unsere Scheune kein Dach mehr. Der „Anfang vom Ende“ sah so aus:

Abrissarbeiten

Fast wie ein Schachbrett!

Und nachdem ich mir gestern ein paar Werkzeuge gekauft habe [unter Anderem ein „wrecking tool“ und weil das Wetter heute nicht ganz so arbeitsunfreundlich war, hat der Abriss weitere Fortschritte gemacht. Dieses „wrecking tool“ [mir fällt einfach nicht die deutsche Bezeichnung dafür ein, aber auf dem nächsten Bild hier sieht man es ganz deutlich. Hier heißt es auch „crowbar“ oder „pry bar„.] war/ist übrigens sein Gewicht in Gold wert: es hat mir die Arbeit ungemein erleichtert.

Abrissunternehmer

"Abrissunternehmer"

Und und nun habe ich nicht nur alle Wellblechpaneele entfernmt, sondern auch alle Dachsparren, und das Ergebnis sieht dann so aus, viel „durchsichtiger“:

durchsichtig

Ziemlich "durchsichtig", das Ganze

So schön grün …

… ist es immer noch, obwohl wir schon seit etwa drei Wochen keinen Regen mehr gehabt haben. Na ja, wir haben auch – ein bischen wenigstens – den Rasen gewässert, und an ein paar Stellen wird er auch etwas dünn, aber insgesamt freue ich mich jedesmal draußen, wie gut und grün Alles noch ausieht, denn im vergangenen Jahr war das ganz anders. Da hatten wir ein extrem trockenes und heißes Jahr  [um diese Zeit schon über 30 Tage mit Temperaturen von mehr als 38 Grad]. Und da war (fast) Alles braun und verbrannt. Und noch in diesem Jahr, im April, hatte ich befürchtet, dass ich den gesamten Rasen neu würde einsäen müssen, so armselig sah er aus. Aber dann haben das nasse Frügjahr und der nasse Frühsommer [wir hatten deutlich mehr als die durchschnittliche Menge an Niederschlägen] doch sehr geholfen. Und vielleicht haben wir ja Glück und der Rest des Sommers wird auch nicht ganz trocken. Die Tatsache, dass in diesem Sommer die Hurrikane etwas häufiger sein könnten, lässt jedenfalls hoffen. Denn die würden auch verstärkt Regen jmit sich bringen – hier im Binnenlande. Natürlich wünschen wir uns, dass sie nicht gerade mit Tornados einhergehen.

Garden View

Gartenansicht

Im Vordergrund, in der Mitte, eines unserer Blumenbeete, rund um den Stamm eines alten Mesquitebaums. Den hat einmal ein starker Sturm umgelegt, aber ein Teil davon wächst noch weiter, während der Rest – vertrocknet – eher wie eine Skulptur aussieht. Links davon steht eine kleine Arizona  Zypresse. Die haben wir im vergangenen Jahr gepflanzt, und sie macht sich ganz prächtig. Hoffen wir nur, dass es so bleibt. Manchmal haben unsere Pflanzen so ihre Probleme, wenn die Wurzeln aus dem Pflanzballen heraus in die andere Erde wachsen. Die chemische Zusammensetzung unseres Bodens scheint nicht allen Pflanzen zu bekommen.

Rechts vom Blumenbeet ist s die (alte) Garage. Sie ist etwas klein geworden für Alles, was wir da drin haben [u.a. unseren Rasenmäher, Katzen- und Hundefutter und Gartengeräte sowie den Futterplatz für die Katzen] . Die Autos passen nicht ganz hinein – d.h. für den alten Chevy Camaro ist da überhaupt kein Platz und der Ford Escape streckt sein „Hinterteil“ etwas heraus.. Und außerdem ist sie offen: die Eingangstür hier auf der Hausseite fehlt ganz, und die Schwingtore lassen sich nicht mehr schließen. Und so haben wir dann des öfteren „fremde Bewohner“ [sprich Waschbären] drin. Also soll eben eine neue Garage an der Stelle unserer alten Scheune her, und diese hier wollen wir behalten.

Etwas weiter hinten im Bild links steht eine „Desert Willow“, und dahinter sieht man unseren kleinen Fahrradschuppen und den größeren alten Schuppen, in dem u.A. einige Schränke mit Büchern und Videos, die ich von Deutschland mitgebracht habe, untergebracht sind. Plus ein Rad und zwei weitere alte Dancelli Fahrradrahmen, für die im kleinen Fahrradschuppen kein Platz mehr war. Also noch mehr Gründe für die neue Garage.