Das hatten wir auch noch nicht: …

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… ein Feuer im Kamin an einem 2. Mai! Aber nach dem Durchzug der Kaltfront am frühen Vormittag gestern, die dann auch einen Schwall arktischer Kaltluft mitbrachte, ist es am späten Nachmittag so kalt geworden, dass wir am Abend froh … Weiterlesen

Rekordtemperaturen …

Kurzmitteilung

… hatten wir gestern: sage und schreibe 35,5 Grad Celsius! Und dabei ist es noch nicht einmal offiziell Frühling, sondern immer noch Winter. Wie soll das dann erst im Sommer werden?! Aber jetzt ist es wieder etwas kühler, und so soll es auch die nächsten Tage bleiben: heute bis auf 28 Grad, und dann so um die 25 Grad. Das ist dann ja erträglich und auch der Jahreszeit angemessen.

Einerseits …

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… wünschen wir uns zwar nichts mehr als Regen, gerne auch Dauerregen, andererseits aber ist das jetzige Wetter einfach wunderbar: relativ kühl, des morgens sogar mit einem deutlichen „nip in the air“, wie wir hier sagen. Jetzt [09:11 Uhr] ist … Weiterlesen

Ich habe ein Trinkproblem

Nein, nicht mit Alkohol, dass ich davon zu viel trinke, sondern ganz einfach mit Flüssigkeit, dass ich nämlich in dieser Hitze hier einfach nicht genug in mich hineinschütten kann, um den Flüssigkeitsverlust beim Radeln oder beim Arbeiten auszugleichen. Es fällt mir grundsätzlich schon schwer, genug zu trinken, weil ich es einfach nicht fertig bringe, zu trinken auch wenn ich keinen Durst verspüre. Und wenn ich nun hier bei Temperaturen von knapp 40 Grad radle oder draußen arbeite, schwitze ich so viel, dass ich in der Stunde durchaus etwa 2 bis 3 Liter Flüssigkeit verliere. Und das kann ich beim besten Willen nicht ausgleichen. Wenn es gut geht – so wie heute – schaffe ich etwas über 1 Liter pro Stunde. Bleibt also eine Negativbilanz von 1 bis zwei Litern, die ich dann nur zuhause wieder aufholen kann.

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Endlich Regen!

Nach langer, langer Zeit [Einzelheiten s. weiter unten] hatten wir in der vergangenen Nacht – in den frühen Morgenstunden – endlich wieder einmal einen wirklich guten Regen, mit insgesamt 2,9 Zoll, d.h. umgerechnet 73 Liter/Quadratmeter.Irgendwann wurde ich davon wach, dass Regenwasser draußen auf unsere Klimaanlage tropfte: das hört man drinnen ganz deutlich. Und heute morgen, als es hell war, hatten wir dann sogar Pfützen in der Einfahrt: ein richtig willkommener Anblick.

Das hat gut getan. Aber nach der monatelangen Trockenheit muss es noch viel mehr sein.

Apropos monatelange Trockenheit: der heutige Regen war erst das dritte Mal seit Mitte Oktober des vergangenen Jahres, dass wir messbaren Niederschlag hatten. Für San Antonio sieht die Statistik der letzten paar Monate lt. Zeitung [die San Antonio Express-News haben dem Thema „extreme Dürre“ in der Sonntagsausgabe eine ganze Sektion gewidmet] so aus:

März: normal 1,89″ [48 Ltr/Q’meter] – aktuell 0,01″ [0,25]

April: normal 2,6″ [66 Ltr/Q’meter] – aktuell 0,03″ [o,76]

Mai: normal 4,72″ [120 Ltr/Q’meter] – aktuell 0,84″ [21,34]

Insgesamt hatte San Antonio – und für uns hier war es nicht besser sondern eher schlechter – im Zeitraum von 110 Tagen seit dem ersten März 22,35 Liter/Q’meter, während 305,05 normal gewesen wären. Damit liegen wir im Bereich „exceptional drought„, das ist noch eine Stufe höher als „extreme„, und die letzte Stufe in der Skala von insgesamt 5.

Und auch wenn wir ab sofort zu normalen Wetterbedingungen zurückkehren würden, so würde sich die Dürre doch nur noch verschärfen, weil die kommenden Sommermonate normalerweise die trockensten Monate im Jahr sind.

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33 Grad

noch um 18:15 abends: das ist Südtexas! Heute hatten wir mal wieder einen Rekordtag. Noch nie war der erste April in San Antonio so heiß: 93 Grad Fahrenheit [= fast 34 Grad Celsius]. Und nicht der geringste Niederschlag in Aussicht. Dabei sollte eigentlich der April einer der regenreichsten Monate hier sein. Und auch der März war enttäuschend. Statt der normalen gut 65 Liter/Quadratmeter hatten wir sage und schreibe ganze 0,25! Wie es aussieht, sind wir mal wieder für ein Dürrejahr vorprogrammiert. Aber so ist da nun mal hier – muss man sich eben mit abfinden. Dabei sieht es natürlich wunderbar aus, wenn man den wolkenlosen blauen Himmel und den strahlenden Sonnenschein für sich nimmt. Nur wenn man drüber nachdenkt, ist es bei Weitem nicht mehr so idyllisch.

Nix Schnee

Oder jedenfalls kaum Schnee. Entgegen den Wettervorhersagen, die uns zwischen 1 und 3 Zoll [= zwoschen 2,5 und 7,5 cm] Schnee für diese Nacht vorhergesagt hatten, sah es heute Morgen im Garten kaum weiß aus: nur etwas „Puderzucker“. Schade drum, denn etwas mehr wäre doch schön gewesen. Es hätten ja nicht gleich Chicagoer Zustände sein müssen. Aber wenigstens haben wir klares Wetter mit strahlendem Sonnenschein, wenn auch der kalte Nordwind noch anhält. Aber der soll im Laufe der nächsten 24 bis 36 Stunden langsam über West auf Süd drehen und damit wärmere Luft vom Golf von Mexiko her hierhin blase. Heute schon soll es am Nachmittag über den Gefrierpunkt gehen. Und wenn auch die nächsten Nächte noch kalt [unter dem Gefrierpunkt] blieben werden, so werden wir doch Tage mit um die 15 Grad Celsius haben.

Wetterkapriolen

Gerade in den Nachrichten gesehen/gehört: in dieser Nacht wird es mit 7 Grad Fahrenheit [= – 14 Grad Celsius]  in El Paso hier in Texas kälter sein als in Alaska!

Es ist wirklich so kalt geworden, …

… wie die Wetterfrösche vorhergesagt haben. Am Dienstag, in den frühen Morgenstunden, ist die Kaltfront durchgegangen und danach sind die Temperaturen dann ständig gefallen und haben in der vergangenen Nacht mit etwa -15 Grad [Windchill eingerechnet] Celsius ihren Tiefstpunkt  – hoffentlich – erreicht.  Ein ganz schöner Temperatursturz: innerhalb von ca. 36 Stunden sind die Temperaturen um etwa 40 Grad gefallen! Und auch tagsüber geht es – und das soll sich erst morgen Nachmittag [mit +2 Grad Celsius] ändern – nicht über den Gefrierpunkt hinaus. Und dabei bläst ständig ein ziemlich kräftiger Nordwind. Der ist es, der das Ganz so wirklich kalt macht. Heute am Spätnachmittag – und dann auch in der Nacht – soll es übrigesn schneien. Lassen wir uns mal überraschen.

Wir können natürlich, wenn ich da an andere Regionen und vor Allem an Chicago denke, noch froh sein. Denn was die da zur Zeit erleben ist ja wirklich kaum vorstellbar. Wenn das hier auch nur annähernd so wäre, dann hätten wir eine echte Katastrophe, denn schon jetzt – nur mit diesem Frost – sind die Elektrizitätsversorger in San Antonio überfordert. Wegen „gefrorener“ Leitungen [Wie kann, so frage ich mich, Draht frieren??] gab es da Black-Outs von z.T. mehreren Stunden, teils wegen absichtlicher Abschaltungen, teils weil das Stromnetz [power grid] zusammengebrochen war.

Wir hier in Karnes City haben bisher – und hoffentlich bleibt das so – Glück gehabt. Strom war immer da. Nur beim Wasser müssen wir aufpassen. Ich habe – so gut es ging – die Wasserhähne draußen abgedeckt und hoffe, dass es reicht. Den einzigen nicht abgedeckten Hahn haben wir ein ganz klein wenig geöffnet, und das hat gereicht, um ihn nicht einfrieren zu lassen. Und in der vergangenen Nacht haben wir vorsichtshalber auch alle Wasserhähne im Haus auf „leichtes Tröpfeln“ gestellt. Die Leitungen verlaufen nämlich unisoliert unter dem Haus im sogenannten „crawl space“. Das ist der Raum unter dem Fußboden, durch den man gerade so eben noch kriechen kann, auf dem Bauch, wie Winnetou, wenn er sich anschleicht.

Das Ganze [nicht frostgeschützte Wasserleitungen, Stromzufuhr oberirdisch etc.] ist – meine texanischen Freunde mögen mir verzeihen – für mich etwas (sehr) primitiv. Für mich in einem doch hochzivilisierten und hochtechnisierten Land einfach schwer vorstellbar.

Unsere Haustiere gehen übrigens ganz unterschiedlich damit um: Sally ist fast immer drinnen, aber Buster – mit seinem dicken Fell – fühlt sich selbst bei diesem kalten und schneidenden Wind draußen nicht unwohl und will manchmal gar nicht reinkommen. Nur des nachts lässt er sich schon mal überreden. Unsere Katzen sind nachts fast alle drinnen, und die meisten auch zum größten Teil tagsüber. Nur Zsa Zsa und Pepper bleiben draußen. Pepper ist noch viel zu scheu um reinzukommen [er haut ja immer noch ab, wenn wir ihm näher als auf einen Meter kommen], und Zsa Zsa fühlt sich drinnen nicht wohl. Ab und zu kommt sie mal rein, aber nach ein paar Minuten miaut sie dann schon wieder in der Nähe der Tür und will raus. Wir können uns nur vorstellen, dass sie irgendwo in der Garage [da haben wir eine dicke Decke ausgebreitet] oder im Schuppen [da gibt’s auch wärmende Unterlagen] Plätze gefunden haben, die sie ausreichend schützen. Raus aus dem Wind sind sie da ja allemal. Wir denken mal, wenn es wirklich hart auf hart ginge für sie, dann würden sie schon ins Haus kommen.

Da sitze ich nun …

… in Shorts und T-Shirt [kurzärmelig, natürlich] hier am Computer, und wir haben auch die Fenster auf, denn es ist über 26 Grad! Bei strahlendem Sonnenschein und Südwind. Der bringt ja nun immer schön warme – und auch feuchte(re) – Luft von der Golfküste mit sich.

Aber es soll wieder kalt werden, und zwar werden wir – wenn die Wetterfrösche  Recht haben – die bisher kältesten Tage und Nächte dieses Winters haben. Es nähert sich von Norden eine Kaltfront, und dahinter kommt ein Schwall arktische Kaltluft [„arctic blast expected„]. Dienstag Vormittag soll das hier durchgehen. Und dann sind für Mittwoch die tiefsten Temperaturen bisher angekündigt: nachts bis runter auf 21 Grad Fahrenheit [- 6,1 Celsius] bzw. den Windchill-Faktor [bei Nordwind von bis zu 4o Meilen [= fast 65 Kilometer] pro Stunde eingerechnet sogar 6 Grad Fahrenheit, entsprechend – 14,4 Grad Celsius. Tagsüber soll es aber – Gott sei Dank – immer bis auf mindestens ca. 5 Grad Celsius steigen: also kein Dauerfrost. Trotzdem: ich muss unbedingt für Feuerholz sorgen und auch die Wasserhähne draußen gut abdecken.