Zurück in Texas

Nach unserem Urlaub in England und Deutschland [mehr darüber in späteren Beiträgen] sind wir nun wieder zurück in Texas und das hat uns in der üblichen Weise begrüßt: mit einer Hitzewelle. Am 19. hatte es mal wieder einen Hitzerekord: 104 Grad Fahrenheit [also satte 40 Grad Celsius]. So fühlen wir uns dann wieder richtig zuhause!  😉  Glücklicherweise war es die letzten Tage allerdings nicht besonders schwül. Aber das ist auch der einzige Trost.

Die meisten unserer Pflanzen und Blumen scheinen überlebt zu haben – dank Freunden, die immer mal wieder zumk Bewässern vorbeigekommen sind. Der Rasen allerdings sieht fürchterlich braun aus. Ich glaube, den müssen wir bald uns nachhaltig sprengen, damit er uns nicht eingeht.

Unsere Tiere, d.h. die Katzen, haben auch überlebt. Nun ja, sie sind ja auch regelmäßig gefüttert worden. Aber, wie die Leute, die sie gefüttert haben, uns gesagt haben, waren hier wohl seht häufig Waschbären zugangen und haben das Katzenfutter aufgefressen, sogar aus den Containern, in denen wir es aufbewahren und die wir zur Sicherheit mit Steinen beschwert hatten. So kann es durchaus sein, dass die Katzen manchmal haben Kohldampf schieben und auch selber ein paar Mäuse fangen müssen. Das, und die Tatsache, dass Pepper nun doch sehr dominant ist, mag der Grund sein, weswegen Mr. Chips – der immer noch nicht wieder aufgetaucht ist – sich verzogen hat. Frankie war übrigens auch verschwunden und wir haben ihn weit hinter unserem Grundstück gefunden. Vielleicht wird Mr. Chips ja auch noch auftauchen.

Den Hunden geht’s, d.h. eher ging’s, denn Buster ist ja seit gestern Morgen verschwunden [mehr dazu siehe hier], gut. Sie waren bei unserem Tierarzt, Dr. Patton, in der Tierpension – „The Patton Hilton“, wie wir dazu sagen.

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Buster ist weg

Seit gestern morgen gegen 09:30 haben wir Buster

buster

Buster's Geburtstag im vergangenen Jahr

nicht mehr gesehen und wir wissen nicht, was mit ihm passiert ist. Und das kam so: beide, Buster und Sally, hatten die halbe Nacht draußen unter einem Baum gesessen und einen Waschbären, der da oben drin saß,“bewacht“. Am Morgen wollte ich den Waschbären dann verjagen. Ihn aus dem Baum zu schütteln hat nicht geklappt. Und da habe ich dann mein Schrotgewehr geholt und einfach nahe bei ihm in die Luft geschossen. Das hat aber auch nicht geklappt, denn davon hat er sich nicht beeindrucken lassen. Also habe ich ihn dann – so leid es mir tat – gezielt erschossen. Ich weiß, das ist nicht die „feine englisch Art“, mit diesen putzigen Tierchen umzugehen, aber die hatte hier während unserer Abwesenheit wirklich „die Sau rausgelassen“: alle Vorräte an Katzen- und Hundefutter aufgefressen, Futterbehälter umgeworfen, Futtersäcke in den Garten gezerrt, und auch überall in der Garage ihre „Verdauungsrückstände“ hinterlassen. Und auch nachdem wir wieder da waren, ging das weiter.  Und das war ich nun wirklich leid. Eine andere Möglichkeit, um diese Plagegeister loszuwerden, als sie zu erschießen, habe ich einfach nicht gesehen. Meine Schüsse auf den Waschbären haben nun beide Hunde so erschreckt, dass sie erst einmal das Weite gesucht haben. Sally ist dann nach ca. 2 1/2 Stunden wieder erschienen, aber Buster bis jetzt [morgens um 06:39] immer noch nicht. Ich bin gestern im Laufe des tages zwei Mal auf der Suche gewesen und habe unser Grundstück und Nachbargrundstücke abgesucht und ihn gerufen, aber nichts … absolut nichts. Ich kann mir gar nicht erklären, was da passiert ist. Das er erst einmal vor Schreck weggelaufen ist – ok. Aber dass er nicht zurückkommt, wo er doch Futter und ganz besonders Wasser braucht, kann ich mir nicht erklären. Ich kann es mir nur so erklären, dass ihm etwas passiert sein muss. Ob er einen Hitzekollaps bekommen hat? Schließlich ist es tagsüber ja fast 40 Grad. Sally kam jedenfalls ganz außer Atem und japsend hier an und hat eine ganz Zeit gebraucht, bis sie wieder normal atmete.

Mal sehen, was wird. Ich gebe zwar die Hoffnung noch nicht ganz auf, aber viel Hofffnung mache ich mir nicht mehr, dass mein bester Freund noch einmal auftaucht: traurig, das Ganze. Und jetzt mache ich mir natürlich Riesenvorwürfe, dass ich die beiden Hunde nicht ins Haus geholt habe, bevor ich losgeballert habe.

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Wildschweine im Garten

Genauer gesagt, waren es allerdings keine Wildschweine, sondern Javalinas, die gestern morgen hier im Garten „vorbeigeschaut“ haben. Javalinas kommen hier immer mal wieder vorbei – in kleinerer und größerer Zahl – aber so aufdringlich wie gestern, und noch dazu am hellichten Tage [meistens kommen sie nämlich in der Abenddämmerung und des nachts vorbei] waren sie noch nie. Es waren diesmal nur drei, aber eines davon war doch ziemlich aggressiv. Auch das hatten wir noch nicht erlebt, dass ein Javalina nämlich mehr oder weniger auf einen Menschen losgeht. Meistens rennen sie weg, unter die Büsche und Bäume, wenn man sich ihnen nähert. Dieses hier aber kam auf uns zu. Na ja, es hat uns Gott sei Dank nicht richtig attackiert, kam aber Mary dennoch ganz schön nahe. Trotzdem hat sie es geschafft, ein paar Fotos zu schießen. Hier ist dann eines davon, wenn auch leider ein wenig unscharf, aber das darf man der Fotogräfin unter diesen Umständen wohl nachsehen.

javalinas

Unsere "wilden Besucher" - jedenfalls zwei davon

Buster und Sally waren natürlich ganz aufgeregt und haben gebellt, was das Zeug hält. Und „Buster the Brave“ ist auch durchaus drohend und bellend auf sie zugerannt. Er verteidigt eben sein Territorium gegen jeden Eindringling. Ich habe ihn zurückrufen müssen, als eines der Wildschweine – und das ist auch selten – auf ihn loszugehen drohte. Eigentlich sollte Buster ja gewarnt sein, denn vor etwa drei Jahren hat ihn einmal ein Wildschwein so erwischt, dass er es fast nicht überlebt hätte. Dr. Patton, unser Tierarzt, hat ihm damals 12 tiefe und stark blutende Wunden vernähen müssen und war sich gar nicht sicher, or er ihn durchkriegen würde. Eigentlich ist Buster ja vernünftig und zieht sich auf die Veranda zurück, wenn die Javalinas ihm zu nahe kommen, und ist da relativ sicher, denn normalerweise folgen sie ihm nicht ans Haus. Aber damals haben sie ihn wohl so gestellt, dass er nicht mehr ausweichen konnte. Oder eines war doch zu aggressiv. Und das habe ich auch gestern befürchtet. Ist aber eben gut gegangen. Ich hatte, während Mary mit Fotografieren beschäftigt war, allerdings schon einmal das Gewehr geholt und geladen. Ich hätte zwar nicht mit Schrot  [denn davon hätte ich mir nichts versprochen außer die Javalinas noch mehr zu reizen] auf sie geschossen, wohl aber in die Luft, um sie mit dem lauten Knall vielleicht zu vertreiben. Aber bevor ich soweit war, waren sie schon abgehauen. Mal wieder ein echt texanisches Erlebnis.

 

Es ist wirklich so kalt geworden, …

… wie die Wetterfrösche vorhergesagt haben. Am Dienstag, in den frühen Morgenstunden, ist die Kaltfront durchgegangen und danach sind die Temperaturen dann ständig gefallen und haben in der vergangenen Nacht mit etwa -15 Grad [Windchill eingerechnet] Celsius ihren Tiefstpunkt  – hoffentlich – erreicht.  Ein ganz schöner Temperatursturz: innerhalb von ca. 36 Stunden sind die Temperaturen um etwa 40 Grad gefallen! Und auch tagsüber geht es – und das soll sich erst morgen Nachmittag [mit +2 Grad Celsius] ändern – nicht über den Gefrierpunkt hinaus. Und dabei bläst ständig ein ziemlich kräftiger Nordwind. Der ist es, der das Ganz so wirklich kalt macht. Heute am Spätnachmittag – und dann auch in der Nacht – soll es übrigesn schneien. Lassen wir uns mal überraschen.

Wir können natürlich, wenn ich da an andere Regionen und vor Allem an Chicago denke, noch froh sein. Denn was die da zur Zeit erleben ist ja wirklich kaum vorstellbar. Wenn das hier auch nur annähernd so wäre, dann hätten wir eine echte Katastrophe, denn schon jetzt – nur mit diesem Frost – sind die Elektrizitätsversorger in San Antonio überfordert. Wegen „gefrorener“ Leitungen [Wie kann, so frage ich mich, Draht frieren??] gab es da Black-Outs von z.T. mehreren Stunden, teils wegen absichtlicher Abschaltungen, teils weil das Stromnetz [power grid] zusammengebrochen war.

Wir hier in Karnes City haben bisher – und hoffentlich bleibt das so – Glück gehabt. Strom war immer da. Nur beim Wasser müssen wir aufpassen. Ich habe – so gut es ging – die Wasserhähne draußen abgedeckt und hoffe, dass es reicht. Den einzigen nicht abgedeckten Hahn haben wir ein ganz klein wenig geöffnet, und das hat gereicht, um ihn nicht einfrieren zu lassen. Und in der vergangenen Nacht haben wir vorsichtshalber auch alle Wasserhähne im Haus auf „leichtes Tröpfeln“ gestellt. Die Leitungen verlaufen nämlich unisoliert unter dem Haus im sogenannten „crawl space“. Das ist der Raum unter dem Fußboden, durch den man gerade so eben noch kriechen kann, auf dem Bauch, wie Winnetou, wenn er sich anschleicht.

Das Ganze [nicht frostgeschützte Wasserleitungen, Stromzufuhr oberirdisch etc.] ist – meine texanischen Freunde mögen mir verzeihen – für mich etwas (sehr) primitiv. Für mich in einem doch hochzivilisierten und hochtechnisierten Land einfach schwer vorstellbar.

Unsere Haustiere gehen übrigens ganz unterschiedlich damit um: Sally ist fast immer drinnen, aber Buster – mit seinem dicken Fell – fühlt sich selbst bei diesem kalten und schneidenden Wind draußen nicht unwohl und will manchmal gar nicht reinkommen. Nur des nachts lässt er sich schon mal überreden. Unsere Katzen sind nachts fast alle drinnen, und die meisten auch zum größten Teil tagsüber. Nur Zsa Zsa und Pepper bleiben draußen. Pepper ist noch viel zu scheu um reinzukommen [er haut ja immer noch ab, wenn wir ihm näher als auf einen Meter kommen], und Zsa Zsa fühlt sich drinnen nicht wohl. Ab und zu kommt sie mal rein, aber nach ein paar Minuten miaut sie dann schon wieder in der Nähe der Tür und will raus. Wir können uns nur vorstellen, dass sie irgendwo in der Garage [da haben wir eine dicke Decke ausgebreitet] oder im Schuppen [da gibt’s auch wärmende Unterlagen] Plätze gefunden haben, die sie ausreichend schützen. Raus aus dem Wind sind sie da ja allemal. Wir denken mal, wenn es wirklich hart auf hart ginge für sie, dann würden sie schon ins Haus kommen.

Hätte ich doch nur …

… so ein dickes Fell wie Buster, …

Buster

Buster

… dann bräuchte ich mich jetzt nicht so dick anzuziehen, wenn ich nach draußen will. Buster machen die kalten Temperaturen absolut nichts aus. Sogar des nachts scheint er sich draußen wohlzufühlen, auch wenn er dann meistens drinnen ist. Vergangene Nacht aber wollte er mitten in der Nacht raus und kam einfach nicht wieder rein. Und es hat ihm nichts ausgemacht. Aber im Sommer fühlt er sich natürlich mit seiner dicken Wolle nicht so wohl. Da bringen wir ihn dann mindestens ein Mal „zum Friseur“, genauer gesagt zu unseren Tierarzt, Dr. Patton, und lassen ihn scheren. Das sieht dann zwar wirklich nicht sehr schön aus, …

Buster

Buster im "Sommerkostüm"

… aber für ihn ist es wesentlich angenehmer.

Stinktier in der Garage

Letzte Nacht wollten Buster und Sally so gegen 2 Uhr morgens mal „austreten“ und ich habe sie nach draußen gelassen. Und kaum dass ich wieder im Bett lag, war mir, als ob ein Stinktier draußen vorbeischleichen würden – jedenfalls kam mir da so ein gewisser Duft unter die Nase. Ganz leicht kriegt man diesen ganz besonderen Duft nämlich sogar im Haus mit. Und als ich dann auch noch beide Hunde anschlagen hörte, wie sie es tun, wenn da ein fremdes Tier im Garten ist, da schwante mir schon Böses. Sally kam nach einiger Zeit wieder rein, ohne das ihr etwas anzuriechen war, aber als ich heute Morgen in Buster’s Nähe kam, war es unverkennbar, dass er sich mal wieder mit einem Stinktier angelegt hatte. Gott sei Dank hat ihn der Strahl aber wohl nicht voll getroffen, denn im Gegensatz zu früher ist es auszuhalten, und ich habe ihn sogar ins Haus gelassen. Er muss den Skunk übrigens in der Garage gestellt haben, denn auch da ist der Duft unverkennbar. Wo genau der Skunk da hingespritzt hat, weiß ich allerdings nicht. Und ich werde es auch nicht genau herausfinden wollen. Es wird meiner Erfahrung nach so etwa 14 Tage dauern, bis dieser moschusartige Geruch von selbst wieder verschwindet.

Frühere Berichte über Buster’s „unheimliche Begegnungen einer anderen Art“ finden sich hier und hier.

Unser vierbeiniger Zeitungsbote

Ich hatte es ja, glaube ich, schon früher einmal gepostet, dass Buster gelegentlich – nach welchen Kriterien er entscheidet wann ist uns allerdings immer noch ein Rätsel – die Zeitung an der Straße [denn da wird sie ja, amerikanischer Zustellungssitte folgend, vom Zeitungsboten (im Vorbeifahren)  hingeworfen] aufliest uns ans Haus bringt. Bisher haben wir ihn dabei nie beobachten können, aber heute Morgen sahen wir ihn zum ersten Mal Richtung Straße „dackeln“ und waren gespannt, ob er die Zeitung holen würde. Und tatsächlich, nach kurzer Zeit tauchte er wider auf, die Zeitung im Mund! Sonntags, bei der dicken Zeitung, kann es gar nicht so einfach sein, sie in den Griff zu bekommen, aber er hat’s geschafft. Und dann kam er damitRichtung Haus. Allerdings hat er sie nicht mir oder direkt ans Haus gebracht, sondern etwa 5 bis 6 Meter entfernt im Garten abgelegt und kam dann zu mir, um sich seine Belohnung abzuholen. Hat er natürlich – in Form von Streicheleinheiten und einem „goodie“ [Hundekuchen] auch bekommen. Und da wir vermuteten, dass er die Zeitung holen wollte, habe ich die Kamera rausgeholt und ihn abgelichtet:

Zeitungsbote

Unser Zeitungsbote

Fredericksburg Fall Foliage Frolic

So hieß die Veranstaltung unseres Radclubs, zu der wir am vergangenen Wochenende in Fredericksburg – mal wieder – waren. Wir sind schon am Freitag hin, einerseits, damit ich mich da schon ein wenig einradeln konnte, und anererseits, weil wir nun mal nicht am Samstag in aller Herrgottsfrühe aufstehen mussten. Es ist ja ungefähr zweieinhalb Stunden mit dem Auto [ca. 120 Meilen, und ich rechne ca. 55 bis 60 Meilen pro Stunde im Durchschnitt], und wir hätten schon um 07:30 Uhr da sein müssen. Es wäre also nicht in aller Herrgottsfrühe gewesen, sondern eher zu nachtschlafender Zeit. So, mit der Anreise am Freitag, war es dann doch viel weniger hektisch.

Also habe ich dann schon am Donnerstag, am Spätnachmittag, mein Rad im Wagen verstaut – das dauert doch so ca. 10 Minuten – und es sieht dann etwa so aus:

bikeinside

Mary’s Cannondale und mein altes Dancelli im Auto verstaut

Die Radträger von Bikeinside wind übrigens wirklich praktisch: man hat keinen zusätzlichen Luftwiderstand wie bei Trägern auf dem Dach, und es ragt auch nichts nach hinten über die Stoßstange hinaus, wie bei Heckträgern. Dafür nehme ich gerne in Kauf, dass es ein wenig umständlicher ist, das Rad in den Wagen zu bekommen [bei meinem Dancelli muss ich dafür nämlich den Sattel runterlassen, weil die Flaschenhalter daran zu hoch sind. Sie würden am Dachhimmel anstoßen].

Aber wieder zurück zu den Reisevorbereitungen: dazu gehört es immer auch, Sally in die Tierpension zu bringen, zu unserem Tierarzt. Wir trauen uns nicht, sie hier draußen zu lassen, wenn wir über ein paar Tage weg sind. Wir haben Angst, sie würde weglaufen – wie sie es schon einmal, vor Jahren, getan hat. Möglicherweise ist sie jetzt zwar lange genug bei uns und hat sich so an das Leben hier gewöhnt, dass sie im Garten bleiben würde, aber wir wollen das nicht riskieren. Buster ist da unproblematischer – er macht es sich dann in der Garage gemütlich und bewacht Haus, Hof und Garten. Und freut sich immer ganz riesig, natürlich, wenn wir wieder da sind. Also habe ich Sally dann am Freitagmorgen im „Patton Hilton“, wie wir Dr. Patton’s Tierpension scherzhaft nennen, untergebracht. Und gegen 09:30 sind wir dann los.

Mit einer längeren Pause in San Antonio [Arzttermin für Mary] waren wir dann gegen 13:45 in Fredericksburg und haben im Gästehaus Schmidt [das ist übrigens kein Gasthaus, sondern eine Unterkunftsvermittlung] den Schlüssel zu unserer Unterkunft, dem Metzger Sunday House, abgeholt. Oder eher, abholen wollen, denn als wir nachfragten, haben sie uns gesagt, dass sie den Schlüssel schon am Haus hinterlegt hatten. So einfach ist das hier: die legen den Schlüssel in einem Umschlag ganz einfach auf die Fußmatte am Eingang! Keine Angst vor ungebetenen Gästen!

Und das war unser kleines Häuschen:

Metzger Sunday House

Das Metzger Sunday House – Frontansicht

Metzger Sunday House

Das Metzger Sunday House – Seiten-/Gartenansicht

Metzger Sunday House

Die Veranda

Vom „Innenleben“ dieses Häuschens stelle ich hier keine Aufnahmen rein, denn die sind nicht „ausstellenswert“ geworden. Der in der Kamera eingebaute Blitz schafft es nicht zusammen mkit dem extremen Weitwinkel, das ich in Innenräumen brauche. Die Vignettierung ist viel zu stark und außerdem kommt der Schatten der Sonnenblende ins Bild. Da muss ich in Zukunft doch besser den Zusatzblitz mitnehmen.

Zu den „Sunday Houses„: Das sind kleine Häuschen, die die Farmer aus der Umgegend (in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts) in der Stadt gebaut haben, damit sie eine Unterkunft hatten, wenn sie am Wochenende mit ihrer Familie zum Gottesdienst in die Stadt kamen. Die Familie kam dann am Samstagnachmittag an und blieb bis zum Sonntagnachmittag. Manchmal waren es auch nur Frauen und Kinder, die da übernachteten, während die Männer erst am Sonntagmorgen ankamen. Diese Häuschen waren ziemlich klein. Sie hatten im Erdgeschoss ein oder zwei Zimmerchen, und – über eine Außentreppe zu erreichen – einen Schlafraum unter dem Dach. Der Anbau, den man hier auf den Bildern hinter dem Haus sieht – er enthält die Küche und das Bad – wirde erst später errichtet, zu einer Zeit, als das Haus nicht mehr als „Sunday House„, sondern als normales Wohnhaus für pensionierte Farmer diente. Das war so ab den zwanziger Jahren des vergangenen [20.] Jahrhunderts, als man Autos hatte und es also viel schneller ging, von den Farmen draußen im Umland in die Stadt zum Gottesdienst zu gelangen. Da waren dann die „Sunday Houses“ für die Übernachtung nicht mehr nötig. Unseres, das „Metzger Sunday House„, gehörte, wie der Name schon sagt, einmal einer Familie Metzger, die um die Mitte des 19. Jahrhunderts aus dem Westerwald in die USA ausgewandert ist. Und es ist immer noch in Familienbesitz.

Ein kleines Flugblatt im Haus sagt dazu Folgendes: „The home was built in 1898 by John and Mathilda Schidtzinsky Metzger to be used on weekends, as they lived 18 miles from town in Luckenbach. It was used as a home to attend church, shop, and for other in-town chores. This is the original structure.“

So, das war’s einmal für’s Erste – Fortsetzung folgt.

P.S.: Weitere Bilder von Fredericksburg stelle ich übrigens bald in meinem Blog „Pit’s Bilderbuch“ vor.

Auf der Pirsch – Nachtrag

Buster hat sich übrigens an diesem „Ungeheuer“ überhaupt nicht gestört, und das wundert mich sehr, weil er doch eigentlich sehr „territorial“ ist und Alles und Jeden anbellt. Aber vorgestern lag er ganz einfach seelenruhig und friedlich etwa einen guten Meter entfernt, als sich dieser Kojote – oder was auch immer es nun ist – an seinem Futternapf gütlich tat. Und das war dann auch ein Grund, warum ich nicht schießen wollte/konnte: bei meinen „Zielkünsten“  😉   wäre es für Buster zu gefährlich geworden!  Und außerdem: selbst wenn ich ihn nicht getroffen hätte, so hätte er sich doch bei dem Knall viel zu sehr erschreckt.