Ein Film zum Vergessen

Am Sonntag, dem 16., waren wir statt zum Fußballspiel der San Antonio Scorpions zu gehen, weil es regnete und wir dabei nicht im Freien – überdachte Pltze gibt es in dem Stadion nämlich außer in den Presse-Boxen [mit „hospitality rooms“] nicht – sitzen wollten,  im Kino, und zwar mal wieder im Bijou. Und das hätten wir lieber bleiben lassen sollen. Selbst im Regen sitzend die Scorpions verlieren zu sehen, wäre immer noch besser gewesen.

Wir hatten uns, ohne eine Rezension gelesen zu haben, für den Film „Killer Joe“ entschieden, unter Anderem auch deswegen, weil die Anfangszeit uns ins Konzept passte. Aber wie gesagt, der Film war zum Abgewöhnen. Das einzig halbwegs Positive, dass ich über dieses eineinhalbstündige Machwerk, einer Orgie in Gewalt- und Sexszenen [„The movie has graphic bloody violence, including a brutal scene of sexual violation; it also has a sex scene with a clothed man and a naked, much younger woman.“], sagen kann, ist, dass es ein gewisses Sitten-/Sozialgemälde von den zeichnete, was man hier als „poor white trash„, also „armer weißer Pöbel“, bezeichnet. Zugegeben, diese Schicht gibt es hier durchaus, aber das zu porträtieren war nur ein Nebeneffekt dieses Films. Die brutale Gewalt überwog ebenso wie die Darstellung von Sex. Hätten wir vorher gewusst, dass dieser Film nur ab 18 zugelassen war – und das will bei den laschen Vorschriften hier schon etwas heißen – so wären wir wohl nicht hingegangen. Na ja, so sind wir dann eben um eine Erfahrung, auf die wir allerdings gerne hätten verzichten können, reicher.

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4 Gedanken zu „Ein Film zum Vergessen

    • Liebe Frau Blau,
      natürlich, der Titel könnte es schon andeuten, muss aber nicht unbedingt. Mit weniger brutaler Gewalt und weniger Sex und nackter Haut hätte man aus dem Thema meiner Meinung durchaus einen sozialkritischen Fim machen können. Da ist eine Chance vertan worden.
      Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
      Pit

    • Hallo Martin,
      den Trailer hätten wir uns besser auch vorher angesehen. Das einzig positive an dem Film war allerdings, das muss ich zugeben, die schauspielerische Leistung des Hauptdarstellers, Matthew McConaughey. Aber das wiegt das Negative überhaupt nicht auf.
      Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
      Pit
      P.S.: hatte ich doch glatt „HAUTdarsteller“ für Matthew McConaughey geschrieben. Trifft zwar in einer Szene auch zu, aber mehr für die beiden weiblichen Rollen. 😉

Lasst mal von Euch hören/lesen! Würde mich sehr freuen!

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