Neue „Schuhe“ für den Escape

Gestern habe ich für unseren Escape neue Reifen aufziehen lassen. Die vorherigen [Michelin Cross Terrain SUV] hatten knapp 55.000 Meilen gehalten. Kein schlechter Wert, aber auch kein Rekord. Wir waren sehr zufrieden mit ihnen, aber sie waren (ziemlich) abgefahren. Obwohl, eigentlich waren alle außer dem vorderen rechten noch nicht im „roten“ Bereich, was das profil angeht, hätten also noch einige Meilen Leben in sich gehabt, aber da wir ja auf eine Tour gehen wollen, die schon eine nette Anzahl Meilen mit sich bringt, wollte ich doch gerne Reifen mit einem guten Profil haben, insbesondere da wir ja durchaus auch Nässe auf den Straßen antreffen können, und da ist nun mal ein gutes Profil der Sicherheit dienlich.

Also bin ich gestern Nachmittag nach San Antonio gefahren, zu DiscountTire, um den neuen Satz Reifen, den ich am vergangenen Donnerstag bestellt hatte, aufziehen zu lassen. Ich hatte mich für einen mehr auf „Straße“ ausgelegten Reifen entschieden, nicht einen Cross- oder All-Terrain Typ, da wir nun einmal 90 bis 95 Prozent uns auf asphaltierten Straßen bewegen, und nur die restlichen 5 bis 10 Prozent auf sogenannten „Dirt Roads“, also unbefestigten, geschotterten Straßen. Und richtig querfeldein fahren wir nie. Na ja, vielleicht alle Jubeljahre einmal über die Weide hinter unserem Haus, aber das müsste dieser Reifen auch aushalten. Si war es denn dieses Mal der Michelin „Latitude Tour“, den ich mir ausgesucht hatte. Michelin habe ich aus zwei Gründen gewählt: erstens mag ich diese Marke, und zweitens bot DiscountTire einen Satz Michelin mit einem Rabatt von $70 an, während es auf Pirellis nur $40 Rabatt gab. Dies ist übrigens ein sogenannter „Mail-in“ Rabatt, d.h. man füllt nach dem Kauf ein Formblatt aus und sendet dieses mit einer Kopie an Michelin, und bekommt dann eine Kreditkarte mit $70 Guthaben zugeschickt.

Die Reifen haben $157/Stück gekostet, nicht zu viel für einen solchen Reifen im Format P235/70R16, denke ich mal. Die teureren Michelins, nicht einmal die zu $188/Stück, zu denen der Verkäufer mich überreden wollte, schienen mir keine besonderen Vorteile zu bieten. Die jetzigen haben eine garantierte Laufleistung [obwohl, ob das wirklich garantiert ist, wage ich zu bezweifeln] von 65.000 Meilen, und das sollte doch ok sein. Wie ich als Laie es sehe, sind sie wohl gute Reifen, mit niedrigem Rollwiderstand und Laufgeräusch, sowie mit (ziemlich) guten Aquaplaning-Eigenschaften. Nur ihre Schneefähigkeiten lassen zu wünschen übrig, aber Schnee im südlichen Texas??!! Das dürfte wohl unproblematisch sein. Als Zusatzkosten kamen auf mich zu: $16/Reifen fürs Montieren und lebenslanges kostenfreies Auswuchten, $2,50/Reifen fürs Entsorgen der Altreifen, womit die Gesamtkosten einschließlich Verkaufssteuer sich auf $753,84 summierten. Ich bin immer wieder froh überrascht, wie gering die Verkaufssteuer hier in Texas ist. Es waren einmal gerade $51,84, während es nach den Maßstäben der deutschen Mehrwertsteuer $133,38 gewesen wären – ein schrecklicher Gedanke! Im Preis der Reifen eingeschlossen waren 4 neue Ventile sowie lebenslanger freier Tausch der Reifen auf den Achsen. Das sollte alle 6.000 Meilen passieren.

Und so sieht der Escape dann mit seinen neuen „Schlappen“ aus:

Reifen

Der Escape, frisch gewaschen unhd mit neuen Reifen

Ein Reifen in der Nahaufnahme:

Reifen

Einer der neuen Reifen aus der Nähe

Das Profil der neuen Reifen:

Reifen

P.S.: And wie man sieht, habe ich auch dem gefrönt, was man als des deutschen Autofahrers liebstes Hobby 😉 bezeichnet, ich habe den Wagen gewaschen. So sieht der Escape jetzt ein wenig präsentabler aus, obwohl ich ihn wohl in Kürze auch noch durch die Waschanlage „jagen“ werde, denn ganz so sauber wie ich es wollte ist er nicht geworden. Ich wollt einerseits bei dem hartnäckigen Schmutz, z.B. bei den toten Insekten, nicht zu hart reiben, und andererseits habe ich wohl den Fehler gemacht, in der prallen Sonne zu waschen, so dass das trocknende Wasser doch Rückstände hinterlassen hat.

To read this posting in English, click here.

Advertisements

12 Gedanken zu „Neue „Schuhe“ für den Escape

  1. Schön sieht er aus, Euer Wagen mit den neuen „Patschen“, wie man hier bei uns sagt. 🙂

    Ich lese, eine Reise ist geplant? Na da bin ich neugierig darauf!
    Aber 2.500 Meilen sind ja wirklich nicht ohne. Da komm ich hier in Europa wirklich sehr weit. 🙂

    Aber es stimmt schon, die Entfernungen in Amerika sind ja wirklich ganz was anderes, als hier. Es brauchte auch bei uns damals eine Weile, bis man sich daran gewöhnt hatte. Dabei war unsere längste Fahrt gleich am ersten Tag mit dem Mietauto. Von LA nach Las Vegas. Ansonsten sind wir eher nie so lange Strecken gefahren. Dabei sind das ja auch nur lt. Google Maps 265 Meilen. Aber wir hatten auch noch so gar kein Gefühl, wie lange man wirklich bis dahin braucht. Außerdem hatte es ja auch mal eine Zeit gedauert, bis wir endlich losfahren konnten. Zuerst mit dem Shuttle vom Hotel zum Airport, dann von dort mit dem nächsten Shuttle zur Mietwagenfirma. Dort anstehen, warten, den Papierkram erledigen und dann endlich das Auto übernehmen. Die meiste „Angst“ hatten wir, in LA die richtige Auffahrt auf die Autobahn zu verpassen, aber das hatte Gott sei Dank geklappt. Unterwegs sind wir auch zweimal stehen geblieben (essen, tanken) und begeistert über die für uns so neue Landschaft tat es uns leid, dass wir uns unterwegs nichts näher anschaue konnten. Lediglich bei Baker machten wir einen kleinen Umweg durch die Mojave Wüste. Fürs Death Valley war leider keine Zeit mehr. So kamen wir nun doch erst abends in Las Vegas an.
    Und ebenfalls stimmt, das Autofahren in den USA ist wirklich um einiges unproblematischer, ruhiger und entspannter, als bei uns. Und die Trucks stellen wirklich kein Hindernis dar. Im Gegenteil. Es gab genug, die uns überholt haben. 🙂 Im Ausland halten wir uns nämlich immer ziemlich exakt an die Tempolimits.

    Hoffe, Deiner Frau geht es mit dem Rücken besser.

    lg Gabi

    • Hallo Gabi,
      danke für’s Lob der neuen „Patschen“! 🙂
      Die geplante Reise hat sich leider zerschlagen. Mary hatte einige Tage lang ziemliche Rückenprobleme, vor allem beim Sitzen. Und da wollten wir so eine lange Autofahrt einfach nicht machen. Und da ich in drei Wochen schon im Flieger nach Deutschland sitzen werde, wird aus einer längeren Reise in diesem Jahr wohl nichts mehr werden. So sind wir also für dieses Wochenende mal wieder an doe Golfküste gefahren, Was wir am nächsten Wochenende machen werden, wissen wir noch nicht. Aber wegfahren werden wir wohl.
      Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
      Pit

        • Hallo Gabi,
          ja, es war schon etwas schade, aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben, wie man so sagt. Meiner Frau [danke für die guten Wünsche] ging’s schnell wieder besser, aber da war das „Zeitfenster“ für diese Reise [wegen anderer kommender Termine hier, plus meiner Reise nach Deutschland und die meiner Frau zu ihrer Tochter in Kalifornien] schon verpasst. Mal sehen, was sich im nächsten Jahr so tun wird.
          Liebe Grüße aus dem südlichen Texas, und mach’s gut,
          Pit

  2. Hei !
    für nur 9000 im Jahr machst du dir aber ganz schön Gedanken über das Thema. Wenn ich eine hypothetische Spritersparniss im niedrig einstelligen Prozentbereich zu Grunde lege (die nicht gerade durch mehr Gegenwind oder einen nervösen Gasfuß wieder neutralisiert wird) kannst du dir sicher nicht mal ne Kiste Bier von der Differenz pro Jahr kaufen, oder ? 🙂
    Der Trick ist einfach ein kleineres Auto 🙂 Aber die Idee ist völlig untexanisch….
    Mein Corsa Diesel verbraucht im Jahresmittel (also mit Winter) unter 5 Liter /100. Da wird Leichtlauf zu Erbsenzählerei. Und es passen 10 !! Kisten Wasser rein.
    Aber stimmt natürlich, im Vergleich zum Geländereifen wird der Straßenreifen leiser und sparsamer sein. Die Reifen sind natürlich teurer, aber der Service ist nicht übel.
    Bei meinem Corsa kommen da glücklicherweise kleinere Zahlen raus. Die Lebensdauer lag dabei etwa 60-70.000 bein letzten Satz.

    Hab Spaß,
    Kalle

    • Hallo Kalle,
      was soll ich sagen?! Recht haste! 😉 Aber wenn man all das in der Werbung über Verbrauch liest, dann bekommt das eben einen viel zu hohen Stellenwert bei den eigenen Überlegungen. Apropos Kiste Bier: die kaufe ich mir so oder so, und nicht erst, wenn ich vielleicht in 10 Jahren etwas Sprit gespart haben sollte. 😉
      Ach ja, untexanisch sind wir ja eh schon mit dem Escape: es ist ja ein „Small SUV“! Vorgestern habe ich ihn neben einem Dodge 2500 Heavy Duty Crew Cab Pick-Up geparkt, und da kam er mir wie ein Kleinwagen vor! 😉 Wir haben den Escape übrigens gekauft, weil wir da im Innenraum unsere Fahrräder mitnehmen können, wenn wir zu zweit auf Reisen gehen. Ich mag das lieber als auf dem dach oder auf der Hängerkupplung. Wir haben glatt ein Rad gewissermaßen „zur Anprobe“ 😉 mitgenommen, als wir den Wagen ausgesucht haben.
      Diesel würde ich übrigens auch vorziehen, aber der ist ja hier in den USA so viel teurer als Normalbenzin, dass sich da – wenn überhaupt – nur eine ganz geringe Ersparnis ergeben würde.
      Also dann, hoffentlich auf bald, und liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
      Pit
      P.S.: ich melde mich, spbald ich in Deutschland bin.

      • Ach, wer in Texas keinen Truck hat darf doch eh nicht vor dem Supermarkt parken 🙂 Aber das mit den Rädern macht Sinn. Daran hatte ich nicht gedacht.
        Zur besseren Planung wäre etwas Vorlauf nicht schlecht, oder kündigst du deine Reisen eh im Blog an ?

  3. Sieht ja schick aus – aber auch nicht billig. Pirellis in der Größe würden hier 100 Euro kosten plus Montage. Ist immer die Frage, wie viel man für Langlebigkeit mehr ausgeben will. Ich hatte als Erstausrüstung bei meinem Subaru Brigdestone Reifen drauf, die haben 120.000 km gehalten – dann musste ich alle vier erneuern wegen dem Allrad-Antrieb. Ich habe dann – wie ich das immer tue, ewig überlegt und mich für Reifen von Kleber entschieden – das ist ja die Billigmarke von Michelin – die haben nur 70 Eur incl. Montage gekostet – mal sehen, wie lange die halten, wenn es weniger als 60.000 sind, habe ich mich verrechnet ….
    Einen schönen Gruß aus Regen-Rheinland! Martin

    • Hallo Martin,
      was die Erstausrüstung bei unserem Escape war – den wir übrignes mit knapp 30.000 Meilen gebraucht gekauft haben – weiß ich nicht mehr. Die haben jedenfalls etwas über 51.000 Meilen gehalten. Die Idee mit den „Billigmarken“ von Michelin und Konsorten muss ich mir aber mal durch den Kopf gehen lassen. Vielleicht ist das ja ein ebenso gutes Angebot wie die Zweitweine von den berühmten Chateaus in Bordeaux. Das ist eine Vergleich, was?! 😉 Michelin und Chateau Margaux?! 😉
      Die Übersicht über deutsche Preise habe ich seit Langem natürlich verloren. Danke für’s Update. Die sind dann ja wirklich ein ganzes Stück billiger. Hier waren die $157 so etwa ein gängiger Preis. Die verschiedenen Discounter unterschieden sich da vielleicht um etwa einen Dollar. Aufpassen muss man nur wegen der Serviceleistungen, was im Preis eingeschlossen ist und was man extra zahlen muss.
      Mit unseren neuen Schlappen werde ich zunächst einmal probieren herauszufinden, ob sie einen Einfluss auf den Spritverbrauch haben. Die vorherigen hatten ja ein vergleichsweise grobes Stollenprofil. Und dann natürlich die Langlebigkeit. Aber das wird ja dauern. Wir fahren ja nur noch etwa gut 9.000 Kilometer pro Jahr. Zumindest, seit wir keine längeren Reisen per Auto mehr unternehmen. Sillte allerdings unsere eigentlich ab morgen geplante Reise bis nach Missouri stattfinden [so ganz genau wissen wir das noch nicht, weil Mary zur Zeit Probleme mit ihrem Rücken hat, und wir haben den geplantenh Starttag auch schon auf übermorgen verschoben], dann kommen da gleich einmal etwa 2.500 Meilen zusammen. Also mal sehen.
      Liebe Grüße aus dem immer nich ganz schön warmen und leider wieder trockenen südlichen Texas,
      Pit

      • 2500 Meilen, das ist eine Menge – so weit wie von hier bis Nordspanien und zurück … puh — aber in den Südstaaten ist das Fahren deutlich angenehmer, Tempomat rein und ab geht es …. nach Missouri oder ging’s nach Mississippi —- habe ich schon wieder vergessen … auf jeden Fall: Gute Reise! Martin

        • Hallo Martin,
          habe ich früher, ehe ich hierhin umgezogen bin, auch gedacht. Aber Amerika ist eben riesig! Und schon alleine Texas. Wenn wir früher [heute fliegen wir lieber] Mary’s Cousine in Denver besucht haben, waren wir zunächst einmal einen Tag [ca. 700 Meilen] unterwegs … und waren immer noch in Texas! Und die ganze Strecke waren immerhin über 1000 Meilen. Mein erstes Erlebnis mit den Entfernungen hier war, als ich Mary zum ersten Mal besucht habe, und Frankfurt – Houston geflogen bin. Ich hatte mir eine Karte angesehen, ohne auf den Maßstab zu achten, und habe Mary gemailt, sie könne mich ja in Houston abholen, das sei ja nicht weit. 😉 Auf meiner Karte mit dem Riesenmaßstab waren es ja auch nur zwei Zentimeter! Und sie meinte dann, natürlich kein Problem, es sind ja nur 4 Stunden mit dem Auto – für eine Strecke. Aber sie hat mich natürlich trotzdem abgeholt. Bzw. ihr Sohn, weil sie damals noch gearbeitet hat.
          Aber mittlerweile habe ich mich an diese Entfernungen gewöhnt. Zwei Wochen vor unserer Hochzeit bin ich auf einer „wild goose chase“, wie man hier so sagt, in zwei Tagen runter nach Florida, nur um mir ein Segelboot anzusehen, auf das ich ein Auge geworfen hatte. Und dann, weil ich kalte Füße bekommen und es nicht gekauft habe, unverrichteter Dinge auch in zwei Tagen wieder zurück. Alles in Allem „mal eben“ über 3800 Kilometer. Jetzt darfst Du ruhig sagen, der spinnt, der Pit. 😉 Aber man lernt hier eben, mit anderen Entfernungen zu leben. Unsere geplante Reise nach Missouri bringt uns dann ja auch mal gerade „nur“ in den mittleren Westen. Zu den Entfernungen muss ich übrigens unbedingt noch einmal bei Michener nachlesen und dann zitieren.
          Was das Autofahren hier angeht, so hast Du allerdings recht: es ist wesentlich stressfreier: rauf auf den Highway, Tempomat ein, und dann nur noch … nicht einschlafen. 😉 Man braucht nicht damit zu rechnen, dass echte Raser und/oder Drängler von hinten aufkommen, die Lichthupe ist hierzulande so gut wie unbekannt, und man braucht auch keine Angst vor plötzlich ausscherenden langsamen LKWs zu haben. Die großen Trucks haben ja alle so viel PS unter der Haube, dass sie, es sei den an wirklich steilen Steigungen, spielend mit dem normalen Verkehrsfluss mithalten können. Ich fahre hier gerne. Habe ich ja auch hier im Blog auf der Seite „Reisen in die/den USA“ beschrieben.
          Danke für Deine guten Wünsche für unsere Reise. Mal sehen, ob’s wirklich klappt, weil Mary noch etwas an den Nachwehen eines Hexenschusses laboriert.
          Liebe Grüße aus dem südlichen Texas, und mach’s gut,
          Pit

Lasst mal von Euch hören/lesen! Würde mich sehr freuen!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s