Kälteste Nacht bisher in diesem Winter?

Ich glaube, wir hatten das. Jedenfalls fühlte es sich immer ganz schön kalt an, wenn ich in der vergangenen Nacht aufstehen musste. Und auch jetzt, um 08:15, ist es noch unter dem Gefrierpunkt, obwohl die Sonne richtig schön scheint – und das schon seit etwa einer Stunde [Sonnenaufgang 07:25]. Aktuell ist es 29 Grad Fahrenheit [entsprechend -1,67 Celsius] und „gefühlt“ – wegen „Windchill“ – nur 25 Fahrenheit [= -3,89 Celsius].

Frösche quaken …

… hier sogar mitten im Januar! Heute war ich mal wieder auf dem Rad unterwegs – und zwar in kurzer Radlerhose, wenn auch in einem langärmeligen Trikot – und als ich an einem Tümpel vorbeikam, habe ich doch tatsächlich ein lautes „quak, quak,quak“ gehört. Unglaublich (für mich), aber wahr.

Hätte ich doch nur …

… so ein dickes Fell wie Buster, …

Buster

Buster

… dann bräuchte ich mich jetzt nicht so dick anzuziehen, wenn ich nach draußen will. Buster machen die kalten Temperaturen absolut nichts aus. Sogar des nachts scheint er sich draußen wohlzufühlen, auch wenn er dann meistens drinnen ist. Vergangene Nacht aber wollte er mitten in der Nacht raus und kam einfach nicht wieder rein. Und es hat ihm nichts ausgemacht. Aber im Sommer fühlt er sich natürlich mit seiner dicken Wolle nicht so wohl. Da bringen wir ihn dann mindestens ein Mal „zum Friseur“, genauer gesagt zu unseren Tierarzt, Dr. Patton, und lassen ihn scheren. Das sieht dann zwar wirklich nicht sehr schön aus, …

Buster

Buster im "Sommerkostüm"

… aber für ihn ist es wesentlich angenehmer.

Die Axt im Walde

Na ja, nicht unbedingt „im Walde“, aber heute habe ich mal, Im Gegensatz zu sonst, die Axt und nicht die Kettensäge oder meinen neuen „Log Splitter“ [s. auch hier] benutzt. Das ging, weil die Holzstücke, die zu spalten waren, nicht so besonders dick waren. Meistens handelte es sich da um Überbleibsel von Projekten unseres Freunds Mike Saxon. Der schreinert hobbymäßig viel – und übrigens erstklassig –  aus Mesquiteholz [s. auch hier] und den „Abfall“ bekommen dann wir zum Verfeuern. Und das ist eben häufig schon in Brett- oder dünner Balkenstärke, bzw. es sind an einer Seite halbrunde Reste von längsgeschnittenen Baumstämmen. Und wie gesagt, die lassen sich dann häufig – nachdem ich sie zuerst mit der Kettensäge auf entsprechende Länge geschnitten habe – mit der Axt spalten.

Und nachdem ich also „Holz gemacht“ habe, brennt mal wieder ein gemütliches Feuer im Kamin.

Windchill

So heißt hier der Auskühlungseffekt durch (starken) Wind, der die gefühlte Temperatur [„real feel„] manchmal um Einiges kälter erscheinen lässt als es die gemessene ist. Und so wird hier (fast) immer zusätzlich zur gemessenen auch die „gefühlte“ Temperatur angegeben. Die Werte hier in Karnes City sind im Augenblick [07:30 Uhr], bei einem (kalten) Nordnordostwind:

  • Temperature 36 Grad Fahrenheit [2 Grad Celsius]
  • Real Feel 21 Grad Fahrenheit [-6 Grad Celsius]

Apropos Wind: hier wird immer die durchschnittliche bzw. andauernde [„sustained„] Windgeschwindigkeit und die in Böen [„gusts„] angegeben. Und diese Werte sind im Augenblick:

  • sustained 18 mph [27 Km/H]
  • gusts 27 mph [43 Km/H]

P.S.: In der nächsten Nacht soll es noch kälter werden: 24/19 Fahrenheit [4,5/-7 Celsius]. Das ist – wenn auch natürlich nicht immer und auch nicht häufig – auch typisch für den südtexanischen Winter, ebenso wie der gestrige Tag mit nasskaltem, windigem Wetter bei bedecktem Himmel mit einer Tageshöchsttemperatur von um die 40 Grad Fahrenheit entspechend gut 4 Grad Celsius. Und noch etwas zum Wetter: vorgestern hatten wir einen relativ guten Regen, mit, wie man es hier angibt,  1,5 Zoll [das sind umgerechnet ca. 38 Lieter pro Quadratmeter] in 12 Stunden. Das war richtig prima, denn wir hatten ja schon seit Mitte November keinen richtigen Niederschlag mehr gehabt.

Der erste Frost …

… war in der vergangenen Nacht. Heute morgen war zum ersten Mal in diesem Winter richtig Eis auf den Vogel- und Katzen-/Hundetränken. Und auf dem Rasen gab’s Rauhreif. Auch jetzt noch, kurz vor Mittag, ist es mit 4 Grad Celsius [40 Fahrenheit] ziemlich kalt – jedenfalls für texanische Verhältnisse. Da kommt das Feuer im Kamin sehr gelegen. Wir haben es seit gestern am frühen Abend an.

kamin

Gemütlich

Fertig

Heute, im schönsten Sonnenschein [am Winteranfang in kurzer Hose und T-Shirt!] war ich dann draußen und habe Bilder von der fertigen Garage gemacht:

fertig

Die fertige Garage

Wir sind höchstzufrieden damit!

Hier möchte ich mal – im Sommer [und das ist im südlichen Texas ja fast immer] – draußen, aber doch im Schatten, an meinen Rädern werkeln können. Und mal sehen, vielleicht kommt am Ende das hin, was wir in Deutschland „Hollywood-Schaukel“ nennen, und was hier ganz einfach „swing“ heißt. Wir haben da hier am Haus auf der vorderen Veranda eine alt und ziemlich solide hölzerne, die da nicht mehr bleiben kann, weil si den Zugang zu unserem Winterholzstapel blockiert.

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Seitliches Vordach

Und hier wollen wir im Schatten bzw. im Trockenen – wenn es denn einmal regnet – parken können, wenn wir keine Lust haben, in die Garage zu fahren.

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Vordach vorne

So werden Cousin Mark’s Kühe die Garage einmal sehen. Die „Wiesenansicht“ sieht – gegenüber der Vorder- und rechten Seite – relativ einfach aus:

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Die "Wiesenansicht"

Südtexanischer Winter – Nachtrag

Gerade in den Nachrichten gesehen: seit 1885 gab es hier unten, genauer gesagt in San Antonio, nur 5 mal Schnee! Und die Chancen, dass wir dieses Jahr weiße Weihnachten haben, sind 0,26% – nicht gerade viel.

Nächste Woche soll es übrigens am Mittwoch und Donnerstag tagsüber wieder bis zu 25 Grad werden. „Rollercoaster Weather„, also „Achterbahn-Wetter“ nennen sie das hier. Und es ist eine wirklich treffende Bezeichnung.

Südtexanischer Winter

Heute ist ein typischer südtexanischer Wintertag, jedenfalls typisch für einen Winter unter „El Nina“ Bedingungen, also typisch für einen trockenen Winter. Es herrscht ein Nordwind, wenn auch nicht besonders stark [knapp unter 10 Meilen/Stunde], aber immerhin unangenehm genug. Es ist bedeckt und trübe, so dass die Sonne nicht viel zur Aufwärmung beitragen kann. Die Tagestemperaturen sind so um die 14 Grad. Wenn es so bedeckt bleibt, wird es allerdings in der Nacht auch nicht unter den Gefrierpunkt absinken. Die Vorhersage ist ca. 2 Grad. Aber auch das ist immerhin unangenehm genug.

Also mal wieder ein Tag für ein schön prasselndes Feuer im Kamin.

Es ist kaum zu glauben, …

… da haben wir nun den 21. November und hier läuft die Klimaanlage! Aber das ist nun mal Süd-Texas. Wenn, wie seit gestern, der Wind aus Südosten, also von der Golfküste her weht, dann bringt er auch um diese Jahreszeit noch (relativ) warme und vor allem feuchte Luft mit sich. Und auch wenn es draußen gar nicht so übel und durchaus auszuhalten ist, hier im Haus staut sich dann schnell die Wärme und es wird unangenehm. Zur Zeit haben wir gut 25 Grad Celsius draußen. Aber bald soll es deutlich kühler werden. Aus dem hohen Norden Kanadas [da ist es stellenweise fast – 30 Grad] ist eine Kaltluftmasse auf dem Weg nach Süden. Und hier auf dem nordamerikanischen Kontinent liegt ja kein Gebirge „quer“, d.h. von Ost nach West, und so kann diese Kaltluft ungehindert langsam aber sicher nach Süden schwappen. Dabei wird sie zwar, bis sie hier ist, deutlich wärmer, aber wir müssen wohl doch ab Donnerstag oder Freitag mit Nachttemperaturen von nur knapp über dem Gefrierpunkt rechnen.