Felddienstübungen …

… oder auch: schweres Artilleriefeuer im Garten   😉   [Siehe auch mein Posting „schießen gelernt“ vom 23. Januar 2010]

Heute habe ich dann mal wirklich geübt, mit den beiden (Schrot)gewehren umzugehen. Dass unser Freund Mike unsere beiden Gewehre überholt und mir eine kurze Einweisung gegeben hat, wie ich damit umgehe und insbesondere, wie ich sie auseinandernehme, hatte ich ja schon geschrieben. Und heute, als ich bei Cousine Margaret Holz geholt habe und unter dem Stapel Holz Höhlen fand, die bestimmt von Tieren stammten, habe ich mir vorgestellt, dass das im Sommer prima Schlupflöcher für Schlangen sein könnten – schattig und feucht. Und wir haben hier eine Menge Zweige und Äste auf Haufen liegen. Und auch die wären prima Schlupfwinkel für Schlangen. Also habe ich mir gedacht, ich sollte wirklich mal besser mit den Gewehren umzugehen lernen, und ganz besonders mal sehen, ob ich überhaupt treffe, auf was ich ziele, und habe ein paar Schießübungenim Garten veranstaltet.

Und siehe da, es klappt – besser als ich gedacht hatte. Na ja, Schrotflinten streuen ja etwas – und das hilft. Aber im Ernst: auf die kurze Entfernung, die ich nur nötig haben werde, scheine ich zu treffen. Ein paar Zaunpfähle sind jetzt jedenfalls bleigespickt. Und zwei alte Plastikbecher hat’s arg zerrupft. Probleme hatte ich eher mit dem Laden der mehrschüssigen Remington/Browning. Da ging die erste Patrone gut ins Magazin, aber die zweite kam von selbst wieder zurück und schob sich unter die untere Abdeckung – oder wie man das Ding wohl nennt. Jedenfalls das Teil, das später die Patrone in die Kammer (nach)lädt. Und als die Patrone einmal darunter steckte, ging gar nichts mehr. Weder konnte ich sie ins Magazin beförden, noch laden noch auswerfen. Sie blockierte einfach den ganzen Mechanismuns. Und da kam es mir dann zugute, dass Mike mir gezeigt hatte, wie man das Gewehr auseinandernimmt. So konnte ich dann – nach einigen Mühen alle Patronen nach vorne aus dem Magazin schütteln. Jetzt muss ich mal sehen, warum das Problem entstanden ist. Und dann ganz einfach einmal das Laden üben. Und natürlich ist auch Reinigen angesagt. So werde ich dann bei Gelegenheit mal weiter üben.

P.S.: Buster und Sally hatte ich übrigens vorsichtshalber vorher ins Haus gelotst, damit sie von der Knallerei keinen Schrecken bekommen und möglicherweise fortlaufen würden. Das schwere Schrotgewehr macht übrigens wirklich ganz schön Krach. Hätte ich mir so nicht vorgestellt. Und das ist ja doch relativ nahe am Ohr. Jetzt weiß ich auch, warum Sportschützen häufig „Mickymäuse“ tragen. Werde ich wohl auch tun, wenn ich wieder übe. Ein wenig taub war mein rechtes Ohr nämlich schon nach jedem Schuss.

schießen gelernt

Na ja, schießen gelernt will ich eigentlich nicht sagen. Bis dahin – denn das schließt ja auch treffen ein – ist noch ein weiter Weg. Vorläufig muss ich noch darauf hoffen, dass mir das „Viech“, das ich eigentlich erlegen will, in den Schuss läuft. Wenn es so vernünftig ist, einfach sitzen/stehen zu bleiben, hat es alle Chancen dieser Welt, dass ich vorbei schieße.  😉

Aber im Ernst, ich hatte ja immer schon gesagt, dass ich lernen möchte, mit einem Gewehr umzugehen, damit wir nicht immer Mike Saxon oder Cousin Mark zu Hilfe rufen müssen, wenn wir mal wieder eine Klapperschlange im Garten haben. Und hier im Haus gab es zwei (ältere) Schrotgewehre, ein leichtes einschüssiges von Mary [Kaliber 410] und ein schweres [Kaliber 20-gauge] fünfschüssiges von ihrem Vater. Beide waren etwas vernachlässigt, und so haben wir unseren Freund Mike Saxon, der Ahnung davon hat, gebeten, sie einmal anzusehen, ob sie noch etwas taugen. Er hat sie dann aufgearbeitet und sie funktionieren wieder. Das von Mary’s Vater ist übrigens ein Exemplar der durchaus besseren Sorte, wie Mike sagte, ein Remington-Browning. Heute kam Mike dann mit beiden Gewehren vorbei und hat mir gezeigt, wie man damit umgeht, d.h. nicht nur, wie man sie lädt und dann schießt, sondern auch, wie man sie auseinandernimmt und reinigt, pflegt und wartet. Jetzt werde ich dann in der nächsten Zeit etwas üben, damit ich nicht überlegen muss, wie man sie handhabt, wenn der Ernstfall einmal eintritt. Dieser Ernstfall, eine Klapperschlange am Haus oder in der Garage oder nahe bei imGarten, ist Gott sei Dank selten, denn unsere Tiere, insbesondere die Katzen, halten sie ziemlich gut fern. Wir haben jedenfalls deutlich weniger mit Schlangen zu tun als andere Leute hier.

Wie gesagt, jetzt sind dann also „Felddienstübungen“ angesagt. Die Remington/Browning hat übrigens einen ganz schönen Rückschlag. Da muss ich aufpassen, sie fest genug in die Schulter einzuziehen, damit’s nicht weh tut. Aber die wollte ich haben, weil sie mehrschüssig ist [Halbautomatik, d.h. sie wirft die abgeschossene Patrone aus und lädt von selbst nach, so dass ich nur wieder abdrücken muss]. Und das ist für mich ideal, da ich nicht unbedingt damit rechne, die Schlange beim ersten Mal richtig – wenn überhaupt- zu treffen. Und Mary’s einschüssige Schrotflinte [sie ist wesentlich leichter und hat auch einen viel geringeren Rückschlag] nachzuladen würde mir zu lange dauern. Die Remington/Browning ist, wie gesagt, fünfschüssig. D.h., sie hat ein Magazin für 5 Patronen. Aber da ist ein Stopfen drin, so dass nur 3 reinpassen, denn mehr darf man während der (Tauben-)Saison nicht laden können. Aber das reicht mir, denn ich kann ja, wenn ich will, auch noch eine Patrone in den Lauf laden. Und ich denke mal, wenn ich mit 2 oder 3 Schüssen nicht treffe, würde ich wohl auch mit dem 4., 5. oder 6. nicht unbedingt mehr Glück haben. Streng genommen müsste ich sogar, selbst wenn ich nicht jage – und das habe ich ja wirklich nicht vor – einen Jagdschein haben. Aber ich denke mal, solange ich nur hier auf dem Grundstück schieße, wird da keiner nach fragen.