Buster hat Geburtstag

Es ist heute 11 Jahre her, dass Buster hier auf unserem Grundstück geboren wurde. Seine Mutter, Rusty Sue [wie Mary sie genannt hatte] war hier – schon trächtig – zugelaufen. Und dann hat sie 10!! Junge geworfen – draußen, im tiefen Gras – und sie dann nacheinander unter’s Haus getragen. Und leider ist sie da – nicht lange danach – von einer Schlange gebissen worden und verendet. Die Jungen waren gerade soweit, dass sie herauskommen und Milch aus einem Napf trinken konnten. Und Mary hat sie alle durchgekriegt. Und auch – bis auf Buster und seine Schwester Ruby – vermittelt. Leider ist Ruby dann – im Alter von 4 – hier vor dem Haus auf dem Highway überfahren worden. Und so ist es nur noch Buster, den wir aus diesem Wurf haben. Aber er ist uns wirklich ans Herz gewachsen: eine ganz treue Seele. Und heute hat er dann zu seinem Geburtstag einen wunderschönen leckeren Knochen bekommen.

HAPPY BIRTHDAY, BUSTER!

Und das hier ist Ruby:

Ruby

newspaper delivery dog

Buster hat wieder seine alte Gewohnheit aufgenommen und bringt – jedenfalls manchmal – die Zeitung von der Straßeneinfahrt [wo der Zusteller, wie das hier so üblich ist, sie hinwirft] zum Haus. Wir sind nicht so ganz sicher, ob wir uns darüber freuen sollen oder nicht, denn er muss da ja ziemlich nahe an den vielbefahrenen Highway. Hoffentlich läuft er nicht auf die Straße. Da ist seine Schwester Ruby ja vor einigen Jahren überfahren worden – und so haben wir verständlicherweise Angst, dass ihm das auch passieren könnte. Eigentlich haben wir allerdings eher den Eindruck, dass er seither den Highway vermeidet und sich mehr auf dem Grundstück hier und den Wiesen und Weiden dahinter herumtreibt.  Und so hoffen wir dann, dass er wirklich nur die Zeitung aufhebt, wo sie liegt. Und das ich schon in der Einfahrt und wenigstens ein paar Meter von der Fahrbahn entfernt.

Wir haben – ich glaube, ich hatte das schon mal hier geschrieben – absolut keine Ahnung, wann bzw. warum er an manchen Tagen die Zeitung bringt und an manchen Tagen nicht. Möglicherweise kriegt er es mit,  dass sie geliefert wird, wenn er gerade zufälligerweise vor dem Hause ist und sieht, wie sie dahin geworfen wird – er „verteidigt“ ja immer sein Territorium, wenn er ein Auto an der Einfahrt sieht. Heute Morgen jedenfalls lag die Zeitung direkt bei den Stufen am Hintereingang des Hauses: richtig praktisch. Und er schien irgendwie  zu wissen, dass er uns damit doch eine Freude macht. Er kam jedenfalls angerannt, sobald ich die Tür aufgemacht hatte, und lief ganz aufgeregt und schwanzwedelnd um mich herum. Und bekam natürlich viel Lob und auch einen leckeren Knochen. Und jetzt liegt er hier neben mir und ruht sich von seinen Anstrengungen aus – ebenso wie Sally.   😉

Tageszeitung

Wir bekommen wieder eine! Gott sei’s gelobt und gepfiffen, wie meine Mutter zu sagen pflegte. Wir haben die tägliche Lieferung in den letzten beiden Jahren [so lange ist es, glaube ich, her, dass wir die letzte bekamen] doch sehr vermisst. Auch wenn man natürlich fast alles im Internet erhalten kann, so ist es m.E. doch durch nichts zu ersetzen, wenn man morgens in aller Ruhe in der Tageszeitung blättern kann.

Dass wir keine mehr hatten, kam so: vor etwa zwei Jahren stellten die San Antonio Express-News, die Mary bisher bezogen hatte, ihre Lieferung ein mit der Begründung, eine Auslieferung hier in Karnes City würde nicht mehr lohnen, wegen der gestiegenen Kosten für die Auslieferung. Die Geschäftspolitik war übrigens ziemlich zweifelhaft: Mary hatte im Voraus bezahlt und noch ein ziemliches Guthaben. Dennoch wurde die Lieferung einfach eingestellt und der Verlag machte von sich aus keine Anstalten, das Guthaben auszuzahlen! Und eine Reklamation – dabei war es übrigens gar nicht so einfach, jemanden persönlich an die Strippe zu bekommen, denn am Telefon musste man sich durch eine unzählige Menge von Menüs und Untermenüs wählen – brachte, auch mehrfach telefonsich und schriftlich wiederholt, keine Lösung. Der Verlag meinte, das sei Angelegenheit des örtlichen Zustellers. Über den hatte Mary bestellt und bezahlt. Und der Verlag meinte nun, damit aus der Verantwortung zu sein. Und vom örtlichen Zusteller war gar nichts in Erfahrung zu bringen. Und als dann, nach diversen Protesten der Abonnenten hier, die Lieferung wieder aufgenommen wurden, waren wir nicht mehr im Verteiler. Ohne jemals gekündigt zu haben! Aus Verärgerung über ein derartiges Geschäftsgebahren habenwir dann nicht neu abonniert, es aber immer bedauert, keine Tageszeitung zu haben. Und jetzt haben wir uns einfach entschlossen, über den eigenen Schatten zu springen und doch wieder zu abonnieren. Aber zunächst einmal nur für’s Wochenende. Also haben wir seit gestern wieder eine Tageszeitung. Und das gefällt uns so gut, dass wir das Abo bald auf die ganze Woche ausdehnen werden.

Bemerkung am Rande: jetzt muss nur noch Buster sein altes Verhalten wieder aufnehmen und zum cattle guard an der Straße trotten und dann die Zeitung apportieren. Hat er früher häufig getan. Wir haben allerdings nie herausbekommen, nach welchen Grundsätzen er entschieden hat, ob oder ob nicht. Und manchmal hat er sie auch einfach irgendwo versteckt/verbuddelt. Da hatte ich schon durchaus einmal den Eindruck, dass er sich diebisch gefreut und heimlich gegrinst hat, wenn ich die Zeitung gesucht habe und nicht finden konnte! Hunde sind ja sooooooo menschlich!   😉

Apropos cattle guard an der Straße: etwas Angst hätten wir natürlich, wenn er dahin trotten würde, dass er sich nämlich zu weit auf die Straße trauen könnte und überfahren würde. Seine Schwester Ruby ist ja schließlich vor Jahren so um’s Leben gekonmmen. Und der Highway ist heute viel stärker frequentiert als damals.