Fredericksburg

Da haben wir das vergangene Wochenende verbracht: in einem kleinen Bed & Breakfast [The Little Yellow House] in Fredericksburg, sozusagen im „bergischen Land“ von Texas [Texas Hill Country]. Wir waren ja schon einmal in diesem kleinen Häuschen gewesen, und auch dieses Mal hat es uns wieder ganz prima gefallen. Uns so sieht es aus:

Little Yelllow House

The Little Yellow House - Street View

Little Yellow House

The Little Yellow House - Garden View

„… and Breakfast“ ist dabei eigentlich nur insofern richtig, als es Gutscheine für ein Frühstück in einer der örtlichen Bäckereien gibt. Und nicht dass, wie sonst in einem B&B üblich, das Frühstück serviert wird. Aber trotzdem gefällt es uns da sehr, wie schon gesagt.

Und was das Essen und Trinken sonst angeht: als altes deutsches Siedlungsgebiet hat Fredericksburg eine Reihe von Restaurants mit guter deutscher Küche [u.A. Rouladen, Kasseler und Sauerbraten – und natürlich Sauerkraut nicht zu vergessen] und auch deutschem Bier vom Fass [im Ausländer hatte ich frisch gezapftes Warsteiner Dunkel] zu bieten. Und so haben wir es uns dann dieses mal im „Ausländer“ und bei „Friedhelm’s“ schmecken lassen. Aber am letzten Abend gab’s dann doch mehr „Einheimisches“ und wir waren in einem mexikanischen Restaurant. Und ich kann nur sagen: ein Genuss – und preiswert dazu. Hier habe ich dann auch mal ein mexikanisches Bier, Negra Modelo, probiert. Und ich muss sagen, wirklich trinkbar: ein dunkles, malziges Bier.

Aber nicht nur zum Essen und Trinken waren wir da, auch die Körperertüchtigung kam nicht zu kurz – wenigstens nicht bei mir, denn ich habe in den drei Tagen insgesamt 94 Meilen auf dem Rad abgestrampelt. [Dazu mehr in einem weiteren Posting.] Mary konnte leider weniger tun, da sie wegen ihres Beckenbruchs auf ärztliche Anordnung sich sehr ruhig verhalten muss. Was sie ausgesprochen frustriert, aber nun mal nicht zu ändern ist,

Friesenhaus

Gestern waren wir mal wieder da, im Friesenhaus in New Braunfels, mit unseren Freunden Stella und Mike Saxon. Und es war, wie immer, ein ganz prima Essen: Salat bzw. Gulasch- bzw. Erbsensuppe als Vorspeise, und dann Rouladen mit Rotkohl und Spätzle bzw. Berliner Bouletten mit Prinzessböhnchen in Speckmantel und Bratkartoffeln und als Nachtisch Kirschstrudel [der Apfelstrudel war leider ausgegangen] mit Vanilleeis bzw. ein Schokoladeneis. Alles war wie immer sehr sehr schmackhaft. Und runtergespült haben Mike und ich es mit einem frischgezapften Bitburger. Soll ich sagen, das war das Beste am Essen?! Nein, denn damit würde ich dem Koch Unrecht tun. Aber dieses leckere Bier hat den Genuss des Essens noch vergrößert.

Apropos Bier: die Auswahl an Bier vom Fass ist dort im Friesenhaus wirklich Klasse, vom König Pils über Warsteiner [auch als Dunkel] und Bitburger zu Weizen, Paulaner und mehr.

Bei der Wirtin, Frau Dirks, habe ich mich noch für ihre Hilfe und ihren Rat in Führerscheinfragen bedankt undm it dem Wirt, Herrn Dirks, habe ich mnich über das Fußballspiel Deutschland – England sowie die Schiedsrichterleistungen und technische Möglichkeiten zur Unterstützung der Schiris unterhalten.

Und bevor wir nach Hause gefahren sind, haben wir dann da noch ein Brot gekauft. Von den verschiedenen Sorten – alle herzhaft und deutlich fester gebacken als das, was man sonst hier bekommt – mögen wir Mehrkornbrot am liebsten. Und ich habe mir noch  eine Räuchermettwurst sowie zwei Dosen Bratheringe und je eine Hering in Tomaten- bzw. Senfsoße mitgenommen. Das bekommt man nämlich hier in keinem Supermarkt.

LBJ 100 Bicycle Tour

Das war am vergangenen Wochenende, und ich hatte mich eigentlich sehr darauf gefreut, obwohl, zugegebenermaßen, ich bestimmt noch nicht in der richtigen Form für die lange Strecke – das waren immerhin 105 Kilometer – fühlte. Aber die 44 hätte ich mir schon zugetraut. Auch im „Bergischen Land“ von Texas [Hill Country]. Aber dann kam es ganz anders, denn am Morgen [Aufstehen um 5 war ja schon problematisch, denn so früh ist das wirklich nicht mein Ding] war es noch ganz schön kalt und ich war mir unsicher, was ich denn nun anziehen sollte, denn tagsüber, vor allem beim Radeln, würde es mir schon warm werden. Also habe ich ganz normale Klamotten angezogen, und das war radlerisch der Anfang vom Ende, denn am Start hatte ich keine Lust, mich vor aller Augen umzuziehen. Und so habe ich dann einfach im Auto gesessen und gedöst. Eigentlich zu blöd. Also kann ich über die eigentliche Radtour auch nichts schreiben. Nachzulesen gibt’s etwas hier.

Aber ein paar Bemerkungen über das Abendessen am Freitagabend in Fredericksburg habe ich ja dann doch. Im „Auslaender“ waren wir schon im Herbst einmal gewesen, und da hatte es uns gut gefallen. Aber dieses Mal war ich dann doch etwas enttäuscht. Meine Rouladen waren zwar wirklich gut, und die Spätzle und das Sauerkraut auch, wenn auch Letzteres etwas sehr sauer war. Aber bei Craig [Cousin Mark’s Schwiegervater] war das Kasseler [obwohl es anders, nämlich als „pork chops“ auf der Speisekarte stand] nun wirklich kein Kasseler, also kein Kotelett, sondern man hatte ganz gewöhnlichen, leicht geräucherten Schweineschinken genommen, noch dazu zu dünn geschnitten, und in der Pfanne erhitzt, was das Ganze absolut trocken machte. Das habe ich nun wirklich schon besser gesehen. Und auch die Vorspeisen waren in Herbst besser gewesen: reichhaltiger und vor allem warm auf dem Tisch! Na ja, beim nächsten Mal werden wirt dann eben woanders essen, auch wenn ich das wegen der deutschen Biere vom Fass im „Auslaender“ etwas bedaure.