Herbststimmung

In der vergangenen Woche hatten wir ein paar Mal wunderschöne Herbstmorgen- Stimmungen, und einmal ist es mir tatsächlich gelungen, den inneren Schweinehund zu besiegen und draußen in der Frühe Aufnahmen zu machen. Hier dann eine Auswahl. Die Bilder sind übrigens alle etwas körnig bzw. verrauscht, weil die Kamera auf „ISO-Auto“ eingestellt war und so automatisch den ISO-Wert auf die maximalen 1600 heraufgesetzt hat, der Lichtverhältnisse wegen.

Early October Morning

Nebel über Karnes County

Dieses Bild ist ein Blick nach Südosten, über den Highway [den man hier nicht sieht] hinweg, mit 200mm Tele [„staucht“ das Motiv].

Early October Morning

Die Sonne blinzelt durch die Bäume

Blick (fast) reinewegs nach Osten.

Early October Morning

Sogar der Highway erscheint etwas mystisch

Early October Morning

Mystisches Licht

Early October Morning

Bäume wie Inseln im Nebel

Early October Morning

Wasserturm und Frühnebel

Early October Morning

Sonnenstrahlen

 

Wo die Verwandtschaft wohnt

Und dieses hier ist dann ein Blick auf die Grundstücke und Häuser der Verwandtschaft. Nicht, dass es ein besonderes Bild wäre, aber ich wollte es einfach mal so hier einstellen.

Verwandtschaft

Ländereien und Häuser der Verwandtschaft

Ganz links im Bild die Scheune der Johnsons [Cousine Melanie] und dahinter, kaum sichtbar hinter den Bäumen, deren Haus. In der Mitte, ziemlich weit hinten, das Haus der Gotthards [Cousin Mark], und rechts im Bild die Scheune von Craig Brubaker [Marks Schwiegervater].

Unser Grundstück reicht übrigens bis an den Feldweg [etwas schwer zu erkennen], der vor der Scheune der Johnsons von links nach rechts verläuft. Diesen Teil unseres Grundstücks haben wir an Mark als Weise für sein Vieh verpachtet.

Apropos „Feldweg“: das sind „private roads„, d.h. sie werden vom Besitzer/Anlieger angelegt und instand gehalten. Das kann – denn zu Mark sind es von der Straße aus über zwei Meilen – schon ganz schön ins Geld gehen. Und noch etwas dazu: alle Briefkästen sind direkt am Highway. Die Post wird nicht ans Haus gebracht, sondern muss am Highway abgeholt werden. Ziemlich unpraktisch bei schlechtem Wetter!

newspaper delivery dog

Buster hat wieder seine alte Gewohnheit aufgenommen und bringt – jedenfalls manchmal – die Zeitung von der Straßeneinfahrt [wo der Zusteller, wie das hier so üblich ist, sie hinwirft] zum Haus. Wir sind nicht so ganz sicher, ob wir uns darüber freuen sollen oder nicht, denn er muss da ja ziemlich nahe an den vielbefahrenen Highway. Hoffentlich läuft er nicht auf die Straße. Da ist seine Schwester Ruby ja vor einigen Jahren überfahren worden – und so haben wir verständlicherweise Angst, dass ihm das auch passieren könnte. Eigentlich haben wir allerdings eher den Eindruck, dass er seither den Highway vermeidet und sich mehr auf dem Grundstück hier und den Wiesen und Weiden dahinter herumtreibt.  Und so hoffen wir dann, dass er wirklich nur die Zeitung aufhebt, wo sie liegt. Und das ich schon in der Einfahrt und wenigstens ein paar Meter von der Fahrbahn entfernt.

Wir haben – ich glaube, ich hatte das schon mal hier geschrieben – absolut keine Ahnung, wann bzw. warum er an manchen Tagen die Zeitung bringt und an manchen Tagen nicht. Möglicherweise kriegt er es mit,  dass sie geliefert wird, wenn er gerade zufälligerweise vor dem Hause ist und sieht, wie sie dahin geworfen wird – er „verteidigt“ ja immer sein Territorium, wenn er ein Auto an der Einfahrt sieht. Heute Morgen jedenfalls lag die Zeitung direkt bei den Stufen am Hintereingang des Hauses: richtig praktisch. Und er schien irgendwie  zu wissen, dass er uns damit doch eine Freude macht. Er kam jedenfalls angerannt, sobald ich die Tür aufgemacht hatte, und lief ganz aufgeregt und schwanzwedelnd um mich herum. Und bekam natürlich viel Lob und auch einen leckeren Knochen. Und jetzt liegt er hier neben mir und ruht sich von seinen Anstrengungen aus – ebenso wie Sally.   😉

Tageszeitung

Wir bekommen wieder eine! Gott sei’s gelobt und gepfiffen, wie meine Mutter zu sagen pflegte. Wir haben die tägliche Lieferung in den letzten beiden Jahren [so lange ist es, glaube ich, her, dass wir die letzte bekamen] doch sehr vermisst. Auch wenn man natürlich fast alles im Internet erhalten kann, so ist es m.E. doch durch nichts zu ersetzen, wenn man morgens in aller Ruhe in der Tageszeitung blättern kann.

Dass wir keine mehr hatten, kam so: vor etwa zwei Jahren stellten die San Antonio Express-News, die Mary bisher bezogen hatte, ihre Lieferung ein mit der Begründung, eine Auslieferung hier in Karnes City würde nicht mehr lohnen, wegen der gestiegenen Kosten für die Auslieferung. Die Geschäftspolitik war übrigens ziemlich zweifelhaft: Mary hatte im Voraus bezahlt und noch ein ziemliches Guthaben. Dennoch wurde die Lieferung einfach eingestellt und der Verlag machte von sich aus keine Anstalten, das Guthaben auszuzahlen! Und eine Reklamation – dabei war es übrigens gar nicht so einfach, jemanden persönlich an die Strippe zu bekommen, denn am Telefon musste man sich durch eine unzählige Menge von Menüs und Untermenüs wählen – brachte, auch mehrfach telefonsich und schriftlich wiederholt, keine Lösung. Der Verlag meinte, das sei Angelegenheit des örtlichen Zustellers. Über den hatte Mary bestellt und bezahlt. Und der Verlag meinte nun, damit aus der Verantwortung zu sein. Und vom örtlichen Zusteller war gar nichts in Erfahrung zu bringen. Und als dann, nach diversen Protesten der Abonnenten hier, die Lieferung wieder aufgenommen wurden, waren wir nicht mehr im Verteiler. Ohne jemals gekündigt zu haben! Aus Verärgerung über ein derartiges Geschäftsgebahren habenwir dann nicht neu abonniert, es aber immer bedauert, keine Tageszeitung zu haben. Und jetzt haben wir uns einfach entschlossen, über den eigenen Schatten zu springen und doch wieder zu abonnieren. Aber zunächst einmal nur für’s Wochenende. Also haben wir seit gestern wieder eine Tageszeitung. Und das gefällt uns so gut, dass wir das Abo bald auf die ganze Woche ausdehnen werden.

Bemerkung am Rande: jetzt muss nur noch Buster sein altes Verhalten wieder aufnehmen und zum cattle guard an der Straße trotten und dann die Zeitung apportieren. Hat er früher häufig getan. Wir haben allerdings nie herausbekommen, nach welchen Grundsätzen er entschieden hat, ob oder ob nicht. Und manchmal hat er sie auch einfach irgendwo versteckt/verbuddelt. Da hatte ich schon durchaus einmal den Eindruck, dass er sich diebisch gefreut und heimlich gegrinst hat, wenn ich die Zeitung gesucht habe und nicht finden konnte! Hunde sind ja sooooooo menschlich!   😉

Apropos cattle guard an der Straße: etwas Angst hätten wir natürlich, wenn er dahin trotten würde, dass er sich nämlich zu weit auf die Straße trauen könnte und überfahren würde. Seine Schwester Ruby ist ja schließlich vor Jahren so um’s Leben gekonmmen. Und der Highway ist heute viel stärker frequentiert als damals.