Deer Ridge Cottage

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So hieß das Ferienhäuschen – oder besser schon „Ferienhaus“, denn mit 72 Quadratmetern Grundfläche war es so klein gar nicht, jedenfalls nicht für ein Ferienhäuschen für 2 bis 4 Personen, in dem wir Sonntag und Montag zu Gast waren:

Deer Ridge Cottage

Deer Ridge Cottage: West- bzw. Zufahrtsseite

Es ist in Cain City in der Nähe von Fredericksburg [Texas Hill Country]. So, erbaut aus Kalkstein, wie sehr viele Häuser hier in der Region, insbesondere wenn es sich um Bauten jüngeren Datums handelt, präsentierte es sich uns, als wir ankamen: in strahlendem Sonnenschein unter einem so gut wie wolkenlosen blauen texanischen Spätfrühlingshimmel. Und nicht nur das Haus, sondern auch das „Drumherum“ – der kleine Vorgarten und das Areal ringsherum – waren absolut gepflegt. Im Bild ist, wie schon in der Bildunterschrift verraten, die Westseite zu sehen, mit den Wohnzimmerfenstern.

Das Häuschen lag idyllisch auf einem insgesamt fast 24.000 Qudratmeter großen Hanggrundstück mit Wiese und Baumbestand [vorwiegend Zedern] oberhalb der kleinen Ortschaft Cain City. Die Eigentümer wohnten zwar auch auf dem Grundstück, aber weiter oberhalb, durch Baumbestand abgetrennt: es war als absolut privat für Eigentümer und Gäste. Und trotzdem war jede menge Platz, um sich „die Füße zu vetreten“. Hier der Blick auf Deer Ridge Cottage von weiter unten, etwa von halber Höhe zwischen Grunstückseinfahrt und Haus:

Deer Ridge Cottage

Deer Ridge Cottage: Blick auf’s Haus von halber Hanghöhe

Nur auf der Veranda sitzen und den Blick in die Ferne schweifen lassen, über das Tal des Pedernales hinweg und einfach die Seele baumeln lassen …

Deer Ridge Cottage

Deer Ridge Cottage: Blick über das Tal des Pedernales

… den Kolibris zusehen …

Kolibris

Kolibris

… oder den Rehen:

Rehwild

Rehwild

was wollen Körper und Psyche mehr, um sich zu erholen.

Und hier noch ein paar weitere Bemerkungen:

Innen war das Ferienhaus absolut fantastisch eingerichtet, mit Allem, was 4 Personen brauchen, auch für einen längeren Aufenthalt, denn auch Waschmaschine und Wäschetrockner waren vorhanden. Und das Beste am Ganzen: das gesamte Anwesen [Haupthaus, Ferienhaus und Grundstück] steht, wie wir am nächsten Morgen, als wir uns in Cain City etwas umgesehen haben, erfuhren. Und das, wo wir uns doch ganz ernsthaft mit dem Gedanken tragen, von hier weg zu hziehen, und Fredericksburg und Umgebung eines unseren beiden Lieblingsziele wären.

Auch in Fredericksburg selber haben wir uns übrigens nach Wohneigentum umgesehen und ein paar Häuser gefunden, die uns schon gefallen würden. Aber bei Weitem keines, das so wunderbar gelegen ist. Uns dort umzusehen war einer der beiden Gründe für unseren Kurzausflug. Der andere war, dass wir bei unserem letzten Aufenthalt in Fredericksburg, im Green’s Guest House, die Gepäckraumabdeckung für unseren Escape liegen gelassen hatten, und dass wir die abholen wollten. Die Leute vom Vermietservice [Gästehaus Schmidt] bewahren solche Dinge auf Bitte vergesslicher Kunden zwar auch über die vertraglich zugesicherten sechs Wochen hinaus auf, aber wir wollten sie erstens nicht zu lange auf unserem „Krempel“ sitzen lassen, und zweitens die Abdeckung auch schnell wieder haben.

Zu Abend gegessen haben wir mal wieder im Restaurant der Fredericksburg Brewing Company, und genauso wie im „El Maguey“ bei unserem Aufenthalt Ende März waren wir vom Essen Alles Andere als angetan. Als Vorspeise hatten wir „Fried Pickles“ [frittierte eingelegten saure Gurken ist etwas, was ich zunächst als sehr seltsam empfunden habe, aber sie schmecken prima] – und das war das Einzige, was uns wirklich geschmeckt hat: schmackhaft und vor Allem heiß! Als Hauptgericht hatten wir „Chicken Fried Steak“ mit „Onion Rings“ und „Beer Battered Fries“ als Beilage [Mary] bzw. „Oma’s Meatloaf“ mit „Creamy Coleslaw“ und ebenfalls „Beer Battered Fries“ [ich selber]. Gut daran waren nur die Zwiebelringe und der Krautsalat. Die ersteren waren lecker und heiß, also frisch frittiert, und letzterer verdiente wirklich die Bezeichnung „creamy„. Aber ansonsten war das Essen qualitätsmäßig eher dürftig: das Chicken Fried Steak war mehr als „durch“ [zäh und trocken], der Hackbraten war bestenfalls lauwarm, und die Fritten schienen vom Vorabend zu stammen – sie waren nur ganz eben lauwarm und absolut gummiartig. Dazu kam, dass sie auf keinen Fall „beer battered“ [also in einem Bierteig frittiert] waren, sondern eben „ganz normale“ Fritten. Da wir nun mal in einer Brauerei waren, habe ich mir ein Frischgebrautes und -gezapftes nagtürlich nicht entgehen lassen, und habe ein „Pioneer Porter“ getrunken. Da kann ich nur sagen, „lecker“! Es war ein wirklich süffiges, relativ dunkles Bier im englischen Stil. Danach habe ich dann noch ein Probiergläschen „Maibock“ bestellt, und auch das war gut.

Fazit: zum Biertrinken immer wieder dorthin, zum Essen wohl eher weniger.

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