Durchgang der Kaltfront und Sonnenuntergang

Gestern am frühen Abend, so gegen 17:30, war ich draußen, um ein wenig Pflanzen zu wässern. Und das war genau der Zeitpunkt, zu dem die Kaltfront durchging. Als ich nach draußen kam, war es noch einigermaßen warm – für diese Tages- und Jahreszeit – und der Wind kam noch aus Süden, wenn auch nicht mehr ganz so stark wie vorher. Und dann, innerhalb von vielleicht 10 bis 15 Minuten, drehte der Wind auf Nord und nahm erheblich zu, mit teils kräftigen Böen, und die Temperatur sank rapide. Und das Ganze war mit einem wunderbaren Sonnenuntergang verbunden. Hier einmal zwei Aufnahmen:

sunset & coldfront

Die Kaltfront geht durch und die Sonne geht unter

Das war so gegen 17:40.

Und so sah es ein paar Minuten später aus:

sunset

Sonnenuntergang

Leider sind die Äste und Zweige des Baums etwas verwischt, aber das ließ sich – bei dem kräftigen und böigen Wind – nun einmal nicht vermeiden. Trotzdem finde ich es beeindruckend.

In der Nacht gingen die Temperaturen, verbunden mit einem kärftigen Nordwind, dann noch weiter in den Keller. Ich glaube allerdings nicht, was wir hier, wie die Vorhersage war, wegen des auskühlenden Winds unter den Gefrierpunkt gekommen sind. Die „normale“ Temperatur war mit 4 Grad Celsius angekündigt, und der „wind chill“ Faktor sollte diese Temperatur um etwa weitere 5 Grad absenken. Aber wie gesagt, so kalt ist es nicht geworden, denn draußen auf den Wassernäpfen war kein Eis. Aber nächste Nacht könnte sich das ändern. Jetzt kommt die kalte, ursprünglich arktische Luftmasse ja erst richtig an, und dazu ist es absolut sternenklar, was die Auskühlung [„radiational cooling„] sehr begünstigt. Da könnte es dann den ersten – leichten – Frost dieser Saison geben.

Aber schon am Samstag soll der Wind wieder auf Süden drehen, und dann bringt er wieder wärmere Luft mit sich.

 

Südtexanischen Winter …

… hatten wir jetzt zum zweiten Mal in diesem Jahr. Was hier – immerhin liegen wir südlicher als Kairo – so als Winter angesehen wird.

Haus und Garten im Winter

Haus und Garten tiefverschneit zu Weihnachten 2004/05

Schnee gibt’s nur alle Jubeljahre mal – zum letzten Mal im Winter 2004/5. Da sah es dann – und das auch ausgerechnet noch zu Weihnachten – hier so aus:

Leider blieb die ganze Pracht nicht lange. Schon nach zwei Tagen war es vorbei damit.  Normalerweise ist es eher so wie in diesem Winter: ab und zu kommt mal ein Schwall arktischer Luftmassen von Kanada aus bis hierher und bringt dann durch aus schon einmal ein paar Nachtfröste mit sich [wir hatten vor knapp 14 Tagen mal 3 Nächte mit bis zu minus 10 Grad (Celsius)] und dazu kalten Nordwind. Oder es ist wie jetzt in den vergangenen zwei Tagen: kalt und verregnet, mit Tages- und Nachttemperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Trotzdem: es ist dann richtig unangenehm. Und wir freuen uns über das Feuer im offenen Kamin im Wohnzimmer.

Wie selten Schnee hier ist: vor Weihnachten 2004/05 war es zuletzt im Winter 1983!

Im nördlichen Texas sieht es allerdings ganz anders aus. Im Panhandle fällt durchaus schon mal häufiger Schnee, und im Augenblick ist die Schneefallgrenze etwa bei Dallas-Fort Worth.

Und auch über den Regen können wir uns immer noch freuen – nach den extrem trockenen vergangenen Jahren. Die Talsperren und Seen haben sich zwar deutlich gefüllt, sind aber immer noch bei Weitem nicht voll. Warten wir also mal ab, ob noch mehr kommt.