Gestern …

… war ein typischer Sonntag hier. Zuerst habe ich mal lange geschlafen – bis halb neun. Dann lecker gefrühstückt: anders als üblich, war’s ein belegtes Brot [zwei Schnitten Mehrkornbrot mit gekochtem Schinken belegt, und als „Unterlage“ keine Margarine, sondern Miracle Whip light und Senf]. Hat gut geschmeckt. Und dazu gab’s natürlich Kaffee – wie könnte es bei mir alter „Kaffeenase“ denn auch anders sein. Im Augenblick trinke ich „HEB Hauskaffee“ [100% Colombian], und der schmeckt mir prima. Und vorher gab’s, wie jeden Morgen, Orangensaft [regt an, bringt Vitamine und ist auch so gut]. Danach habe ich dann – mit dem restlichen Kaffee – etwas Zeit am Computer verbracht. Und natürlich unseren „Zoo“ gefüttert. Das ist ja allmorgendliche Routine. Und dann bin ich zur Straße getigert, um die Sonntagszeitung aufzulesen [hier wird sie ja nicht zum Haus gebracht, sondern an der Einfahrt zum Grundstück einfach hingeworfen], aber da war keine. Bin ich also wieder zurück und fand sie auf unserer Veranda. Buster hatte also mal wieder, wie so häufig, den Zeitungsboten gespielt und sie von der Straße hier zum Haus gebracht – nur ich hatte es nicht gemerkt. Dafür hat er dann, wie immer bei diesen Gelegenheiten, ein dickes Lob und einen leckeren Knochen bekommen. Und man konnte merken, er wusste genau, wofür das war und er war stolz auf sich.

Und dann hat es mich wieder in den Beinen gejuckt und obwohl ich am Samstag schon knapp 40 Meilen geradelt war, habe ich mich wieder auf’s Rad geschwungen und habe weitere 40 Meilen abgestrampelt. Da ich später unterwegs war als am Samstag, war es natürlich heißer und schwüler, aber nicht sehr schlimm [ich denke mal, nicht über 35 Grad und ca. 45%]: also „doable„. Trotzdem, die 40 Meilen waren „nicht ganz ohne“, und ich war froh, als ich wieder hier war. Eine ganz schöne Menge an Flüssigkeit hatte ich nämlich schon verloren. Vor der Tour zeigte die Waage 182,2 lbs [1 lb sind 453 Gramm] und nachher waren es nur noch 175,2 lbs. Und da das fast Alles nur Flüssigkeit ist, die ausgeschwitzt wird, waren es wohl – obwohl ich ca. 2 Liter Wasser unterwegs getrunken habe – ca. 3 Liter, die ich dennoch verloren hatte.

Als ich zurück war, habe ich mich dann trockengelegt, etwas ausgeruht und angefangen, den Flüssigkeitsverlust mit Apfelschorle [die gibt einem auch die Elektrolyte, Spurenelemente und Mineralien, die man ausgeschwitzt hat, gut zurück] wieder auszugleichen. Und dann habe ich noch den Rasen gemäht. Der wächst zwar jetzt bei der Hitze und Trockenheit langsamer, aber einmal pro Woche muss man ihn wohl doch mähen. Das hat – auch mit unseren „lawn tractor“ – immerhin noch geschlagene zwei Stunden gedauert. Aber es ist natürlich überhaupt nicht anstrengend, sofern man, wie ich gestern, das Gras nicht in den Auffangkörben sammelt [die zu leeren ist dann doch etwas anstrengend], sondern es einfach auf dem Rasen liegen lässt. Danach stand dann noch an, einige Blumen und Sträucher mit der Gießkanne zu wässern. Aber auch das ist eine der leichteren Übungen.

Anschließend war dann wirklich Duschen angesagt, und danach bin ich zum Einkaufen gefahren. Hier haben die (großen)  Supermärkte ja auch sonntags geöffnet. Und zurück zuhause gab’s dann Abendessen [Nudeln mit Hühnerbrustgeschnetzeltem], und dazu ein gutes Bier – diesmal ein mexikanisches, Negra Modelo. Hatte ich ja schon mal in Fredericksburg getrunken, und weil es mir das so gut geschmeckt hatte, habe ich es mir wieder aus dem Supermarkt mitgebracht.

Und den Rest des Abends habe ich dann ganz geruhsam mit Lesen und einem guten Merlot verbracht.

Gartenverschönerung

Heute haben wir angefangen, rund ums Haus einen schmalen Streifen mit Geröll und Randsteinen anzulegen, und zwar bis etwas über die „dripline“ [wo der Regen vom Dach heruntertropft, denn Regenrinnen haben wir ja (noch) nicht] hinaus. Wir hatten es schon lange vor, denn bisher sah das Alles andere als schön aus, denn wachsen tut da außer Unkraut nicht viel, und selbst das nicht besonders gut. Und so haben wir letzte Woche Geröll und Randsteine ausgesucht. Die wurden dann gestern geliefert und heute habe ich mal probeweise angefangen, diesen Streifen anzulegen. Und das Ergebnis gefällt uns gut. Hier dann zwei Bilder vom „work in progress“:

Randsteifen

So soll es einmal rund ums Haus aussehen

Randstreifen

Work in Progress

Das Ganze war zwar keine besonders schwere Arbeit – wenn man die Schubkarre nicht zu voll packt – aber, in unserem schwülen Wetter bei über 30 Grad Celsius, doch ganz schön schweißtreibend. Und so konnte ich dann anschließend mein Hemd auswringen. Und auch meine Hose war ziemlich feucht bis nass. Mal sehen, ob sie bis morgen überhaupt trocken wird. Na ja, ich hätte sie ja draußen auf die Wäscheleine hängen können. Aber auch wenn es nicht zu anstrengend war: ich war trotzdem froh, als ich aufhören konnte [Ziel war die Hälfte des Rückseite des Hauses], denn ich hatte heute am Vormittag [bis kurz nach Mittag] schon eine Radtour von etwa 60 Kilometern hinter mir. Ja, auch für Radeln sind die Strecken hier texanisch.

Und jetzt bin ich dabei, die verlorene Flüssigkeit wieder aufzufüllen – jetzt gerade mit MGD [Miller Genuine Draft]. Das ist ein amerikanisches Bier, das mir gut schmeckt. Was Bier angeht, bin ich ja als „Urgermane“ ganz schön verwöhnt und daher wählerisch. Aber MGD [und Shiner Bock] schmeckt mir. Apropos Flüssigkeit auffüllen: beim Radeln und beim Arbeiten in der schwülen Hitze draußen verliere ich mehr Flüssigkeit als ich während der Tätigkeit aufnehmen kann. Und so habe ich wirklich einen Nachholbedarf, wenn ich wieder drinnen bin. Da ich eine Menge Mineralien ausschwitze, trinke ich meistens Apfleschorle, wenn ich wieder hier bin. Die schmeckt gut, löscht prima den Durst und hat die nötigen Mineralien. Und dann gibt’s zusätzlich auch ganz normales Mineralwasser. Hier im südlichen Texas lernt man schnell, dass Trinken im Sommer das A und O ist, und dass man sehr schnell dehydriert.