Wenn …

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… es, wie jetzt, um 1 Uhr nachmittags schon etwas über 33 Grad hat [die hohe Luftfeuchtigkeit eingerechnet, sind das „gefühlte“ 106 Grad] und es im Laufe des Nachmittags noch heißer werden wird – unsere Tageshöchsttemperatur haben wir normalerweise so … Weiterlesen

Das hatten wir auch noch nicht: …

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… ein Feuer im Kamin an einem 2. Mai! Aber nach dem Durchzug der Kaltfront am frühen Vormittag gestern, die dann auch einen Schwall arktischer Kaltluft mitbrachte, ist es am späten Nachmittag so kalt geworden, dass wir am Abend froh … Weiterlesen

Feuerholz

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Auch wenn es nach nur zweieinhalb kälteren Tagen mittlerweile wieder wärmer geworden ist [heute soll das Thermometer immerhin bis auf 24 Grad Celsius klettern und auch die nächsten Tage soll es mild bleiben, mit Tiefsttemperaturen so um die 10 Grad] … Weiterlesen

Noch am vergangenen Wochenende …

Kurzmitteilung

… war es hier unten in südlichen Texas mit 80 Grad Fahrenheit [das sind immerhin etwas über 26 Grad Celsius] (fast) sommerlich warm und wir hatten in der Nacht sogar noch die Klimaanlage im Schlafzimmer laufen, aber nun ist seit 2 Tagen die Kälte eingekehrt und in den vergangenen beiden Nächten sind die Temperaturen bis auf den Gefrierpunkt abgesunken. Aber tagsüber wird es dann – wie heute bei einem wolkenlosen blauen Himmel und strahlendem Sonnenschein – doch wieder (etwas) wärmer. Nun wird es in den nächsten Tagen wohl wieder ein wenig wärmer werden, ehe dann die nächste Welle arktischer Kaltluft von Kanda her bis zu uns herunter schwappen wird.

Holz …

… sägen und spalten war heute mal wieder angesagt, weil wir einen richtiggehenden Temperatursturz [stellenweise um um über 20 Grad in 24 Stunden] hatten und es erheblich kühler – um nicht zu sagen kälter – geworden ist.

Holz

Feuerholz und "Werkzeuge"

Kettensäge und Log-Splitter waren ganz hilfreich, um die dicken Holzklötze/-stämme zu zerkleinern. Mit Mesquiteholz [das haben wir selber] ist es relativ einfach: es lässt sich leicht spalten, insbesonders wenn es auch noch viele Wurmlöcher hat. Aber Eichenholz [das haben wir von Mary’s Cousine Margaret bekommen] tut sich unser kleiner Log-Splitter ganz erheblich schwerer, wenn er es denn überhaupt schafft. Da sieht man doch, dass ich die kleinste/schwächste Ausgabe gekauft habe. Er leistet 5 Tonnen. Aber die großen, mit 17 oder sogar 22 Tonnen Spaltkraft, waren mir nun doch zu teuer. Wir diese starke Leistung nun doch zu selten, um dafür fast $ 2000 auszugeben.

Und hier ist dann das Ergebnis des heutigen Tages:

Holz

Unser Feuerholzstapel auf der Vorderveranda

Jetzt darf es dann, wie im Wetterbericht angekündigt, die nächsten Tage ruhig etwas kälter sein. Es ist übrigens nasskalt [jetzt gerade regnet es, wie schon häufiger heute] , und das ist unangenehmer als eine trockene Kälte. Aber hier brennt ein schönes Feuerchen im Kamin im Wohnzimmer, und das schafft eine richtiggehend gemütliche Atmosphäre.

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Der nächste Winter kommt bestimmt, …

… auch wenn es heute wieder etwas wärmer [25 Grad Celsius] ist als an den vergangenen Tagen: wir haben mal wieder Südwind, und der bringt eben immer etwas wärmere Luft mit sich. Aber es soll ja wieder kälter werden: die nächsten Kaltfronten sind auf dem Anmarsch, und die bringen dann wohl auch wieder einen Schwall arktischer Kaltluft mit sich. Heute ist aber sogar eher etwas frühlingshaft. Doch wie gesagt: der nächste Winter [was man im südlichen Texas so Winter nennt], wird schon kommen. Und so habe ich mich dann ans „Holz machen“ begeben:

firewood

Holz für den Winter ... und was man sonst noch so braucht

Dieser Stapel Holz sollte eigentlich für eine ganze Zeit reichen. Es ist größtenteils Eichenholz, das Cousine Margaret uns überlassen hat, nachdem ihre Bäume „beim Friseur“ gewesen waren. Leider ist das Holz aber für unseren Logsplitter [vorne rechts im Bild] zu hart. Der schafft „nur“ 5 Tonnen Druckkraft, und das ist nicht genug, um die Holzstücke zu spalten. Mit der Kettensäge ginge das zwar, würde aber unheimlich lange dauern und auch die Kette schnell stumpf machen. Also muss ich ich mal im Bekanntenkreis umhören, wer hier einen kräftigeren Logsplitter hat. Hoffentlich finde ich jemanden, denn ich sehne mich nicht gerade danach, das alles von Hand mit Kettensäge und Axt machen zu müssen. Da wäre der Winter schon vorbei, ehe ich genügend Brennmaterial zusammen hätte. Aber hinter diesem Berg Eichenholz liegt auch noch anderes: Mesquiteholz, das bei unserem Freund Mike Saxon beim Schreinern angefallen ist. Und das lässt sich wesentlich leichter zerkleinern, nicht zuletzt weil Mike schon gute Vorarbeit geleistet hat.

Der Stapel Holz hinter der Schubkarre [Wandbretter unserer ehemaligen Scheune] ist übrigens zu gut zum Verbrennen – großenteils jedenfalls. Mal sehen, wofür wir das Holz noch verwenden können.

Und dann gibt’s da noch weiteres Brennmaterial vom Abriss der Scheune her:

wood

Mehr Holz

Das alles ist, wie gesagt, beim Abriss unserer alten Scheune angefallen. Die Bretter und Baken links im Bild werde ich zu Kleinholz zum Verfeuern verarbeiten. Das ist alles so trocken, dass es prima brennt. Und es lässt sich auch leicht zersägen. Die dicken Eisenbahnschwellen und die Pfosten recht im Bild wollen wir aber zum Reparieren der Zäune [wie nötig das wäre, sieht man ein wenig hinter dem Holzstapel] verwenden. Wenn wir denn jemanden finden, der mir dabei hilft. Alleine kann ich das nämlich nicht schaffen. Dazu sind die Schwellen viel zu schwer. Aber Mary – und ich eigentlich auch – möchten die Zäune, die langsam aber sicher verfallen, wieder in ihren alten Zustand versetzen, so wie Mary sie aus ihrer Kindheit kennt. Und dazu könnten wir das Material hier gut gebrauchen. Ist aber ein Riesenprojekt.

Apropos Zäune aus Eisenbahnschwellen: das ist hier in Amerika häufig zu sehen. Mary’s Vater ist übrigens in einem „Tauschgeschäft“ daran gekommen. Als hier [ich glaube, in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts] die Eisenbahn stillgelegt wurde, hat er den Arbeitern erlaubt, auf seinem Grund und Boden zu jagen, und die haben ihm dafür als Gegenleistung die schwellen überlassen.

Auf jeden Fall haben wir zunächst einmal, auch ohne diese Schwellen, genug Holz für diesen und bestimmt auch für den nächsten Winter. Und ich habe bestimmt auch genügend Arbeit.  😉  Mein Rücken hat das übrigens gar nicht so gerne. Der „meldet“ sich dann ständig. Aber da muss ich eben durch.

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Mit dem Bus nach Houston?!

Texas hat mich wieder! Am Freitagnachmittag bin ich dann, nach einem Flug von ca. 10 1/2 Stunden, heil wieder in Houston gelandet.

Zur Reise:

Es hieß ziemlich früh aufstehen, da ich schon für 06:11 Uhr den ICE von Siegburg nach Frankfurt gebucht hatte. Ich will ja immer genügend Reserve haben, damit ich, sollte mal etwas schief gehen, den Flieger nicht verpasse. Und so hatte ich mich dann eben, obwohl der Zug um 07:11 Uhr dicke gereicht hätte, für den früheren entschieden. Gott sei Dank brauchte ich aber dann doch nicht ganz so früh aufzustehen, da Gabi Koch sich dankenswerterweise geopfert hat und sich nicht davon abhalten ließ, mich zum Bahnhof nach Siegburg zu kutschieren. So brauchten wir erst gegen 05:30 abzufahren. Ansonsten – so hatte ich es ursprünglich geplant – hätte ich den ersten Bus [Linie 604] von Hersel um 04:49 Uhr genommen bzw. nehmen müssen, um dann um 05:20 Uhr mit der Straßenbahn [Linie 66] vom Stadthaus zum Bahnhof nach Siegburg zu fahren. Und da hätte ich dann schon kurz nach 03:30 Uhr aufstehen müssen. So, wegen Gabis freundlichem Angebot, war das dann erst eine Stunde später nötig. Immer noch eine unchristliche Zeit, aber was soll’s: da muss man einfach durch.

Also dann: um 04:30 Uhr aufgestanden, rasiert, geduscht, angezogen, und dann runter in die Küche zu Frühstück [Kaffee und zwei süße Brötchen mit Rosinen, belegt mit Salami]. Danach dann schnell die Koffer heruntergetragen und verladen, und los ging’s. Um diese Uhrzeit herrschte noch nicht viel Verkehr, und wir waren in ca. 20 Minuten in Siegburg, sodass ich noch wirklich reichlich Zeit bis zur Abfahrt des Zuges hatte, zumal der auch noch etwa 5 Minuten Verspätung hatte. Zugig und kalt [0 Grad Celsius] war’s auf dem Bahnsteig, und daher bin ich dann noch für ein paar Minuten in die Bahnhofshalle gedackelt. Wesentlich wärmer war’s da zwar auch nicht, aber wenigstens nicht zugig.

Wie schon angekündigt, traf der ICE dann eben ein paar Minuten verspätet ein. Aber das war für mich ja kein Problem. Nach 50 Minuten Fahrzeit trafen wir dann im Fernbahnhof des Frankfurter Flughafens ein und ich bin – ohne zu hetzen – zum Check-in. Da war nicht viel los, und so war ich dann schon vor 07:30 Uhr mein Gepäck los und konnte in aller Ruhe noch einen Kaffee trinken. Danach ging’s dann – vor der Sicherheitskontrolle, denn da hätte ich die Spritze ja wohl nicht durchbekommen – auf die Toilette für meine vor jeder längeren Flugreise üblichen Heparin-Spritze. Auch beim Sicherheitscheck war so gut wie nichts los und ich kam durch ohne warten zu müssen. Und so war ich dann schon um kurz nach 8 Uhr – also weit mehr als zwei Stunden vor dem planmäßigen Abflug [10:25 Uhr] am Gate [Z 17].

Apropos Gate bzw. Frankfurter Flughafen: Da wird ja nun mittlerweile schon seit Jahren umgebaut, und jetzt will man dann das ehemalige Terminal „A“ in „Z“ umbenennen. Angeblich soll das dem Passagier die Suche erleichtern. Warum das so sein soll, ist mir allerdings schleierhaft. Viel wichtiger hätte ich es gefunden, dass man bei dem Umbau auch ausreichend viele und vor allem ausreichend große Toiletten vorgesehen hätte. Die sind – nicht nur im neuen Terminal Z sondern im gesamten Flughafen – viel zu wenig und zu klein. Hat vielleicht Methode, das Ganze, denn mit diesen Räumlichkeiten lässt sich ja – im Gegensatz zu Verkaufsständen – kein Geld machen.  Und ich fände es auch ganz praktisch, wenn es – wie hier in den USA überall üblich – in den Wartebereichen an den Gates Stromanschlüsse für Computer gäbe. Aber nein: so kundenfreundlich ist man hier in Deutschland ja nicht.

Am Gate habe ich dann viel gelesen, und bin außerdem noch etwas herumspaziert, weil ich mir ja gerne noch die Füße vertreten wollte, vor dem langen Flug, bei dem man ja doch ziemlich an seinem Sitz festgenagelt ist. Und als ich dann einmal aus dem Fenster sah, dockte gerade ein Flugzeug am Flugsteig an, das mir aber doch für den Flug über den großen Teich etwas sehr klein vorkam. Es war auch nur ein zweistrahliger Airbus, und das erschien mir doch etwas seltsam, weil Lufthansa die Atlantikstrecke ja immer mit vierstrahligen Maschinen fliegt. [Und das ist nicht zuletzt einer der Gründe, weswegen ich Lufthansa fliege und nicht eine amerikanische Airline: es ist für mich ein Sicherheitsaspekt, denn wenn bei einem zweistrahligen Flugzeug ein Triebwerk ausfällt, sind sofort 50% der Antriebsleistung weg, bei einem vierstrahligen aber nur 25%. Und außerdem: sollte auch noch ein weiteres Triebwerk ausfallen, so wird das zweistrahlige Flugzeug zum Segelflieger – und da ist die Reichweite gar nicht sehr groß – während eine vierstrahlige Maschine auch dann noch ohne Weiteres ihren Flug fortsetzen kann.] Wie dem auch sei: ich konnte mir nicht vorstellen, dass das unser Flieger sein sollte. Und er war’s auch nicht. Es kam die Ankündigung, dass das Flugzeug für den Flug nach Houston auf dem Vorfeld stünde [kommt in Frankfurt schon mal häufiger vor] und wir mit dem Bus dorthin gebracht werden würden, während eine andere Durchsage Passagiere für einen Flug nach München zu unserem Gate bat. Und als wir dann die Treppen herunter gegangen waren und vor dem Bus standen, hatte der als Fahrtziel doch tatsächlich „Houston“ draufstehen! Da wollte ich eigentlich mal fragen, wie lange denn das dauern würde, und welche Strecke sie denn da fahren würden!  😉  Na ja, klar, der Bus brachte uns – über das halbe Vorfeld übrigens – zum Flugzeug: einem Jumbo [Boeing 747], wie üblich auf dieser Strecke.

Mit diesem etwas umständlicheren Boarding dauerte es ein wenig länger, bis der Flieger abflugbereit war. Und dann wurden wir wieder über etwa 3/4 des Flughafens zur Startbahn West kutschiert, wo wir noch eine ganze Zeit warten mussten, da – wie uns der Pilot bzw. Copilot sagte – wegen des Nebels die Abstände beim Start etwas größer sein mussten. Und so kamen wir nur mit etwa 40 Minuten Verspätung in Frankfurt weg. Diese Verspätung haben wir auch nicht wieder aufgeholt, was unter anderem daran lag, dass wir über Grönland einen ziemlichen Gegenwind hatten und die Piloten auch später, über dem amerikanischen Festland, wegen Turbulenzen die Geschwindigkeit etwas gedrosselt haben.

Apropos „über Grönland“: es ist nach meiner Erfahrung ausgesprochen selten und ungewöhnlich, dass der Flug von Frankfurt nach Houston so weit nördlich geht. Wir sind zunächst einmal noch östlich von England über die Nordsee nach Norden geflogen, an der Nordspitze von Schottland vorbei, und dann über Island und Grönland [und zwar noch nicht einmal die Südspitze, sondern deutlich weiter nördlich über das Landesinnere] Richtung Kanada. Dort sind wir über die James Bay hereingekommen, und dann ging es fast direkt nach Süden Richtung Houston.

An Bord war alles prima – bis auf den Platz natürlich. Da hat man in der „Holzklasse“ nun einmal nicht viel. Und in meiner Reihe, mit der Wand der Bordküche im Rücken, konnte ich leider auch meine Sitzlehne nicht nach hinten neigen. Der Flug war übrigens sehr angenehm ruhig, bis auf ein paar etwas heftigere Turbulenzen in den letzten 3 Stunden, über den USA. Das Essen [ich hatte Hühnchen mit Kartoffelpürree und Broccoli und später vegetarische Tortellini als zweite warme Mahlzeit] war schmackhaft und – im Gegensatz zum Hinflug – auch richtig heiß und nicht nur lauwarm. Das Unterhaltungsprogramm habe ich nur ganz wenig verfolgt, sondern ich habe viel gelesen und auch etwas geschlafen.

In Houston kamen wir dann, wie schon gesagt, mit etwa 30 Minuten Verspätung an, statt, wie geplant, um 14:20 Uhr Ortszeit. Die Einreiseformalitäten gingen ungewohnt schnell für mich: Pass, Zollerklärung und Green Card vorgelegt, Frage, wie lange ich außerhalb der USA gewesen sei, beantwortet, Fingerabdrücke nur der rechten Hand [außer Daumen] abgegeben, und dann gab’s schon die Stempel und ein „Welcome back“ – und das war’s. [Was etwas aufgehalten hat, war eine Familie vor mir, für die die Abfertigung etwa 10  Minuten dauerte – mit ganz viel „Formularkrieg“. Sogar nachdem die abgefertigt waren, musst der Einreisebeamte noch Formulare ausfüllen und abstempeln.] Und auch meine Reisetasche kam, kurz nachdem ich am Förderband angekommen war. Wie eigentlich (fast) immer, brauchte ich auch nur die Zollerklärung abzugeben und nicht meine Koffer zu öffnen. Und um etwa 15:15 Uhr war ich draußen, wo Mary natürlich schon auf mich wartete.

In der Ankunftshalle [Terminal D, International Arrivals] habe ich mir dann bei Starbucks noch einen Kaffee geholt, und dann ging’s auf die Fahrt nach Hause. Unterwegs haben wir dann zuerst noch getankt, da wir eine Tankstelle gefunden haben, wo Normalbenzin nur $ 3,039 [für uns, mit unserer Chevron-Karte sogar nur $ 2,939] kostete, dann haben wir noch, weil wir beide Hunger hatten, etwas später bei Subways je ein Subway-Sandwich gegessen, und so gegen 20:30 Uhr waren wir wohlbehalten wieder hier zuhause in Karnes City, und ich wurde freudig von Sally begrüßt.

Schnell habe ich mich übrigens wieder eingewöhnt. Was mir natürlich, nachdem es in Deutschland in der letzten Woche immer unter 10 Grad gewesen waren, war die Temperatur hier: Houston hatte 25 Grad, als wir ankamen. Jetzt – seit der vergangenen Nacht – ist es übrigens deutlich kälter geworden: mit einem kräftigen und kalten Nordwind sind es nur noch (gefühlte) 8 Grad, und in der Nacht soll es sogar leichten Frost geben. Und so haben wir ein schönes Feuer im Kamin – und das tut gut.

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Nix Schnee

Oder jedenfalls kaum Schnee. Entgegen den Wettervorhersagen, die uns zwischen 1 und 3 Zoll [= zwoschen 2,5 und 7,5 cm] Schnee für diese Nacht vorhergesagt hatten, sah es heute Morgen im Garten kaum weiß aus: nur etwas „Puderzucker“. Schade drum, denn etwas mehr wäre doch schön gewesen. Es hätten ja nicht gleich Chicagoer Zustände sein müssen. Aber wenigstens haben wir klares Wetter mit strahlendem Sonnenschein, wenn auch der kalte Nordwind noch anhält. Aber der soll im Laufe der nächsten 24 bis 36 Stunden langsam über West auf Süd drehen und damit wärmere Luft vom Golf von Mexiko her hierhin blase. Heute schon soll es am Nachmittag über den Gefrierpunkt gehen. Und wenn auch die nächsten Nächte noch kalt [unter dem Gefrierpunkt] blieben werden, so werden wir doch Tage mit um die 15 Grad Celsius haben.

Wetterkapriolen

Gerade in den Nachrichten gesehen/gehört: in dieser Nacht wird es mit 7 Grad Fahrenheit [= – 14 Grad Celsius]  in El Paso hier in Texas kälter sein als in Alaska!

Es ist wirklich so kalt geworden, …

… wie die Wetterfrösche vorhergesagt haben. Am Dienstag, in den frühen Morgenstunden, ist die Kaltfront durchgegangen und danach sind die Temperaturen dann ständig gefallen und haben in der vergangenen Nacht mit etwa -15 Grad [Windchill eingerechnet] Celsius ihren Tiefstpunkt  – hoffentlich – erreicht.  Ein ganz schöner Temperatursturz: innerhalb von ca. 36 Stunden sind die Temperaturen um etwa 40 Grad gefallen! Und auch tagsüber geht es – und das soll sich erst morgen Nachmittag [mit +2 Grad Celsius] ändern – nicht über den Gefrierpunkt hinaus. Und dabei bläst ständig ein ziemlich kräftiger Nordwind. Der ist es, der das Ganz so wirklich kalt macht. Heute am Spätnachmittag – und dann auch in der Nacht – soll es übrigesn schneien. Lassen wir uns mal überraschen.

Wir können natürlich, wenn ich da an andere Regionen und vor Allem an Chicago denke, noch froh sein. Denn was die da zur Zeit erleben ist ja wirklich kaum vorstellbar. Wenn das hier auch nur annähernd so wäre, dann hätten wir eine echte Katastrophe, denn schon jetzt – nur mit diesem Frost – sind die Elektrizitätsversorger in San Antonio überfordert. Wegen „gefrorener“ Leitungen [Wie kann, so frage ich mich, Draht frieren??] gab es da Black-Outs von z.T. mehreren Stunden, teils wegen absichtlicher Abschaltungen, teils weil das Stromnetz [power grid] zusammengebrochen war.

Wir hier in Karnes City haben bisher – und hoffentlich bleibt das so – Glück gehabt. Strom war immer da. Nur beim Wasser müssen wir aufpassen. Ich habe – so gut es ging – die Wasserhähne draußen abgedeckt und hoffe, dass es reicht. Den einzigen nicht abgedeckten Hahn haben wir ein ganz klein wenig geöffnet, und das hat gereicht, um ihn nicht einfrieren zu lassen. Und in der vergangenen Nacht haben wir vorsichtshalber auch alle Wasserhähne im Haus auf „leichtes Tröpfeln“ gestellt. Die Leitungen verlaufen nämlich unisoliert unter dem Haus im sogenannten „crawl space“. Das ist der Raum unter dem Fußboden, durch den man gerade so eben noch kriechen kann, auf dem Bauch, wie Winnetou, wenn er sich anschleicht.

Das Ganze [nicht frostgeschützte Wasserleitungen, Stromzufuhr oberirdisch etc.] ist – meine texanischen Freunde mögen mir verzeihen – für mich etwas (sehr) primitiv. Für mich in einem doch hochzivilisierten und hochtechnisierten Land einfach schwer vorstellbar.

Unsere Haustiere gehen übrigens ganz unterschiedlich damit um: Sally ist fast immer drinnen, aber Buster – mit seinem dicken Fell – fühlt sich selbst bei diesem kalten und schneidenden Wind draußen nicht unwohl und will manchmal gar nicht reinkommen. Nur des nachts lässt er sich schon mal überreden. Unsere Katzen sind nachts fast alle drinnen, und die meisten auch zum größten Teil tagsüber. Nur Zsa Zsa und Pepper bleiben draußen. Pepper ist noch viel zu scheu um reinzukommen [er haut ja immer noch ab, wenn wir ihm näher als auf einen Meter kommen], und Zsa Zsa fühlt sich drinnen nicht wohl. Ab und zu kommt sie mal rein, aber nach ein paar Minuten miaut sie dann schon wieder in der Nähe der Tür und will raus. Wir können uns nur vorstellen, dass sie irgendwo in der Garage [da haben wir eine dicke Decke ausgebreitet] oder im Schuppen [da gibt’s auch wärmende Unterlagen] Plätze gefunden haben, die sie ausreichend schützen. Raus aus dem Wind sind sie da ja allemal. Wir denken mal, wenn es wirklich hart auf hart ginge für sie, dann würden sie schon ins Haus kommen.