Frühjahrsputz im Garten

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Gestern war, des schönen Wetters wegen, Bäume beschneiden und „Unkraut“ beseitigen mit … der Kettensäge. Apropos Kettensäge: beim Bäume“ beschneiden“ waren es z.T. schon recht dicke [manche oberarmstark] überhängende Äste, und mit „Unkraut“ meine ich hier Retamas, auch „Jerusalem Thorn“ … Weiterlesen

Gartenarbeit …

… in der prallen Sonne, wenn es im Schatten schon 95 Grad Fahrenheit [= 35 Grad Celsius] hat, ist ganz schön schweißtreibend, muss aber sein. Soi habe ich dann heute mal wieder den Rasen gemäht. Das ist im Augenblick zwei Mal die Woche nötig, aber wohl nicht mehr lange, denn bei der jetzigen Hitze und Trockenheit wird unser Bernudagras wohl bald in den „Sommerschlaf“ verfallen. Einige Stellen im Rasen werden schon dünn, und manche auch etwas braun. Rasenmähen ist eigentlich ja gar nicht so anstrengend, denn ich sitze ja auf dem Mäher und „düse“ herum, und da kühlt auch der Fahrtwind. Und trotzdem: schon alleine dabei bricht der Schweiß aus.

Danach kam dann der anstrengendere Teil, mit dem „weedeater“ die Stellen mähen, die der Rasenmäher nicht packt.

Und ganz besonders anstrengend war es vor zwei Tagen, die restlichen Kartoffeln auszumachen. Das ausgraben wäre an sich ja schon anstrengend genug gewesen, aber das bis zu mannshohe Unkraut, das darüber gewachsen war, zu beseitigen, das war mehr als anstrengend. Aber der Lohn waren fast 3 Eimer voll prächtiger Kartoffeln: lecker!

Und auch das Schotterbett rund ums Haus anzulegen war sehr anstrengend. Aber das ist jetzt fertig und es hat sich gelohnt – sieht wirklich gut aus.

Gartenverschönerung

Heute haben wir angefangen, rund ums Haus einen schmalen Streifen mit Geröll und Randsteinen anzulegen, und zwar bis etwas über die „dripline“ [wo der Regen vom Dach heruntertropft, denn Regenrinnen haben wir ja (noch) nicht] hinaus. Wir hatten es schon lange vor, denn bisher sah das Alles andere als schön aus, denn wachsen tut da außer Unkraut nicht viel, und selbst das nicht besonders gut. Und so haben wir letzte Woche Geröll und Randsteine ausgesucht. Die wurden dann gestern geliefert und heute habe ich mal probeweise angefangen, diesen Streifen anzulegen. Und das Ergebnis gefällt uns gut. Hier dann zwei Bilder vom „work in progress“:

Randsteifen

So soll es einmal rund ums Haus aussehen

Randstreifen

Work in Progress

Das Ganze war zwar keine besonders schwere Arbeit – wenn man die Schubkarre nicht zu voll packt – aber, in unserem schwülen Wetter bei über 30 Grad Celsius, doch ganz schön schweißtreibend. Und so konnte ich dann anschließend mein Hemd auswringen. Und auch meine Hose war ziemlich feucht bis nass. Mal sehen, ob sie bis morgen überhaupt trocken wird. Na ja, ich hätte sie ja draußen auf die Wäscheleine hängen können. Aber auch wenn es nicht zu anstrengend war: ich war trotzdem froh, als ich aufhören konnte [Ziel war die Hälfte des Rückseite des Hauses], denn ich hatte heute am Vormittag [bis kurz nach Mittag] schon eine Radtour von etwa 60 Kilometern hinter mir. Ja, auch für Radeln sind die Strecken hier texanisch.

Und jetzt bin ich dabei, die verlorene Flüssigkeit wieder aufzufüllen – jetzt gerade mit MGD [Miller Genuine Draft]. Das ist ein amerikanisches Bier, das mir gut schmeckt. Was Bier angeht, bin ich ja als „Urgermane“ ganz schön verwöhnt und daher wählerisch. Aber MGD [und Shiner Bock] schmeckt mir. Apropos Flüssigkeit auffüllen: beim Radeln und beim Arbeiten in der schwülen Hitze draußen verliere ich mehr Flüssigkeit als ich während der Tätigkeit aufnehmen kann. Und so habe ich wirklich einen Nachholbedarf, wenn ich wieder drinnen bin. Da ich eine Menge Mineralien ausschwitze, trinke ich meistens Apfleschorle, wenn ich wieder hier bin. Die schmeckt gut, löscht prima den Durst und hat die nötigen Mineralien. Und dann gibt’s zusätzlich auch ganz normales Mineralwasser. Hier im südlichen Texas lernt man schnell, dass Trinken im Sommer das A und O ist, und dass man sehr schnell dehydriert.

chemische Keule

Vorgestern habe ich mal wieder die „chemische Keule“ eingesetzt und all das Unkraut im Garten – es überwuchert hier das Bisschen, was vom Rasen nach dem extrem trockenen Sommer des vergangenen Jahres noch übrig ist – besprüht. Es geht einfach nicht anders: jäten ist bei der Menge des Unkrauts so gut wie unmöglich, und für organische Unkrautvernichter habe ich die Zeit verpasst. Da muss man vor dem Auftreten dran sein, und nicht, wenn man das Unkraut schon wachsen sieht. Das Zeug, das ich gesprüht habe [ein sogenannter „broadleaf killer„], greift übrigens nur Unkraut an, nicht den Rasen. Und es zeigt schon Wirkung. Jetzt hoffe ich, dass ich nicht mehr großflächig sprühen muss, sondern nur noch da, wo Neues wächst bzw. wo ich nicht alles erwischt habe. Und dass ich jetzt auch „pre-emergence“ Unkrautvernichter einsetzen kann, eben für das, was da noch in der Erde ist und bisher nicht zu wachsen angefangen hat. Da kann ich dann nämlich auf Organisches zurückgreifen.

Und dann kommt das große Problem: eigentlich müsste ich wohl den gesamten Rasen killen und neu einsäen. Einerseits waren immer schon große „Löcher“ drin, weil kurz nach dem Einsäen vor zwei Jahren ein kräftiger Regen an einigen Stellen die Saat einfach weggespült hat, und andererseits hat der Rasen durch die extreme Dürre des vergangenen Sommers dann fast überall so gelitten hat, dass jetzt reines Nachsäen wohl nicht mehr hilft. Und außerdem hat eine Art Gras überlebt – woher die ursprünglich kommt, wissen wir nicht – die wir nicht haben wollen. Diese Art wächst sozusagen in „Knubbeln“, was den Boden sehr uneben macht und eben auch neben diesen „Knubbeln“ nackte Erde zum Vorschein kommen lässt. Und darüber hinaus stirbt dieses Gras mehrmals im Jahr ab, was dann hässliche vertrocknete Büschel hinterlässt. Dass diese Büschel dann wieder nachwachsen, hilft da nicht besonders viel: es sieht eben sehr häufig unansehnlich aus. Noch kann ich mich allerdings nicht richtig dazu durchringen, mit einem Unkrautvernichter dranzugehen, der auch den bestehenden Rasen vernichtet, denn wenn ich das einmal getan habe, muss ich ja neu einsäen. Und was das bei insgesamt 1500 Quadratmetern für eine Arbeit ist, weiß ich ja vom letzten Mal nur sehr gut. Es ist nicht das Einsäen selber – das geht schnell – sondern die Vorbereitung: zuerst mehrmals mit der Bodenfräse durchgegen und auflockern, dann alles Unkraut und alle Steine herausharkenund aufsammeln  und schließlich, und das ist ganz schön schwer, alles plan harken. Na ja, noch habe ich ja etwas Zeit, mich zu entscheiden.