Waldbrände (in den Rocky Mountains)

Kurzmitteilung

Es ist wirklich schrecklich anzusehen, was sich derzeit in den Rocky Mountains – und auch anderswo in den USA abspielt: all die entsetzlich wütenden Waldbrände, deren Rauchschwaden sich über fast die halbe USA und bis nach Kanada hinein ziehen.

Das ganze Ausmaß zeigt sich auf dieser Karte hier: WunderMap

Weitere Vorbereitungen …

… zum „Fracking“ sind im Gange. Was genau mit diesem (Bohr)gerüst angefangen werden soll, weiß ich nicht:, denn das eigentliche Bohren ist vorbei.

turm

Noch ein (Bohr)Turm?

Ich spekuliere einmal aufgrund späterer Beobachtungen: es könnte sein, dass sie das Bohrloch gespült haben, denn es wurden Rohre hineingesenkt und wieder herausgezogen, und die Rohre waren mit einem flexiblen dicken Schlauch an irgendwelche Tanks angeschlossen. Oder man hat das Bohrloch nun endglültig mit Beton ausgekleidet. Wie gesagt, ich weiß es nicht und kann nur vermuten.

Und so geht es mit diesem Turm weiter:

turm

Rohre werden angeschlossen

Man sieht ganz deutlich, dass weitere Rohre angeschlossen werden.

Kräne

Schwere Kräne bei der Arbeit

Und dann geht es mit schweren Kränen weiter, das „Fracking“ ist im Gange, …

fracking

Das "Fracking" ist im Gange

… und auf der Bohrstelle geht es so richtig rund …

fracking

Es ist viel los auf der Bohrstelle

… während im Hintergrund, auf einer anderen Bohrstelle, die schon produziert, überschüssiges Gas abgefackelt wird.

Was übrigens stimmt, und man hatte es uns ja schon vorher gesagt. das „Fracking“ ist deutlich lauter als das Bohren. Trotzdem ist es nicht zu unangenehm, denn es ist auch ein ständiges monotones Rauschen im Hintergrund. Was uns mehr stört, ist der starke LKW-Verkehr da. Es müssen jetzt ja ständig die benötigten Materialien [Sand, Chemikalien und jede Menge Wasser] angekarrt werden.  Und anschjließend muss dieses Gemisch ja auch wieder abgefahren werden, weil es nicht im Bohrloch verbleiben kann und natürlich auch nicht so einfach „in der Prärie“ entsorgt werden kann – obwohl das auch immer mal wieder vorkommt, denn sowohl Umweltschutz als auch  Kontrollen werden hier ziemlich lax gehandthabt.

Apropos Wasser: eine einzige Bohrung [und gegenüber gibt’s davon ja zwei] braucht zwischen 800.000 und 1.000.000 Gallonen. Das sind zwischen 3 und 3,8 Millionen Liter. Und die kommen hier gegenüber alle per Tankwagen. Das sind alleine dafür ca. 250 LKWs – und das nur, um das Wasser zu bringen. Wie gesagt, es kommen ja auch Sand und Chemikalien, und das Ganze muss dann auch wieder abgefahren werden. Inwieweit dieser ganze Ölboom das ohnehin knappe Grundwasser – Süd- und Westtexas ist ja nun einmal aride und wir haben zu allem Überfluss ja immer noch eine Dürreperiode – noch rarer macht, darüber gehen die Meinungen auseinander. Die Ölindustrie behauptet natürlich, sie würden andere Grundwasserschichten anzapfen als die, die die örtlichen Wasserversorgungsunternehmen nutzen, aber letzte Woche gab’s einen Bericht hier im Fernsehen, dass unser Nachbarort Falls City das Wasser rationieren musste, weil deren Brunnen nicht mehr genug liefern. Und das wurde auf übermäßige Wasserentnahme durch die Bohrunternehmen geschoben.

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Dry Season: The Texas Drought of 2011 – Collective Vision | Photoblog for the Austin American-Statesman

Dry Season: The Texas Drought of 2011 – Collective Vision | Photoblog for the Austin American-Statesman.

Dry Season: The Texas Drought of 2011

Wir hatten zwar in den letzten Tagen etwas Regen [seit Anfang Dezember 107 Liter/Quadratmeter], aber der wiegt die Auswirkungen der extremen Trockenkeit der vergangenen Monate bei Weitem nicht auf. Die Bilder im o.a. Photo-Essay aus dem Austin-American Statesman zeigen das ganze Ausmaß der Dürre in erschreckender Deutlichkeit.

Bald wird gebohrt, …

… und zwar direkt gegenüber unserem Grundstück:

drilling pad

Das "Drilling Pad" wird präpariert

Vor knapp 14 Tagen wurde das angefangen, und tatsächlich genau gegenüber unserer Einfahrt. Mal sehen, was daraus wird: auf jeden Fall eine Menge Lärm, zuerst beim Bohren und dann – noch mehr – beim sogenannten „Fracking„. Wir sind hier – natürlich – geteilter Meinung über den Ölboom in der Gegend. Auf der einen Seite ist der wirtschaftliche Nutzen – und wir hoffen ja, auch ein wenig davon zu profitieren – enorm, ganz besonders für eine so strukturschwache Region wie die unsere: neue Motels, z.B., schießen nur so aus dem Boden Aber auf der anderen Seite sind da natürlich all die negativen Begleiterscheinungen, angefangen vom verstärkten Verkehr mit den dicken Lastern, der die Nebenstraßen so schnell ruiniert, dass man mit dem Reparieren kaum nachkommt, über die Tatsache, dass die Preise für Wohnraum so angestiegen sind, dass manche Familien auf der Straße sitzen, weil ihre Wohnungen gekündigt werden, damit man sie an Ölarbeiter zu wesentlich höheren Preisen wieder vermieten kann, bis hin zu den unverkennbaren Umweltgefahren durch das „Fracking„. Hoffen wir also mal, dass Alles gut geht, und dass Murphy’s Law [„What can go wrong, will go wrong.“] hier nicht zutrifft. Ich werde jedenfalls hier weiter berichten, auch mit neuen Bildern.

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Tora! Tora! Tora!

Jedenfalls klingt es draußen so. Wie die Geräuschkulisse in einem der Filme über den Zweiten Weltkrieg im Pazifik. Na ja, es sind wohl nicht die japanischen Kamikazes, sondern Einheimische. Hier gibt es wohl zwei Flugenthusiasten – oder es sind Flugschüler [ich muss es einmal eruieren] – die sich fast jeden Tag im Luftraum über Karnes County Scheingefechte liefern. So richtige „dog-fights„. Und ich glaube, mit restaurierten Originalmaschinen. Aber auch das muss ich noch einmal genauer rauskriegen. Die Jungs sind jedenfalls mehrere Stunden pro Tag unterwegs und heizen durch den Himmel, was da Zeug hält. Nur das „rat-tat-tat“ der MGs und die Detonation von Bomben bleiben Gott-sei-Dank aus. Ich frage mich immer, wozu das Ganze gut ist. Eigentlich kann ich mir kaum vorstellen, dass hier – so weit ab von Militärbasen – wirklich auf Propellermaschinen geübt wird. Und wenn es wirklich – wie ich andeutungsweise gehört habe – private Enthusiasten sind, dann müssen sie jede Menge Geld haben, um so die Umwelt mit ihren Abgasen versauen zu können, denn diese Maschinen verblasen den Sprit ja nun wirklich in rauhen Mengen.