There’s Football, and there’s Life. But Mainly There’s Football.

Kurzmitteilung

Normalerweise reblogge ich ja so gut wie gar nicht, aber heute ist mir ein lustiges Posting über American Football vor die Augen gekommen, dass ich unbedingt auch auf meinen Blogs Anderen zur Kenntnis bringen wollte. Ich musste aber feststellen, dass man nur einmal rebloggen kann. Daher also hier nur der Verweis auf mein Blog in English, denn da, weil der Beitrag nun einmal in  Englisch war, habe ich es aufgenommen. Der Eintrag in meinem Blog findet sich hier: There’s Football, and There’s Life. But Mainly There’s Football.

 

 

Fußball in Deutschland – Football in Amerika

Kurzmitteilung

Ziwschen American Football und Fußball in Deutschland gibt es einen ganz bedeutsamen Unterschied, den ich noch nirgendwo erwähnt gefunden habe: das Verhalten der Zuschauer/Fans. Hier in den USA sind die Fans zumindest ebenso enthusiastisch wie in Deutschland, wenn nicht noch (wesentlich) enthusiastischer, wenn ich all das Anfeuern, das „Tailgating“ etc. denke. Aber der ganz wesentliche, entscheidende und absolut wohltuende Unterschied liegt im vollkommen friedfertigen Verhalten der Fans, sowohl gegenüber den Gästen als auch der Heimmannschaft. Pfeifen zum Ausdruck des Missfallens z.B. ist absolut unbekannt. Ein „Buh“ gegenüber den Gästen kommt schon einmal vor, ist aber die seltene Ausnahme. Gewalt irgendwelcher Art, so häufig leider in und von Hooligans auch außerhalb der deutschen Fußballstadien, ist hier – in einer Gesellschaft, die doch, wie man gemeinhin aber fälschlicherweise annimmt, von Gewalt geprägt ist – gänzlich undenkbar. Etwas wie der „Fall Pezzoni“ in Köln, wo ein – zugegebenermaßen wohl etwas unter seinen Möglichkeiten spielender Fußballer – von den sogenannten „Fans“ mit dem Leben bedroht worden ist und deswegen letztendlich um Auflösung seines Vertrages nachsuchen musste, ist hier abslout ausgeschlossen. Ebenso, übrigens, wie betrunkenen Fans oder Feuerwerkskörper im Stadion.

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UT Longhorns 37 – Wisconsin Cowboys 17

Galerie

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Ein American-Football-Spiel im College Football hatte ich mir ja immer schon einmal live ansehen wollen, um die Atmosphäre in einem solchen (riesigen) Stadion kennenzulernen. Schon hier in Karnes City, bei den Spielen der High-School-Mannschaft, ist ja Einiges los, aber das … Weiterlesen

Fernsehen und Werbung

Im Hintergrund – während ich das hier tippe – läuft der Fernseher mit American Football. Nicht dass mich Football an sich  besonders interessiert [ich kann dem Spiel nicht so richtig etwas abgewinnen], aber ich verfolge dieses Spiel, weil hier die „Aggies„, das Team der Texas A&M Universität und unsere Erzrivalen, denn hier im Hause sind wir für die Longhorns [das Team der Universität von Texas in Austin, wo Mary studiert hat], gegen Nebraska spielen. Und da hoffe ich natürlich, dass Nebraska gewinnt. Aber das nur am Rande, denn eigentlich wollte ich ja etwas zum Thema Fernsehen und Werbung sagen.

Also dann:

Was mich hier sehr stört: man kommt absolut nicht dazu, etwas während der Fernsehsendung(en) zu lesen, denn die Werbung wird immer wieder mit Programm unterbrochen – wenn ich das mal so sarkastisch sagen darf. Es ist wirklich erstaunlich: Alles und jedes, seien es Spielfilme, seien es Nachrichten, sei es Sport, wird in kurzen Abständen durch Werbespots unterbrochen. [Es grenzt schon an ein Wunder, dass wenigstens der Präsident der Vereinigten Staaten seine Reden an die Nation halten kann, ohne dass man ihn für Werbespots unterbricht.]  Und die Möglichkeit für Werbeeinblendungen sind es auch, warum – so habe ich einmal gelesen – Fußball [und hiermit meine ich unsere europäische Spielart, die hierzulande „soccer“ heißt] für die Fernsehanstalten weniger interessant ist: da gibt es im Spiel zu wenige Unterbrechungen, die sich für Werbespots nutzen lassen. Aber für meine, an deutschen Verhältnisse orientierten Sehgewohnheiten, ist das sehr sehr lästig.

Was die Themen der Werbung angeht: da gibt es m.E. weniger Vielfalt als in Deutschland. Den Hauptanteil der Werbeeinblöendungen [da habe ich einen ganz interessanten Tippfehler gemacht, denn „Werbeeinblödungen“ wäre bestimmt nicht falsch] machen die Kategorien Auto, Medikamente sowie Rechtsanwaltskanzleien aus. Und bei Letzerem sind es die „trial“ bzw. „litigation lawyers„, d.h. diejenigen, die sich mit Schadensersatzprozessen beschäftigen, denn da ist für sie das meiste Geld zu verdienen. Sie bekommen schließlich bis zu 60% der Summe, die dem Kläger im Gewinnfall zugesprochen wird – und im hiesigen juristischen System, in den eine Laienjury die Entschädigungssumme [die dann manchmal jedem gesunden Menschenverstand widerspricht] festlegt, kann es sich da um ganz erhebliche Summen [durchaus 6- bis 7-stellig] handeln.

Und was mir auch noch aufgefallen ist: die Werbung ist hier viel persönlicher – will heißen, auf die Person des jeweils Werbenden zugeschnitten – als in Deutschland. Bei der Autowerbung [es sein denn, es wird eine bestimmte Marke beworben] und bei der Werbung der Rechtsanwälte treten die jeweiligen Besitzer selbst vor der Kamera auf – und bei den Autohändlern manchmal sogar mit Familie, von Frau über Tochter bis zum Enkelkind. Ob das immer gut ist, wage ich zu bezweifeln, denn manche dieser Autohändler wirken so ölig, dass ich da schon allein aus persönlicher Abneigung kein Auto kaufen würde. Ich fühle mich da immer an einen Rosstäuscher bzw. orientalischen Teppichhändler erinnert.

Fazit: es gibt nur ganz wenige Sender bzw. Programme, die nicht ständig – und das heißt in Abständen von weniger als 10 Minuten – für Werbung unterbrochen werden.

High School Football

Wie ich schon in einem vorherigen Posting gesagt habe, High School Football hat hier eine ganz enorme soziale Komponente: man identifiziert sich mit seinem lokalen Team – absolut. Und es ist nicht nur das aktuelle sportliche Geschehen, es sind auch all die damit verbundenen Aktivitäten, angefangen von den Eltern, die den „concession  stand“ [ein Stand, an dem Essen und Trinken verkauft wird] organisieren und betreuen, über die „cheerleaders“ [und deren „training camps„] in den Sommerferien [die Teilnehmergebühren bezahlen selbstverständlich die Eltern; die „sponsors„, d.h. die dafür zuständigen Lehrer, finanzieren ihre Teilnahme ebenso selbstverständlich aus eigener Tasche] bis hin zu den „marching bands„. Und zu Letzteren habe ich hier einen interessanten Artikel gefunden. Die Footballsaison hat mittlerweile wieder begonnen, und so sind jeden Freitagabend [das ist der traditionelle Abend für High School Football] ca. 140.000 Schüler und Schülerinnen von ca. 850 High Schools unterwegs zu den diversen Spielen. Und die werden übrigens auch – in Ausschnitten – im Fernsehen übertragen.

Apropos „Football Tage“: freitags abends ist High School Football, samstags nachmittags und abends ist College Football, und sonntags ist Pro-Football.

(High School) Football …

… ist immer ein besonderes Ereignis. Nicht nur, dass Football eine uramerikanische Sportart ist, die m.E. auch etwas das amerikanische Wesen und Selbstverständnis verkörpert – Football ist auch und ganz besonders ein gesellschaftliches Ereignis und Phänomen. Es gehört hier einfach zum guten Ton, bei den Spielen der örtlichen High School zu erscheinen und ganz begeistert mitzugehen und das eigene Team anzufeuern.

Und wo waren wir am vergangenen Freitagabend dann hier auf dem Sportplatz der High School und haben den Karnes City Badgers zugesehen und sie angefeuert.

[Apropos (eigenes) Team: es stößt hier auf absolutes Unverständnis, dass man das gegnerische Team – und erst Recht einen eigenen Spieler – ausbuhen oder auspfeifen könnte, wie das bei uns im Fußball ja allgegenwärtig ist. Das wird hier als äußerst unsportlich angesehen!]

Und mit all dem Brimborium und Drum-und-Dran ist es schon ein Spektakel, sogar in einem kleinen Nest wie Karnes City [knapp 3600 Einwohner]. Für uns in Deutschland ist es nur schwer verständlich, dass hier soviel Energie und auch Geld und persönlicher Einsatz (von Eltern) aufgewendet wird. Es fängt schon damit an, dass etwa 2 Wochen vor Schulbeginn das Training der Football-Mannschaften der Schulen anfängt. Und es setzt sich fort, ween am Nachmittag, nach Schulschluss, die Football-Teams noch trainieren. Ein Nachteil allerdings ist, dass soviel Geld in die Footballmannschaften fließt [es gibt ja gleich mehrere „Coaches“ pro Team, die alle von der Schule angestellt sind, und es gibt Teams von der 7. Klasse an], dass darüber die Finanzierung der wissenschaftlichen Fächer leidet. Zugegeben, die Coaches unterrichten auch zuätzlich andere Fächer, aber ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass das mehr eine Alibifunktion ist und dass die Coaches weniger nach ihrem akademischen Können als nach ihrem sportlichen „Wert“ ausgewählt werden. Und es gibt auch längst nicht genug allgemeinen Sportunterricht. Dazu kommt, dass im Football auch die Dicken [in der Verteidigung] durchaus gebraucht werden. Das mag ja einerseits dem Selbstbewusstsein von fettleibigen Schülern förderlich sein, aber ich bezweifle doch, dass das der allgemeinen Gesundheit [schließlich haben wir hier landesweit mehr als 30% fettleibige Jugendliche] dienlich ist.

Und noch etwas zum „Brimborium“ bzw. Drum-und-Dran: es ist hier Sitte, dass vor dem Spiel der High-School-Mannschaft die Nationalhymne gespielt wird. Dabei stehen übrigen alle Anwesenden auf und legen ihre rechte Hand auf die Brust über dem Herzen [Sofern sie nicht in Uniform sind: dann salutiert man.]

Und dann sind da noch die Cheerleaders, die High Steppers und die Twirlers – die Mädchen, die zur begeisterung des Publikums und zur Anfeuerung und Unterstützung des eigenen Teams tanzen, wirbeln und schreien. Und dazu ausgewählt zu werden ist ebenfalls eine Ehre. Und es wird viel Zeit und Geld investiert, nicht nur für die Uniformen. Es gibt auch – in den Sommerferien – eigene Trainingscamps dafür. Und last-but-not least wäre da die Marching Band zu nennen, die während der Halbzeitpause auf dem Rasen in Formation (auf)marschiert und während des Spiels die Erfolge der eigenen Mannschaft per Tusch feiert.

So, jetzt aber genug erzählt! Hier noch zwei Collagen mit Bildern vom Freitagabend:

football impressions

Impressionen vom Football (1): Spielszenen, Cheerleaders und Marching Band

football

Impressionen vom Football (2): Marching Band, High Steppers und Twirlers

noch’n Stinktier

Buster hat sich schon wieder mit einem Stinktier angelegt. Eigentlich meint er es ja nur gut und will sein Territorium – und hoffentlich auch uns – beschützen, aber … mittlerweile sollte er doch gemerkt haben, dass er danach für mindestens eine Woche „unanriechbar“ ist. Und diesmal hat er das Stinktier zu allem Überfluss auch noch unmittelbar am Haus gestellt, und das heißt, nicht nur er stinkt zum Gotterbarmen, sondern auch die Ecke vom Haus, wo er es gestellt hat. Und dieser Gestank dringt dann auch bis ins Haus. Und leider gibt es kein Gegenmittel. Also müssen wir einfach warten, bis der Gestank von selbst verfliegt.

Wir hatten übrigens mitgekriegt, dass er den Skunk gestellt hatte, aber wir konnten ihn einfach nicht überzeugen, zu uns zu kommen. Und abschießen wollte ich das Stinktier auch nicht – einerseites weil Buster zu nah dran war [Zielen muss ich nämlich noch erst gewaltig üben] und andererseits weil ich genau wusste, dass wir dann den Gestank und den Kadaver direkt am Hause haben würden. Apropos Skunk: möglicherweise hatte es die Tollwut, denn man sagt, sonst kämen sie nicht tagsüber in die Nähe von Tieren oder Menschen. Hoffen wir mal, dass es keine hatte und dass nur Buster das Stinktier gebissen hat [Mary hat nämlich gesehen, dass er es im Maul hatte und geschüttelt hat] und nicht auch umgekehrt. Aber eigentlich ist er ja auch gegen Tollwut geimpft. Aber trotzdem! War übrigens (fast) lustig zu sehen, wie er sich im Gras gewälzt hat und versucht hat, den Gestank loszuwerden.

So, und jetzt wieder zum Superbowl im Fernsehen. Heute ist nämlich das „Endspiel“ im Football zwischen den New Orleans Saints und den Indianapolis Colts – DAS Football Ereignis des Jahres.

Leverkusen 3 – Freiburg 1

Endlich mal wieder, nach langer Zeit, ein komplettes Bundesliga-Spiel gesehen: Leverkusen gegen Freiburg. Und dass Leverkusen dann auch noch in einem guten Spiel gewonnen und die Tabellenspitze verteidigt hat, war die Krönung des Ganzen. Verfolgt habe ich das Spiel übrigens als „streaming video“ im Internet, auf „Justin.TV“. Und ich muss sagen, die Qualität war, für einen Videostream, überraschend gut. Im regulären [= kleinen] Bildschirm [etwa 1/5 des gesamten] waren keine Pixel zu erkennen. Und das Ruckeln hielt sich sehr in Grenzen. Normalerweise nicht bemerkbar. Nur ganz gelegentlich gab es kurze Stopper. Bei voller Bildschirmauflösung auf dem 17″ Monitor waren dann allerdings doch Pixel unverkennbar. Aber selbst das war noch ok. Also ich muss sagen, das werde ich dann doch öfter nutzen, auch wenn es – durch die Zeitverschiebung – hier des Morgens ist, wenn die Übertragungen laufen. Und das bringt dann meinen Tagesablauf schon etwas durcheinander. Aber die schreckliche, die fußball-lose Zeit ist nun vorbei! Denn mit American Football habe ich mich bisher nicht anfreunden können – und ich werde es wohl auch nicht [auch wenn Mary ein Riesenfan ist und wir die Spiele hier regelmäßig verfolgen]. Mehr dazu einmal in einem andern Posting.