Unser „Dicker“

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Ich hatte schon lange vorgehabt, einmal ein Bild von und etwas Text über Pepper, unsere – um es einmal halbwegs nett auszudrücken – schwerste Katze hier hochzuladen. Und hier ist er nun:

Pepper

Pepper

Er kam zu uns vor etwas mehr als zwei Jahren als Streuner, hat sich ganz schnell eingelebt und wurde dann bald der dominante Kater hier um’s Haus herum.

Apropos Streuner: wir haben ja immer schon den Verdacht gehegt, dass unter den streunenden Katzen hier in Karnes County die Flüsterpropaganda rundgeht, so etwa nach dem Motto, „Wenn ihr Futter und Unterkunft sucht, seht euch doch mal bei Mary Hickok um!“ Und vielleicht haben sie ja auch, von uns unbemerkt, sogar irgendwo Wegweiser aufgestellt, „Für Futter, hier rechts [oder links, je nachdem] abbiegen!“  😉

Aber zurück zu Pepper: auch nachdem er nun seit über zwei Jahren bei uns ist und schnell der dominante Kater geworden ist, der manchmal die anderen terrorisiert, bzw, wenn er in besserer/gütigerer Laune ist, sie nur spüren lässt, wer im Hof das Sagen hat, haben wir ihn bisher noch nicht anfassen können. Er ist immer noch zu scheu. Näher als bis auf ca. 50 cm hat er uns bisher noch nicht kommen lassen. Außer morgens, wenn er sehr hungrig ist und auf den Balken in der Garage sitzt, wo er sein Futter bekommt: dann kann man manchmal mit der Hand bis auf ein paar Zentimeter an seine Pfoten heran. Aber berühren? Bisher noch nie gelungen. Dabei würden wir ihn wirklich gerne zu fassen kriegen und zum Tierarzt bringen, für eine Untersuchung, seine Impfungen und – natürlich auch – um ihn kastrieren zu lassen – aber unmöglich. Aber vielleicht ahnt er ja auch, welch‘ unwürdige Behandlung ihm blüht, wenn wir seiner dann einmal habhaft werden wollten.  😉

Hier ist dann einmal ein weiteres Bild von ihm, neueren Datums:

Pepper

Pepper

Apropos dominant: er hat zwar Frankie, und sogar Oprah, diese kleine fauchende Hexe, in ihre Schranken verwiesen, sodass Oprah sich jetzt nicht mehr unbedingt nach drau0en traut, wenn wir nicht dabei sind, aber als Bixby eintraf, hat der ihm dann mal gezeigt, was Sache ist. Obwohl Bixby deutlich kleiner ist, hat der ihn, wie ich mal gesehen habe, über das ganze Grundstück verfolgt. Übrigens, um der Wahrheit Ehre zu geben, Pepper verhält sich dem kleinen Mr. Pickwich gegenüber ganz freundlich. Ich habe noch nicht mitgekriegt, dass er dem kleinen Kerlchen ans Leder wollte.

Bixby

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Unser „Zoo“ hat mal wieder einen „Neuzugang“: Bixby. Und hier ist er:

Bixby

Bixby

Er kam, wie das hier so häufig vorkommt, vor gut 3 Wochen als Streuner hier vorbei und fand es gut hier. Mittlerweile hat er sich auch so richtig eingelebt, wenn auch die Rangordnung – insbesondere mit Pepper – immer noch ausgefochten werden muss. Aber Bixby scheint sich da gut durchsetzen zu können, sogar dem wesentlich dickeren und größeren Pepper gegenüber. Neulich habe ich die beiden beobachtet, wie Bixby Pepper durch den gesamten Garten gejagt hat.

Als Streuner hat Bixby übrigens hier die Katzengrippe eingeschleppt. Das ist ein unter den Streunern hier weitverbreiteter und sehr aggressiver Virus, wie unser Tierarzt sagte. Und prompt haben Frankie, Oprah und Oliver sich der Reihe nach diesen Virus eingefangen. Zsa Zsa und Pepper, die wohl einen weniger intensiven Kontakt mit Bixby hatten, sind verschont geblieben. Bixby selber hat dieser Virus übrigens sehr mitgenommen, weil er gerade zu Inkubationszeit ein durch Impfungen und Kastration geschwächtes Immunsystem hatte. Er war insgesamt über eine Woche bei Dr. Patton im „Tierkrankenhaus“. Und auch Frankie hat es ziemlich erwischt, wenn auch nicht so stark wie Bixby. Er, Oprah und auch Oliver waren alle für ein paar Tage bei Dr. Patton. Wir waren da sozusagen Stammkunden und sind richtig hin und her gependelt. Dr. Patton’s Frau hat letztens gescherzt, so gern sie mich sähen, es müsse aber nicht ständig mit einem kranken Tier sein. Am Rande bemerkt: zusammen mit Sally’s Wundversorgung nach ihrem „Zusammentreffen“ mit den Javalinas haben wir eine ganz schöne Menge Geld be Dr. Patton gelassen: so knapp € 2.000 werden es schon gewesen sein.

Auf dem Foto sieht man übrigens noch gut die Stelle am rechten Vorderlauf, wo Dr. Patton ihn rasieren musste, um die Kampfwunden zu versorgen.

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Es ist wirklich so kalt geworden, …

… wie die Wetterfrösche vorhergesagt haben. Am Dienstag, in den frühen Morgenstunden, ist die Kaltfront durchgegangen und danach sind die Temperaturen dann ständig gefallen und haben in der vergangenen Nacht mit etwa -15 Grad [Windchill eingerechnet] Celsius ihren Tiefstpunkt  – hoffentlich – erreicht.  Ein ganz schöner Temperatursturz: innerhalb von ca. 36 Stunden sind die Temperaturen um etwa 40 Grad gefallen! Und auch tagsüber geht es – und das soll sich erst morgen Nachmittag [mit +2 Grad Celsius] ändern – nicht über den Gefrierpunkt hinaus. Und dabei bläst ständig ein ziemlich kräftiger Nordwind. Der ist es, der das Ganz so wirklich kalt macht. Heute am Spätnachmittag – und dann auch in der Nacht – soll es übrigesn schneien. Lassen wir uns mal überraschen.

Wir können natürlich, wenn ich da an andere Regionen und vor Allem an Chicago denke, noch froh sein. Denn was die da zur Zeit erleben ist ja wirklich kaum vorstellbar. Wenn das hier auch nur annähernd so wäre, dann hätten wir eine echte Katastrophe, denn schon jetzt – nur mit diesem Frost – sind die Elektrizitätsversorger in San Antonio überfordert. Wegen „gefrorener“ Leitungen [Wie kann, so frage ich mich, Draht frieren??] gab es da Black-Outs von z.T. mehreren Stunden, teils wegen absichtlicher Abschaltungen, teils weil das Stromnetz [power grid] zusammengebrochen war.

Wir hier in Karnes City haben bisher – und hoffentlich bleibt das so – Glück gehabt. Strom war immer da. Nur beim Wasser müssen wir aufpassen. Ich habe – so gut es ging – die Wasserhähne draußen abgedeckt und hoffe, dass es reicht. Den einzigen nicht abgedeckten Hahn haben wir ein ganz klein wenig geöffnet, und das hat gereicht, um ihn nicht einfrieren zu lassen. Und in der vergangenen Nacht haben wir vorsichtshalber auch alle Wasserhähne im Haus auf „leichtes Tröpfeln“ gestellt. Die Leitungen verlaufen nämlich unisoliert unter dem Haus im sogenannten „crawl space“. Das ist der Raum unter dem Fußboden, durch den man gerade so eben noch kriechen kann, auf dem Bauch, wie Winnetou, wenn er sich anschleicht.

Das Ganze [nicht frostgeschützte Wasserleitungen, Stromzufuhr oberirdisch etc.] ist – meine texanischen Freunde mögen mir verzeihen – für mich etwas (sehr) primitiv. Für mich in einem doch hochzivilisierten und hochtechnisierten Land einfach schwer vorstellbar.

Unsere Haustiere gehen übrigens ganz unterschiedlich damit um: Sally ist fast immer drinnen, aber Buster – mit seinem dicken Fell – fühlt sich selbst bei diesem kalten und schneidenden Wind draußen nicht unwohl und will manchmal gar nicht reinkommen. Nur des nachts lässt er sich schon mal überreden. Unsere Katzen sind nachts fast alle drinnen, und die meisten auch zum größten Teil tagsüber. Nur Zsa Zsa und Pepper bleiben draußen. Pepper ist noch viel zu scheu um reinzukommen [er haut ja immer noch ab, wenn wir ihm näher als auf einen Meter kommen], und Zsa Zsa fühlt sich drinnen nicht wohl. Ab und zu kommt sie mal rein, aber nach ein paar Minuten miaut sie dann schon wieder in der Nähe der Tür und will raus. Wir können uns nur vorstellen, dass sie irgendwo in der Garage [da haben wir eine dicke Decke ausgebreitet] oder im Schuppen [da gibt’s auch wärmende Unterlagen] Plätze gefunden haben, die sie ausreichend schützen. Raus aus dem Wind sind sie da ja allemal. Wir denken mal, wenn es wirklich hart auf hart ginge für sie, dann würden sie schon ins Haus kommen.