Oliver ist verschwunden

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Diese Galerie enthält 12 Fotos.

Oliver – hier kuschelt er gerade mit Frankie – scheint verschwunden zu sein. Jedenfalls haben wir ihn seit Montagmorgen nicht mehr gesehen. Und dabei ist er doch ganz zuverlässig immer zum Frühstück und zum Abendessen erschienen, und auch so, wenn … Weiterlesen

Sally …

Sally

Sally

… muss sich gestern am späten Nachmittags mit Javalinas angelegt haben. Wir waren gegen halb zwei Uhr nach San Antonio gefahren und hatten – wie immer, wenn wir längere Zeit nicht im Hause sind – Sally draußen gelassen [damit sie sich nicht im Hause „erleichtern“ müsste], und als wir gegen halb sieben abends zurück kamen, war Sally nicht – wie sonst üblich – da, um uns schwanzwedelnd zu begrüßen. Was wir sahen, waren ein paar Tropfen Blut, sowohl auf vorderen Terasse als auch vor der Hintertür. Wir haben sie dann gerufen und haben auch – soweit das bei der einbrechenden Dunkelheit möglich war – auch das grundstück abgesucht, haben aber nicht die geringste Spur von ihr gefunden und auch nicht den geringsten Laut gehört. Während des ganzen Abends sind wir immer mal wieder nach draußen gegangen, haben aber kein einziges Lebenszeichen von ihr gesehen oder gehört – weder ihr Bellen noch das Kratzen an der Haustür, mit dem sie üblicherweise auf sich aufmerksam macht, wenn man auf ihr Bellen nicht schnell genug reagiert.

Wir haben uns natürlich zunehmend mehr Sorgen gemacht, bis dann, um kurz vor 9 Uhr heute Morgen, ein leises Kratzen an der Haustür mich aufhorchen ließ. Und da war sie, Sally, mit hängendem Kopf und leicht humpelnd. Die Wunden – ich schätze einmal, etwa 5 bis 8 – auf ihrem hinteren Rücken und oben auf ihren Hinterläufen waren unübersehbar, sahen aber auf den ersten Blick nicht so schlimm aus. Dass eine Behandlung notwendig sein würde, stand allerdings außer Zweifel, allein schon um eine Infektion zu verhindern. Für mich war außerdem klar, dass diese Wunden nur von den Hauern von Wildschweinen, d.h. Javalinas, herrühren konnten. Die Wunden – wie ich später gesehen habe, auch an ihren Vorderläufen – müssen ziemlich schmerhaft gewesen sein, denn sie wollte sich weder hinsetzen nur hinlegen, sondern nur stehen: armes Mädchen!

Ich habe also unseren Tierarzt, Dr. Patton, über seine Notrufnummer – denn es ist ja Samstag, also keine normale Sprechzeit – angerufen, und er war sofort bereit, sich Sally anzusehen. Ich habe Sally also hingebracht und er hat sie sich angesehen und meinte, die Wunden müssten alle gesäubert und einige wohl auch genäht werden. Und da sie dafür betäubt werden musste, musste er sie natürlich in der Praxis behalten, und zwar, wegen des Wochenendes, bis Montag. Aber das war mir natürlich nur recht, denn ich wollte sie ja gut versorgt wissen. Er meinte, Sally habe Glück gehabt, dass sie schneller war als die Javalinas und vor ihnen weglaufen konnte. (Fast) alle ihre Wunden waren ja am hinteren Teil des Körpers.

Wir sind, auch wenn sie ganz schön verletzt ist, natürlich froh, dass wir sie wiederhaben und dass wir sie haben versorgen lassen können. Buster hat da ja wohl – im vergangenen Juni – weniger Glück gehabt. Ich komme immer mehr zu der Überzeugung, dass er, als er damals in panischer Angst wegrannte, als ich zu nah bei ihm die Schrotflinte abgefeuert habe, auch einem Rudel Wildschweine in die Fänge geraten ist und dass sie ihm den Garaus gemacht haben: armer Kerl!

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Ein Tag in Port A

Heute waren wir – eine Wassertemperatur von 31 Grad lädt ja nun wirklich dazu ein und auch 31 Grad Wassertemperatur bieten immer noch eine Abkühlung, wenn die Lufttemperatur so etwa 40 Grad beträgt- mal wieder in unserem Lieblingsort an der Golfküste hier, in Port Aransas. Wir hatten uns erst etwas spät aufgemacht, so gegen 10:15 Uhr, aber es ist ja auch mal nur gut anderthalb Stunden bis da. Na ja, das wohl doch eher nur bis Aransas Pass auf dem Festland. Dann über den Causeway [Damm und Brücke] und noch die – wenn auch sehr kurze – Überfahrt mit der Fähre [Wartezeit hatten wir heute nämlich so gut wie keine] plus eine kurze Strecke in Port A [wie die Einheimischen es nennen] und wir waren – nach insgesamt knapp 2 Stunden – am Strand. Flugs noch unser Zeltdach aufgebaut, die Strandstühle darunter in den Schatten gestellt, uns dick mit Sonnencreme – braucht man hier unbedingt [wir liegen ja schließlich auf demselben Breitengrad wie die nördliche Sahara und südlicher als Kairo] – eingeschmiert, und dann  … einfach ausruhen, dem Rauschen der Brandung und den Schreien der Vögel zuhören und die Seele baumeln lassen.

Heute hatten wir übrigens zum ersten Mal Sally dabei. Früher hatten wir sie immer – mit Buster zusammen – zuhause gelassen, wenn wir nur für einen Tag weg waren. Und waren wir einmal länger weg, hatten wir sie zu unserem Tierarzt, Dr. Patton, in die Tierpension gegeben. Aber nachdem Buster nun nicht mehr da ist – so langsam haben wir uns mit dem Gedanken abgefunden, dass er nicht mehr wiederkommt – wollten wir mal ausprobieren, ob sie nicht Spaß an der See bzw. am Strand hat, insbesondere weil wir wissen, das sie – im Gegensatz zu Buster früher – sich im Auto nicht unwohl fühlt. Und wir dachten auch, dass es für sie besser sei, in der Seebrise am Strand im Schatten zu liegen als irgendwo hier am Haus oder in unserem Garten. Es ist ja zur Zeit einfach bestialisch heiß hier. Und was dazu kam: sollte dieser eine Tag für Sally ok sein, so würden wir wissen, dass wir sie auch für ein verlängertes Wochenende mitnehmen können würden. Bei uns – auch wenn es einmal nicht zuhause ist – fühlt sie sich ja nun dch wohler als in der Tierpension.

OK, da waren wir nun also am Strand:

Port A

Mein Gott, hat der Kerl dünne Waden!

Da ist aber unbedingt mal wieder mehr Radeln angesagt – nicht nur ein T-Shirt und eine Kappe von einem Radevent tragen! Und keine Ausrede wegen Hitze und so! Sally hier übrigens in ihrer typischen Pose, wenn sie etwas ängstlich ist: Kopf tief und Schwanz zwischen den Hinterbeinen. Apropos Sally und ängstlich: dazu muss ich an anderer Stelle einmal etwas ausführlicher schreiben.

Sea

Auf dem Weg Richtung Kuba

Es könnte auch Richtung Venezuela sein – so ganz exakt ist mein innerer Kompass nun doch nicht. Es war mir schnell gelungen, Sally dazu zu bewegen, mit mir ins Wasser zu kommen. Soweit wir wissen – bzw. eher annehmen müssen, denn sie ist uns ja zugelaufen – war es heute das erste mal für sie am Strand und im Wasser.

knee deep

Erst mal nur knietief

Man muss sich ja schließlich dran gewöhnen. Deswegen auch die kleine Streicheleinheit. Später ist sie dann auch im tieferen Wasser etwas gepaddelt. Schien ihr gar nicht unangenehm zu sein. Was sie nicht so gerne mochte, war, wenn ihr eine Welle direkt ins Gesicht schwappte.

Sally und Pit

Sally und Pit

Wir kommen wieder zurück.

Sally

Ruhe verdient

Und nach zweimal Baden plus einem Strandspaziergang hat Sally ihre Ruhe nun wirklich verdient.

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Zurück in Texas

Nach unserem Urlaub in England und Deutschland [mehr darüber in späteren Beiträgen] sind wir nun wieder zurück in Texas und das hat uns in der üblichen Weise begrüßt: mit einer Hitzewelle. Am 19. hatte es mal wieder einen Hitzerekord: 104 Grad Fahrenheit [also satte 40 Grad Celsius]. So fühlen wir uns dann wieder richtig zuhause!  😉  Glücklicherweise war es die letzten Tage allerdings nicht besonders schwül. Aber das ist auch der einzige Trost.

Die meisten unserer Pflanzen und Blumen scheinen überlebt zu haben – dank Freunden, die immer mal wieder zumk Bewässern vorbeigekommen sind. Der Rasen allerdings sieht fürchterlich braun aus. Ich glaube, den müssen wir bald uns nachhaltig sprengen, damit er uns nicht eingeht.

Unsere Tiere, d.h. die Katzen, haben auch überlebt. Nun ja, sie sind ja auch regelmäßig gefüttert worden. Aber, wie die Leute, die sie gefüttert haben, uns gesagt haben, waren hier wohl seht häufig Waschbären zugangen und haben das Katzenfutter aufgefressen, sogar aus den Containern, in denen wir es aufbewahren und die wir zur Sicherheit mit Steinen beschwert hatten. So kann es durchaus sein, dass die Katzen manchmal haben Kohldampf schieben und auch selber ein paar Mäuse fangen müssen. Das, und die Tatsache, dass Pepper nun doch sehr dominant ist, mag der Grund sein, weswegen Mr. Chips – der immer noch nicht wieder aufgetaucht ist – sich verzogen hat. Frankie war übrigens auch verschwunden und wir haben ihn weit hinter unserem Grundstück gefunden. Vielleicht wird Mr. Chips ja auch noch auftauchen.

Den Hunden geht’s, d.h. eher ging’s, denn Buster ist ja seit gestern Morgen verschwunden [mehr dazu siehe hier], gut. Sie waren bei unserem Tierarzt, Dr. Patton, in der Tierpension – „The Patton Hilton“, wie wir dazu sagen.

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Buster ist weg

Seit gestern morgen gegen 09:30 haben wir Buster

buster

Buster's Geburtstag im vergangenen Jahr

nicht mehr gesehen und wir wissen nicht, was mit ihm passiert ist. Und das kam so: beide, Buster und Sally, hatten die halbe Nacht draußen unter einem Baum gesessen und einen Waschbären, der da oben drin saß,“bewacht“. Am Morgen wollte ich den Waschbären dann verjagen. Ihn aus dem Baum zu schütteln hat nicht geklappt. Und da habe ich dann mein Schrotgewehr geholt und einfach nahe bei ihm in die Luft geschossen. Das hat aber auch nicht geklappt, denn davon hat er sich nicht beeindrucken lassen. Also habe ich ihn dann – so leid es mir tat – gezielt erschossen. Ich weiß, das ist nicht die „feine englisch Art“, mit diesen putzigen Tierchen umzugehen, aber die hatte hier während unserer Abwesenheit wirklich „die Sau rausgelassen“: alle Vorräte an Katzen- und Hundefutter aufgefressen, Futterbehälter umgeworfen, Futtersäcke in den Garten gezerrt, und auch überall in der Garage ihre „Verdauungsrückstände“ hinterlassen. Und auch nachdem wir wieder da waren, ging das weiter.  Und das war ich nun wirklich leid. Eine andere Möglichkeit, um diese Plagegeister loszuwerden, als sie zu erschießen, habe ich einfach nicht gesehen. Meine Schüsse auf den Waschbären haben nun beide Hunde so erschreckt, dass sie erst einmal das Weite gesucht haben. Sally ist dann nach ca. 2 1/2 Stunden wieder erschienen, aber Buster bis jetzt [morgens um 06:39] immer noch nicht. Ich bin gestern im Laufe des tages zwei Mal auf der Suche gewesen und habe unser Grundstück und Nachbargrundstücke abgesucht und ihn gerufen, aber nichts … absolut nichts. Ich kann mir gar nicht erklären, was da passiert ist. Das er erst einmal vor Schreck weggelaufen ist – ok. Aber dass er nicht zurückkommt, wo er doch Futter und ganz besonders Wasser braucht, kann ich mir nicht erklären. Ich kann es mir nur so erklären, dass ihm etwas passiert sein muss. Ob er einen Hitzekollaps bekommen hat? Schließlich ist es tagsüber ja fast 40 Grad. Sally kam jedenfalls ganz außer Atem und japsend hier an und hat eine ganz Zeit gebraucht, bis sie wieder normal atmete.

Mal sehen, was wird. Ich gebe zwar die Hoffnung noch nicht ganz auf, aber viel Hofffnung mache ich mir nicht mehr, dass mein bester Freund noch einmal auftaucht: traurig, das Ganze. Und jetzt mache ich mir natürlich Riesenvorwürfe, dass ich die beiden Hunde nicht ins Haus geholt habe, bevor ich losgeballert habe.

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Wildschweine im Garten

Genauer gesagt, waren es allerdings keine Wildschweine, sondern Javalinas, die gestern morgen hier im Garten „vorbeigeschaut“ haben. Javalinas kommen hier immer mal wieder vorbei – in kleinerer und größerer Zahl – aber so aufdringlich wie gestern, und noch dazu am hellichten Tage [meistens kommen sie nämlich in der Abenddämmerung und des nachts vorbei] waren sie noch nie. Es waren diesmal nur drei, aber eines davon war doch ziemlich aggressiv. Auch das hatten wir noch nicht erlebt, dass ein Javalina nämlich mehr oder weniger auf einen Menschen losgeht. Meistens rennen sie weg, unter die Büsche und Bäume, wenn man sich ihnen nähert. Dieses hier aber kam auf uns zu. Na ja, es hat uns Gott sei Dank nicht richtig attackiert, kam aber Mary dennoch ganz schön nahe. Trotzdem hat sie es geschafft, ein paar Fotos zu schießen. Hier ist dann eines davon, wenn auch leider ein wenig unscharf, aber das darf man der Fotogräfin unter diesen Umständen wohl nachsehen.

javalinas

Unsere "wilden Besucher" - jedenfalls zwei davon

Buster und Sally waren natürlich ganz aufgeregt und haben gebellt, was das Zeug hält. Und „Buster the Brave“ ist auch durchaus drohend und bellend auf sie zugerannt. Er verteidigt eben sein Territorium gegen jeden Eindringling. Ich habe ihn zurückrufen müssen, als eines der Wildschweine – und das ist auch selten – auf ihn loszugehen drohte. Eigentlich sollte Buster ja gewarnt sein, denn vor etwa drei Jahren hat ihn einmal ein Wildschwein so erwischt, dass er es fast nicht überlebt hätte. Dr. Patton, unser Tierarzt, hat ihm damals 12 tiefe und stark blutende Wunden vernähen müssen und war sich gar nicht sicher, or er ihn durchkriegen würde. Eigentlich ist Buster ja vernünftig und zieht sich auf die Veranda zurück, wenn die Javalinas ihm zu nahe kommen, und ist da relativ sicher, denn normalerweise folgen sie ihm nicht ans Haus. Aber damals haben sie ihn wohl so gestellt, dass er nicht mehr ausweichen konnte. Oder eines war doch zu aggressiv. Und das habe ich auch gestern befürchtet. Ist aber eben gut gegangen. Ich hatte, während Mary mit Fotografieren beschäftigt war, allerdings schon einmal das Gewehr geholt und geladen. Ich hätte zwar nicht mit Schrot  [denn davon hätte ich mir nichts versprochen außer die Javalinas noch mehr zu reizen] auf sie geschossen, wohl aber in die Luft, um sie mit dem lauten Knall vielleicht zu vertreiben. Aber bevor ich soweit war, waren sie schon abgehauen. Mal wieder ein echt texanisches Erlebnis.

 

Es ist wirklich so kalt geworden, …

… wie die Wetterfrösche vorhergesagt haben. Am Dienstag, in den frühen Morgenstunden, ist die Kaltfront durchgegangen und danach sind die Temperaturen dann ständig gefallen und haben in der vergangenen Nacht mit etwa -15 Grad [Windchill eingerechnet] Celsius ihren Tiefstpunkt  – hoffentlich – erreicht.  Ein ganz schöner Temperatursturz: innerhalb von ca. 36 Stunden sind die Temperaturen um etwa 40 Grad gefallen! Und auch tagsüber geht es – und das soll sich erst morgen Nachmittag [mit +2 Grad Celsius] ändern – nicht über den Gefrierpunkt hinaus. Und dabei bläst ständig ein ziemlich kräftiger Nordwind. Der ist es, der das Ganz so wirklich kalt macht. Heute am Spätnachmittag – und dann auch in der Nacht – soll es übrigesn schneien. Lassen wir uns mal überraschen.

Wir können natürlich, wenn ich da an andere Regionen und vor Allem an Chicago denke, noch froh sein. Denn was die da zur Zeit erleben ist ja wirklich kaum vorstellbar. Wenn das hier auch nur annähernd so wäre, dann hätten wir eine echte Katastrophe, denn schon jetzt – nur mit diesem Frost – sind die Elektrizitätsversorger in San Antonio überfordert. Wegen „gefrorener“ Leitungen [Wie kann, so frage ich mich, Draht frieren??] gab es da Black-Outs von z.T. mehreren Stunden, teils wegen absichtlicher Abschaltungen, teils weil das Stromnetz [power grid] zusammengebrochen war.

Wir hier in Karnes City haben bisher – und hoffentlich bleibt das so – Glück gehabt. Strom war immer da. Nur beim Wasser müssen wir aufpassen. Ich habe – so gut es ging – die Wasserhähne draußen abgedeckt und hoffe, dass es reicht. Den einzigen nicht abgedeckten Hahn haben wir ein ganz klein wenig geöffnet, und das hat gereicht, um ihn nicht einfrieren zu lassen. Und in der vergangenen Nacht haben wir vorsichtshalber auch alle Wasserhähne im Haus auf „leichtes Tröpfeln“ gestellt. Die Leitungen verlaufen nämlich unisoliert unter dem Haus im sogenannten „crawl space“. Das ist der Raum unter dem Fußboden, durch den man gerade so eben noch kriechen kann, auf dem Bauch, wie Winnetou, wenn er sich anschleicht.

Das Ganze [nicht frostgeschützte Wasserleitungen, Stromzufuhr oberirdisch etc.] ist – meine texanischen Freunde mögen mir verzeihen – für mich etwas (sehr) primitiv. Für mich in einem doch hochzivilisierten und hochtechnisierten Land einfach schwer vorstellbar.

Unsere Haustiere gehen übrigens ganz unterschiedlich damit um: Sally ist fast immer drinnen, aber Buster – mit seinem dicken Fell – fühlt sich selbst bei diesem kalten und schneidenden Wind draußen nicht unwohl und will manchmal gar nicht reinkommen. Nur des nachts lässt er sich schon mal überreden. Unsere Katzen sind nachts fast alle drinnen, und die meisten auch zum größten Teil tagsüber. Nur Zsa Zsa und Pepper bleiben draußen. Pepper ist noch viel zu scheu um reinzukommen [er haut ja immer noch ab, wenn wir ihm näher als auf einen Meter kommen], und Zsa Zsa fühlt sich drinnen nicht wohl. Ab und zu kommt sie mal rein, aber nach ein paar Minuten miaut sie dann schon wieder in der Nähe der Tür und will raus. Wir können uns nur vorstellen, dass sie irgendwo in der Garage [da haben wir eine dicke Decke ausgebreitet] oder im Schuppen [da gibt’s auch wärmende Unterlagen] Plätze gefunden haben, die sie ausreichend schützen. Raus aus dem Wind sind sie da ja allemal. Wir denken mal, wenn es wirklich hart auf hart ginge für sie, dann würden sie schon ins Haus kommen.

Hätte ich doch nur …

… so ein dickes Fell wie Buster, …

Buster

Buster

… dann bräuchte ich mich jetzt nicht so dick anzuziehen, wenn ich nach draußen will. Buster machen die kalten Temperaturen absolut nichts aus. Sogar des nachts scheint er sich draußen wohlzufühlen, auch wenn er dann meistens drinnen ist. Vergangene Nacht aber wollte er mitten in der Nacht raus und kam einfach nicht wieder rein. Und es hat ihm nichts ausgemacht. Aber im Sommer fühlt er sich natürlich mit seiner dicken Wolle nicht so wohl. Da bringen wir ihn dann mindestens ein Mal „zum Friseur“, genauer gesagt zu unseren Tierarzt, Dr. Patton, und lassen ihn scheren. Das sieht dann zwar wirklich nicht sehr schön aus, …

Buster

Buster im "Sommerkostüm"

… aber für ihn ist es wesentlich angenehmer.

Stinktier in der Garage

Letzte Nacht wollten Buster und Sally so gegen 2 Uhr morgens mal „austreten“ und ich habe sie nach draußen gelassen. Und kaum dass ich wieder im Bett lag, war mir, als ob ein Stinktier draußen vorbeischleichen würden – jedenfalls kam mir da so ein gewisser Duft unter die Nase. Ganz leicht kriegt man diesen ganz besonderen Duft nämlich sogar im Haus mit. Und als ich dann auch noch beide Hunde anschlagen hörte, wie sie es tun, wenn da ein fremdes Tier im Garten ist, da schwante mir schon Böses. Sally kam nach einiger Zeit wieder rein, ohne das ihr etwas anzuriechen war, aber als ich heute Morgen in Buster’s Nähe kam, war es unverkennbar, dass er sich mal wieder mit einem Stinktier angelegt hatte. Gott sei Dank hat ihn der Strahl aber wohl nicht voll getroffen, denn im Gegensatz zu früher ist es auszuhalten, und ich habe ihn sogar ins Haus gelassen. Er muss den Skunk übrigens in der Garage gestellt haben, denn auch da ist der Duft unverkennbar. Wo genau der Skunk da hingespritzt hat, weiß ich allerdings nicht. Und ich werde es auch nicht genau herausfinden wollen. Es wird meiner Erfahrung nach so etwa 14 Tage dauern, bis dieser moschusartige Geruch von selbst wieder verschwindet.

Frühere Berichte über Buster’s „unheimliche Begegnungen einer anderen Art“ finden sich hier und hier.