Weekly Photo Challenge: Nostalgic

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Als ich las, dass das Thema der “Weekly Photo Challenge” auf WordPress dieses Mal “nostalgic” sein sollte, kam mir als erstes unsere alte Scheune in den Sinn, die wir leider abreißen mussten, weil sie zu baufällig geworden war, um sie noch restaurieren zu können, und um Platz für eine neue Garage zu schaffen.

old barn

Alte Scheune und Wassertrog

Mehr Fotos von dieser alten Scheune und weitere Bilder, die mir zum Thema „nostalgisch“ in den Sinn kamen, finden sich hier: Pit’s Bilderbuch – Weekly Photo Challenge: Nostalgic.

Der nächste Winter kommt bestimmt, …

… auch wenn es heute wieder etwas wärmer [25 Grad Celsius] ist als an den vergangenen Tagen: wir haben mal wieder Südwind, und der bringt eben immer etwas wärmere Luft mit sich. Aber es soll ja wieder kälter werden: die nächsten Kaltfronten sind auf dem Anmarsch, und die bringen dann wohl auch wieder einen Schwall arktischer Kaltluft mit sich. Heute ist aber sogar eher etwas frühlingshaft. Doch wie gesagt: der nächste Winter [was man im südlichen Texas so Winter nennt], wird schon kommen. Und so habe ich mich dann ans „Holz machen“ begeben:

firewood

Holz für den Winter ... und was man sonst noch so braucht

Dieser Stapel Holz sollte eigentlich für eine ganze Zeit reichen. Es ist größtenteils Eichenholz, das Cousine Margaret uns überlassen hat, nachdem ihre Bäume „beim Friseur“ gewesen waren. Leider ist das Holz aber für unseren Logsplitter [vorne rechts im Bild] zu hart. Der schafft „nur“ 5 Tonnen Druckkraft, und das ist nicht genug, um die Holzstücke zu spalten. Mit der Kettensäge ginge das zwar, würde aber unheimlich lange dauern und auch die Kette schnell stumpf machen. Also muss ich ich mal im Bekanntenkreis umhören, wer hier einen kräftigeren Logsplitter hat. Hoffentlich finde ich jemanden, denn ich sehne mich nicht gerade danach, das alles von Hand mit Kettensäge und Axt machen zu müssen. Da wäre der Winter schon vorbei, ehe ich genügend Brennmaterial zusammen hätte. Aber hinter diesem Berg Eichenholz liegt auch noch anderes: Mesquiteholz, das bei unserem Freund Mike Saxon beim Schreinern angefallen ist. Und das lässt sich wesentlich leichter zerkleinern, nicht zuletzt weil Mike schon gute Vorarbeit geleistet hat.

Der Stapel Holz hinter der Schubkarre [Wandbretter unserer ehemaligen Scheune] ist übrigens zu gut zum Verbrennen – großenteils jedenfalls. Mal sehen, wofür wir das Holz noch verwenden können.

Und dann gibt’s da noch weiteres Brennmaterial vom Abriss der Scheune her:

wood

Mehr Holz

Das alles ist, wie gesagt, beim Abriss unserer alten Scheune angefallen. Die Bretter und Baken links im Bild werde ich zu Kleinholz zum Verfeuern verarbeiten. Das ist alles so trocken, dass es prima brennt. Und es lässt sich auch leicht zersägen. Die dicken Eisenbahnschwellen und die Pfosten recht im Bild wollen wir aber zum Reparieren der Zäune [wie nötig das wäre, sieht man ein wenig hinter dem Holzstapel] verwenden. Wenn wir denn jemanden finden, der mir dabei hilft. Alleine kann ich das nämlich nicht schaffen. Dazu sind die Schwellen viel zu schwer. Aber Mary – und ich eigentlich auch – möchten die Zäune, die langsam aber sicher verfallen, wieder in ihren alten Zustand versetzen, so wie Mary sie aus ihrer Kindheit kennt. Und dazu könnten wir das Material hier gut gebrauchen. Ist aber ein Riesenprojekt.

Apropos Zäune aus Eisenbahnschwellen: das ist hier in Amerika häufig zu sehen. Mary’s Vater ist übrigens in einem „Tauschgeschäft“ daran gekommen. Als hier [ich glaube, in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts] die Eisenbahn stillgelegt wurde, hat er den Arbeitern erlaubt, auf seinem Grund und Boden zu jagen, und die haben ihm dafür als Gegenleistung die schwellen überlassen.

Auf jeden Fall haben wir zunächst einmal, auch ohne diese Schwellen, genug Holz für diesen und bestimmt auch für den nächsten Winter. Und ich habe bestimmt auch genügend Arbeit.  😉  Mein Rücken hat das übrigens gar nicht so gerne. Der „meldet“ sich dann ständig. Aber da muss ich eben durch.

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Fundamente beseitigt

Ich hätte nicht gedacht, dass es so schnell gehen würde und dass ich es heute schon schaffen würde, auch die Fundamente unserer Scheune zu beseitigen. Es war zwar sehr anstrengend, diese dicken Kanthölzer dann auf den Stapel Altholz zu schleppen, aber jetzt ist es geschafft. Das war für meinen Rücken die Grenze der Zumutbarkeit. Sie zu lösen war leichter und ging schneller als ursprünglich gedacht. Und jetzt stehen zwar noch ein paar dicke Pfähle, aber auch die werden sich nicht mehr lange halten! Und jetzt sieht es also so aus:

foundations gone

Auch die Fundamente sind weg

Links im Bild übrigens noch eine alte Tür, die sich möglicherweise irgendwo weiter verwenden lässt.

Und hier dann noch eine andere Perspektive:

foundations gone

Nur noch Gerümpel

Das „Riesentrumm“ im Vordergrund ist übrigens eine alte Futterkrippe [corncrib]. Die muss ich noch vorsichtig auseinandernehmen, denn das Holz ist zu schade, um es zu verbrennen. Großenteils sind es schöne Nut-und-Feder Leisten in gutem Zustand. Daraus kann man noch etwas machen. Und auch die Klappen sind in gutem Zustand. Mal sehen, was noch daraus wird.

Streifschuss …

… aber nicht richtig, von einem Gewehr oder so, sondern vom Scheunendach – genauer gesagt, vom Anbau an der Scheune.

Als ich gestern, nachdem ich alle Wellblechpaneele abgenommen hatte, auch das Dachgerüst abbauen wollte, war ich wohl etwas unvorsichtig und bin beim letzten Hammerschlag [der den letzten Stützpfosten beseitigen sollte] zu nah am Dach stehen geblieben und so ist es dann beim Zusammenfallen auch auf mir gelandet. Gott sei Dank war es nur ein „Streifschuss“ auf der rechten Seite, mit einer kleinen Schürfwunde am Kopf und einigen blauen Flecken an der rechten Schulter und am rechten Arm. Ein etwas schwererer Balken ist mir aber auf dem Fuß gelandet, leider da, wo die Stahlkappe des Stiefels keinen Schutz mehr bietet, und das war weniger angenehm. Aber da es heute auch beim Gehen kaum noch schmerzt, hoffe ich mal, dass im Fuß nichts gebrochen ist. Ja ja, wie meine Mutter schon immer sagte, „Wo gehobelt wird, da fallen auch Späne.“

Der Abriss der Scheune geht weiter …

… und mittlerweile ist schon das gesamte Dach abgedeckt. Außerdem sind 3 Seitenwände fast vollständig offen, und nun bin ich, wie man auf dem folgenden Foto sieht, dabei, den Anbau abzureißen.

barn

Der Abriss macht Fortschritte

Und man sieht: je mehr vom Dach und von den Seitenwänden fehlt, umso windschiefer – und auch wackeliger – wird die gesamte Struktur. Hoffenlich fällt die Scheune nicht während der Abrissarbeiten unter mir zusammen!

Abrissarbeiten fortgesetzt

Mittlerweile – trotz des z.T. sehr warmen und schwülen Wetters habe ich es geschafft, immer mal wieder des morgens ein paar Stunden zu arbeiten – hat unsere Scheune kein Dach mehr. Der „Anfang vom Ende“ sah so aus:

Abrissarbeiten

Fast wie ein Schachbrett!

Und nachdem ich mir gestern ein paar Werkzeuge gekauft habe [unter Anderem ein „wrecking tool“ und weil das Wetter heute nicht ganz so arbeitsunfreundlich war, hat der Abriss weitere Fortschritte gemacht. Dieses „wrecking tool“ [mir fällt einfach nicht die deutsche Bezeichnung dafür ein, aber auf dem nächsten Bild hier sieht man es ganz deutlich. Hier heißt es auch „crowbar“ oder „pry bar„.] war/ist übrigens sein Gewicht in Gold wert: es hat mir die Arbeit ungemein erleichtert.

Abrissunternehmer

"Abrissunternehmer"

Und und nun habe ich nicht nur alle Wellblechpaneele entfernmt, sondern auch alle Dachsparren, und das Ergebnis sieht dann so aus, viel „durchsichtiger“:

durchsichtig

Ziemlich "durchsichtig", das Ganze

So schön grün …

… ist es immer noch, obwohl wir schon seit etwa drei Wochen keinen Regen mehr gehabt haben. Na ja, wir haben auch – ein bischen wenigstens – den Rasen gewässert, und an ein paar Stellen wird er auch etwas dünn, aber insgesamt freue ich mich jedesmal draußen, wie gut und grün Alles noch ausieht, denn im vergangenen Jahr war das ganz anders. Da hatten wir ein extrem trockenes und heißes Jahr  [um diese Zeit schon über 30 Tage mit Temperaturen von mehr als 38 Grad]. Und da war (fast) Alles braun und verbrannt. Und noch in diesem Jahr, im April, hatte ich befürchtet, dass ich den gesamten Rasen neu würde einsäen müssen, so armselig sah er aus. Aber dann haben das nasse Frügjahr und der nasse Frühsommer [wir hatten deutlich mehr als die durchschnittliche Menge an Niederschlägen] doch sehr geholfen. Und vielleicht haben wir ja Glück und der Rest des Sommers wird auch nicht ganz trocken. Die Tatsache, dass in diesem Sommer die Hurrikane etwas häufiger sein könnten, lässt jedenfalls hoffen. Denn die würden auch verstärkt Regen jmit sich bringen – hier im Binnenlande. Natürlich wünschen wir uns, dass sie nicht gerade mit Tornados einhergehen.

Garden View

Gartenansicht

Im Vordergrund, in der Mitte, eines unserer Blumenbeete, rund um den Stamm eines alten Mesquitebaums. Den hat einmal ein starker Sturm umgelegt, aber ein Teil davon wächst noch weiter, während der Rest – vertrocknet – eher wie eine Skulptur aussieht. Links davon steht eine kleine Arizona  Zypresse. Die haben wir im vergangenen Jahr gepflanzt, und sie macht sich ganz prächtig. Hoffen wir nur, dass es so bleibt. Manchmal haben unsere Pflanzen so ihre Probleme, wenn die Wurzeln aus dem Pflanzballen heraus in die andere Erde wachsen. Die chemische Zusammensetzung unseres Bodens scheint nicht allen Pflanzen zu bekommen.

Rechts vom Blumenbeet ist s die (alte) Garage. Sie ist etwas klein geworden für Alles, was wir da drin haben [u.a. unseren Rasenmäher, Katzen- und Hundefutter und Gartengeräte sowie den Futterplatz für die Katzen] . Die Autos passen nicht ganz hinein – d.h. für den alten Chevy Camaro ist da überhaupt kein Platz und der Ford Escape streckt sein „Hinterteil“ etwas heraus.. Und außerdem ist sie offen: die Eingangstür hier auf der Hausseite fehlt ganz, und die Schwingtore lassen sich nicht mehr schließen. Und so haben wir dann des öfteren „fremde Bewohner“ [sprich Waschbären] drin. Also soll eben eine neue Garage an der Stelle unserer alten Scheune her, und diese hier wollen wir behalten.

Etwas weiter hinten im Bild links steht eine „Desert Willow“, und dahinter sieht man unseren kleinen Fahrradschuppen und den größeren alten Schuppen, in dem u.A. einige Schränke mit Büchern und Videos, die ich von Deutschland mitgebracht habe, untergebracht sind. Plus ein Rad und zwei weitere alte Dancelli Fahrradrahmen, für die im kleinen Fahrradschuppen kein Platz mehr war. Also noch mehr Gründe für die neue Garage.

Pit on the Hot Tin Roof

Ja, hier hocke ich dann oben auf dem Dach unserer alten Scheune und bin gerade dabei, die Firstabdeckung zu entfernen. Es war/ist da oben zwar nicht so dramatisch wie bei Tennessee Williams, aber bestimmt genauso heiß, wenn nicht noch heißer. Etwa ab Mittag kann man es auf dem Blech nicht mehr aushalten, weil es sonst „geröstete Hinterbacken“ gibt.

On the Barn

Pit on the Hot Tin Roof

Links im Bild ist unser alter Schuppen, der aber immer noch zusammenhält und daher stehen bleiben soll. Und davor ist der ehemalige Ziegenstall, und jetzt Gemüsegarten. In diesem Jahr hatten wir da Kartoffeln und grüne Paprika. Und weil die Ziegen es vor Jahrzehnten gut gedüngt haben, wächst es da immer noch prima.