Feuerholz

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Auch wenn es nach nur zweieinhalb kälteren Tagen mittlerweile wieder wärmer geworden ist [heute soll das Thermometer immerhin bis auf 24 Grad Celsius klettern und auch die nächsten Tage soll es mild bleiben, mit Tiefsttemperaturen so um die 10 Grad] … Weiterlesen

Holz …

… sägen und spalten war heute mal wieder angesagt, weil wir einen richtiggehenden Temperatursturz [stellenweise um um über 20 Grad in 24 Stunden] hatten und es erheblich kühler – um nicht zu sagen kälter – geworden ist.

Holz

Feuerholz und "Werkzeuge"

Kettensäge und Log-Splitter waren ganz hilfreich, um die dicken Holzklötze/-stämme zu zerkleinern. Mit Mesquiteholz [das haben wir selber] ist es relativ einfach: es lässt sich leicht spalten, insbesonders wenn es auch noch viele Wurmlöcher hat. Aber Eichenholz [das haben wir von Mary’s Cousine Margaret bekommen] tut sich unser kleiner Log-Splitter ganz erheblich schwerer, wenn er es denn überhaupt schafft. Da sieht man doch, dass ich die kleinste/schwächste Ausgabe gekauft habe. Er leistet 5 Tonnen. Aber die großen, mit 17 oder sogar 22 Tonnen Spaltkraft, waren mir nun doch zu teuer. Wir diese starke Leistung nun doch zu selten, um dafür fast $ 2000 auszugeben.

Und hier ist dann das Ergebnis des heutigen Tages:

Holz

Unser Feuerholzstapel auf der Vorderveranda

Jetzt darf es dann, wie im Wetterbericht angekündigt, die nächsten Tage ruhig etwas kälter sein. Es ist übrigens nasskalt [jetzt gerade regnet es, wie schon häufiger heute] , und das ist unangenehmer als eine trockene Kälte. Aber hier brennt ein schönes Feuerchen im Kamin im Wohnzimmer, und das schafft eine richtiggehend gemütliche Atmosphäre.

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Der nächste Winter kommt bestimmt, …

… auch wenn es heute wieder etwas wärmer [25 Grad Celsius] ist als an den vergangenen Tagen: wir haben mal wieder Südwind, und der bringt eben immer etwas wärmere Luft mit sich. Aber es soll ja wieder kälter werden: die nächsten Kaltfronten sind auf dem Anmarsch, und die bringen dann wohl auch wieder einen Schwall arktischer Kaltluft mit sich. Heute ist aber sogar eher etwas frühlingshaft. Doch wie gesagt: der nächste Winter [was man im südlichen Texas so Winter nennt], wird schon kommen. Und so habe ich mich dann ans „Holz machen“ begeben:

firewood

Holz für den Winter ... und was man sonst noch so braucht

Dieser Stapel Holz sollte eigentlich für eine ganze Zeit reichen. Es ist größtenteils Eichenholz, das Cousine Margaret uns überlassen hat, nachdem ihre Bäume „beim Friseur“ gewesen waren. Leider ist das Holz aber für unseren Logsplitter [vorne rechts im Bild] zu hart. Der schafft „nur“ 5 Tonnen Druckkraft, und das ist nicht genug, um die Holzstücke zu spalten. Mit der Kettensäge ginge das zwar, würde aber unheimlich lange dauern und auch die Kette schnell stumpf machen. Also muss ich ich mal im Bekanntenkreis umhören, wer hier einen kräftigeren Logsplitter hat. Hoffentlich finde ich jemanden, denn ich sehne mich nicht gerade danach, das alles von Hand mit Kettensäge und Axt machen zu müssen. Da wäre der Winter schon vorbei, ehe ich genügend Brennmaterial zusammen hätte. Aber hinter diesem Berg Eichenholz liegt auch noch anderes: Mesquiteholz, das bei unserem Freund Mike Saxon beim Schreinern angefallen ist. Und das lässt sich wesentlich leichter zerkleinern, nicht zuletzt weil Mike schon gute Vorarbeit geleistet hat.

Der Stapel Holz hinter der Schubkarre [Wandbretter unserer ehemaligen Scheune] ist übrigens zu gut zum Verbrennen – großenteils jedenfalls. Mal sehen, wofür wir das Holz noch verwenden können.

Und dann gibt’s da noch weiteres Brennmaterial vom Abriss der Scheune her:

wood

Mehr Holz

Das alles ist, wie gesagt, beim Abriss unserer alten Scheune angefallen. Die Bretter und Baken links im Bild werde ich zu Kleinholz zum Verfeuern verarbeiten. Das ist alles so trocken, dass es prima brennt. Und es lässt sich auch leicht zersägen. Die dicken Eisenbahnschwellen und die Pfosten recht im Bild wollen wir aber zum Reparieren der Zäune [wie nötig das wäre, sieht man ein wenig hinter dem Holzstapel] verwenden. Wenn wir denn jemanden finden, der mir dabei hilft. Alleine kann ich das nämlich nicht schaffen. Dazu sind die Schwellen viel zu schwer. Aber Mary – und ich eigentlich auch – möchten die Zäune, die langsam aber sicher verfallen, wieder in ihren alten Zustand versetzen, so wie Mary sie aus ihrer Kindheit kennt. Und dazu könnten wir das Material hier gut gebrauchen. Ist aber ein Riesenprojekt.

Apropos Zäune aus Eisenbahnschwellen: das ist hier in Amerika häufig zu sehen. Mary’s Vater ist übrigens in einem „Tauschgeschäft“ daran gekommen. Als hier [ich glaube, in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts] die Eisenbahn stillgelegt wurde, hat er den Arbeitern erlaubt, auf seinem Grund und Boden zu jagen, und die haben ihm dafür als Gegenleistung die schwellen überlassen.

Auf jeden Fall haben wir zunächst einmal, auch ohne diese Schwellen, genug Holz für diesen und bestimmt auch für den nächsten Winter. Und ich habe bestimmt auch genügend Arbeit.  😉  Mein Rücken hat das übrigens gar nicht so gerne. Der „meldet“ sich dann ständig. Aber da muss ich eben durch.

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Es ist wirklich so kalt geworden, …

… wie die Wetterfrösche vorhergesagt haben. Am Dienstag, in den frühen Morgenstunden, ist die Kaltfront durchgegangen und danach sind die Temperaturen dann ständig gefallen und haben in der vergangenen Nacht mit etwa -15 Grad [Windchill eingerechnet] Celsius ihren Tiefstpunkt  – hoffentlich – erreicht.  Ein ganz schöner Temperatursturz: innerhalb von ca. 36 Stunden sind die Temperaturen um etwa 40 Grad gefallen! Und auch tagsüber geht es – und das soll sich erst morgen Nachmittag [mit +2 Grad Celsius] ändern – nicht über den Gefrierpunkt hinaus. Und dabei bläst ständig ein ziemlich kräftiger Nordwind. Der ist es, der das Ganz so wirklich kalt macht. Heute am Spätnachmittag – und dann auch in der Nacht – soll es übrigesn schneien. Lassen wir uns mal überraschen.

Wir können natürlich, wenn ich da an andere Regionen und vor Allem an Chicago denke, noch froh sein. Denn was die da zur Zeit erleben ist ja wirklich kaum vorstellbar. Wenn das hier auch nur annähernd so wäre, dann hätten wir eine echte Katastrophe, denn schon jetzt – nur mit diesem Frost – sind die Elektrizitätsversorger in San Antonio überfordert. Wegen „gefrorener“ Leitungen [Wie kann, so frage ich mich, Draht frieren??] gab es da Black-Outs von z.T. mehreren Stunden, teils wegen absichtlicher Abschaltungen, teils weil das Stromnetz [power grid] zusammengebrochen war.

Wir hier in Karnes City haben bisher – und hoffentlich bleibt das so – Glück gehabt. Strom war immer da. Nur beim Wasser müssen wir aufpassen. Ich habe – so gut es ging – die Wasserhähne draußen abgedeckt und hoffe, dass es reicht. Den einzigen nicht abgedeckten Hahn haben wir ein ganz klein wenig geöffnet, und das hat gereicht, um ihn nicht einfrieren zu lassen. Und in der vergangenen Nacht haben wir vorsichtshalber auch alle Wasserhähne im Haus auf „leichtes Tröpfeln“ gestellt. Die Leitungen verlaufen nämlich unisoliert unter dem Haus im sogenannten „crawl space“. Das ist der Raum unter dem Fußboden, durch den man gerade so eben noch kriechen kann, auf dem Bauch, wie Winnetou, wenn er sich anschleicht.

Das Ganze [nicht frostgeschützte Wasserleitungen, Stromzufuhr oberirdisch etc.] ist – meine texanischen Freunde mögen mir verzeihen – für mich etwas (sehr) primitiv. Für mich in einem doch hochzivilisierten und hochtechnisierten Land einfach schwer vorstellbar.

Unsere Haustiere gehen übrigens ganz unterschiedlich damit um: Sally ist fast immer drinnen, aber Buster – mit seinem dicken Fell – fühlt sich selbst bei diesem kalten und schneidenden Wind draußen nicht unwohl und will manchmal gar nicht reinkommen. Nur des nachts lässt er sich schon mal überreden. Unsere Katzen sind nachts fast alle drinnen, und die meisten auch zum größten Teil tagsüber. Nur Zsa Zsa und Pepper bleiben draußen. Pepper ist noch viel zu scheu um reinzukommen [er haut ja immer noch ab, wenn wir ihm näher als auf einen Meter kommen], und Zsa Zsa fühlt sich drinnen nicht wohl. Ab und zu kommt sie mal rein, aber nach ein paar Minuten miaut sie dann schon wieder in der Nähe der Tür und will raus. Wir können uns nur vorstellen, dass sie irgendwo in der Garage [da haben wir eine dicke Decke ausgebreitet] oder im Schuppen [da gibt’s auch wärmende Unterlagen] Plätze gefunden haben, die sie ausreichend schützen. Raus aus dem Wind sind sie da ja allemal. Wir denken mal, wenn es wirklich hart auf hart ginge für sie, dann würden sie schon ins Haus kommen.

Mesquite(holz) …

… sollte man eigentlich ja eher zum Barbeque benutzen und nicht im Kamin verfeuern, aber einerseits haben wir kein anderes Holz [Mesquite ist nun mal das, was am häufigsten hier vorkommt und es wird mehr als Unkraut denn als Nutzholz betrachtet] und andererseits haben wir keinen Holzkohlen- sondern einen Gasgrill. Der ist für uns – wir grillen nicht so häufig – einfach praktischer: Gas aufdrehen, anzünden und los geht’s; und keine Probleme mit Holzkohle zum Glühen kriegen und hinterher die Asche entsorgen. Und es ist erst recht einfacher als zunächst einmal Holzscheite an-/verbrennen und dann die glühenden Reste zum Grillen benutzen. Dafür müssen wir dann auf den Räuchergeschmack des Holzes verzichten, aber man könnte das auch erreichen, indem man Holzspäne [vorher gut gewässert, damit sie nicht richtig verbrennen] in Aluschalen mit in den Grill stellt.

Mesquiteholz brennt übrigens sehr heiß. Und es ist auch sehr hart. Das stumpft die Kettensäge dann sehr schnell ab. Und was die Einschätzung als „Unkraut“ angeht: es sprießt ganz schön gut und schnell. Man kann es nur ausrotten, wenn man es wirklich mit allen Wurzeln beseitigt, oder die abgesägten Stümpfe chemisch behandelt. Ansonsten schlägt es entweder an den oberirdischen Resten wieder aus, oder es verbreitet sich mit Ausläufern unterirdisch. Die weite Verbreitung von Mesquite [als Bäume oder als Büsche] hier im südwestlichen Texas ist übrigens auf menschlichen – und zwar erst seit der Besiedlung durch Weiße – Einfluss zurückzuführen. Erst weiße Siedler haben, meist um Raum für die Viehwirtschaft zu schaffen, mit Abholzen angefangen. Aber da sie nicht die Wurzeln mit ausgerottet haben, hat Mesquite sich im heutigen Umfang verbreitet und ist (fast) zur Plage geworden.

Die Axt im Walde

Na ja, nicht unbedingt „im Walde“, aber heute habe ich mal, Im Gegensatz zu sonst, die Axt und nicht die Kettensäge oder meinen neuen „Log Splitter“ [s. auch hier] benutzt. Das ging, weil die Holzstücke, die zu spalten waren, nicht so besonders dick waren. Meistens handelte es sich da um Überbleibsel von Projekten unseres Freunds Mike Saxon. Der schreinert hobbymäßig viel – und übrigens erstklassig –  aus Mesquiteholz [s. auch hier] und den „Abfall“ bekommen dann wir zum Verfeuern. Und das ist eben häufig schon in Brett- oder dünner Balkenstärke, bzw. es sind an einer Seite halbrunde Reste von längsgeschnittenen Baumstämmen. Und wie gesagt, die lassen sich dann häufig – nachdem ich sie zuerst mit der Kettensäge auf entsprechende Länge geschnitten habe – mit der Axt spalten.

Und nachdem ich also „Holz gemacht“ habe, brennt mal wieder ein gemütliches Feuer im Kamin.

Mein neuestes Spielzeug …

… ist ein „log splitter„.

log splitter

Log Splitter

Es war schon immer sehr schwer, die Blöcke von Mesquiteholz – das ist fürchterlich hart – zu spalten. Mit der Axt war es so gut wie unmöglich, und auch mit einem Keil ging es, wenn überhaupt, nur unter großen Schwierigkeiten. Also haben wir uns dann gestern diesen elektrisch-hydraulischen „log splitter“ zugelegt. Der baut immerhin einen Druck von 5 Tonnen auf, und das scheint, nach meiner bisherigen Erfahrung, auchreichend zu sein. Jedenfalls hat er bisher noch alles geknackt, was ich ihm vorgesetzt habe. Und „geknackt“ ist wörtlich zu nehmen, denn die Blöcke reißen mit einem deutlichen Krachen, und hüpfen auch macnhmal von der Auflage. Auf jeden Fall bin ich froh, dass wir, bevor es jetzt kälter wird und wir wieder heizen müssen, dieses Gerät haben.

Und wenn das Holz dann gespalten ist, kommt es in dieses Lagergestell. Das kam heute an.

Wood Rack

Sieht doch besser aus als es einfach so auf dem Boden der Veranda zu lagern.

Und so sieht das von der anderen Seite aus:

Der Holzstapel von der anderen Seite aus

Jetzt kann der Winter kommen. Na ja, ich werde wohl doch noch mehr „Holz machen“ müssen, denn das hier wird nur ein paar Tage reichen.