Sogar eine Ölquelle …

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… kann im milden goldenen Licht des frühen Abends schön aussehen. Diese Bilder von der Ölquelle bei uns gegenüber habe ich heute am frühen Abend gemacht: Flüssiges Gold von güldenen Pumpen gefördert. Aber es kann auch ganz anders aussehen: siehe … Weiterlesen

Neues von Gegenüber

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An den beiden Ölquellen gegenüber von uns auf der anderen Seite des Highways hat man in den vergangenen Tagen begonnen, Ölpumpen, „pumpjacks“ oder auch „nodding donkeys“ [wegen der typischen Nickbewegungen disere Art Pumpen] zu installieren: Das verheißt übrigens gar nichts … Weiterlesen

Victoria Advocate | Karnes rides cycle of boom, bust (Video)

Zitat

Victoria Advocate | Karnes rides cycle of boom, bust (Video).

Der Artikel, aus dem der folgende Auszug stammt, erschien gestern als 7. Folge einer Serie über den Ölboom, den wir hier zur Zeit erleben, in der Regionalzeitung „The Victoria Advocate„. Nachdem ich schon so viel hier selber davon erzählt habe, dachte ich, es wäre interessant, auch mal aus der hiesigen Presse zu zitieren. Die gesamte Serie ist außerordentlich auschlussreich, nicht zuletzt wegen der Videos, sodass ich wirklich dachte, es sei lohnenswert, sie hier zur Kenntnis zu bringen, auch wenn sie in Englisch ist. Aber dafür gibt es ja auch die Möglichkeit einer online-Übersetzung. Zu diesem Zweck kann ich übrigens das Add-on „FoxLingo“ zum Firefox Browser nur empfehlen.

By Dianna Wray – DWRAY@VICAD.COM – Originally published May 26, 2012 at 11:03 p.m., updated May 27, 2012 at 6:49 a.m

KARNES CITY – Sitting in the bank manager’s office, the man turned to his wife.

„Show it to him, Mama,“ he said as they settled into wooden chairs across from Paul Brysch in the Karnes County National Bank.

She nodded, slid an envelope from her purse and handed it to Brysch.

A check for more than $300,000 was inside, the first royalty check from an Eagle Ford Shale well drilled on their property on the edge of Karnes County.

„Congratulations! Y’all must be thrilled!“ Brysch said.

„No, no, you don’t understand,“ the man said, furrowing his brow. „We’ve never had money like this before. What do we do with it?“

The question has been repeated across the Crossroads since the Eagle Ford Shale play began booming, but nowhere is it more poignant than in Karnes County. These days, the county is a lively place, the epicenter of an oil boom changing the face of South Texas and bringing wealth to people who have struggled and scraped for generations just to keep hold of their land.“

Zum kompletten Artikel geht es hier: The Victoria Advocate

Überdimensionierter Bunsenbrenner

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So sah es gegenüber von uns aus, nachdem das „Fracking“ abgeschlossen war: Nachdem das „Fracking“ der beiden Ölquellen gegenüber von uns beendet war, sah es eine Zeit lang so aus wie im Bild oben. Was genau das war, weiß ich … Weiterlesen

Fracking und Luftverschmutzung

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So sieht es aus, wenn gegenüber an der Bohrstelle die Dieselaggregate „volle Pulle“ laufen, um für die für das „Fracking“ nötige Energie zu sorgen – kein allzu schöner Anblick: Und das hier sieht auch nicht besser aus: Related articles The … Weiterlesen

Weitere Vorbereitungen …

… zum „Fracking“ sind im Gange. Was genau mit diesem (Bohr)gerüst angefangen werden soll, weiß ich nicht:, denn das eigentliche Bohren ist vorbei.

turm

Noch ein (Bohr)Turm?

Ich spekuliere einmal aufgrund späterer Beobachtungen: es könnte sein, dass sie das Bohrloch gespült haben, denn es wurden Rohre hineingesenkt und wieder herausgezogen, und die Rohre waren mit einem flexiblen dicken Schlauch an irgendwelche Tanks angeschlossen. Oder man hat das Bohrloch nun endglültig mit Beton ausgekleidet. Wie gesagt, ich weiß es nicht und kann nur vermuten.

Und so geht es mit diesem Turm weiter:

turm

Rohre werden angeschlossen

Man sieht ganz deutlich, dass weitere Rohre angeschlossen werden.

Kräne

Schwere Kräne bei der Arbeit

Und dann geht es mit schweren Kränen weiter, das „Fracking“ ist im Gange, …

fracking

Das "Fracking" ist im Gange

… und auf der Bohrstelle geht es so richtig rund …

fracking

Es ist viel los auf der Bohrstelle

… während im Hintergrund, auf einer anderen Bohrstelle, die schon produziert, überschüssiges Gas abgefackelt wird.

Was übrigens stimmt, und man hatte es uns ja schon vorher gesagt. das „Fracking“ ist deutlich lauter als das Bohren. Trotzdem ist es nicht zu unangenehm, denn es ist auch ein ständiges monotones Rauschen im Hintergrund. Was uns mehr stört, ist der starke LKW-Verkehr da. Es müssen jetzt ja ständig die benötigten Materialien [Sand, Chemikalien und jede Menge Wasser] angekarrt werden.  Und anschjließend muss dieses Gemisch ja auch wieder abgefahren werden, weil es nicht im Bohrloch verbleiben kann und natürlich auch nicht so einfach „in der Prärie“ entsorgt werden kann – obwohl das auch immer mal wieder vorkommt, denn sowohl Umweltschutz als auch  Kontrollen werden hier ziemlich lax gehandthabt.

Apropos Wasser: eine einzige Bohrung [und gegenüber gibt’s davon ja zwei] braucht zwischen 800.000 und 1.000.000 Gallonen. Das sind zwischen 3 und 3,8 Millionen Liter. Und die kommen hier gegenüber alle per Tankwagen. Das sind alleine dafür ca. 250 LKWs – und das nur, um das Wasser zu bringen. Wie gesagt, es kommen ja auch Sand und Chemikalien, und das Ganze muss dann auch wieder abgefahren werden. Inwieweit dieser ganze Ölboom das ohnehin knappe Grundwasser – Süd- und Westtexas ist ja nun einmal aride und wir haben zu allem Überfluss ja immer noch eine Dürreperiode – noch rarer macht, darüber gehen die Meinungen auseinander. Die Ölindustrie behauptet natürlich, sie würden andere Grundwasserschichten anzapfen als die, die die örtlichen Wasserversorgungsunternehmen nutzen, aber letzte Woche gab’s einen Bericht hier im Fernsehen, dass unser Nachbarort Falls City das Wasser rationieren musste, weil deren Brunnen nicht mehr genug liefern. Und das wurde auf übermäßige Wasserentnahme durch die Bohrunternehmen geschoben.

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Ein paar Tage lang …

… war es auf der Ölbohrstelle gegenüber ruhig, aber seit Kurzem wird da wieder gearbeitet: die Vorbereitungen für das „Fracking“ sind in vollem Gange. Zuerst, nachdem man sie vorher alle abtransportiert hatte, wurden wieder Barracken angeliefert:

Barracken

Neue Barracken werden angeliefert

Wofür sie allerdings so viele Porta Potties brauchen, entzieht sich nun wirklich meiner Kenntnis:

porta potties

Eine Barracke - aber zehn Porta Potties

Und auch weiteres schweres Gerät kommt an:

Kran

Ein ganz schön schwerer Brocken, dieser Kran

Keine Idee, was sie hier heben wollen:

Kran

Ein schwerer Kran - aber nichts hängt dran

Das Öl – oder Gas – wird bei den beiden Quellen gegenüber per Rohrleitung abtransportiert werden. Daher hoffen wir, dass weder große Tanks noch sonstige Anlagen später einmal den Ausblick verschandeln werden. Und mit Sicherheit wird keine tägliche Flotte von Tanklastwagen dort ein- und ausfahren, wie das bei vielen anderen Ölquellen hier, die nicht an eine Rohrleitung angeschlossen sind, der Fall ist.

pipeline

Die Rohrleitung wird verlegt

Und hier endet die Rohrleitung – zumindest vorläufig:

pipeline

Der Kopf der Rohrleitung

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Bohrung beendet

Am vergangenen Donnerstag war es soweit, und auch die zweite Bohrung gegenüber von uns war abgeschlossen und die gesamte Maschinerie wurde wieder abgebaut. Das Ganze ging meiner Meinung nach erstaunlich schnell, wenn man bedenkt, dass diese Bohrungen zunächst einmal in eine Tiefe von 3 bis 4 Kilometer gehen, und dann noch einmal etwa knapp 2 Kilometer horizontal. Diese Stelle bei uns gegenüber hat übrigens zwei Bohrungen, eine nach Süden und eine nach Norden. Und jetzt kann dann also – möglicherweise ist es schon im Gange – das „Fracking„, d.h. das Aufschließen des öl- und gasführenden Schiefers durch Injektion von Wasser, Sand und Chemikalien unter extrem hohem Druck,  losgehen.

Den Abbau der Maschinerie habe ich mal wieder mit ein paar Bildern dokumentiert. Schwere Maschinerie wird abgefahren:

Bohrung

Schwere Maschinerie wird abtransportiert

Auch die Barracken werden entfernt:

Bohrturm

Auch die Barracken werden entfernt

Der Steuerungscontainer wird (hydraulisch) abgesenkt:

Bohrturm

Der Steuerungscontainer wird (hydraulisch) abgesenkt

Langsam wird der Bohrturm zur Seite geneigt:

Bohrturm

Langsam wird der Bohrturm zur Seite geneigt

Noch mehr Schräglage:

Bohrturm

Noch mehr Schräglage

Ein Ende liegt schon auf dem Tieflader:

Bohrturm

Ein Ende liegt schon auf dem Tieflader

Jetzt brauchen nur noch die Plattformen abgesenkt und der Turm in zwei Hälften geteilt zu werden, ehe er per Tieflader an einen neuen Bohrort gebracht werden kann:

Bohrturm

Die Arbeitsplattform wird eingeklappt

Noch mehr schwere Maschinerie wird derweil verladen:

Bohrturm

Weiteres schweres Gerät wird verladen

Und dann, am nächsten Tag, ist der Platz absolut leer:

wellheads

Die (fast) leere Bohrstelle

Dafür, dass aus ihnen einmal über Jahre hinweg tausende von Barrels Öl strömen sollen, sehen die beiden Bohrlochköpfe [„wellheads„] eigentlich ganz unscheinbar aus.

M it diesem Bild unterbreche ich einmal, damit das Laden dieses Beitrags nicht unangemessen lang wird, und setze dann später mit Bildern von „Fracking“ fort.

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Die Bohrstelle gegenüber …

… macht zwar nicht ganz so viel Lärm, wie wir ursprünglich befürchtet hatten, dafür bekommen wir aber, wenn der Wind aus dem Südwesten kommt, manchmal – und zwar wohl am meisten bei lauen Winden und hoher Luftfeuchtigkeit – die Abgase von den Dieselaggregaten da drüben doch schon ziemlich deutlich mit. Diese Aggregate – ich denke einmal, sie produzieren Strom, der dann für alle weiteren Maschinen benötigt wird – laufen rund um die Uhr. Und wie schon früher gesagt, der Lärm, den sie produzieren, ist so schlimm gar nicht, weil es eher ein ständiges leichtes Brummen im Hintergrund ist. Wenn allerdings Rohre verladen werden oder LKWs bzw. Kräne oder sonstige Maschinen rückwärts fahren und dabei ihr automatischs „beep – beep – beep“ hören lassen, so stört das schon mehr, auch wenn es eigentlich gar nicht sehr laut ist.

Und mal sehen, wie es um den Geruch bestellt sein wird, wenn, nach dem „Fracking“, die Ölquelle einmal in Produktion geht. Wie es scheint, werden wir aber insofern etwas Glück haben, als sowohl Öl als auch Gas in einer Pipeline abtransportiert werden, sodass nicht, wie an anderen Quellen, das Öl per Tanklaster abgefahren wird, das Gas aber nur abgefackelt. Das würde wohl mehr Geruch verursachen. Und wir hoffen auch, dass alle Leitungen so dicht sind, dass nicht der typische Schwefelgeruch des Rohöls zu stark wird – wie z.B. gar nicht so weit weg, in Luling, wo die gesamte Stadt nach Öl riecht.

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Vorbereitungen zum Bohren – Teil 2

Nachdem dann vor Weihnachten die Vorbereitungen des Bohrareals abgeschlossen worden waren, ging es am Dienstag dieser Woche so richtig los.

Es fing damit an, dass der übliche Wachmann – oder sollte ich Pförtner sagen – mit seinem Wohnwagen Stellung bezog:

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Der Wachmann ist angekommen

Diese Wachmänner – oder wie man sie sonst bezeichnen soll – sind wirklich [wie auch so viele der anderen Ölarbeiter] ein reisendes Gewerbe. Sie ziehen mit ihrem Wohnwagen von einem Bohrareal zum anderen und sind am Eingang dafür zuständig, dass kein Unbefugter die Baustelle betritt und dass, wer auch immer wirklich dort zu tun hat, sich anmeldet/registriert. Per Tank {rechts im Bild] wird ihre Wasserversorgung sichergestellt, und in aller Regel gibt’s auch – damit sie nicht ihre eigene Toilette beutzen müssen, für die es ja im Gegensatz zu Caravanparks keinen ordnungsgemäßen Abfluss gibt – ein Porta Potti. Und die Stromversorgung wird über einen Generator gesichert.

Zuerst kamen die Barracken, d.h. der Ausdruck „Barracken“ ist eigentlich etwas irreführend, denn es sind richtige eingeschossige Häuser auf Rädern [hier „mobile homes“ genannt]:

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Häuser auf Rädern

Das – so ein „Haus auf Rädern“ – ist hier in den USA übrigens auch ohne Ölboom ein ganz normaler Anblick auf den Straßen: schließlich wohnen ja eine Menge von Leuten in solchen „mobile homes„, und die werden dann vom Hersteller zum Wohnort des Käufers gebracht, oder man zieht eben zusammen mit dem Haus um. Oft habe diese Transporte Überbreite, und manchmal wird das Haus auch der Länge nach durchgesägt und halbiert [für europäische Augen ganz seltsam anzusehen], damit man es auf der Straße transportieren kann. Das sind dann die sogenannten „double wides„.

Aber weiter zu den Vorbereitungen zum Bohren – mehr Maschinerie wird angeliefert:

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Hier nur eine kleine Auswahl von Bildern zu diesem Thema

Der Unterbau der Bohrplattform ist in Arbeit:

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Ein "kleiner" Unterbau

Dr eigentliche Bohrturm – in zwei Teilen auf dem Tieflader:

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Bohrturm - liegend

Der Bohrturm wird aufgerichtet …

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Der Bohrturm wird aufgerichtet

… und steht:

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Er steht

Ich war übrigens wirklich überrascht, wie schnell das ganze vonstatten ging: gerade einmal 48 Stunden nach Anliefern der ersten Maschinerie – und der Bohrturm stand!

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