Mal wieder im Friesenhaus …

Galerie

… in New Braunfels waren wir am vergangenen Freitag zur Feier von Mike’s Geburtstag. Wir waren schon viel zu lange nicht mehr im Friesenhaus gewesen, und so wurde es höchste Zeit, einmal wieder gute deutsche Küche und deutsches Bier vom … Weiterlesen

Rieevkooche, …

… wie der Kölner sagt, oder zu Hochdeutsch, damit jeder weiß, wovon die Rede ist, „Reibekuchen“ [Kartoffelpfannekuchen], gab’s heute zum Abendessen. Schon seit Längerem, genauer gesagt, seit ich in Sabrina’s [Countryskipper’s] Blog ihre Beschreibung von tradionell deujtschen Weihnachtsmarktgerichten gelesen hatte, wollte ich sie gerne auch mal wieder selber hier machen. Und hier ist das Ergebnis:

reibekuchen

Reibekuchen

Im Uhrzeigersinn, oben links angefangen:

  1. die ersten zwei liegen gerade auf dem „griddle“ [eine Mischung aus vergrößerter Pfanne und Backblech, teflonbeschichtet, und ungemein praktisch für z.B. Pfannekuchen aller Art]
  2. hier sind sie schon brauner – müssen aber noch deutlich mehr „Farbe“ kriegen
  3. fertig auf dem Teller, mit Zuckerrübenkraut
  4. eine kleine Variante des Rezepts: mit Zwiebeln

Wie bei meinen Brutzelkünsten üblich, kann ich auc hier kein genaues Rezept angeben, aber so habe ich es angefangen:

  • 4 (ziemlich große) Kartoffeln geschält und gerieben
  • 1 Ei und etwa noch einmal die gleiche Menge „eggbeaters“  [das ist ein cholesterinfreier Ersatz, zu 99% aus Eiweiß] hinzugegeben
  • Pfeffer nach Belieben
  • 1 Teelöffel Saz
  • ca. 2 gehäufte Esslöffel Mehl
  • alles gut verrühren
  • portionsweise [Größe nach Augenmaß] in der leicht eingeölten Pfanne schön braun braten

Und ich gebe dann immer Rübenkraut [ den „Grafschafter Goldsaft“ im Bild] drauf. Eigentlich werden Reibekuchen traditionell ja mit Apfelmus serviert, aber das ist nicht so mein Geschmack. Ich bevorzuge da Rübenkraut.

Und umn etwas zu experimentieren, habe ich bei der letzten Charge dann kleingeschnittene Zwiebel [1/4 große süße weiße Zwiebel] druntergemengt, un ddas hat prima geschmeckt. Natürlich ihne Rübenkraut.

To read this posting in English, click here.

Wurstfest in New Braunfels …

… ist in diesem Jahr vom 4. bis zum 13. November. Und da ich da schon immer einmal hingewollt hatte [und auch Mary hatte es mir immer schon einmal zeigen wollen], ich aber ja übermorgen schon nach Deutschland fliege, sind wir gestern nachmittag hingefahren.

Das Wurstfest in New Braunfels [gegründet wurde die Stadt übrigens von Auswanderern aus Braunfels an der Lahn] hat eine lange Tradition und hält, neben anderen Einrichtungen, gewissermaßen die deutsche Kultur – jedenfalls so, wie die Texasdeutschen sie verstehen – aufrecht. Was ich immer wiede hier beobachte: „deutsch“ heißt hier „bayrisch“. Andere Trachten, z.B., als Lederhosen und Dirndl sieht man da nicht, und auch die Musik hat überwiegend bayrischen Charakter. Ich glaube, dieses Verständnis von deutscher Kultur gilt nicht nur hier in Texas, sondern auch sonst in den USA. Das Wurstfest ist eine Art „Mini-Oktoberfest„, mit Festzelt [nicht nur eins, übrigens] mit Musi und jeder Menge an Essen und Getränken. Vieles vom Essen, das als „deutsch“ ausgegeben wird, ist allerdings eher texas- bzw. amerikanisch-deutsch. Die Haxn z.B. waren in Scheiben geschnitten und dann gegrillt. Nicht, dass sie nicht sehr lecker gewesen wären, aber es waren eben keine typisch bayrischen Haxn. Und auch „sausage on the stick“ ist beim besten Willen keine deutsche Spezialität. Aber genug der Kritik, denn es hat Spaß gemacht. Und es war die Anreise von 80 Kilometern – ist ja hier eigentlich noch der „Nahbereich“ – durchaus wert. Wir eind jedenfalls rumgelaufen und haben uns die vielen Buden mit Essen und Souvenirs angesehen. Und wie schon gesagt, die Haxn mit Sauerkraut haben wir uns auch gerne schmecken lassen. Ein Bier habe ich mir nicht gegönnt, und das war eigentlich eine Dummheit, denn es gab gutes deutsches Bier vom Fass. Aber ich hatte keine Lust, mit einem Plastikbecher voll Bier durch die Gegend zu laufen. Da fällt mir noch eine amerikanische Unsitte ein: viele – jedenfalls die, die sich nicht ímmer für einen Becher Bier anstellen wollten, haben einen Krug [hier „pitcher“ genannt] bestellt und dann aus diesem ihre Becher nachgefüllt. Das – und ich habe das hier schon vielfach gesehen, dass man nämlich erst das Bier in einen Krug zapft und es dann in einen Becher umfüllt – ist für mich nun einmal einfach eine Todsünde  bei frisch gezapftem Bier.

So, und jetzt noch ein paar Bilder:

wurstfest

Comal River und Stelzenhaus

Hier kommt der Comal River aus einem kleinen Kanal geschossen und bildet eine hübschen kleinen Wasserfall. Und im „Stelzenhaus“ im Hintergrund kann man sitzen und seine mitgebrachtes esen und Bier verzehren. Und eine Band spielte zum Tanz auf.

wurstfest

Blick vom Fluss hoch auf das Festgelände

wurstfest

Der Eingangsbereich

Drink Tickets„: Bier kann man bei solchen Festen hier nie bar an der Theke bezahlen, sondern man muss vorher Bons kaufen.

wurstfest

Die Markthalle ...

… hat im Innern alle die Stände mit Essen, Souvenirs etc., und gleich nebenan ist die große Tanzhalle.

To read this posting in English, click here.

Oktoberfest in San Antonio

Vorgestern, Freitag, den 7. Oktober, waren wir am späten Nachmittag und frühen Abend beim Oktoberfest des Beethoven Männerchors in San Antonio. Es war richtig schön und unterhaltsam da. Was mich wirklich überrascht hat: als wir unsere Essens- und Getränkemarken gekauft haben, wurde mir auf Deutsch – und zwar in fließendem Deutsch – geantwortet. Es war ein gemütlicher Nachmittag/Abend, mit Gesang durch den Chor [übrigens auch Frauen- und Kinderchor] und (Volks)musik sowie mit leckerem Essen. Wir hatten Bratwurst bzw. Leberkäse mit Sauerkraut und Kartoffelsalat [der war übrigens eher „so-so, la-la“], und ich hatte Warsteiner Dunkel vom Fass. Darüberhinaus gab es noch eine Reihe anderer deutscher Biere – vorzugsweise natürlich bayrischer – und zum Essen auch Gulasch und Kartoffelpfannekuchen mit Apfelmus. Zum Nachtisch standen leckere Kuchen und Torten zur Auswahl, aber mit Ausnahme von Apfelstreusel war eigentlich kein anderer traditionell deutscher Nachtisch/Kuchen zu haben. Unter der Rubrik „deutsche Speisen“ gab’s übrigens auch das hier in diesem Blog schon einmal beschrieben Reuben Sandwich. Aber das – im Grunde ein Sandwich mit Corned Beef und Sauerkraut – ist doch nun wohl wohl wirklich kein traditionell deutsches Gericht. Aber was soll’s: uns hat geschmeckt, was wir gegessen haben. Glück hatten wir übrigens mit dem Wetter: es war ein schöner warmer bis heißer Tag, aber die leichte bis mittlere Brise machte es erträglich, und der Regen kam erst gestern.

Das Oktoberfest hier in San Antonio beim Beethoven Männerchor findet übrigens jeweils an zwei Wochenenden [freitags und samstags] im Oktober statt.Und nicht, dass es das einzige Oktoberfest hier in Texas wäre: beileibe nicht. Oktoberfeste werden hier viele gefeiert. Und auch im Rest der USA. Hier war der Abend sehr gut besucht, würde ich sagen, mit schätzungsweise etwa 500 Besuchern gegen 18:00. Und als wir um kurz von 9 abends gegangen sind, stand am Eingang noch eine ziemliche Schlange von Leuten, die auf Einlass warteten. Der Zutritt war mit $5 pro Person unserer Meinung nach nicht teuer.

Und am 3. Dezember gibt’s einen Kristkindlmarkt. Mal sehen, was der so bietet.

Um diesen Beitrag in English zu lesen, hier klicken.

Heringsstipp mit Pellkartoffeln …

… gab’s heute Abend. Na ja, zum Pellen der Kartoffel war ich zu faul. Aber weil es sehr neue/frische waren, war es kein Problem, sie mit der Schale zu essen. Und der Heringsstipp war wirklich lecker. Neulich hatte ich bei H.E.B. Hering in Weinsoße entdeckt und erst einmal so probiert, bevor ich eine richtige „Stippsoße“ dafür gemacht habe. Diese Heringsfiletstückchen – sie waren nämlich schon geschnitten – waren gar nicht so übel. Die Weinsoße – wieviel Wein drin war, weiß ich nicht, aber Essig jedenfalls – war zwar relativ sauer, aber trotzdem schmackhaft. Zwiebeln waren auch drin. Und so habe ich dann ein größeres Glas gekauft und gestern dazu die Soße gemacht und dann über Nacht im Kühlschrank stehen lassen – zum Durchziehen.

Für die Soße habe ich zu etwa gleichen Teilen [genaue Maßangaben kann ich nicht liefern, weill ich immer „pi-mal-Daumen“ arbeite] Miracle Whip light und Hellmann’s light mayonnaise genommen, und dazu etwas von der Brühe, in der die Heringsfilets eingelegt waren. Dazu kamen ein paar kleingewürfelte eingelegte Gurken sowie gut ein Viertel gewürfelter Apfel [ich hatte Fuji im Haus] und ein bisschen auf Ringe geschnittene Zwiebeln [Schallotten, genau gesagt]. Alles habe ich gut verrührt, und dann die Heringsfiletstücke untergezogen. Und, wie gesagt, einen Tag im Kühlschrank durchziehen lassen. Eigentlich hätte zum „Verdünnen“ Sahne ja besser gepasst, aber da wollte ich wegen der Kalorien und des Cholesterins die Finger von lassen. Hat ja auch so prima geschmeckt. Und es ist noch genügend da, für morgen.

Read this blog in English here.

Kasseler und Sauerkraut …

… hatten wir vor zwei Tagen: LECKER!!! Beim Einkauf in „unserem“ HEB – wir fahren da sehr gerne nach Floresville [etwa 25 Meilen], weil es da die wesentlich größere Auswahl gibt gegenüber dem HEB in Kenedy [nur 5 Meilen] – fanden wir so richtige Kasseler Koteletts [hier als „smoked pork chops“ bekannt. „Richtig“ sage ich deswegen, weil sie erstens – als „chops“ – „mit Griff“ waren, wie man so sagt, also mit Knochen, und weil sie zweitens wesentlich dicker waren als die ohne Knochen, und also beim Garen nicht so sehr austrocknen sondern wesentlich saftiger bleiben würden. Also haben wir dann eine Packung mit zwei Kasseler Koteletts gekauft. Eigentlich ganz „untexanisch“, eine Packung mit NUR zwei Koteletts drin! Und vorgestern Abend haben wir die dann gekocht, zusammen mit Sauerkraut. Ich hatte nur ein wenig Knorr gekörnte Brühe drangetan, zum Würzen. Und mehr war wirklich nicht nötig, denn die Koteletts hatten ja einen sehr guten „Eigengeschmack“. Wie dem auch sei, sie waren einfach köstlich, so richtig wie ich es von „zuhause bei Muttern“ gewohnt war. Ich sage immer, „Da könnte ich mich glatt reinsetzen!“ Natürlich hätte eigentlich Kartoffelpürree dazu gehört, aber ich war einfach zu faul, die gekochten Kartoffel zu stampfen. Und so konnte ich dann damit eben die Brühe aufnehmen. Das war auch eine gar nicht so schlechte Lösung. Und es hat einfach großartig geschmeckt. Müssen wir dringend bald wiederholen. In diesem Zusammenhang: schade, dass ich hier keine Räuchermettwürstchen bekommen kann. Die würde ich auch sehr gerne mit Sauerkraut essen, ebenso wie in Erbsensuppe oder mit Kohl- bzw. Möhreneintopf. Aber vielleicht finde ich sie ja noch irgendwo. Ich meine mich zu erinnern, dass ich sie mal in einem Online-Angebot für deutsche Kost gesehen habe.

Read this posting in English here.

Fredericksburg Fall Foliage Frolic

So hieß die Veranstaltung unseres Radclubs, zu der wir am vergangenen Wochenende in Fredericksburg – mal wieder – waren. Wir sind schon am Freitag hin, einerseits, damit ich mich da schon ein wenig einradeln konnte, und anererseits, weil wir nun mal nicht am Samstag in aller Herrgottsfrühe aufstehen mussten. Es ist ja ungefähr zweieinhalb Stunden mit dem Auto [ca. 120 Meilen, und ich rechne ca. 55 bis 60 Meilen pro Stunde im Durchschnitt], und wir hätten schon um 07:30 Uhr da sein müssen. Es wäre also nicht in aller Herrgottsfrühe gewesen, sondern eher zu nachtschlafender Zeit. So, mit der Anreise am Freitag, war es dann doch viel weniger hektisch.

Also habe ich dann schon am Donnerstag, am Spätnachmittag, mein Rad im Wagen verstaut – das dauert doch so ca. 10 Minuten – und es sieht dann etwa so aus:

bikeinside

Mary’s Cannondale und mein altes Dancelli im Auto verstaut

Die Radträger von Bikeinside wind übrigens wirklich praktisch: man hat keinen zusätzlichen Luftwiderstand wie bei Trägern auf dem Dach, und es ragt auch nichts nach hinten über die Stoßstange hinaus, wie bei Heckträgern. Dafür nehme ich gerne in Kauf, dass es ein wenig umständlicher ist, das Rad in den Wagen zu bekommen [bei meinem Dancelli muss ich dafür nämlich den Sattel runterlassen, weil die Flaschenhalter daran zu hoch sind. Sie würden am Dachhimmel anstoßen].

Aber wieder zurück zu den Reisevorbereitungen: dazu gehört es immer auch, Sally in die Tierpension zu bringen, zu unserem Tierarzt. Wir trauen uns nicht, sie hier draußen zu lassen, wenn wir über ein paar Tage weg sind. Wir haben Angst, sie würde weglaufen – wie sie es schon einmal, vor Jahren, getan hat. Möglicherweise ist sie jetzt zwar lange genug bei uns und hat sich so an das Leben hier gewöhnt, dass sie im Garten bleiben würde, aber wir wollen das nicht riskieren. Buster ist da unproblematischer – er macht es sich dann in der Garage gemütlich und bewacht Haus, Hof und Garten. Und freut sich immer ganz riesig, natürlich, wenn wir wieder da sind. Also habe ich Sally dann am Freitagmorgen im „Patton Hilton“, wie wir Dr. Patton’s Tierpension scherzhaft nennen, untergebracht. Und gegen 09:30 sind wir dann los.

Mit einer längeren Pause in San Antonio [Arzttermin für Mary] waren wir dann gegen 13:45 in Fredericksburg und haben im Gästehaus Schmidt [das ist übrigens kein Gasthaus, sondern eine Unterkunftsvermittlung] den Schlüssel zu unserer Unterkunft, dem Metzger Sunday House, abgeholt. Oder eher, abholen wollen, denn als wir nachfragten, haben sie uns gesagt, dass sie den Schlüssel schon am Haus hinterlegt hatten. So einfach ist das hier: die legen den Schlüssel in einem Umschlag ganz einfach auf die Fußmatte am Eingang! Keine Angst vor ungebetenen Gästen!

Und das war unser kleines Häuschen:

Metzger Sunday House

Das Metzger Sunday House – Frontansicht

Metzger Sunday House

Das Metzger Sunday House – Seiten-/Gartenansicht

Metzger Sunday House

Die Veranda

Vom „Innenleben“ dieses Häuschens stelle ich hier keine Aufnahmen rein, denn die sind nicht „ausstellenswert“ geworden. Der in der Kamera eingebaute Blitz schafft es nicht zusammen mkit dem extremen Weitwinkel, das ich in Innenräumen brauche. Die Vignettierung ist viel zu stark und außerdem kommt der Schatten der Sonnenblende ins Bild. Da muss ich in Zukunft doch besser den Zusatzblitz mitnehmen.

Zu den „Sunday Houses„: Das sind kleine Häuschen, die die Farmer aus der Umgegend (in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts) in der Stadt gebaut haben, damit sie eine Unterkunft hatten, wenn sie am Wochenende mit ihrer Familie zum Gottesdienst in die Stadt kamen. Die Familie kam dann am Samstagnachmittag an und blieb bis zum Sonntagnachmittag. Manchmal waren es auch nur Frauen und Kinder, die da übernachteten, während die Männer erst am Sonntagmorgen ankamen. Diese Häuschen waren ziemlich klein. Sie hatten im Erdgeschoss ein oder zwei Zimmerchen, und – über eine Außentreppe zu erreichen – einen Schlafraum unter dem Dach. Der Anbau, den man hier auf den Bildern hinter dem Haus sieht – er enthält die Küche und das Bad – wirde erst später errichtet, zu einer Zeit, als das Haus nicht mehr als „Sunday House„, sondern als normales Wohnhaus für pensionierte Farmer diente. Das war so ab den zwanziger Jahren des vergangenen [20.] Jahrhunderts, als man Autos hatte und es also viel schneller ging, von den Farmen draußen im Umland in die Stadt zum Gottesdienst zu gelangen. Da waren dann die „Sunday Houses“ für die Übernachtung nicht mehr nötig. Unseres, das „Metzger Sunday House„, gehörte, wie der Name schon sagt, einmal einer Familie Metzger, die um die Mitte des 19. Jahrhunderts aus dem Westerwald in die USA ausgewandert ist. Und es ist immer noch in Familienbesitz.

Ein kleines Flugblatt im Haus sagt dazu Folgendes: „The home was built in 1898 by John and Mathilda Schidtzinsky Metzger to be used on weekends, as they lived 18 miles from town in Luckenbach. It was used as a home to attend church, shop, and for other in-town chores. This is the original structure.“

So, das war’s einmal für’s Erste – Fortsetzung folgt.

P.S.: Weitere Bilder von Fredericksburg stelle ich übrigens bald in meinem Blog „Pit’s Bilderbuch“ vor.

Gestern …

… war ein typischer Sonntag hier. Zuerst habe ich mal lange geschlafen – bis halb neun. Dann lecker gefrühstückt: anders als üblich, war’s ein belegtes Brot [zwei Schnitten Mehrkornbrot mit gekochtem Schinken belegt, und als „Unterlage“ keine Margarine, sondern Miracle Whip light und Senf]. Hat gut geschmeckt. Und dazu gab’s natürlich Kaffee – wie könnte es bei mir alter „Kaffeenase“ denn auch anders sein. Im Augenblick trinke ich „HEB Hauskaffee“ [100% Colombian], und der schmeckt mir prima. Und vorher gab’s, wie jeden Morgen, Orangensaft [regt an, bringt Vitamine und ist auch so gut]. Danach habe ich dann – mit dem restlichen Kaffee – etwas Zeit am Computer verbracht. Und natürlich unseren „Zoo“ gefüttert. Das ist ja allmorgendliche Routine. Und dann bin ich zur Straße getigert, um die Sonntagszeitung aufzulesen [hier wird sie ja nicht zum Haus gebracht, sondern an der Einfahrt zum Grundstück einfach hingeworfen], aber da war keine. Bin ich also wieder zurück und fand sie auf unserer Veranda. Buster hatte also mal wieder, wie so häufig, den Zeitungsboten gespielt und sie von der Straße hier zum Haus gebracht – nur ich hatte es nicht gemerkt. Dafür hat er dann, wie immer bei diesen Gelegenheiten, ein dickes Lob und einen leckeren Knochen bekommen. Und man konnte merken, er wusste genau, wofür das war und er war stolz auf sich.

Und dann hat es mich wieder in den Beinen gejuckt und obwohl ich am Samstag schon knapp 40 Meilen geradelt war, habe ich mich wieder auf’s Rad geschwungen und habe weitere 40 Meilen abgestrampelt. Da ich später unterwegs war als am Samstag, war es natürlich heißer und schwüler, aber nicht sehr schlimm [ich denke mal, nicht über 35 Grad und ca. 45%]: also „doable„. Trotzdem, die 40 Meilen waren „nicht ganz ohne“, und ich war froh, als ich wieder hier war. Eine ganz schöne Menge an Flüssigkeit hatte ich nämlich schon verloren. Vor der Tour zeigte die Waage 182,2 lbs [1 lb sind 453 Gramm] und nachher waren es nur noch 175,2 lbs. Und da das fast Alles nur Flüssigkeit ist, die ausgeschwitzt wird, waren es wohl – obwohl ich ca. 2 Liter Wasser unterwegs getrunken habe – ca. 3 Liter, die ich dennoch verloren hatte.

Als ich zurück war, habe ich mich dann trockengelegt, etwas ausgeruht und angefangen, den Flüssigkeitsverlust mit Apfelschorle [die gibt einem auch die Elektrolyte, Spurenelemente und Mineralien, die man ausgeschwitzt hat, gut zurück] wieder auszugleichen. Und dann habe ich noch den Rasen gemäht. Der wächst zwar jetzt bei der Hitze und Trockenheit langsamer, aber einmal pro Woche muss man ihn wohl doch mähen. Das hat – auch mit unseren „lawn tractor“ – immerhin noch geschlagene zwei Stunden gedauert. Aber es ist natürlich überhaupt nicht anstrengend, sofern man, wie ich gestern, das Gras nicht in den Auffangkörben sammelt [die zu leeren ist dann doch etwas anstrengend], sondern es einfach auf dem Rasen liegen lässt. Danach stand dann noch an, einige Blumen und Sträucher mit der Gießkanne zu wässern. Aber auch das ist eine der leichteren Übungen.

Anschließend war dann wirklich Duschen angesagt, und danach bin ich zum Einkaufen gefahren. Hier haben die (großen)  Supermärkte ja auch sonntags geöffnet. Und zurück zuhause gab’s dann Abendessen [Nudeln mit Hühnerbrustgeschnetzeltem], und dazu ein gutes Bier – diesmal ein mexikanisches, Negra Modelo. Hatte ich ja schon mal in Fredericksburg getrunken, und weil es mir das so gut geschmeckt hatte, habe ich es mir wieder aus dem Supermarkt mitgebracht.

Und den Rest des Abends habe ich dann ganz geruhsam mit Lesen und einem guten Merlot verbracht.

Fredericksburg

Da haben wir das vergangene Wochenende verbracht: in einem kleinen Bed & Breakfast [The Little Yellow House] in Fredericksburg, sozusagen im „bergischen Land“ von Texas [Texas Hill Country]. Wir waren ja schon einmal in diesem kleinen Häuschen gewesen, und auch dieses Mal hat es uns wieder ganz prima gefallen. Uns so sieht es aus:

Little Yelllow House

The Little Yellow House - Street View

Little Yellow House

The Little Yellow House - Garden View

„… and Breakfast“ ist dabei eigentlich nur insofern richtig, als es Gutscheine für ein Frühstück in einer der örtlichen Bäckereien gibt. Und nicht dass, wie sonst in einem B&B üblich, das Frühstück serviert wird. Aber trotzdem gefällt es uns da sehr, wie schon gesagt.

Und was das Essen und Trinken sonst angeht: als altes deutsches Siedlungsgebiet hat Fredericksburg eine Reihe von Restaurants mit guter deutscher Küche [u.A. Rouladen, Kasseler und Sauerbraten – und natürlich Sauerkraut nicht zu vergessen] und auch deutschem Bier vom Fass [im Ausländer hatte ich frisch gezapftes Warsteiner Dunkel] zu bieten. Und so haben wir es uns dann dieses mal im „Ausländer“ und bei „Friedhelm’s“ schmecken lassen. Aber am letzten Abend gab’s dann doch mehr „Einheimisches“ und wir waren in einem mexikanischen Restaurant. Und ich kann nur sagen: ein Genuss – und preiswert dazu. Hier habe ich dann auch mal ein mexikanisches Bier, Negra Modelo, probiert. Und ich muss sagen, wirklich trinkbar: ein dunkles, malziges Bier.

Aber nicht nur zum Essen und Trinken waren wir da, auch die Körperertüchtigung kam nicht zu kurz – wenigstens nicht bei mir, denn ich habe in den drei Tagen insgesamt 94 Meilen auf dem Rad abgestrampelt. [Dazu mehr in einem weiteren Posting.] Mary konnte leider weniger tun, da sie wegen ihres Beckenbruchs auf ärztliche Anordnung sich sehr ruhig verhalten muss. Was sie ausgesprochen frustriert, aber nun mal nicht zu ändern ist,

Friesenhaus

Gestern waren wir mal wieder da, im Friesenhaus in New Braunfels, mit unseren Freunden Stella und Mike Saxon. Und es war, wie immer, ein ganz prima Essen: Salat bzw. Gulasch- bzw. Erbsensuppe als Vorspeise, und dann Rouladen mit Rotkohl und Spätzle bzw. Berliner Bouletten mit Prinzessböhnchen in Speckmantel und Bratkartoffeln und als Nachtisch Kirschstrudel [der Apfelstrudel war leider ausgegangen] mit Vanilleeis bzw. ein Schokoladeneis. Alles war wie immer sehr sehr schmackhaft. Und runtergespült haben Mike und ich es mit einem frischgezapften Bitburger. Soll ich sagen, das war das Beste am Essen?! Nein, denn damit würde ich dem Koch Unrecht tun. Aber dieses leckere Bier hat den Genuss des Essens noch vergrößert.

Apropos Bier: die Auswahl an Bier vom Fass ist dort im Friesenhaus wirklich Klasse, vom König Pils über Warsteiner [auch als Dunkel] und Bitburger zu Weizen, Paulaner und mehr.

Bei der Wirtin, Frau Dirks, habe ich mich noch für ihre Hilfe und ihren Rat in Führerscheinfragen bedankt undm it dem Wirt, Herrn Dirks, habe ich mnich über das Fußballspiel Deutschland – England sowie die Schiedsrichterleistungen und technische Möglichkeiten zur Unterstützung der Schiris unterhalten.

Und bevor wir nach Hause gefahren sind, haben wir dann da noch ein Brot gekauft. Von den verschiedenen Sorten – alle herzhaft und deutlich fester gebacken als das, was man sonst hier bekommt – mögen wir Mehrkornbrot am liebsten. Und ich habe mir noch  eine Räuchermettwurst sowie zwei Dosen Bratheringe und je eine Hering in Tomaten- bzw. Senfsoße mitgenommen. Das bekommt man nämlich hier in keinem Supermarkt.