Frühstück

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Angeregt durch eine Diskussion über englisches Frühstück mit Klausbernd in seinem Blog kam mir in den Sinn, einmal hier etwas über mein bzw. über amerikanisches Frühstück zu bloggen. Fangen wir mit dem Wichtigsten an: brauchbare Brötchen gibt es hier nicht, … Weiterlesen

Brötchen …

… sind das, was ich [und übrigens auch Mary, nachdem sie deutsche frische Brötchen kennen und schätzen gelernt hat] hier vermisse – jedenfalls „richtige“, wie in Deutschland. Das is mir gerade eingefallen, als ich das Frühstück – heute gibt es bacon and eggs [mehr dazu einmal später] – gebrutzelt habe. Und eingefallen ist mir das, weil ich keinen Toast, sondern eben ein Brötchen dazu esse. Dieses Brötchen stammt aus der Bäckerei eines unserer Supermärkte – nicht vor Ort, denn der führt so etwas nicht, sonderm im immerhin 25 Meilen entfernten Floresville. Die backen da irgendwie selber, und Brötchen wie auch Brot sind dann schon besser als das, was man so im Regal kaufen kann, aber so richtig frisch aus dem Ofen habe ich sie da noch nie gesehen. Sie waren immer schon in Cellophan verpackt. Es sind Weizenbrötchen, aber kein Vollkorn, auch wenn sie für hiesige Verhältnisse einen hohen [3%] Ballaststoffanteil haben. [Auch zu diesem Angaben – die ganz anders funktionieren als bei uns in Deutschland – später mehr]. Sie sind aber von der Konsistenz her immer noch ziemlich labberig, gar nicht richtig „bissfest“.  Bessere – nämlich aus Vollkornmehl und deutlich „griffiger“ im Biss sind Brötchen, die wir in einem anderen Supermarkt [näher bei übrigens, nur ca. 5 Meilen entfernt, zwischen hier und dem Nachbarort Kenedy] bekommen. Wann immer ich die da finde, bringe ich welche mit. Aber auch wenn sie deutlich besser sind als das, was man sonst hier bekommt: sie sind nur ein magerer Ersatz für das, was ich aus Deutschland auf diesem Gebiet gewohnt bin. Für frische Brötchen wäre hier meiner Meinung nach schon ein Markt. Oder auch nicht, denn wie sollte man sie, bei den Entfernungen hier, schon kostengünstig an die Haustür liefern. Das wäre wohl nur im Ort möglich. Und ob die Leute hier in der Frühe bei einem Bäcker vorbeikommen würden, um sie zu kaufen? Möchte ich bezweifeln. Viele gehen hier ja schon zum Frühstück aus essen. Es gibt hier [typisch amerikanisch], von Sam’s Tacos über Dairy Queen bis zum örtlichen Apotheker [ja, auch da trifft man sich zum Morgenkaffee!], eine ganze Reihe von (kleinen) Lokalen, die zum Frühstück geöffnet haben. Vielleicht aber wäre genau das richtig, nämlich diese mit frischen Brötchen zu beliefern. Wäre eigentlich eine ganz gute Geschäftsidee, denke ich, wenn da nur nicht das frühe Aufstehen wäre! Die „ganz richtigen“ bzw. guten, bissfesten Brötchen bekommen wir übrigens nur bei Whole Foods in San Antonio. Aber bei 55 Meilen Entfernung fährt man da ja nicht mal eben zum Brötchenholen hin!