Cooper’s in Llano – das beste Barbeque in Texas

Galerie

Gestern Abend, auf dem Rückweg von Fredericksburg nach Kingsland, waren wir in Llano bei Cooper’s zum Barbeque zu Abend essen, und ich kann nur meinen Eindruck, den ich vor Jahren bei einem Besuch dort gewonnen hatte, bestätigen: es ist das … Weiterlesen

Mesquite(holz) …

… sollte man eigentlich ja eher zum Barbeque benutzen und nicht im Kamin verfeuern, aber einerseits haben wir kein anderes Holz [Mesquite ist nun mal das, was am häufigsten hier vorkommt und es wird mehr als Unkraut denn als Nutzholz betrachtet] und andererseits haben wir keinen Holzkohlen- sondern einen Gasgrill. Der ist für uns – wir grillen nicht so häufig – einfach praktischer: Gas aufdrehen, anzünden und los geht’s; und keine Probleme mit Holzkohle zum Glühen kriegen und hinterher die Asche entsorgen. Und es ist erst recht einfacher als zunächst einmal Holzscheite an-/verbrennen und dann die glühenden Reste zum Grillen benutzen. Dafür müssen wir dann auf den Räuchergeschmack des Holzes verzichten, aber man könnte das auch erreichen, indem man Holzspäne [vorher gut gewässert, damit sie nicht richtig verbrennen] in Aluschalen mit in den Grill stellt.

Mesquiteholz brennt übrigens sehr heiß. Und es ist auch sehr hart. Das stumpft die Kettensäge dann sehr schnell ab. Und was die Einschätzung als „Unkraut“ angeht: es sprießt ganz schön gut und schnell. Man kann es nur ausrotten, wenn man es wirklich mit allen Wurzeln beseitigt, oder die abgesägten Stümpfe chemisch behandelt. Ansonsten schlägt es entweder an den oberirdischen Resten wieder aus, oder es verbreitet sich mit Ausläufern unterirdisch. Die weite Verbreitung von Mesquite [als Bäume oder als Büsche] hier im südwestlichen Texas ist übrigens auf menschlichen – und zwar erst seit der Besiedlung durch Weiße – Einfluss zurückzuführen. Erst weiße Siedler haben, meist um Raum für die Viehwirtschaft zu schaffen, mit Abholzen angefangen. Aber da sie nicht die Wurzeln mit ausgerottet haben, hat Mesquite sich im heutigen Umfang verbreitet und ist (fast) zur Plage geworden.

Amerikaner grillen beeindruckend anders

„Grillen kann jeder – irgendwie zumindest. Beim Grill-Hersteller Weber in Chicago lernt man dagegen die hohe Kunst des Barbecue. […]“

Diesen Artikel fand ich kürzlich in der online-Ausgabe der „Welt„: nett zu lesen und nicht so ganz fürchterlich ernst zu nehmen.

Zum Artikel geht es hier.

Und das „Gerät“ hier wäre mein Wunsch:

Chuckwagon Grill & Smoker

Grillsaison eröffnet

Eigentlich hätten wir, was das Wetter angeht, ja schon viel früher den Grill anwerfen können, aber heute haben wir es dann endlich getan. Es ist zwar nur ein Gas- und kein Holzkohlengrill, und das Fleisch bekommt daher kein Holzaroma [hier grillt man üblicherweise mit Mesquiteholz und das gibt ein vorzügliches Aroma], und ich habe das Fleisch auch weder mariniert noch gewürzt, aber es war trotzdem ausgezeichnet. Und dazu kommt, dass die Steaks hier in Texas ja auch richtig texanische Ausmaße haben! Und so gab es dann ein T-Bone und ein Sirloin Steak. Letzteres war dann wirklich texanisch in den Ausmaßen: mehr als doppelt handgroß. Allerdings ist das Fleisch hier normalerweise etwas weniger abgehangen als in Deutschland und wird daher leichter etwas zäh. Aber das kann man ja aufpassen und es nicht „zu Tode“ grillen. Und es läuft auch mehr ein beim Grillen. Aber all das tut dem Appetit keinen Abbruch.

Demnächst werde ich dann mal probieren – wie es geraten wird – eine kleine Aluschale mit vorher gewässerten Mesquiteholzspänen mit auf den Grill zu geben. Das sollte dann das Aroma auf’s Fleisch übertragen.

Steaks "Texan Size"