Sommerzeit

Kurzmitteilung

Die Umstellung auf Sommerzeit, auch „Daylight Savings Time“ genannt, ist hier schon in der vergangenen Nacht erfolgt – man hat uns also eine Stunde „geklaut“.  😉  Und somit sind wir jetzt gegenüber Deutschland nur um 6 Stunden zurück, bis da am 31. März auch die Uhren auf Sommerzeit umgestellt werden. Was der ganze Quatsch mjit Sommer- und Winterzeit eigentlich soll – ich weiß es nicht. Für mich ergibt es keinen Sinn. Da lobe ich mir Arizona: die machen den Unsinn nämlich nicht mit! Und warum eigentlich stellen wir hier in den USA die Uhren an einem anderen Tag um als in anderen Ländern – wenn denn schon umgestellt wird.

Da fällt mir noch ein: wir hier in Texas sind übrigens in der „Central Standard Time Zone„.

Wie ich ja immer sage, …

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… wenn auf einem Parkplatz eine Mercedes S-Klasse aussieht wie ein Mittelklasse-Wagen, dann ist man in Amerika. Und wenn die S-Klasse aussieht wie ein Kleinwagen, dann ist man in Texas.  😉  Hier, mit einem Bild aus dem Hafen von Fulton … Weiterlesen

Die Schönheit von Texas – von der Golfküste zur Hill Country

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Außer den Beschreibungen, die ich schon zitiert habe, hat Michener in seinem Buch „Texas“ noch mehrere, aus der Sicht seines fiktionalen Charakters Ludwig Allerkamp in der Mitte des 19. Jahrhunderts: “[…] this central part of Texas consisted of five clearly … Weiterlesen

Texas Hill Country – die Zweite

Kurzmitteilung

Vor ein paar Tagen habe ich schon einmal einen Lobgesang über das „bergische Land von Texas“ [Texas Hill Country] aus James Michener’s „Texas“ hier gepostet. Hier ist nun ein weiterer:

“[…] the fifth and most noble strip [of Texas], those marvelous, quiet lands which lay to the west of the Balcones. […] the very best part of Texas, the hill country.

[…] they found themselves surrounded by low, wooded hills of the most enchanting variety, graced by exquisite valleys hiding streamlets. The scene changed constantly […], now opening out into vistas, now closing in so that they could see only short distances ahead.

James Michener, Texas (New York, 1985), pp. 602 f.

Texas Sharpshooting

Diesen Begriff [über den ich heute in einem ganz anderen Zusammenhang, nämlich in einem Artikel in der Washington Post zum Thema Erdbeben, gestolpert bin] kannte ich bisher noch nicht. Lt. Beschreibung/Definition in dem Artikel geht „Texas sharpshooting“ so: man schießt auf die Wand einer Scheune und malt dann das „bull’s eye„, also das Ziel, um das Einschussloch. Das ist nun einmal wirklich eine (Schuss)technik nach meinem Geschmack!  😉  Ich habe ja schon immer gesagt, dass ich nicht nur ein Schrotgewehr haben muss, um mein Ziel zu treffen, sondern dass ich mein Ziel auch nur dann treffe, wenn es mir in den Schuss läuft.  😉  Aber ich habe wirklich nicht gewusst, dass die Texaner als so schlechte Schützen gelten.

Apropos meine Schießkünste: Wie ich schon früher hier geschrieben habe, bin ich froh, dass wir noch das Schrotgewehr von Mary’s Vater haben, denn das hat ein Magazin für 5 Schuss und ist halbautomatisch [d.h. ich muss noch nicht einmal repetieren], während Mary’s eigene (kleine) Schrotflinte nur einschüssig ist. Sollte ich nämlich jemals ein Schrotgewehr benutzen müssen, um auf (Klapper)schlangen zu schießen, dann werde ich mit (ziemlicher) Sicherheit mehr als einen Schuss benötigen. Und mit Mary’s einschüssiger Flinte wäre die Schlange entweder schon weg oder hätte mich schon gebissen, noch ehe ich nachgeladen hätte. Für mich wäre eine Donnerbüchse das ideale Gewehr, oder aber die abgesägte Schrotflinte, die der Charakter Mississippi [gespielt von James Dean] im Film El Dorado benutzt.   😉   Na ja, abgesägte Schrotflinten sind natürlich illegal, und Donnerbüchsen stammen ja wohl aus einer längst vergangenen Zeit. Also braiche ich wohl einfach noch (viel)  mehr Übung mit der Remington/Browning von Mary’s Vater.

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Was mir hier fehlt, …

Wurst

Wurstaufschnitt

… ist Wurstaufschnitt wie im Bild oben. Da hat Texas – und ich glaube,  nicht nur Texas, sondern die gesamten USA – nun wirklich nichts zu bieten. Selbst die sogenannten „German Delis„, sei es lokal oder im Internet, kann man getrost vergessen. Ein richtig geräucherter Schwarzwälder Schinken z.B. – um nur ein Beispiel zu nennen – ist hier absolut unbekannt. Dasselbe gilt übrigens auch für Käseaufschnitt: das Angebot da ist minimal.

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Dürre(perioden) in Texas

Das folgende Zitat habe ich gerade in Elmer Kelton’s „The Time It Never Rained„, das ich gerade mit großen Vergnügen und Interesse lese, gefunden: „Other places might have several drouths in a single summer. Texas was more likely to have several summers in a single drouth. Drouth here did not mean a complete absence of rain. It meant extended periods of deficient rainfall, when the effects of one rain wore off long before the next one came so that there was no carryover of benefits, not continuity.”

Hoffen wir einmal, dass wir nicht eine wirklich länger andauernde Dürreperiode bekommen, wie in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, über die Kelton schreibt.

Wir hatten in 2011 übrigens 15,2 Zoll [das entspricht 386,08 Liter/Quadratmeter] und ist knapp die Hälfte des jährlichen Durchschnitts seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1871, s. Monthly/Annual Average Precipitation, San Antonio/TX und Weather.com, Climate for San Antonio, Texas.

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Texanischer Wein

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Passend zum vergangenen Eintrag, hier noch ein paar Memerkungen zu Wein in Amerika im Allgemeinen und zu texanischem Wein im Besonderern: Fangen wir einmal damit an, dass man hier kaum deutschen Wein – jedenfalls keinen, der meiner Meinung nach „trinkbar“ … Weiterlesen

Vorbereitungen zum Bohren – Teil 1

Zuerst, nachdem das Areal von Gras und Buschbestand geräumt und etwas planiert worden war, wurde ein Schotter-Sand-Gemisch [das wird hier einfach als „dirt“ bezeichnet und ist, so vermute ich jedenfalls einmal, das hier für solche Zwecke fast immer verwendete Caliche] aufgeschüttet und verteilt:

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Füllmaterial wird aufgebracht und verteilt

Das ist übrigens ein wirklich gutes Material für die Grundlage, aber auch für unbefestigte Straßen und Wege, denn es lässt sich sehr gut verdichten und verhärtet sich enorm, sobald etwas Wasser draufkommt. Wir haben es z.B. unter dem Betonboden unserer neuen Garage, und ich bin auch dabei, es auf unseren beiden Zufahrten zu verteilen. Apropos verhärten: den lose aufgeschütteten Haufen, den wir bekommen haben, musste ich schon nach einem guten halben Jahr mit der Spitzhacke aufbrechen, um das Material dann in die Schubkarre schaufeln zu können.

Aber weiter zu den Bohrvorbereitungen. Es kommt Wasser [einerseits um Staub zu verhindern andererseits aber auch zum Verhärten] drauf und es wird verdichtet:

pad

Es wird gewässert und verdichtet

Ganz schön schweres Gerät:

bulldozer

Bulldozer im Einsatz

Danach wurden dann die ersten kleinen Löcher gebohrt und ein paar Rohrleitungen verlegt, aber dazu hatte ich ja schon ein Foto gepostet. Und dann war erst einmal für etwa zwei Wochen Ruhe, bis es nach Weihnachten weiter ging. Dazu dann ein weiterer Beitrag, damit hier nicht zu viele Bilder die Ladedauer beeinträchtigen.

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Jetzt wird wirklich gebohrt

Nachdem vor Weihnachten die wesentlichen Vorbereitungen, z.B. planieren und Leitungen verlegen [davon in einem anderen Beitrag mehr Bilder], abgeschlossen worden waren, ging es dann ab Dienstag richtig zur Sache [auch davon mehr in einem weiteren Beitrag],  und seit gestern steht der Bohrturm. Und so sieht’s jetzt aus, direkt gegenüber von unserem Grundstück – leider:

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Der Bohrturm, von unserer Veranda aus gesehen

Kommen wir der Sache etwas näher:

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Der Bohrturm, von unserer Einfahrt her gesehen

Eine halbe Stadt – na ja, das ist wohl leicht übertrieben, aber so etwa 10 Fertighäuser sind es schon, denke ich mal – haben sie gleich mitgebaut. Ein paar sieht man im Vordergrund. Die heißen hier „mobile homes“ und kommen vollkommen fertig per LKW – und werden, wenn der Spuk vorbei ist, einfach zur nächsten Bohrstelle verfrachtet.

Und noch etwas näher:

rig

Das ist schon ein gewaltiges Monstrum!

Trotz der Ausmaße und trotz der Maschinerie drumherum ist es übrigens leiser, als ich vorher befürchtet hatte. Man hört eigentlich nur ein ständiges leichtes Brummen – nicht weiter schlimm. Mal sehen, wie es wird, wenn das eigentliche „Fracking“ beginnt. Man sagt, das sei viel lauter. Der Verkehr auf dem Highway ist da jedenfalls jetzt noch deutlich lauter und übertönt das Bohrgeräusch fast immer. Und weil der Verkehr auch unterschiedliche Lautstärken hat, stört er meiner Meinung nach mehr. Lässt sich aber leider nicht ändern, denn wir können unser Haus ja nicht verlegen: es ist ja schließlich kein mobile home.

Im Licht des frühen Abends …

rig

Abendstimmung am Bohrturm

… und in der Nacht …

rig

Nachts am Bohrturm

… sieht es schon fast stimmungsvoll aus: Technik kann eben auch durchaus schön sein.

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