Texaner

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Im Augenblick lese ich u.A. gerade Krimis von Erle Stanley Gardner. In seinem Vorwort zu „The Case of the Terrified Typist“ beschreibt er den typischen Texaner – zugegebenermaßen wohl mit (einigen) Klischees aber dennoch m.E. zutreffend – so: „Texans don’t … Weiterlesen

Unter Seglern gibt es den Spruch, …

Kurzmitteilung

… „Nur Regattasegler, Charterer und Idioten bolzen gegenan.“ Viellicht sollte ich den Spruch etwas umwandeln, so in etwa, „Nur ‚Zug’roaste‚ – um mal diesen bayrischen Ausdruck zu verwenden – und Idioten arbeiten währedn der größten Hitze des Tages anstatt, wie jede vernünftige Person es tun würde, sich den Landessitten anzupassen und Siesta zu halten. Dieser Resident Alien alias Idiot  😉  musste natürlich mal wieder während der größten Hitze, ziwschen 12:30 und 14:30, raus und schwer im Garten arbeiten: „moving dirt“, wie es hier heißt, d.h. also Schotter in die Zufahrt rund ums Haus karren und verteilen. Ganz schöne Schufterei! Und schweißtreibend! Ich habe in den zwei Stunden 2 Pfund abgenommen, und das ist so gut wie ausschließlich Flüssigkeitsverlust. Die paar Fettzellen, die dabei verbrannt werden, sind ja nun wirklich nicht der Rede wert.

Fußball in Deutschland – Football in Amerika

Kurzmitteilung

Ziwschen American Football und Fußball in Deutschland gibt es einen ganz bedeutsamen Unterschied, den ich noch nirgendwo erwähnt gefunden habe: das Verhalten der Zuschauer/Fans. Hier in den USA sind die Fans zumindest ebenso enthusiastisch wie in Deutschland, wenn nicht noch (wesentlich) enthusiastischer, wenn ich all das Anfeuern, das „Tailgating“ etc. denke. Aber der ganz wesentliche, entscheidende und absolut wohltuende Unterschied liegt im vollkommen friedfertigen Verhalten der Fans, sowohl gegenüber den Gästen als auch der Heimmannschaft. Pfeifen zum Ausdruck des Missfallens z.B. ist absolut unbekannt. Ein „Buh“ gegenüber den Gästen kommt schon einmal vor, ist aber die seltene Ausnahme. Gewalt irgendwelcher Art, so häufig leider in und von Hooligans auch außerhalb der deutschen Fußballstadien, ist hier – in einer Gesellschaft, die doch, wie man gemeinhin aber fälschlicherweise annimmt, von Gewalt geprägt ist – gänzlich undenkbar. Etwas wie der „Fall Pezzoni“ in Köln, wo ein – zugegebenermaßen wohl etwas unter seinen Möglichkeiten spielender Fußballer – von den sogenannten „Fans“ mit dem Leben bedroht worden ist und deswegen letztendlich um Auflösung seines Vertrages nachsuchen musste, ist hier abslout ausgeschlossen. Ebenso, übrigens, wie betrunkenen Fans oder Feuerwerkskörper im Stadion.

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Fußball

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Und damit meine ich – meine amerikanischen Freunde mögen es mir verzeihen – „richtigen“ Fußball, „soccer„, wie es hier heißt, und nicht das urtypisch amerikanische „football„. Also, zu einem „richtigen“ Fußballspiel waren wir gestern Abend [Anstoß 19:30 Uhr] in San … Weiterlesen

Bernie – der Film

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Diesen Film, „Bernie„, über einen Einbalsamierer und Vizedirektor eines Bestattungsinstituts, der die Witwe eines von ihm Einbalsamierten zunächst umwirbt, dann ihr Freund wird und sie schließlich umbringt, haben wir uns gestern angesehen und fanden ihn beide super. Da wären zunächst … Weiterlesen

Texas Sharpshooting

Diesen Begriff [über den ich heute in einem ganz anderen Zusammenhang, nämlich in einem Artikel in der Washington Post zum Thema Erdbeben, gestolpert bin] kannte ich bisher noch nicht. Lt. Beschreibung/Definition in dem Artikel geht „Texas sharpshooting“ so: man schießt auf die Wand einer Scheune und malt dann das „bull’s eye„, also das Ziel, um das Einschussloch. Das ist nun einmal wirklich eine (Schuss)technik nach meinem Geschmack!  😉  Ich habe ja schon immer gesagt, dass ich nicht nur ein Schrotgewehr haben muss, um mein Ziel zu treffen, sondern dass ich mein Ziel auch nur dann treffe, wenn es mir in den Schuss läuft.  😉  Aber ich habe wirklich nicht gewusst, dass die Texaner als so schlechte Schützen gelten.

Apropos meine Schießkünste: Wie ich schon früher hier geschrieben habe, bin ich froh, dass wir noch das Schrotgewehr von Mary’s Vater haben, denn das hat ein Magazin für 5 Schuss und ist halbautomatisch [d.h. ich muss noch nicht einmal repetieren], während Mary’s eigene (kleine) Schrotflinte nur einschüssig ist. Sollte ich nämlich jemals ein Schrotgewehr benutzen müssen, um auf (Klapper)schlangen zu schießen, dann werde ich mit (ziemlicher) Sicherheit mehr als einen Schuss benötigen. Und mit Mary’s einschüssiger Flinte wäre die Schlange entweder schon weg oder hätte mich schon gebissen, noch ehe ich nachgeladen hätte. Für mich wäre eine Donnerbüchse das ideale Gewehr, oder aber die abgesägte Schrotflinte, die der Charakter Mississippi [gespielt von James Dean] im Film El Dorado benutzt.   😉   Na ja, abgesägte Schrotflinten sind natürlich illegal, und Donnerbüchsen stammen ja wohl aus einer längst vergangenen Zeit. Also braiche ich wohl einfach noch (viel)  mehr Übung mit der Remington/Browning von Mary’s Vater.

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Kleidergrößen

Dass es hier XXl gibt, war mir ja schon lange klar. Und vor kurzem, als es um die Jerseys für die LBJ 100 Bicycle Tour ging [da betreue ich ja die Webseite], kamen mir auch 3XL-Größen unter. Aber was mir nun wirklich neu war, ist 6XL! Diese Größe fand ich in der Größentabelle eines online-Shops für Unterwäsche. Ich kann es immer  noch kaum fassen: das ist für einen Bauchumfang von sage und schreibe fast 160 Zentimeter!

Aber das beantwortet dann eine Frage, die mir immer durch den Kopf ging, wenn ich die vielen extrem fettleibigen Leute hier gesehen habe, wo man nämlich diese Zelte kaufen kann, die sie als T-Shirts tragen. Jetzt weiß ich’s: die brauchen nicht, wie ich vorher vermutet hatte, zu einer Fabrik für Zirkuszelte zu gehen.  😉

Was mir übrigens hier beim Hosenkauf gefällt: die werden nicht nur nach der Bundweite angeboten, sondern innerhalb derselben Bundweite auch mit unterschiedlichen Beinlängen [normalerweise in Abständen von 2 Zoll, d.h. 5 cm]. Das finde ich ausgesprochen praktisch. So trage ich z.B 34/36 = 86,3 cm Beinlänge bei 91,4 cm Bauchumfang. Ja, ich weiß, es ist schon peinlich, wenn die Beinlänge kürzer ist als der Bauchumfang!  😉

Ein ähnlich praktisches System gibt es übrigens auch bei Schuhkauf. Schuhe werden normalerweise in verschiedenen Weiten [z.B. DD oder E] angeboten. Da komme ich, weil ich einen etwas breiteren Fuß habe, prima mit zurecht. In Deutschland habe ich mir oft die Schuhe eine Nummer zugroß gekauft, weil sie dann in der Breite besser waren.

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Drive-In

Dass es das hier sehr häufig gibt, wusste ich ja schon. Man erledigt eben alles per Auto, und aussteigen ist verpönt: man könnte sich ja dabei bewegen! Aber dass man jetzt auch den Besuch in der Kirche per Auto als „Drive in“  erledigen kann, ist wohl doch neu – selbst hier in Texas. Dazu gab’s vorgestern einen Kurzbericht hier im Fernsehen, siehe hier: KENS5.

Allerdings: der Bericht verwechselt bzw. vermischt die Begriffe „drive in“ und „drive through„.

Was mich an dieser Haltung, alles per Auto und möglichst ohne Aussteigen erledigen zu wollen, ganz besonders stört, ist die Tatsache, dass alles natürlich auch bei laufendem Motor sein muss, denn schließlich will man ja auf den Komfort der Klimaanlage nicht verzichten. Und im Übrigen, bei den fast 100 Grad Fahrenheit [37,8 Grad Celsius], die an diesem Tag herrschten, und dazu noch in Anbetracht der Tatsache, dass die Autos ja in der prallen Sonne standen, die Innenräume also ohne Klimaanlage zu lebensbedrohenden Öfen aufgeheizt worden wären, war das ja auch nötig – jedenfalls wenn man von der Prämisse ausgeht, es müsse eine drive-in Kirche geben. Aber warum, so frage ich mich, kann man nicht auch den Wagen parken, den Motor abstellen und die paar Schritte in die Kirche, oder in die Bank etc. gehen.

Apropos Auto parken und Motor abstellen: bei all dem Geschimpfe über die hohen Benzinpreise beobachte ich hier immer wieder, dass ein Wagen mit laufendem Motor abgestellt wird, während der Fahrer einkaufen geht, irgendwo einen Kaffee trinkt oder ein Schwätzchen hält.

Und hier noch ein weiterer Link zum Thema: KENS5. Da bietet ein Pastor ein drive through für einen Kaffee verbunden mit einem Gebet an.

P.S.: Wir benutzen natürlich auch drive-throughs, aber wenigstens wir immer beim Warten der Motor abgestellt.

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Im Gefängnis

Nein, eingebuchtet haben sie mich Gott sei Dank nicht. Wir, Mary und ich, waren nur im Besucherzentrum des örtlichen Gefängnisses. Es ist eben ein Unterschied, der im Deutschen nicht so einfach wiederzugeben ist, zwischen „at the prison“ [d.h. irgendwo auf dem Gelände, z.B. als Besucher] oder „in prison“ [d.h. als Sträfling].

Aöso dann: Mary und ich haben am vergangenen Sonntagnachmittag im Besucherzentrum des Gefängnisses in Kenedy – ich nenne das auch mal „örtlich“, auch wenn es nicht das hiesige in Karnes City ist – und haben da geholfen. Dieses Besucherzentrum wurde aus Spendenmitteln erbaut und wird auch weiter aus Spendenmitteln erhalten, und es ist dazu da, dass Leute, die einsitzende Verwandte besuchen kommen – und diese Besucher reisen manchmal aus bis zu 300 Meilen Entfernung an – einen Platz haben, wo sie sich aufhalten können, bis sie aufgerufen werden für den Besuch, und dass sie nicht im Euto warten müssen. Es kann übrigens manchmal ganz schön lange dauern, diese Wartezeit. Am Sonntag gad es Leute, die über 4 Stunden gewartet haben. Das hängt davon ab, wie groß der Abdrang ist, denn es gibt nur wenige „Sprechzellen“. Und Alles geht nach dem Motto „wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. In diesem Besucherzentrum können die Leute dann lesen, etwas trinken und/oder essen, und die Kinder können spielen. Und Leute aus den örtlichen Kirchengemeinden sind da, um sie willkommen zu heißen, mit ihnen zu reden -. wenn gewünscht – und Getränke und Snacks zu reichen. Insgesamt: einfach da sein.

Außer Getränken und Snacks bietet das Besucherzentrum – alles basierend auf Spenden – auch noch Kleidung [gebrauchte] für den Fall, dass Besucher nicht passend gekleidet sind für den Besuch. Ob oder ob nicht, das entscheidet der geweilige diensthabende Gefängnisangestellte. Und wenn sie nicht passend gekleidet sind, können sie sich aus dem Fundus etwas aussuchen, anziehen und hinterher behalten. Und die Kinder können sich eines der gespendeten Spielzeuge aussuchen und nhinterher ebenfalls behalten.

Das, „community service“ bzw. „charity„, wird hier in den USA groß geschrieben. Ich führe das übrigens auf die Geschichte zurück, zum Einen auf die Besiedlung des (wilden) Westens, wo man auf einander angewiesen war, und zum Anderen auf die religiösen Bindungen.

Und so waren Mary und ich dann am vergangenen Sonntagnachmittag, von 14:30 bis 17:00 Uhr, da im Besucherzentrum und haben geholfen. Viel hatten wir nicht zu tun, und es war auch etwas langweilig, aber das kann sich ja ändern. Wir werden jedenfalls weitermachen und alle 4 Wochen für jeweils 2 1/2 Stunden da erscheinen.

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Zumindest äußerlich …

… könnte ich, mit meinen neuen Cowboystiefeln und meinem neuen Cowboyhut [ein echter Stetson aus Biberfilz], als Texaner durchgehen:

hat_and_boots

Echt Texas: Cowboyhut und -stiefel

Aber wie gesagt, das ist nur rein äußerlich. So wie ich meinen Mund aufmachen, weiß jeder natürlich sofort, dass ich kein Einheimischer bin. Mein Englisch pflege ich immer als „British English with a Cologne accent“ zu bezeichnen.

Aber zurück zum „Texaner“: schon als ich das allererste Mal hier war, hat mir Cousin Matt seinen Cowboyhut geschenkt mit der Be,erkung, „Will make a real Texan out of you yet!“ Der Hut ist aber mittlerweile nur noch „Arbeitshut“: er ist einfach nicht mehr sauber genug für „normal“. Und dann ist da auch noch der Unterschied zwischen Sommer- und Winterhut, wie ich mittlerweile gelernt habe. Im Sommer trägt man eher – wenn auch nicht unbedingt ausschließlich – einen Stroh-Cowboyhut, während es in der kühleren Jahreszeit [sofern es die denn hier im südlichen Texas überhaupt gibt] eher einen Filzhut. Einen „Sommerhut“ [also einen Cowboyhut aus Stroh] hatte ich bereits schon seit Längerem, aber ich wollte auch unbedingt einen aus Filz [also den Wintertyp] „für gut“ haben. Und so sind wir dann in der vergangenen Woche zu einem der größeren Herrenausstatter für Cowboybekleidung [d.h. natürlich nicht nur für Cowboys sondern für jedermann], Cavender Boot City in San Antonio, gefahren und ich habe mir einen zugelegt. Und außerdem wollte ich schon immer ein paar „Ausgehcowboystiefel“ haben. Und auch da bin ich fündig geworden. Damit sie zu mehr Kleidung passen, war schwarz die Farbe der Wahl, und damit es wirklich „Sonntagsnachmittagsausgehstiefel“ sind, haben sie auch ein wenig Dekoration – aber eher dezent und unaufdringlich, denke ich mal.