Diese verflixten Steuern

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Es ist doch immer dasselbe: der Staat weiß, wie er seine Bürger am besten schröpft. Und da ich nun einmal erstens deutscher Staatsbürger bin [dazu unten mehr] und meine Pension in Deutschland beziehe, und zweitens meinen Wohnsitz von Deutschland in … Weiterlesen

Wieder zuhause

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Nach einem ziemlich langen Reisetag bin ich nun seit gestern Abend wieder hier zuhause in Karnes City im südlichen Texas. Die Rückreise sah folgendermaßen aus: 04:50 Uhr Bus [Linie 604] ab Hersel, Clarenweg bis Bonn, Stadthaus. Das war übrigens der … Weiterlesen

Green Card

Kurzmitteilung

Jetzt, seit Samstag, habe ich sie, die „richtige“ Green Card aus Plastik, die für 10 Jahre gültig ist, und nicht nur die Mitteilung auf dem Papier, dass sie bewilligt worden ist. Diese jetzt ist nun gültig bis zum 21. August 2022.  🙂  Und übrigens, sie ist, im Gegensatz zu der vorläufigen, die ich bisher hatte, tatsächlich auch grün – jedenfalls zum Teil.

  • Hooray! (pitstexasexpatblog.wordpress.com)

Hurra!

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Das waren einmal gute Nachrichten heute Morgen in der Post: mein Antrag auf „removal of the conditional basis of your permanent residence status“ – wie es in „legalese“ oder auch „bureaucatese“ 😉 heißt, ist positiv beschieden worden. Zur Erinnerung: Da … Weiterlesen

Von den Vorteilen, 65 zu sein

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Nachdem ich jetzt 65 bin, kann ich, auf Antrag, auch hier krankenversichert werden. Ich hatte ganz per Zufall [im Newsletter von „The American Dream“ – den Leuten, die mir beim Besucher-Visum behilflich waren und bei denen die Green Card Lotterie … Weiterlesen

Urlaubspläne

Die kommenden Wahlen und das politische Geschachere um den Zuschnitt der Wahlkreise hier in Texas machen es etwas schwierig für uns. Ursprünglich hatten wir geplant, gegen Ende Mai und Anfang Juni unterwegs zu sein. Dieses Jahr wollen wir übrigens nicht nach „good ol‘ Germany„, sondern einmal hier in der Staaten Urlaub machen, und zwar wollen wir auf einer Rundreise mit Auto und Rad eine Reihe von schönen Radwegen – im wesentlichen „rail trails“ [das sind aufgelassene Eisenbahntrassen, die man nun in Radwege umgewandelt hat] – erkunden, so für etwa drei bis vier Wochen. Und im Herbst wollen wir dann gerne noch einmal nach West Texas [Big Bend Country], wo wir schon auf unserer Hochzeitsreise waren.

Aber zurück zum eigentlichen Thema: nach jeder Bevölkerungszählung [die findet hier alle 10 Jahre statt, und die letzte war 2010] müssen die Wahlkreise der Bevölkerungsentwicklung angepasst werden, und das führt hier in Texas immer zu Streitigkeiten über den Zuschnitt, da die jeweils regierenden Parteien die Wahlkreise so zuschneiden, dass ihre eigenen Kandidaten die größtmöglichen Chancen haben. „Gerrymandering“ nennt man das übrigens, in einem Wortspiel mit dem Namen des Mannes, der das „erfunden“ hat. Und die damit verbundene Benachteiligung der Oppositionspartei führt dann regelmäßig dazu, dass das Ganze vor Gericht endet – abgesehen davon, dass auch noch eine Prüfungskommission in Washington über die Rechtmäßigkeit der neuen Wahlkreise entscheiden muss. Und dieses unübersichtliche und langwierige Verfahren – Einzelheiten erspare ich mir hier – hat in diesem Jahr [drei Instanzen sind beteiligt] für eine deutliche Verzögerung gesorgt. Der urspünglich für die Vorwahlen [zu dem auch Kandidaten für örtliche Wahlämter zur debatte stehen] geplante Termin ist schon längst verstrichen, und jetzt ist dafür der 29. Mai im Gespräch. Und da Mary die Vorsitzende der Demokratischen Party hier für Karnes County ist, wäre es eigentlich nötig, dass sie während er gesamten Vorbereitungsphase hier anwesend ist, um für Auskünfte und Hilfestellung zur Verfügung stehen zu können. Mal sehen, wie sie sich entscheidet. Im Augenblick planen wir noch, unsere Tour vorzuverlegen und ab etwa Mitte April für drei Wochen zu verreisen: hoffentlich klappt’s.

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Green Card Status – Update

Jetzt weiß ich nun wirklich, warum USCIS [United States Citizenship and Immigration Services]  mir gleich mit der Bestätigung, dass mein Antrag auf Verlängerung der Green Card eingegangen ist, auch eine schriftliche Bestätigung mitgeschickt hat, dass meine Green Card (schon einmal provisorisch) um ein Jahr verlängert worden ist. Nachdem ich immer wieder auf deren Webseite nachgesehen hatte, wie es denn um die Bearbeitung meines Antrags bestellt ist [ich finde prima, dass man das online checken kann], und es da immer nur hieß „initial review„, habe ich eine weitere dort angebotene Servicemöglichkeit genutzt, nämlich die durchschnittliche Bearbeitungsdauer für einen solchen Antrag [geht für alle Anträge/Formulare dieser Behörde und fände ich auch für Deutschland sehr praktisch] nachzusehen. Und da hieß es dann für das Vermont Service Center, das für meinen Antrag zuständig ist: durchschnittliche Bearbeitungsdauer 7,1 Monate! Da kann ich mich also noch in Geduld üben, denn davon ist ja noch nicht einmal die Hälfte vorbei.

Ich frage mich in diesem Zusammenhang übrigens, wie es jetzt [nicht dass ich das geplant hätte, aber man kann ja nie wissen, was so kommt] mit einer Auslandsreise wäre. Denn meine aktuelle Green Card hat ja draufstehen, dass sie nur bis zum 28. Januar gültig war. Ob da der Wisch, den sie mir geschickt haben, wirklich reichen würde für eine erneute Einreise? Kann ich nur hoffen.

Ach ja, ich kann ja noch froh sein: das Service Center in Vermont gehört wohl zu den schnelleren, denn der USA Durchschnitt der Bearbeitungszeit für diesen Antrag ist 18,1 Monate!! Was machen die da nur??!! Das Ziel der Behörde ist übrigens, den USA-Durchschnitt auf 6 Monate zu drücken.

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Unfall vor unserer Einfahrt: Nachtrag

Lt. unserem örtlichen „Käseblättchen“ war die Ursache wohl – wie so häufig – Handygebrauch am Telefon. So jedenfalls sagt es der – vorläufige – Polizeibericht, wenn auch nicht ganz eindeutig. Fest steht lediglich, das zum Zeitpunkt des Unfalls aus dem Wagen telefoniert wurde. Aber es gab auch einen Beifahrer, sodass nicht absolut klar ist – jedenfalls bis jetzt – wer denn nun telefoniert hat. Der Fahrer hat nur zugegeben, dass er unachtsam war und den stehenden Wagen vor ihm nicht bemerkt hat

Leider ist Handybenutzung während des Fahrens hier in Texas immer noch nicht verboten ist, und so wurde der Fahrer lediglich wegen unangepasster Geschwindigkeit verwarnt. Mal sehen, ob da, was ja eigentlich zu hoffen wäre, noch eine Anklage erfolgt. Denn immerhin gab es ja nicht nur eine Schwerverletzte, sondern sogar ein Tote. Und wenn, ob durch Handybenutzung abgelenkt oder nicht, jemand auf einen stehenden Linksabbieger auffährt, kann das ja wohl nur Fahrlässigkeit sein.

Aber leider nimmt man auch so etwas hier oft sehr fatalistisch hin, fast so, als ob es ein unausweichliches Naturereignis sei. Häufig findet man die Bewertung,  „Es war eben ein Unfall [„accident“], und das bedeutet dann, es gibt keinen Schuldigen. Das ist eine Haltung, die ich absolut nicht verstehen kann. In dieses Bild passt auch die Nachricht, dass gestern in San Antonio eine Fußgängerin beim Überqueren der Straße von einem Wagen erfasst und getötet worden ist, der Fahrer aber, obwohl er zugegeben hat, er habe wegen einer vereisten Windschutzscheibe nichts sehen können, trotzdem lt. Aussage der Polizei kein Verfahren zu erwarten hat! [siehe auch hier: Pedestrian Killed] Für mich einfach unfassbar.

Und noch eine Bemerkung zum Verbot der Handybenutzung am Steuer: das texanische Parlament hatte dieses Verbot in der vergangenen Legislaturperiode beschlossen, aber unser trefflicher Gouverneur, der seinen Rat ja von Gott bezieht, hat dieses Gesetz mit seinem Veto gekippt – mit der wunderbaren Begründung, es griffe zu sehr in die Persönlichkeitsrechte ein. Aber ein Gesetz, das Schwangere, die einen Schwangerschaftsabbruch planen, sich vom Arzt erläuterte Ultraschallbilder des Fötus ansehen und einer Beratung durch Abbruchsgegner unterziehen müssen, das hat er natürlich freudig unterzeichnet und sieht darin keinen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte!

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Fingerabdrücke

Gestern morgen, schon um 8, hatte ich einen Termin beim Application Support Center des US Customs and Immigration Service, für Fingerabdrücke und ein Foto. Meine Green Card war ja zunächst einmal nur temporär für zwei Jahre ausgestellt. Das ist immer so, wenn man die Green Card durch Heirat erwirbt und die Heirat erst kurz vor dem Antrag für die Green Card erfolgt ist. Man will hier einfach sicherstellen, und ich kann es auch verstehen, dass es keine Scheinheirat nur zum Erhalt der Green Card war. Daher läuft sie nach zwei Jahren ab, und man muss nachweisen, dass man immer noch als Ehepaar zusammen lebt.

Die Verlängerung muss man in einem Zeitfenster vom 90 Tagen vor Ablauf [in meinem Fall ist das am 28. Januar des nächsten Jahres] beantragen; und das hatten wir dann schon Anfang November getan. Dazu reicht man ein:

  • das ausgefüllte und unterschriebene Antragsformular I-751: Petition to Remove Conditions of Residence [ohne Formulare geht eben auch hier gar nichts]
  • Unterlagen, die belegen, dass man immer noch zusammen lebt [z.B. gemeinsames Konto, Strom-, Gas- u.ä. Rechnungen auf den gemeinsamen Namen, plus – verpflichtend – mindestens zwei eidesstattliche Erklärungen von Leuten, die einen kennen und bezeugen können, dass man noch zusammen lebt]
  • einen Scheck in Höhe von $590 [$505 für die Bearbeitung und $85 das Abnehmen der Fingerabdrücke] – die lassen sich das hier ganz schön was kosten

Und für gestern hatte ich dann den Termin in San Antonio für Fingerabdrücke sowie Foto [für die neue Green Card]. Der Termin um 8 bedeutete natürlich – leider – dass ich schon zu einer ganz unchristlichen Zeit [05:15  :(] aufstehen musste, denn ich wollte mich ja noch „landfein machen“ [rasieren und duschen]. Außerdem wollte ich in Ruhe frühstücken, um dann gegen 06:30 losfahren zu können. Es war ja damit zu rechnen, dass ich in San Antonio in die morgendliche Rush Hour geraten würde. Dem war allerdings nicht so: ich bin zügig durchgekommen und war mit „Miss TomTom’s“ [so haben wir unser TomTom-Navigationsgerät getauft, wer weiblichen Stimme wegen] Hilfe schon 20  Minuten vor der Zeit vor Ort. Weil es noch ganz schon kalt war – in der Nacht hatte es wieder leicht gefroren – bin ich noch eine Weile im Auto sitzen geblieben, denn das Büro wurde erst um 8 geöffnet, und habe mich etwa 5 Minuten vor 8 in die (kurze) Schlange der Wartenden eingereit.

Pünktlich um 8 wurde die Tür geöffnet, und drinnen ging es zügig weiter: Einladung und Ausweis [irgendetwas Offizielles mit Passbild] vorzeigen, ein Formular ausfüllen [im Wesentlichen Bestätigung bzw. ggf. Korrektur der bestehenden Daten], und dann – mit einer Nummer versehen – warten. Es dauerte gar nicht lange, und ich wurde aufgerufen. Zuerst musste ich meine Hände desinfizieren, dann wurden sie mit irgendeiner Flüssigkeit abgerieben [ich nehme mal an, um Fett- und/oder ähnliche Rückstände zu beseitigen], und dann wurden meine Fingerabdrücke genommen. Ach ja, meinen Ehering hatte ich vorher abnehmen müssen. Die Fingerabdrücke waren:

  • zuerst alle vier Finger [außer dem Daumen] von beiden Händen
  • dann beide Daumen
  • und zuletzt alle anderen Finger außer den Daumen noch einmal separat

Danach wurde ein Foto [Brustbild] von mir gemacht, von dem allerdings nur der Kopf verwendet wurde. Ich wurde sogar gefragt, ob ich mit dem Foto einverstanden wäre. Das kommt ja auf die Green Card. Ich fand es gut genug. Dann muuste ich noch eine Unterschriftsprobe abgeben. Auch die kommt auf die Karte. Und zuletzt wurden die Fingerabdruckscans überprüft und einige wiederholt.

Auch wenn das Ganze sich lange anhört: es war sehr schnell – ich denke einmal, in etwa 5 Minuten – erledigt. Zum Abschluss wurde ich noch gefragt, wie ich mit dem Service zufrieden gewesen sei, und ich konnte nur sagen: absolut zufrieden. Das hat die Dame dann auf einem kleinen Zettel angekreuzt, den ich bekam, mit der Bitte, ggf. noch meinen Kommentar hinzuzufügen, und ihn dann in eine bereitstehende Urne zu werfen. Finde ich gut, dass man hier – und das ist bei einigen Behörden so – direkt im Anschluss an die Prozedur seine Meinung dazu äußern kann.

So war ich dann, weil Alles so schnell ging, um etwa 08:15 schon wieder draußen und konnte meine geplanten Einkäufe erledigen, bevor es wieder nach Hause ging.

Und jetzt warten wir darauf, was wir weiter hören werden. Entweder findet USCIS die eingereichten Unterlagen ausreichend, und dann schicken sie mir ohne Weiteres eine neue Green Card, diesmal dann für 10 Jahre gültig, oder sie bestellen Mary und mich zu einem Interview, wo dann endgültig geklärt wird, ob sie uns glauben, dass wir zusammen leben. Dieses Interview würde übrigens für uns beide separat geführt werden, und die Ergebnisse würden verglichen, in wieweit unsere Antworten übereinstimmen. Dabei können z.B. auch Dinge gefragt werden wie wer in der vergangenen Nacht auf welcher Seite im Bett geschlafen hat! Was macht man da bloß bei getrennten Schlafzimmern??!!  😉  Nicht dass wir die hätten – jedenfalls nicht immer. Aber wenn einer von uns einmal nicht einschlafen kann, weil der andere so sehr schnarcht, dann kann es schon einmal vorkommen, dass einer von uns ins zweite Schlafzimmer umzieht. Eine andere, weniger intime, Frage könnte auch nach der Wandfarbe in einem bestimmten Zimmer sein. Da muss ich, weil ich ja nun wirklich zwar nicht direkt farbenblind bin, aber doch meine Probleme in diesem Bereich habe [wenn es sich um Farbmischungen handelt, die rot un/oder grün enthalten], unbedingt vorher Mary fragen und die Antworten lernen. Aber hoffentlich wird es gar nicht so weit kommen.

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