Reisebericht: England- & Schottlandreise – Tag 2 [Ankunft in London – Landung & Zoll]

Da dieser Bericht etwas sehr lang geworden ist, habe ich mich entschlossen, ihn zu unterteilen.

Der Flug – Abend und Morgen

Wie schon gesagt: der Flug verlief ruhig und ereignislos. Nachdem wir unsere Flughöhe erreicht hatten, hatten wir gelegentlich einen wirklich phantastischen Ausblick, zum Beispiel auf den weit unter uns in der Tiefe in der Abenddämmerung mäandrierenden Tennessee River, und auch die Abendstimmung am Himmel kurz vor und beim Sonnenuntergang war einfach grandios.

Mary hat ihre Eindrücke in ihren Reisetagebuch folgendermaßen wiedergegeben:

Soon we’re above clouds, flying in lovely blue sky! Clouds, many white puffy clouds below us. […] As it begins to get dusky, there’s a beautiful sunny orange diffused light coming in window over Pit’s left shoulder. […] Sunset/sun is putting on quite a mystical pretty show! Thin clouds racing past little window and thicker clouds over part of sun are creating a marvellous view for Pit and me. 🙂 During supper there are intense streaks of orange in western sky.“

Und am nächsten Morgen: „Sunrise is around 06:30 – 06:45 – beautiful!

Ankunft in Heathrow

Da beim Landeanflug die Bewölkung aufgerissen war und weil wir gegen den herrschenden Westwind landen, also in einer Schleife nach Osten über London ausholen mussten, hatten wir Glück und konnten viel von London unter uns vorbeiziehen sehen, die Themse mit ihren Brücken, das London Eye [das große Riesenrad am Themseufer], um nur zwei Sehenswürdigkeiten zu nennen, sowie die gesamte City. Gelandet sind wir dann nicht ganz so früh wie angekündigt, aber dennoch 10 Minuten vor der planmäßigen Ankunftszeit, also schon um 09:20 Uhr, am Terminal 4 in London/Heathrow. Allzu lange dauerte es nicht – obwohl Heathrow ja ein Riesenflughafen ist – und wir waren auch am Flugsteig und konnten das Flugzeug verlassen.

Die Zollformalitäten gingen relativ zügig vonstatten. Mary, als nicht EU-Bürgerin, musste übrigens durch eine andere Kontrolle für ihre Papiere als ich. Außerdem hatte sie schon im Flugzeug eine „Sonderbehandlung“  😉  erfahren: sie hatte nämlich im Gegensatz zu mir schon an Bord des Flugzeugs eine sogenannte „Landing Card“ [die kannte ich noch von früheren Reisen in den 60er und 70er Jahren nach Großbritannien] ausfüllen müssen – was mir als EU-Bürger erspart blieb. Für sie dauerte die Zollprozedur etwas länger, wohl weil in der Schlange mehr Menschen bzw. weniger Beamte waren. Übrigens: als sie „bearbeitet“ wurde und mir zuwinkte [ich wartete da nämlich schon am Ausgang auf sie] meinte der Beamte, nachdem sie ihm erklärt hatte, ich sei ihr Gatte, wir hätten auch zusammen durch eine der beiden Kontrollstationen [entweder für EU-Bürger oder eben für Nicht-EU-Bürger] gehen können. Wie dem auch sei: die gesamte Zollprozedur ging erheblich schneller als bei der Einreise in die USA, wo ja immer wieder Fingerabdrücke genommen und ein Foto gemacht wird – jedenfalls für Nicht-US-Bürger wie z.B. mich.

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22 Gedanken zu „Reisebericht: England- & Schottlandreise – Tag 2 [Ankunft in London – Landung & Zoll]

  1. Sehr schön auch, wie Deine Frau die Wolken und den Sonnenuntergang und -aufgang beschrieben hat.
    Der Flughafen Heathrow ist leider das einzige, was ich von England kenne. 🙂
    LG Gabi

  2. Lieber Pit, ich kann dir gar nicht sagen, wie dankbar ich bin, dass ich heute so bequem von Köln/Bonn nach London/Stansted fliegen kann. Ich befinde mich ja fast monatlich auf dieser Strecke und früher als es keine Alternative zu Heathrow gab, war alles viel umständlicher.
    Obwohl ich Norwegerin bin, (ausserhalb der EU) ist es easy in Eingland einzufliegen aus Deutschland (EU). Danke für den zweiten Teil des Reiseberichtes, wieder unterhaltsames lesen!
    Herzliche Grüße
    Dina

    • Liebe Dina,
      danke, dass Du Dir einmal mehr die Zeit genommen hast, hier in meinem Blog vorbeizuschauen und auch einen Kommentar zu schreiben. 🙂 Gern geschehen, was den Reisebericht angeht. Freut mich, dass es Dir Spaß macht, auf diese Weise unsere Reise zu verfolgen. 🙂 Weitere Teile sind in Arbeit. Und dann auch mit Bildern. Ich freue mich übrigens, wenn ich beim Schreiben in Mary’s Tagebuch lese und so die Reise aus ihrer Sicht erleben kann.
      Heathrow war meiner meinung nach nicht umständlich, nur die Schlange für nicht-EU-Bürger war ziemlich lang. Die Formalitäten waren dann schnell erledigt, sobald Mary einmal bis zum Schalter vorgedrungen war.
      Liebe Grüße, auch an Klausbernd und die beiden Buchfeen, und einen schönen Sonntag Euch Allen,
      Pit

  3. Das ist sehr spannend zu lesen, lieber Pit 🙂 und ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung deines Berichtes. Gut, dass Ihr einen ruhigen Flug hattet. Ich hab schon sehr unruhige erlebt und bin ohnehin nicht gerade begeistert vom Fliegen, im Gegenteil 😉

    Liebe Grüße zu dir aus dem nun sonnig-warmen Süddeutschland 🙂
    Ocean

    • Hallo Ocean,
      Freut mich, dass mein Reisebericht Dir gefällt. 🙂 Ich bin auch froh über (je)den ruhigen Flug, denn ebenso wie Du habe ich es auch schon anders erlebt.
      Die Fortsetzung des berichts ist schon in Arbeit, und dann auch mit Fotos. Aber erst muss ich einmal alle Kommentare „abarbeiten“, sonst häuft sich das zu sehr an.
      Liebe Grüße nach „good ol‘ Germany“, und einen schönen (Rest)sonntag,
      Pit

    • Hallo Nomadenseele,
      danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast, hier in meinem Blog vorbeizuschauen und auch einen Kommentar zu schreiben. Die amerikanische Staatsbürgerschaft wäre übrigens erst frühestens Anfang diesen Jahres für mich in Frage gekommen, weil man da ja mindestens 3 Jahre im Land gelebt haben muss. Nur die amerikanische geht für mich nicht, weil ich dann meine Pensionsansprüche als Beamter verlieren würde. Und die doppelte? Ich habe schon mal darüber nachgedacht, aber was hätte ich davon? Außer, dass ich hier wählen dürfte. Und dass man mir bei der Einreise nach hier nicht immer die Fingerabdrücke nimmt. Aber was soll das schon? Und dann bin ich auch etwas altmodisch. Ich müsste ja dem amerikanischen Staat meine unverbrüchliche Treue oder so schwören, und allen anderen nicht. Und das passt mir irgendwie nicht. Klingt vielleicht blöd, aber für mich ist es entweder oder.
      Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
      Pit

      • Also ich würde sofort die amerikanische Staatsbürgerschaft annahmen, alleine wegen der Einreise. Und du hättest ein eigenes Aufenthaltsrecht, ich sehe eigentlich nur Vorteile.
        Treue zum deutschen Staat? – Habe ich nicht, ich hasse dieses überbevölkerte Freiluftgefängnis hier.

        Unverbrüchliche Treue schwören nimmt in Deutschland nicht einmal mehr die (lutherische) Kirche ernst. Dann schwört man eben, Schaden wird man schon keinen anrichten, insofern geht es in Ordnung. Gerade was Staaten und anderen Organisationen angeht, bin ich überaus flexibel und wirklich erwartet das auch niemand. Was anderes ist natürlich die persönliche Ebene.

        • Hallo Nomadenseele,
          was die Einreise angeht: so schlimm finde ich die Prozedur nicht. Und das eigene Aufenthaltsrecht? Mir meiner Green Card habe ich es ja fast auch. Ok, sie kann mir entzogen werden, und in 10 Jahren muss ich sie verlängern lassen, aber beides sollte eigentlich kein Problem sein.
          „Treue zum deutschen Staat“? Da habe ich eigentlich ein zu „großes“ Wort gewählt. Und bin wohl auch etwas altmodisch. Aber was die doppelte Staatsbürgerschaft angeht: da denke ich wirklich scharz/weiß = entweder/oder. Ich persönlich meine, man soll sich entscheiden, fü den einen odder den anderen Staat, aber nicht für beide. Und Deutschland als „übervölkertes Freiluftgefängnis“? So ist es mir nie vorgekommen. Klar, weniger „überfüllt“ oist es hier in den USA und ganz besonders in einem so riesigen Staat wie Texas. Aber dioe USA haben auch ganz deutliche Schattenseiten – die ich natürlich in Kauf nehme, wenn ich hier zu leben gedenke.einen schönen Sonntag,
          Pit
          Liebe Grüße und

          • was die Einreise angeht: so schlimm finde ich die Prozedur nicht.

            Ich bin seit 2001 nicht mehr in die USA eingereist und plane das auch nicht mehr. Fingerabdruck nehmen, teilweise 4stündige Einreiseprozeduren (es gibt Leute, die meinen, die Einreise in die DDR wäre einfacher gewesen)…will ich alles nicht. Seitdem fahre ich vermehrt nach GB bzw. London.

            Und bin wohl auch etwas altmodisch. Aber was die doppelte Staatsbürgerschaft angeht: da denke ich wirklich scharz/weiß = entweder/oder. Ich persönlich meine, man soll sich entscheiden, fü den einen odder den anderen Staat, aber nicht für beide.

            Der Meinung bin ich auch, vor allem, wenn um die Einbürgerung hier in Deutschland geht.
            Trotzdem würde ich mitnehmen was geht, und zu den zwei größten Wirtschaftsmärkten der Welt freien Zugang zu haben, und leben zu können, wo man möchte ist doch ein großer Vorteil.

            Und Deutschland als “übervölkertes Freiluftgefängnis”? So ist es mir nie vorgekommen.

            Als ehemaliger Beamter hast du sicherlich auch ein anderes Verhältnis zu den ganzen Vorschriften, Gesetzen und Regeln als ich – den einen engen sie ein, die anderen führen sie aus 😉 .
            Bill Clinton soll einmal gesagt haben, dass Deutschland eine sehr schöne Stadt wäre und er hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Die übermäßige Bevölkerung und Bebauung trägt auch nicht gerade dazu bei, frei atmen zu können.

            • Hallo Nomadenseele,
              das mit teilweise 4-stündigen Einreiseprozeduren habe ich zwar auch schon in der deutschen Presse gelesen, kenne es aber nicht aus eigener Erfahrung. Mehr als 45 Minuten sind es bisher nie gewesen, und das war auch nur, als einmal zwei Jumbos (fast) gleichzeitig ankamen. Die Dauer liegt, und das war in Heathrow genauso, und ich habe dieselbe Erfahrung in Frankfurt gemacht, mehr an der Menge der Passagiere plus der geringen Zahl der offenen Schalter, und weniger an der Prozedur selber. Obwohl es natürlich ein wenig Zeit kostet, Fingerabdrücke und ein Foto zu nehmen. Aber nach den Erfahrungen von 9/11 kann ich verstehen, dass man hierzulande sicherstellen will, dass zumindest Pass und Person wirklich zusammengehören. Ob das allerdings ein wirklich geeignetes Mittel ist, Terroristen herauszufischen, das wage ich zu bezweifeln. Aber ich würde mich davon nie von einer Reise hierhin abhalten lassen: das Land ist viel zu schön.
              Apropos Einreise in die DDR: da hatte ich richtig Angst – was ich hier nie gehabt habe.
              Das mit der (doppelten) Staatsbürgerschaft werde ich mir sicherlich immer wieder durch den Kopf gehen lassen, und mal sehen, was daraus wird. Auf jeden Fall wird es Geld kosten, wenn ich es mache. Für meine Green Card habe ich insgesamt über $3000 an den amerikanischen Staat gelöhnt!
              Klar, dass ich als ehemaliger Beamter ein anderes Verhältnis zum Staat habe. Aber ich gebe zu: es gibt durchaus Vorschriften, die ich auch als einengend und – bei manchen – als völlig überflüssig empfinde. Aber das gibt’s hierzulande nun einmal auch. Und wohl auch in jedem anderen Staat.
              Schönes Zitat von Clinton übrigens. 😉 Muss ich mir merken.
              Zu „frei atmen“: ich kenne aber auch Gegenden in Deutschland, wo man das durchaus noch kann, ohne übermäßige Bebauung. Und ich kenne auch genügend Städte hierzulande, wo man ebenfalls die Luft besser nicht mehr einatmet. Übrigens: manchmal auch hier draußen auf dem Lande [s. https://pitspersoenlichesblog.wordpress.com/2012/03/14/fracking-und-luftverschmutzung/%5D
              Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
              Üit

              • Aber nach den Erfahrungen von 9/11 kann ich verstehen, dass man hierzulande sicherstellen will, dass zumindest Pass und Person wirklich zusammengehören.

                Ich finde, nicht einmal der deutsche Staat hat ein Anrecht auf meinen Fingerabdruck, weswegen ich auch keinen Reisepass habe. Und ein ausländischer Staat schon dreimal nicht. Ich würde mehr reisen, aber wenn ich abwäge, dass ich dem Staat wieder Daten liefere, dann sinkt mein Reisebedürfnis auf nahezu Null.

                Apropos Einreise in die DDR: da hatte ich richtig Angst – was ich hier nie gehabt habe.

                Dazu kann ich nichts sagen, ich war nur einmal dort mit der Schule auf der Wartburg. Die Grenzbeamten haben pro forma den Kopf in den Bus gesteckt und das wars gewesen.


                Aber ich würde mich davon nie von einer Reise hierhin abhalten lassen: das Land ist viel zu schön.

                Die USA sind ein wunderschönes Land und wenn ich mit den Amerikanern zu tun hatte, waren sie immer sehr freundlich. Aber meine Priorität liegen – siehe oben – woanders. Zum Glück liegt inzwischen alles, was mich wirklich interessiert, in Europa und seinem Dunstkreis, sodass ich so gut wie keine Einschränkungen habe.

                • Ja, es gibt wirklich überall in der Welt so viele lohnende Ziele. Ich würde mich auch gerne von woanders herumtreiben als hier in den USA, in Großbritannien und in Deutschland, aber ich kann ja nun einmal nicht das ganze Jahr über unterwegs sein.

    • Hallo Marion,
      danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast, hier in meinem Blog vorbeizuschauen und auch einen Kommentar zu schreiben. Und dankle für’s Lob. WErde ich an meine Frau weiterreichen, da sie ja in der Hauptsache diese Zeilen über den Sonnenuntergang verfasst hat.
      Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
      Pit

  4. Great story! I always love to look at the clouds and country down below too. And seeing another plane flying parralel above the clouds.
    London Heathrow has improved so much I find over the last years: it used to be such a gloomy place. I never knew European residents had to follow a procedure like non- Americans. That procedure at the American border: I always used to undergo it with patience but it is very relaxing to have a proper visa and just be waived at the border;0)
    In 1986 , on our first travels to North America,my then boyfriend ow husband had stamps in his pasport from East-Germany where he had travelled a few times. When crossing the Cn. US border, we were held by US customs for hours….those were the Cold War days;0)

    • Hi Flora,
      Thanks for having taken the time to stop by visiting my blog and for leaving a comment. 🙂 And thanks for the compliment re the story. I’ll pass that on to my wife as it was she who basically wrote about the sunset and the colours.
      I don’t know how bad Heathrow used to be as I only flew our of Heathrow to here once, in 1999. I don’t recall any of that.In Heathrow I was subject to the same procedure as other Europeans. As to the procedure when entering the US: as far as I know it doesn’t matter if you’re travelling on a visa or not. It’s always that as a non-US-citizen they take your fingerprints plus a picture. No waiver at the border. I’m just being patient there, too. I can imagine that your then boyfriend had a hard time getting into the US with stamps from a communist state in his passport. I had an interesting experience close to the Mexican border once [on our honeymoon in Big Bend Country, btw] because I didn’t have my passport with me. You can read about it here: https://pitspersoenlichesblog.wordpress.com/2010/12/06/grenzerfahrungen/
      Best regards from southern Texas,
      Pit

Lasst mal von Euch hören/lesen! Würde mich sehr freuen!

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