Reisebericht: England- & Schottlandreise – Tag 1

Karnes CitySan Antonio

Wie schon vorher gebloggt, hatte ich am Reisetag doch Schmetterlinge im Bauch und konnte schon früh nicht mehr schlafen.

Wie geplant, habe ich dann um kurz nach 8 Uhr morgens Sally und Chiquita zu unserem Tierarzt, Dr. Patton, in die Hundepension gefahren, und danach wurden dann die letzten Dinge hier aufgeräumt und eingepackt, u.A. der Laptop. Um kurz vor 10 war Mary’s Cousine Margaret schon hier, um uns zum Flughafen nach San Antonio zu bringen. Da das schon außerhalb der morgendlichen Rush Hour war, brauchten wir auch keine Sorge zu haben, dass wir unseren Flieger nach Houston [Abflugzeit 13:40 Uhr] verpassen würden. Ich weiß, es klingt übertrieben, schon um 10 Uhr bzw. noch etwas früher loszufahren, bei einer Fahrtdauer von nur etwas über einer Stunde von hier in Karnes City zum Flughafen in San Antonio], wenn das Flugzeug erst um 13:40 abfliegen soll, aber ich bin nun einmal so: ich will immer viel Zeit in Reserve haben. Schließlich weiß man ja nie, was unterwegs so Alles passieren kann. Und man soll für internationale Flüge ja auch mindestens zwei Stunden vor Abflug einchecken.

Flughafen San Antonio

Wir waren jedenfalls reichlich früh [gegen kurz nach 11] am Terminal 2 in San Antonio, und da sowohl Einchecken [unsere Boarding Passes hatten wir schon am Vortag am Computer ausgedruckt – wobei das allerdings nur für Mary klappte; ich musste mich noch zur „Gesichtskontrolle“ 😉   (oder wofür auch immer) persönlich vorstellen] als auch die Sicherheitskontrolle schnell gingen, hatten wir danach genügend Zeit, um uns noch in Ruhe in einem kleinen Restaurant ein  zweites Frühstück oder auch einen frühen Lunchsnack zu gönnen, ehe wir dann am Gate auf den Beginn des Boardings gewartet haben. Mary hatte eine Broccoli-Käse-Suppe und ich hatte ein leckeres und nicht zu scharfes Chili.

San Antonio – Houston

Unser Flieger nach Houston war, wie das auf dieser Strecke häufig so ist, ein kleineres Flugzeug [wenn ich recht erinnere, eine Embraer RJ 145]. Es hatte nur 3 Sitze pro Reihe. Um 13:19 Uhr, d.h. mit ca. 8 Minuten Verspätung, ging’s dann in San Antonio los. Wir waren aber schon um 14:04 Uhr, d.h. 8 Minuten vor der planmäßigen Ankunft, in Houston. Da allerdings in einer Ecke des Flughafens, sie eher wie ein Dritte-Welt-Flughafen aussah. Mary hat das in ihrem Reisetagebuch so beschrieben, „We are in an area of the airport that looks as if we’ve landed in Podunk, East TX! We disembark on the outside via wide stepladder and we walk short distance to warehouse-looking building.“

Zu Fuß und mit dem Skytrain – oder wie auch immer das in Houston heißt – ging’s dann zu unserem Abflug-Gate. Wobei wir, wie das bei der Ausreise zum Glück üblich ist, nicht noch einmal die Sicherheitskontrolle passieren mussten. Wir sind dann etwas im Terminal E herumspaziert und haben uns umgesehen – Zeit hatten wir ja wirklich genug, weil unser Flug nach Heathrow erst um 18:05 Uhr ging. Während ich mich dann am Gate niedergelassen habe, hat Mary sich noch ein wenig mehr umgeschaut und außerdem ihre Boarding Card elektronisch auf ihr Smart Phone heruntergeladen. Da wir ja noch etwas länger auf unser Abendessen würden warten müssen [wir haben so für etwa zwei Stunden nach dem Start damit gerechnet], haben wir dann bei Starbucks noch eine Kleinigkeit zu uns genommen [Mary ein Stück Blueberry Kuchen und ich ein Oatmeal-Raisin Cookie und einen Tall Vanilla Latte].

Houston – London

Dieses mal sind wir übrigens nicht Lufthansa geflogen, denn mit Lufthansa selber hätten wir über Frankfurt fliegen und so eine weitere Zwischenlandung und eine längere Reisedauer in Kauf nehmen müssen, sondern wir sind mit United Airlines, dem Partner von Lufthansa in der Star Alliance, geflogen, die die Strecke Houston-London in einem Direktflug bedient.

Probleme an Bord nach dem Boarding

Den Flieger von Houston, eine etwas ältliche Boeing [den genauen Typ weiß ich leider nicht mehr – jedenfalls kein „wide-body“ Jet], empfand ich als relativ beengt, und, offen gestanden, auch schon ziemlich heruntergekommen, z.B. fehlte an vielen Stellen deutlich die Farbe und auch die Innenverkleidung der Kabine hatte nicht nur deutliche „Gebrauchsspuren“, sondern wirkte auch sehr klapperig, da sie sich an mehreren Stellen löste. Dazu kam, dass die Gepäckfächer in der Kabine größenmäßig wirklich nicht mehr dem heute üblichen Standard, den ich von Lufthansa Airbussen gewohnt bin, entsprach. Mein Carry-on von ganz flugreisetauglichen und -üblichen Ausmaßen, mit dem ich bisher nie – außer in kleinen Zubringermaschinen, aber da wird auch ein Carry-on ja sowieso immer „gecheckt“, also im Rumpf untergebracht – Probleme gehabt habe, passte weder in die Überkopf-Gepäckfächer noch ließ es sich unter dem Sitz verstauen, so dass ich gezwungen war, es vom Kabinenpersonal im Bauch des Flugzeugs unterbringen zu lassen. Damit hatte ich dann natürlich während des gesamten, über 9-stündigen Fluges keinen Zugriff auf all das, was ich für unterwegs darin hatte. Dazu kam, dass das Personal nicht gerade freundlich und hilfsbereit war. Die Stewardess, die ich darauf ansprach, dass mein Carry-on nicht ins Gepäckfach passte, meinte nur, es seien genügend Gepäckfächer noch frei und ließ mich dann einfach stehen bzw. sitzen. Einen Kommentar, dass ich das von Lufthansa-Flügen nicht gewöhnt sei, konnte ich mir übrigens nicht verkneifen. Ich war daraufhin so wütend, dass ich das Carry-on einfach mitten in den Gang gestellt habe, bis sich ein anderer Steward darum gekümmert hat. Ich muss zugeben, dass sich die erste Stewardess nachher bei mir für ihr Verhalten entschuldigt hat. Aber dennoch: Service sieht für mich anders aus. Ein weiteres Negativum: meiner Meinung nach spart United Airlines deutlich am Personal. Bei Lufthansa bin ich gewöhnt, dass z.B. bei der Essens- und Getränkeausgabe jeweils zwei Personen diese Ausgabe tätigen. Hier bei United war es immer nur eine, wodurch das gesamte Verfahren deutlich langsamer vonstatten ging.

Erkenntnis

Meine Erkenntnis daraus, auch wenn der Rückflug in einem ganz neuen und modernen „Dreamliner“ [davon mehr in einem späteren Blogeintrag] in fast allen Bereichen besser war – abgesehen davon, dass auch hier genauso wenig Kabinenpersonal vorhanden war: demnächst wird es nur noch Lufthansa sein, selbst wenn ich deswegen eine weitere Zwischenlandung und eine längere Gesamtreisezeit in Kauf nehmen muss.

Komfort an Bord

Beinraum hatten wir übrigens relativ viel, denn beim online Check-in hatte ich die Möglichkeit gesehen, auf „Economy Plus“ [mit größerem Sitzabstand] umzusteigen – gegen Gebühr natürlich. Aber die größere Bequemlichkeit war mir den Aufpreis von etwa §130/Person wert.

Der Flug

Um 18:02 Uhr, d.h. also 3 Minuten vor der offiziellen Abflugzeit, sind wir dann vom Flugsteig los, waren kurz danach auch schon in der Luft und erfuhren schon bald vom Piloten, dass wir aufgrund eines kräftigen Schiebewindes etwa 30 Minuten früher [um 09:10 Uhr statt um 09:40] Uhr in Heathrow landen würden. Das war dann mal eine gute Nachricht. Zum Abendessen gab es Huhn mit Reis und Gemüse für Mary und Rindfleisch-Cannelloni für mich – so ziemlich das übliche Economy-Class Menu: nichts Besonderes, aber essbar. Nur das Brötchen, das es dazu gab, war, sagen wir einmal vorsichtig, wenig schmackhaft. Ich habe dazu gemeint, der Bäcker habe sich nicht entscheiden können, ob er eine harte Semmelknödel oder ein teigiges Brötchen machen wollte. Mary hat ihres übrigens nicht gegessen.

Während ich danach viel geschlafen habe, hat Mary gelesen, denn die Auswahl an Filmen war, wie sie in ihrem Reisetagebuch geschrieben hat, „lousy„. Sie kann auf Flügen normalerweise nicht schlafen.

Der Flug verlief im Übrigen ruhig und ereignislos und wir waren dann, nach einem Imbiss [auch nicht der allerdollsten Qualität] zum Frühstück, wie angekündigt, etwas vor der planmäßigen Ankunftszeit in Heathrow.

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14 Gedanken zu „Reisebericht: England- & Schottlandreise – Tag 1

  1. Freue mich, dass Du nun über Eure Reise berichtest. Wenngleich ich ja leider noch nicht mal Deine „alten“ Berichte fertig gelesen habe, aber bei diesem bleibe ich auf jeden Fall „dran“.🙂
    Sehr schön hast Du den Flug beschrieben.
    Mir geht es ähnlich wie Dir. Reisefieber und Flugangst lassen mich auch vorher kaum schlafen und mir geht es ja leider wie Deiner Frau. Ich kann während des Fluges auch nicht schlafen. Vielleicht mal kurz „dösen“, aber das wars dann auch schon.
    Das Personal im Flieger schien ja ein bisschen überfordert gewesen zu sein.
    Bei unserer zweiten USA Reise flogen wir mit British Airways und wir waren sehr zufrieden damit. Zum Essen konnte man auch ein kleines Fläschchen Wein haben, welches ich auch annahm. Dann trank ich noch das von meinem Mann, der es nicht wollte und der Steward war dann so nett und fragte mich, ob ich noch eines wollte.
    Ich, die ja ziemliche Flugangst hatte, war dann ganz entspannt. Bei den ersten „Rumplern“ lachte ich sogar drüber, wo ich mich sonst normalerweise immer verkrampft hatte.🙂 Und ich glaube, ich hab dann sogar ein bisschen geschlafen.🙂
    LG Gabi

    • Hallo Gabi,
      schön, dass Du wieder „da bist“ und meine Reiseberichte hier verfolgst. Vielleicht klappt es ja auch noch mit denen von 2011.
      Echte Flugangst habe ich übrigens nicht. Ich bin einfach vor jeder Reise nervös – ob Flugzeug oder Auto. Alkohol trinke ich im Flieger übrigens fast nie. Ich schlafe auch so.
      Liebe Grüße, und viel Spaß bei den Fortsetzungen meines Reise“romans“ 😉
      Pit

      • Oh, ich hoffe, das mit dem Wein ist da jetzt nicht falsch rübergekommen. Normalerweise trinke ich nie Alkohol beim fliegen, bzw. überhaupt nicht sehr viel oder oft.
        Das war nur das eine mal, dass es sich so ergeben hatte. Ich war ja auch nicht betrunken. Das hätte ich sicher nicht brauchen können, dass mir vielleicht während des Fluges oder danach auch noch schlecht wird oder so.🙂
        Es hört sich vielleicht viel an, ab es waren ja nur ganz kleine Portionen in den Fläschchen. Ich war danach halt lockerer und entspannter.
        Ich habs ja mal bei meinem Australien Bericht geschrieben, dass ich Flugangst habe. Wobei die Angst meist schon Tage vorher kommt, knapp davor und beim Start am ärgsten ist und dann so ab 1 Stunde oder so legt es sich dann, solange der Flug relativ ruhig verläuft.
        Trotzdem bin ich nie ganz entspannt und kann leider auch nicht schlafen.
        Das liegt aber auch sehr daran, dass die Sitze für mich nicht sehr gut geeignet sind. Ich bin relativ klein und dieser Wulst oben an den Lehnen, der ja für den Nacken gedacht ist, befindet sich bei mir genau am Hinterkopf und drückt mir so stetig den Kopf etwas nach vor. So kann ich die Nackenmuskeln nie richtig entspannen, sondern sie verspannen sich mit der Zeit immer mehr.
        Ich hab schon alles mögliche versucht. Ob mit diesen Nackenpolstern, die man um den Hals gibt, oder auf eine Decke oder Kissen setzen, damit ich etwas höher bin oder soweit hinunter rutschen, dass ich unter diesen Wulst komme. Es funktioniert leider nicht.

        LG Gabi

        • Hallo Gabi,
          nein, das mit dem Wein ist überhaupt nicht falsch rübergekommen! Übrigens: wenn ich einmal etwas zum besseren Schlafen trinke, dann ist es normalerweise Bier. Hopfen ist nämlich ein gutes Naturschlafmittel. An Bord trinke ich, wie schon gesagt, relativ selten Alkohol, und zwar im Prinzip deswegen, weil ich nicht mit einer „Fahne“ im Atem bei der Einreise erscheinen will.
          Dass die Sitze an Bord alles andere als zum Schlafen gut geeignet sind, das geben ich Dir gerne zu. Ich habe ganz schnell da eine steifen Nacken und manchmal auch schmerzende Schultern. Ich fand es wunderbar die paar Mal, bei denen ich Business Klasse geflogen bin, weil ich genügend Bonus-Meilen für ein Upgrade angesammelt hatte. Das war Sitzkomfort!!! Und die neuen Sitze in der Business Klasse der Lufthansa lassen sich absolut und vollständig flach stellen. Wäre Business Klasse doch nicht so teuer!
          Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
          Pit

          • Das stimmt. Das wäre schön, wenn die Business Klasse nicht so teuer wäre.

            Bier mag ich ja gar nicht. Ganz, ganz selten, das ich mal eines trinke. Und darauf werde ich tatsächlich jedes mal müde. Wäre wahrscheinlich wirklich ein gutes Schlafmittel für mich. Ich würde gar nicht viel davon brauchen.🙂
            LG Gabi

            • Hallo Gabi,
              wenn wir Glück haben, kann ich im Herbst auf unserem Flug nach Deutschland wenigstens für Mary ein Upgrade auf Business Klasse haben. Die nötigen Bonusmeilen habe ich nämlich.
              zu Bier: die Kombination Alkohol plus Hopfen ist wirklich gut zum Einschlafen. Und wenn Du Bier normalerweise nicht magst, betrachte es doch einfach als Medizin. Die schmeckt ja oft auch gar nicht gut. 😉
              Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
              Pit

              • So schlimm, dass ich Bier nicht runterkriege, ist es ja nicht. Ich hab halt nur nie Gusto auf sowas. Grad hie und da mal ein Gläschen.
                Als als Schlafmedizin wäre sie erst mal wirklch das erste Mittel der Wahl, bevor ich Pillen oder so dafür schlucke.🙂
                LG Gabi

  2. Lieber Pit, du schreibst ja wie einen Tagbuchroman! Das ist es echt toll. Ich habe es mir sofort gemütlich gemacht, eitwas Süßes zu knabbern besorgt und deine Fleißarbeit mit großem Vergnügen gelesen. Bin gespannt, wie es weitergeht!
    Jetzt gehen wir in der Sauna. In Norfolk haben wir hochsommerliche Temperaturen und nach einem langen Tag im Garten + Hecke schneiden sind wir platt, alle vier… Danach werden wieder Erdbeeren geerntet, die sind traumhaft diesen Sommer, etwas spät, aber immerhin…:-)
    Herzliche Grüße an deiner 2- und 4er Bande
    von uns allen in Cley
    Dina-Hanne

    • Liebe Dina,
      Danke für dieses Lob! 🙂 Es freut mich, dass Dir mein Reisebericht so gut gefällt, und ich werde mein Bestes tun, dass es auch so bleibt. Wie ich zu einem anderen Deiner Kommentare schon geschrieben habe, mir macht es eine große Freude, beim Abfassen dieses Berichts Mary’s Reisetagebuch zu lesen und die Reise aus ihrer Sicht nachzuvollziehen.
      Liebe Grüße aus dem südlichen Texas and Euch vier im kleinen Dorf am großen Meer, auch von Mary,
      Pit

    • Hallo Franka,
      doch, wie Du siehst, ich habe mich entschlossen, über die Reise zu schreiben. Es dauert eben nur. Zum Einen muss ich ja erst einmal in Deutsch schreiben und dann noch übersetzen, zum Anderen sind da Hunderte von Bildern zu sichten und zu bearbeiten. Also brauche ich einige Zeit.. Aber es wird weitergehen.
      Liebe Grüße aus dem südlichen Texas, heute kühler und REGNERISCH [JUHUUUUUU!],
      Pit

        • Hallo Franka,
          ich lasse mir da wirklich Zeit. Aber, wie Du ja sicherlich gesehen haben wirst, mittlerweile soind doch schon ein paar Postings online.
          Ich stimme Dir zu, es ist wirklich schön, die Reise so noch einmal nachzuvollziehen. Und ganz besonders schön finde ich es, dabei in Mary’s Reisetagebuch herumzustöbern und so Alles aus ihrer Sicht zu sehen.
          Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
          Pit

Lasst mal von Euch hören/lesen! Würde mich sehr freuen!

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