In Memoriam Buster

Am vergangenen Donnerstag war es zwei Jahre her, dass wir Buster, die treue Seele und meinen besten Freund, zum letzten Mal gesehen haben. Aus diesem Grunde hier – gewissermaßen als ein Nachruf – sein Lebenslauf:

So fing es an

Es war im Sommer 1999, ich war gerade hier zu Besuch, dass Busters Mutter als „Streunerin“ hier vorbeikam, (relativ) gut genährt übrigens und überhaupt nicht verwahrlost [ganz im Gegensatz zu Sally ein paar Jahre später], und natürlich, wie immer wenn es um herrenlose Tiere geht, von Mary aufgenommen wurde. Mary hat sie damals – wegen ihrer Farbe, in etwa rotbraun – „Rusty Sue“ genannt. Was wir beide absolut nicht mitbekommen haben, war die Tatsache, dass Rusty Sue hoch trächtig war. Ich war dann gerade wieder zuhause angekommen und Mary und ich waren dabei, uns per ICQ im Chat zu unterhalten, als Rusty Sue ihre Kleinen wohl irgendwo im tiefen Gras auf der Westseite des Grundstücks geworfen hatte und sie dann an einen sicheren Ort, und zwar unters Haus [unser Haus steht ja, wie hier vielfach üblich, auf einem Holzfundament und hat einen sogenannten „crawl space“ darunter], gebracht hat. Damals war der Zugang noch offen. Und ich erinnere mich noch genau wie Mary, die das beobachten konnte, mitgezählt hat, und sogar im Chat konnte ich lebhaft ihr Gesicht dabei sehen, als es immer mehr wurden, wie ihr Gesicht dabei immer länger wurde: 1, 2 … 7, 8, 9, 10! Richtig: insgesamt 10 Junge hatte die Dame geworfen! Entweder das, dass sie nämlich so viele Junge einfach nicht verkraftet hat und an Überanstrengung, diese zu versorgen, eingegangen ist, oder eine Giftschlange, ist ihr dann zum Verhängnis geworden. Jedenfalls ist sie unterm Haus verendet.

tails

Ten Wiggling Tails

Die Kleinen [eine bessere Aufnahme davon habe ich leider nicht] haben sich aber bemerkbar gemacht und sind rausgekommen und waren gerade groß genug, dass sie selber aus einem Napf trinken konnten, und Mary hat sie tatsächlich alle 10 durchgebracht! 8 davon hat sie bei Bekannten, Freunden und Schülern untergebracht, und zwei hat sie behalten, Buster eben und seine Schwester Ruby.

R&B

Ruby & Buster

Die ersten Jahre

Die beiden waren ziemlich unzertrennlich und ganz große Streuner: sie haben mindestens das halbe, wenn nicht das ganze Karnes County und vielleicht sogar die Nachbarcounties unsicher gemacht und sind auf ihren Streifzügen manchmal tagelang weggeblieben. Ruby ist dann allerdings leider im Alter von etwa drei Jahren hier auf dem Highway vor unserem Grundstück überfahren worden. Ob Buster davon etwas mitbekommen hat? Fast vermute ich es, denn er ist seit dem nie wieder auf diese Straße gegangen, geschweige denn, dass er sie überquert hätte. Er ist immer noch gerne auf Streifzüge gegangen, aber immer nur nach hinten heraus auf die Weiden. Und er ist auch nie mehr auf längere Streifzüge gegangen. Ob das Ruby gewesen ist, die ihn dazu verleitet hat? Und er nur mitgelaufen ist? Scheint mir fast so.

buster young

Buster in jüngeren Jahren

Unser Wachhund

Wie auch immer: er ist unser richtiger Wachhund geworden, der sein Territorium verteidigte, ob es nun gegen ein Auto war, das – wie z.B. der UPS-Bote – hier etwas abzuliefern hatte, oder ob es Javalinas waren. Er hat ganz lautstark zu erkennen gegeben, dass es sein Territorium war, das betreten wurde. Und gelegentlich hat er sogar die „Lufthoheit“ beansprucht und die Geier angebellt, die hier manchmal über dem Grundstück herumfliegen. Aber ist hat nie auch nur ein einziges Mal aggressiv geworden und hat nie jemanden gebissen. Wir waren aber trotzdem froh, dass er so aggressiv wirkte. Wir sind der Meinung, das hat uns Diebe ferngehalten, denn während bei anderen Häusern hier in der Nähe mehrfach eingebrochen worden ist, so doch nie bei uns. Toi, toi, toi, dass das auch so bleibt. Wir vermuten einmal, dass potenzielle Einbrecher sich kundig machen, und, wenn sie so einen gar nicht so kleinen Hund draußen [die ersten etwa 8 Jahre seines Lebens ist er nämlich nie ins Haus gekommen] herumlaufen sehen und wild bellen hören, sich möglicherweise ein leichteres Ziel aussuchen. Ich habe zwar immer vermutet, dass er „mehr Angst als Vaterlandsliebe“ hatte, wie man so schön sagt, und sich zurückgezogen hätte, wäre man nur auf ihn zugegangen, aber wer kann das bei so einem Verhalten schon ahnen.

Buster wird zutraulich

Wie gesagt, die ersten etwa 8 Jahre seines Lebens ist er nie ins Haus gekommen, und er hat sich von mir auch nie anfassen lassen, sondern hat schon bei der leichtesten Berührung gejault und sich zurückgezogen, auch noch zu der Zeit, wo ich schon mal drei oder mehr Monate „am Stück“ hier war. Erst später ist er ganz langsam zutraulich geworden, und zwar immer mehr, hat sich streicheln lassen und ist mir gefolgt, wo auch immer auf dem Grundstück ich hinging, mit seinen treuen Augen zu mir aufschauend, und hat sich, wenn ich hier irgendwo im Garten gearbeitet habe, in der Nähe hingelegt und mich beobachtet.

pb

Buster & ich

Kurz: er ist mein bester Freund geworden.

Buster

Mein bester Freund

Und wenn es ihm einmal schlecht ging, so hat er auch schräg von unten hoch mich angeschaut, und manchmal hatte ich den Eindruck, er wolle mir sagen, „Mir geht’s (gar) nicht gut, aber ich weiß, du kannst mir helfen.“

Buster wird älter

Und noch später ist er dann auch gerne ins Haus gekommen. Möglicherweise war es das Alter, das ihn dazu veranlasst hat, weil es eben hier drinnen, mit der Klimaanlage, im Sommer doch viel kühler ist, und im Winter eben wärmer. Obwohl – mit seinem dicken Fell [er hatte unserer Meinung nach einen hohen Anteil Chow-Chow im Blut] war er für den Winter sehr gut gewappnet. Es war die Sommerhitze, die ihm zu schaffen machte, und wir haben ihm deswegen auch des Öfteren das dicke Fell scheren lassen.

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Buster mit „Sommerhaarschnitt“

Mit Sally …

B&S

Buster & Sally

… hat er sich übrigens von Anfang an gut verstanden. Da hat es nie Probleme gegeben, auch wenn es immer zwischen den Beiden klar war, wer denn nun der Herr im Hause war. Und gemeinsam haben die Beiden dann immer das Grundstück bewacht. Manchmal hatten wir dabei schon Angst, sie würden es übertreiben, wenn sie laut bellend neben z.B. dem Lieferwagen von UPS oder dem Postauto her rannten und in Gefahr waren, überfahren zu werden. Aber es ist immer gut gegangen. Bis ich dann eines Tages so blöd war, gleich neben ihnen stehend auf einen Waschbären zu schießen und sie in panischer Angst davongestoben sind und eben nur Sally, aber nicht Buster, nach ein paar Stunden zurückgekommen ist.

Buster ist verschwunden

Wie im Posting schon gesagt: ich kann nur vermuten, dass er entweder einer Horde Javalinas in die Hände, oder besser gesagt, in die Hauer geraten ist, oder aber dass er in der großen Sommerhitze mit seinem dicken Fell und bei seinem Alter einen Hitzschlag oder so bekommen hat. Die Javalinas halte ich übrigens für wahrscheinlicher, weil Sally, als sie zurückkam, eine Wunde wie von einem Hauer auf ihren Rücken hatte.

Apropos Javalinas: mit denen hatte Buster sich früher schon einmal angelegt und das nur knapp überlegt. Die hatten ihn so übel zugerichtet [etwa 15 tiefe Winden], dass unser Tierarzt ihn nur mit Mühe durchbekommen hat. Wir vermuten, dass sie ihn damals irgendwo gestellt hatten, wo er nicht oder nur sehr schlecht ausweichen konnte, denn normalerweise hat er sie zwar angebellt, wenn sie einmal hier erschienen sind, sich aber in weiser Voraussicht immer ans Haus zurückgezogen, wo sie nicht hingekommen sind.

Erinnerungen

Was übrigens weder Buster noch Sally jemals gelernt haben, ist apportieren. Wenn man ein Stück Holz vor ihren Augen wegwarf und erwartete, dass sie rannten und es holten, schauten sie einen nur verständnislos an, so als wollten sie sagen, „Du wirfst das weg, aber wir sind doch keine Idioten und holen es dir wieder. Hol’s doch selbst!“  😉

Was Buster aber sehr wohl eines Tages – aus welchem Grund auch immer, wir wissen es nicht – angefangen hat, war, zur Straße zu dackeln und die Zeitung zu holen. Manchmal hat er sie versteckt und schien sich dann diebisch zu freuen, wenn ich sie suchen musste – und gelegentlich gar nicht finden konnte. Manchmal hat er sie aber auch bis zur Vorder- oder Hinterterasse gebracht und sie da hingelegt. Und hatte dann eine Miene, als sei er ganz stolz auf sich selber. Und er hat natürlich seine Belohnung bekommen. Wir haben aber nie herausbekommen, was ihn veranlasst hat, zur Straße zu gehen und die Zeitung zu holen. Manchmal ist er hingegangen, und manchmal nicht – und das auch zu ganz unterschiedlichen Zeiten, also nicht etwa, dass er den Zeitungsboten gesehen hätte und dann hinging. Nein, einfach nur so, wann auch immer es ihm gerade einfiel.

zeitung

Unser vierbeiniger Zeitungsbote

Und wie schon gesagt: obwohl es nun schon über zwei Jahre her ist, dass er verschwunden ist, ich vermisse ihn noch immer und manchmal hoffe ich, jenseits aller Vernunft, dass er da sein wird und mit seinem Schwanz wedelt, wenn ich mit dem Auto auf’s Grundstück einbiege.

To read this posting in English, click here.

Alles über Buster:

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41 Gedanken zu „In Memoriam Buster

  1. Pingback: Sally Is No Longer with Us | Pit's Fritztown News

  2. Aber ich kann die hiesigen Auswüchse der Waffennarren und -lobby nicht verstehen.

    Ich kann das aus der Ferne nicht beurteilen, inwieweit die Waffenshows stellvertretend für die Amerikaner und deren Verhältnis zu Waffen stehen. Auf der IAA trifft man wahrscheinlich auch weniger überzeugte Smartfahrer.


    und das ohne jeden Tauglichkeitsnachweis

    Ein Waffenschein sollte aber problemloser möglich sein als jetzt.

    Das mit “sein Eigentum straffrei verteidigen” hat auch so seine Probleme. Ich habe z.B. grundsätzlich ein ungutes Gefühl, wenn ich einmal ein fremdes Grundstück betreten muss. Kann kann durchaus mal vorkommen, dass man das legal tut. Oder, weit draußen, vielleicht sogar einmal Hilfe braucht. Aber es kann auch mit einer Bleivergiftung 😉 enden.

    Hier in Deutschland kann man aber nur noch hoffen, dass man nicht zu Hause ist, wenn ein Einbruch stattfindet. (Was wahrscheinlich immer vorzuziehen ist). Wenn man hier in Deutschland dem Einbrecher eine Vase über den Kopf zieht, ist man auf einmal zu Straftäter geworden.


    Wie die Schweizer das machen, weiß ich nicht. Hier in den USA herrscht eben doch Mord und Totschlag: Aber das “Second Amendment” ist heiliger als die Bibel.

    In Schweiz hat jeder (männliche) Erwachsene zu Landesverteiligungszwecken ein Gewehr im Schrank. Vielleicht ist es auch eine Mentalitätssache und da ist den Deutschen -als den Amerikanern und den Europäern – vielleicht wirklich nicht zu trauen. Wenn ich an meinen Nachbarort denke, was dort für Gesocks wohnt und wenn die auch noch Waffen hätten…lieber nicht. Der Ort wäre wahrscheinlich South Central LA im Kleinen.

    Ich finde es trotzdem auffällig, wenn unterdrückerische Gesetze aus der Nazi-Zeit nach wie vor bestand haben.


    Als ich noch Seesegeln betrieb, hätte ich aus Sicherheitsgründen immer gerne eine Signalpistole gehabt. Aber weil ich keine eigene seegängige Yacht besaß, sondern nur immer gechartert habe, durfte ich mir keine zulegen.

    Und über einen Sportschützenverein? Ich kann mir vorstellen, wenn man dort eine gewisse Zeit Mitglied ist, dass man dann einen Waffenschein machen kann? Oder gilt das nur für bestimmte Waffenarten?

    • Ich denke, so eine Mischung aus Schweiz, Deutschland und USA wäre schon eine Möglichkeit.
      Übrigens: Deine Bemerkung über das „Gesocks“ in Deinem Nachbarort bestätigt doch eigentlich, dass gewisse Restriktionen gut sind, oder? Das gilt dann hier in den USA z.B. für die „Rednecks“ – nicht, dass ich alle und grundsätzlich als „Gesocks“ bezeichnen möchte.
      Über Sportschützenvereine und die Möglichkeiten, über die einen Waffenschein (für eine Signalpistole) zu erwerben, habe ich mich nie informiert. Bin ich nicht drauf gekommen.

      • Übrigens: Deine Bemerkung über das “Gesocks” in Deinem Nachbarort bestätigt doch eigentlich, dass gewisse Restriktionen gut sind, oder?

        Ich möchte nicht wissen, was da an illegalen Waffen im Umlauf ist. Ich wüsste nicht einmal, wo ich eine illegale Waffe herbekommen sollte, ich habe nur öfters gehört und gelesen, dass es so schwer gar nicht sein soll, eine entsprechdne Waffe zu bekommen.

        Im Grunde ist es wohl so, dass es in den USA zu locker und in Deutschland (wie üblich) zu streng gehandhabt wird. Mir kommt es vor, als wäre wären andere europäische Länder dort viel lockerer, ohne, dass dort Mord und Totschlag herrscht. In den USA es meiner Meinung nach die Mentalität, die viel ausmacht. Im benachbarten Kanada werden nicht viel weniger Waffen im Umlauf sein, ohne dass viel passiert.

        • Es muss irgendwie an der Mentalität liegen – anders kann ich mir die Unterschiede nicht erklären. Und die Mentalität ist, so denke ich, zu einem ganz großen Teil von der Geschichte eines Volkes geprägt.

      • Noch zwei Zeitungskommentare, wie es sich hier in Deutschland lebt:

        Was ist das für ein Land…

        … in dem Arabergangs Gesetzesfreiheit genießen, in dem Zuwanderer die im Rudel Jagd auf Einheimische machen, mit Bewährung davon kommen? Deutschland!

        Anstatt die Nase über die USA zu rümpfen, sollten Sie sich mal mit den täglichen gewalttätigen Übergriffe auf Deutsche beschätftigen, denen wir dank Kuscheljustitz, politischer Korrektness, fehlender innerer und äußerer Sicherheit ausgesetzt sind.

        Kommentar in der FAZ

        Sehr schön, wenigstens in den USA darf man ich noch ungestraft verteidigen!

        In Deutschland wird man hingegen eingesperrt, wenn man sich gegen eine Überzahl Angreifer (5 gegen 1), die bereits den Begleiter zu Boden geprügelt haben, mit einem Messer zu Wehr setzt, weil das Messer nicht angemessen wäre (Die Notwehrsituation wurde vom Gericht nicht verneint, aber die Reaktion sei überzogen gewesen. ÜBERZOGEN, bei einem Verhältnis von 5 zu 1!). Man muss sich also offensichtlich vorschriftsmäßig krankenhausreif oder gar zu Tode prügeln lassen…

        Kommentar in der Welt

        Die USA ist eindeutig das zivilisiertere Land, da haben die Bürger die Möglichkeit sich gegen andere Leute und im Notfall auch gegen den Staat zu schützen, während wir Deutschen uns wie Lämmer zur Schlachtbank führen lassen müssen.

        • Danke für diese Zeitungsausschnitte.
          Das Problem, dass man sich in manchen Stadtteilen in Deutschland besser nicht aufhält, ist mir bekannt. Das ist aber hier in den USA auch nicht anders. Ich weiß noch genau, als ich das erste mal In den USA [Chicago] war und mein Schwager, der da arbeitete, mich rundfuhr und meinte, Es gibt hier Gebiete, da fahre ich nur im Wagen durch, und es gibt Gebiete, da fahre ich gar nicht durch.“ Und das gilt heute auch noch genauso. Was natürlich die Situation in Deutschland nicht besser macht – gebe ich zu.
          Und auch, dass es manche – vorsichtig gesagt – seltsamen Urteile in Deutschland gibt, ist mir bekannt, und ärgert mich, wenn ich über das deutsche Rechtssystem nachdenke. Aber auch das ist hier nicht besser.
          Und ob die USA das zivilisiertere Land sind, wenn z.B. in Chicago alleine am Wochenende des 4. Juli in insgesamt 47 Schießereien 11 Menschen erschossen worden sind, das mag ich dann doch stark bezweifeln.

          • Und auch, dass es manche – vorsichtig gesagt – seltsamen Urteile in Deutschland gibt, ist mir bekannt, und ärgert mich, wenn ich über das deutsche Rechtssystem nachdenke. Aber auch das ist hier nicht besser.

            Doch, es ist besser. Intensivtäter wie hier wären in den USA nicht möglich: Three strikes and you are out. Kriminelle Ausländer werden des Landes verwiesen und haben nicht noch Fürsprecher wie die Grünen und vor allem Leute wie Claudia Roth. Die Frau wäre in jeden halbwegs vernünftigen Land mit der Schrotflinte über die Landesgrenzen gejagt worden, in Deutschland können so Leute in der Bundespolitik mitmischen und in den Nachrichten verkünden, wie sehr sie das eigene Volk hassen.

            Ein Mehmet, bei dem es zum Skandal hochstilisiert wird, wenn er nach 40-60 Straftaten des Landes verwiesen würde, hätte in den USA keine Chance.

            In Deutschland werden die Täter verhätschelt und geschützt, die USA dagegen handeln im Sinne der Bevölkerung und nicht bewusst gegen sie. Das ist der alles entscheidene Unterschied: Dass wir in Deutschland von einer Kaste regiert werden, die die eigene Bevölkerung vernichten möchte.

            • Aber sicher sind auch hier Wiederholungstäter möglich, denn erstens gilt „three strikes“ längst nicht in allen Bundesstaaten, und zweitens ist es in den letzten Jahren mehr ider weniger stark eingeschränkt worden, u.a. weil man eingesehen hat, dass damit nicht das erreicht wird, was man wollte, weil es nämlich hicht gerade seltenh vorkam, dass man wegen dreier relativ geringfügiger Taten lebenslang im Knast saß, während echte Schwerverbrecher mit weitaus geringeren Strafen davonkommen konnten. Hier kommt es bei Prozessen immer auf das schauspielerische Geschick des Verteidigers an – auch nicht gerade ermutigend im Hinblick auf Rechtsgrundsätze. Dazu kommt, dass es hier auch auf die Hautfarbe ankommt: Schwarze haben nachweislich die schlechteren Karten bei der Polizei und vor Gericht.
              Zugegeben allerdings: der Fall Mehmet hat auch meine Seele kochen lassen.

  3. Was ich immer anmerken wollte, aber nie passte: Erstaunlich, wie unterschiedlich das Fell der beiden Geschwisterchen ausgefallen ist. Ich hatte auch einen Mischling, aber die Geschwisterchen von ihr sahen aus wie exakte Kopien (und ich vermute noch bei einigen Hunden, die hier herumlaufen, eine entfernte Verwandtschaft.)

    Die beiden sind dagegen total anderes geraten; zumindest sehen auf dem gemeinsamen Foto Fellwuchs/farbe und Schwanzform total unterschiedlich aus.

    • Hallo Nomadenseele,
      also, soooo unterschiedlich finde ich Buster und Ruby nun nicht. zugegeben, Buster’s Fell ist im Bild etwas dicker, und sein Schwanz ist auch etwas buschiger als der von Ruby, aber ihre Farbe ist doch sehr ähnlich [man muus bedenken, dass Ruby bei dem gemeinsamen Foto weiter vorne auf der Terasse steht und daher etwas mehr im Licht]. Und auch ihre Kopfform finde ich sehr ähnlich.
      Liebe Grüße aus dem südlichen Texas, und einen schönen Sonntag noch,
      Pit

  4. Pingback: Weekly Foto Challenge: Companionable | A German Expat's Life in Texas

  5. .. dass du Buster immer noch sehr vermißt, kann ich mir gut vorstellen. Und gerade weil du nicht genau weißt, was eigentlich geschehen ist … klar hofft man dann doch immer noch irgendwie, dass er wieder auftaucht.

    Danke fürs Teilen dieser Erinnerungen!

    Liebe Grüße zu Euch nach Texas,
    Ocean

    • Hallo Ocean,
      ja, es ist wirklich die Ungewissheit. Und dann mache ich mir natürlich immer noch Vorwürfe, dass ich in seiner Nähe das Gewehr abgefeuert habe. Aber ich habe nun wirklich nicht geahnt, wie sehr er sich dabei erschrecken würde.
      Liebe Grüße aus dem südlichen Texas, und knuddel Greta ganz lieb,
      Pit

  6. Wie schön, dass Du hier auf diese Weise vielleicht auch Dir, aber allemal uns, Busters Geschichte und Schicksal erzählt hast. Das gefällt mir sehr! Wenn man selbst immer mit Hunden gelebt hat, kann man sich umso mehr Busters Leben und die gewachsene Beziehung zwischen ihm und Euch vorstellen. Mit einem Hund zu leben, empfinden wir .. besonders! Sie sind ganz anders als wir, aber sie und wir versuchen ständig, die Sprache des anderen zu lernen, eine Begegnung zu wagen, sich anzunähern, voller Respekt. So zumindest wirkt Deine Geschichte mit Buster auf uns.
    Das Loslassenmüssen, zumal, wenn sie einfach nicht mehr zurückkommen, anstatt von uns begleitet sterben, stellen wir uns sehr schlimm vor.
    Schön, dass Du Buster heute gedacht hast …
    Herzliche Grüße, mb, dm und Socke.

    • Danke für die lieben Worte. Ja, Hunde sind schon etwas Besonderes als Haustiere. Nicht, dass ich unsere Katzen nicht mag, aber man hat zu ihnen nicht so ein inniges Verhältnis, finde ich.
      Liebe Grüße aus dem südlichen Texas, und ein schönes Wochenende,
      Pit

    • Hallo Wolke,
      finde ich schön, dass Dir dieser Artikel gefällt. Und Du hast Recht, was die Ungewissheit angeht.
      Liebe Grüße aus dem südlichen Texas, und ein schönes Wochenende,
      Pit
      P.S.: Und ganz viele liebe Streicheleinheiten für Shaman und Diego.

  7. Eine wirklich sehr berührende Geschichte. Ich weiß ja, wie schlimm es ist, seinen vierbeinigen Freund zu verlieren. Und man vergisst ihn auch Jahre danach nicht. Ich habe, trotz Kira, auch meine Cindy nicht vergessen, obwohl das schon unglaubliche 10 Jahre her ist.
    Und in weiterer Folge fürchte ich mich schon vor „dem Tag“ bei Kira, eben weil ich nun weiß, wie schlimm das ist.
    LG Gabi

    • Hallo Gabi,
      ich hatte mir ja schon immer Gedanken gemacht, wie es sein würde, wenn Buster uns einmal verlassen würde, aber dass es so kommen musste! Ich mache mir immer noch Vorwürfe, dass ich ja daran Schuld bin. Aber ich hätte nun wirklich nicht gedacht, mit welch panischer Angst er auf die Schüsse reagieren würde.
      Liebe Grüße aus dem südlichen Texas, und ein paar ganz liebe Streicheleinheiten für Kira,
      Pit

      • Das kann ich gut verstehen, dass Du Dir Vorwürfe gemacht hast und wahrscheinlich immer noch machst. Nur leider, was geschehen ist, ist geschehen, auch wenn es hart klingt. Es war ja keine Absicht von Dir.
        Danke für die Streicheleinheiten. Ebenfalls Streicheleinheiten an all Eure Haustiere! 🙂
        LG Gabi

    • Ja, ich habe auch über 10 Jahre so gelitten, dass ich immer Weinkrämpfe bekam, wenn ich an meinen Hund dachte – inzwischen bekomme ich nur noch feuchte Augen. Sie war eben 19 Jahre ein wichtiger Teil meines Lebens.

      Das ist einer der Gründe, warum ich eigentlich nie wieder ein Tier haben wollte und mir wohl auch nie wieder einen Hund holen werde, Sie wird ohnehin unerreicht bleiben.

      • Hallo Nomadenseele,
        danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast, hier in meinem Blog vorbeizuschauen und einen Kommentar zu schreiben. 🙂 Ich stimme Dir zu, es ist sehr schwer, wenn ein geliebtes Haustier von einem geht. Und feuchte Augen habe ich bei diesem Posting und beim Lesen der Kommentare mehr als einmal bekommen.
        Holen tun wir unsere Haustiere schon seit Langem nicht mehr: sie laufen uns hier einfach zu. Und dann werden sie eben einfach aufgenommen und dürfen dableiben.
        Liebe Grüße aus dem südlichen Texas, und einen schönen Restsonntag,
        Pit

        • Ich denke er hat es mit euch sehr gut getroffen und das perfekte Hundeleben gehabt. Mein Hund ist zwar 19 geworden, aber er hat ein Leben wie im Gefängnis geführt; konnte nie in den Wald wenn er wollte (Das war auch so ein Stromer, dem der Garten nicht genug war), sein Halsband und die Leine hat er gehasst wie die Pest.

          Buster hat(te) ein gutes Leben, besser als 99% der Hunde auf dieser Welt. Ich denke, dieses Wissen erleichtert den Schmerz durchaus.

          • Danke, liebe Nomadenseele, für diese netten Worte!
            Unsere Haustiere haben hier das Glück, dass wir ein großes Grundstück haben, sie also immer freien Auslauf haben können. Wir sind nur dann in Sorge, wenn sie sich in Richtung Highway begeben.

            • Wieso, nett, es ist die Wahrheit.

              Lieber ein kurzes, intensives Leben, als ein langes (modernes) im Gefängnis. Mein Hund (und die meisten anderen) hat ein Leben führen müssen, welches nicht sein war und sie wirkte auch oft deswegen sehr traurig. Aber im dicht besiedelten Rhein-Main-Gebiet kann man einen Hund nun einmal nicht frei rumlaufen lassen, außerdem dürfen die Förster Hunde / Katzen jenseits von 100 Meter von der nächsten Ansiedlung abschießen, wenn sie alleine sind.

              • Da haben unsere Hunde (und Katzen) es natürlich wirklich besser: sie können raus wann immer sie wollen, und sich draußen austoben. D.h., ich sollte sagen „könnten“, denn sowohl Sally als auch Chiquita sind schon im „gesetzteren“ Alter und tollen daher nicht mehr wie wild herum. Im Gegensatz zu den jüngeren Katzen wie z.B. Sister Fidelma und Mr. Pickwick.
                Was das Abschießen angeht: da weiß ich hier in Texas nicht drüber Bescheid. Aber so leicht wie man hier mit dem Gewehr umgeht, und so hoch wie man das „no trespassing“ hält, da könnte ich mir gut vorstellen, dass manch Einer auch einen streunenden Hund schnell einmal abschießt. Ist uns allerdings hier noch nie passiert.

                • Aber so leicht wie man hier mit dem Gewehr umgeht, und so hoch wie man das “no trespassing” hält, da könnte ich mir gut vorstellen, dass manch Einer auch einen streunenden Hund schnell einmal abschießt.

                  Nicht nur in Texas *lach*.

                  Als unser alter Förster noch lebte, hat er immer mitten im Wohngebiet die Tauben abgeschossen. Ich denke nicht, dass er mit Hunden ein großes Problem gehabt hätte.
                  Ein Zahnarzt wollte die Tradition fortführen, aber leider fiel eine tote Taube einem Kind genau vor die Füße und die blöde Kuh von Mutter erstattete Anzeige. Jetzt vermehren sich die Viecher wieder 😦 .

                  Es gibt auch hier mehr Leute, die den Finger leichter am Abzug haben, als man vermutet.

                • Wobei mir die amerikanische Variante, dass man sein Eigentum (straffrei) verteidigen darf, ohnehin sympathischer und einleuchtender ist. Muss schließlich keiner einbrechen.

                  Die Waffengesetze in Deutschland wieder die typisch deutsche Bevormundung, die damals von den Nazis eingeführt wurde.
                  In der Schweiz hat schleißlich auch jeder ein Gewehr zu Hause, ohne das dort Mord un Totschlag herrscht.

                  • Hallo Nomadenseele,
                    also, zum Waffenbesitz/-erwerb hier habe ich ein durchaus zwiespältiges Verhältnis. Auf der einen Seite bin ich froh, dass man wir hier ohne Probleme zwei Schrotgewehre [http://tinyurl.com/m4wr9nr & http://tinyurl.com/khg3fva%5D im Hause haben können, denn wenn uns einmal eine Klapperschlange zu nahe kommt, möchte ich sie schon erlegen können. Und auch als einmal ein räudiger Kojote hier herumstreifte, hätte ich ihn gerne abgeschossen. Nur war der zu schlau. Aber ich kann die hiesigen Auswüchse der Waffennarren und -lobby nicht verstehen. Wozu muss ich denn, und das ohne jeden Tauglichkeitsnachweis und ohne Registrierung, z.B. ein Scharfschützengewehr [eines, das vom Militär eingesetzt wird] frei erwerben können, eines, das nur mit Stativ zu benutzen ist, 1800 Meter weit trägt, und nicht nur schusssichere Westen durchschlägt, sondern auf kurze bis mittlere Entfernung auch leichte Panzerung? Schau doch mal in meinen Artikel über Gun Shows [http://tinyurl.com/27v499t]. Oder wozu brauche ich Schnellfeuergewehre, die dann noch nicht einmal eine Minute brauchen, um ein Magazin von 50 oder mehr Schuss zu leeren? Auch die sind auf Gun Shows frei verkäuflich, ebenfalls ohne Registrierung. Oder warum muss es einem 18-jährigen erlaubt sein, eine Pistole versteckt mit in die Uni zu bringen? Aber Alkohol darf der noch nicht einmal kaufen, geschweige denn trinken.
                    Das mit „sein Eigentum straffrei verteidigen“ hat auch so seine Probleme. Ich habe z.B. grundsätzlich ein ungutes Gefühl, wenn ich einmal ein fremdes Grundstück betreten muss. Kann kann durchaus mal vorkommen, dass man das legal tut. Oder, weit draußen, vielleicht sogar einmal Hilfe braucht. Aber es kann auch mit einer Bleivergiftung 😉 enden. Und es wird – zu Recht – immer wieder hier davor gewarnt, einem Einbrecher mit der Waffe in der Hand gegenüber zu treten. Normalerweise hat man die schlechteren Karten dabei.
                    Wie die Schweizer das machen, weiß ich nicht. Hier in den USA herrscht eben doch Mord und Totschlag: Aber das „Second Amendment“ ist heiliger als die Bibel. Apropos Bibel: es gibt hier sogar Pastoren, die das Recht zum Waffenbesitz als gottgegeben aus der Bibel herleiten.
                    Ich gebe gerne zu: es könnte in Deutschland (etwas) legerer mit Waffenbesitz umgehen. Als ich noch Seesegeln betrieb, hätte ich aus Sicherheitsgründen immer gerne eine Signalpistole gehabt. Aber weil ich keine eigene seegängige Yacht besaß, sondern nur immer gechartert habe, durfte ich mir keine zulegen. Ich bekam einfach keinen Waffenschein.
                    Alles hat eben seine zwei Seiten.
                    Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
                    Pit

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