Feuerholz

Auch wenn es nach nur zweieinhalb kälteren Tagen mittlerweile wieder wärmer geworden ist [heute soll das Thermometer immerhin bis auf 24 Grad Celsius klettern und auch die nächsten Tage soll es mild bleiben, mit Tiefsttemperaturen so um die 10 Grad] so wird der Winter – was man hier im südlichen Texas so Winter nennt – irgendwann bald einmal doch Einzug halten und dann werden wir auch (etwas) heizen müssen. Also habe ich mich gestern, mit Hilfe durch einen guten Bekannten, daran gemacht, Feuerholz zu spalten.

Stephen and His Log Splitter

Stephen und sein Log Splitter

Steve bei der Arbeit

Steve bei der Arbeit

Hilfe brauchte ich vor Allem deswegen, weil ich die dicken Eichenholzklötze, die wir im vergangenen Sommer von Mary’s Cousine Margaret bekommen hatten, mit meinem kleinen Holzspalter nicht zerkleinern konnte. Die maximal 5 Tonnen Spaltkraft, die dieses Gerät aufbringt, reichen durchaus für Mesquitestämme und -äste von bis zu etwas über 15 Zentimetern im Durchmesser, denn Mesquiteholz lässt sich leicht spalten, aber eben nicht für das solide Eichenholz mit Durchmessern von bis zu fast 30 Zentimeter. Dazu brachte es dann eben den wesentlich stärkeren „Logsplitter“ von Stephen Serna, der immerhin 35 Tonnen Spaltkraft aufbringt. Und damit war es dann fast ein Kinderspiel, all das Holz zu zerkleinern, und nun haben wir wieder einen ganz schönen Vorrat.

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Ein kleiner Vorrat an der Garagenwand

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Der Vorrat auf der Vorderterrasse

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Der Holzvorrat

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16 Gedanken zu „Feuerholz

  1. Hallo Pit,
    also einen Wood-splitter haben wir auch – ich weiss im Moment nicht einmal wieviel Tonnen der hat. Aber bisher konnte er alles an Holz spalten. Als wir im Januar 1994 endgültig nach Arkansas umgezogen waren, gab es bei uns im Haus als Heizung nur einen woodburning stove, der zumindest das Wohnzimmer im Winter mollig warm hielt, aber nicht die weiter entfernten Enden des Hauses. Da unser Grundstück zu 90% bewaldet ist (92 acres) gibt er genug umgebrochene Bäume und runtergebrochene Aeste als Feuerholz – allerdings nicht nur Eichenholz.
    2001 liessen wir dann eine 4 Tonnen Zentralanlage installieren, die mit Erdgas heizt und im Sommer als Klimaanlage arbeitet. Nun bin ich in der Zwischenzeit einige Jährchen älter geworden und die Holzsäger/spalterei hat erheblich nachgelassen und heize mehr mit Gas, wobei auch das ganze haus warm gehalten werden kann. Ausserdem ist es mit dem Thermostat leichter zu regulieren. Trotzdem benutzen wir den woodburning stove hin und wieder, wenn wir diese angenehme Wärme in Winter haben wollen. Es wird hier in Arkansas auch nicht so kalt, wie wir es von der Chicagoer Gegend gewohnt sind und wo man auch -40°C erleben konnte.
    LG Karl-Heinz

    • Hallo Karl-Heinz,
      danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast, hier in meinem Blog vorbeizuschauen und auch einen Kommentar zu schreiben. 🙂
      Bei Eurer Grundstücksgröße kann ich mir vorstellen, dass Ihr genug Holz hättet, auch ohne die Erdgas-Zentralanlage. Wir haben nur knapp 40 Acres, und Bäume auch nur auf einem kleinen Teil davon, aber selbst da hätten wir noch für eine Weile genug, selbst ohne unsere hilfreichen Verwandten. Gas hatten wir früher, gewissermaßen auch „zentral“, mit in den Wänden eingelassenen Brennern in den beiden Schlafzimmern. Das war, mit Thermostat, ganz bequem, erschien mir aber auch etwas gefährlich. Und so sind die jetzt nicht mehr in Betrieb, und wir heizen da im Bedarfsfall mit zustellbaren elektrischen Ölradiatoren. Und wenn wir denn einmal unsere Pläne – hoffentlich im kommenden Jahr – einer Renovierung und eines Anbaus verwirklichen, dann kommt auch eine zentrale Klimaanlage kombiniert mit einer Heizung rein, plus eine gute Isolierung. Mal sehen, ob das dann mit Gas betrieben werden kann, denn bei den jetzigen Gaspreisen gerade hier unten im südlichen Texas wäre das ja wohl finanziell lohnend.
      Apropos Chicago: die Temperaturen dort habe ich im Winter 1972 „genossen“! 😉
      Liebe Grüße nach Arkansas, und „stay warm“,
      Pit
      P.S.: Und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

  2. Hallo Pit
    das es so kalt im südlichen Texas werden kann, hätte ich nicht gedacht. Meine Tante aus Florida erzählte mal, das es irgendwann in den 90ern dort einmal Schnee gab. Aber das war eine absolute Rarität. Von Weihnachten mit BBQ und geschmückter Palme im Garten und kurzen Hosen erzählt sie öfter. Das hört sich für uns hier schon exotisch an. Geografisch müssste das ja so ziemlich auf einer Höhe sein.
    Da ist es klar, der der Schwerpunkt eher auf einer Klimaanlage liegt als auf einem Ofen.
    Gruß
    Axel

    • Hallo Axel,
      ja, gelegentlich kann es hier im südlichen Texas schon kalt genung für Schnee werden. Ist aber sehr selten. Ich habe es nur einmal, im Jahr 2004, erlebt. Und davor, so hat man mir gesagt, war es das letzte Mal 1983. Ansonsten bekommen wir üblicherweise jeden Winter so eine bis maximal zwei Wochen, in denen es auch schon einmal für ein paar Nächte, gelegentlich auch tagsüber, friert, aber nur ein bisschen. Miserabel, d.h. nasskalt, kann es aber schon etwas länger sein. Aber eben nicht zu lange. Dass ich im Januar in kurzer Radhose und in kurzärmeligem Trikot unterwegs war, war keine Seltenheit. Mit der geografischen Lage hast Du wohl recht: wir liegen hier südlicher als Kairo. Und wohl wirklich so ziemlich auf einer Höhe mit so etwa der Mitte [??] von Florida. Die nächsten beiden Nächte soll es übrigens wieder kälter werden, mit geringem Frost.
      Liebe Grüße ins Rheinland,
      Pit

  3. Da sieht man mal wieder wie bequem wir es haben, indem wir nur die Heizung in der Wohnung aufdrehen müssen.🙂 Aber dafür haben wir halt auch nicht die Annehmlichkeiten eines eigenen Grundstückes. Naja, alles hat seine Vor- und Nachteile.
    lg Gabi

    • Hallo Gabi,
      ja, ich kannte es natürlich auch nicht anders, bevor ich hierhin gekommen bin, als, wenn es kälter wird, einfach die Heizung öffnen/hochdrehen. Aber hier in den USA sind Zentralheizungen, soweit ich weiß, gar nicht so verbreitet. Auf keine Fall soweit im Süden wie hier bei uns. Da ist es je auch nicht so nötig. Heutzutage haben viele Leute in neueren Häusern eine Klimaanlage, die auch heizen kann – nicht nur kühlen. Aber sehr viele haben, wie wir außer im Wohnzimmer auch, elektrische Öfen. Damit kommt es dann jeden Winter sehr häufig auch zu Wohnungsbränden.
      Wir haben eben diesen offenen Kamin im Wohnzimmer und schätzen ihn sehr. Es ist einfach gemütlich, wenn die Flammen da lodern und die Holzscheite knistern. Nur zum Heizen taugt ein solcher Kamin dann eben doch nur bedingt. Aber für uns hier reicht er. Früher hatte das Gaus auch Gasheizung in den beiden Schlafzimmern. Die „Heizkörper“ sind seltsamerweise in den Wänden eingelassen. Da ist dann unten ein Brenner, darüber einfach ein großes Gitter, aus dem die warme Luft ausströmen kann, und im Raum ist ein Thermostat. Ich finde dass etwas seltsam und auch gefährlich, angesichts der Tatsache, dass das haus hier ja aus Holz gebaut ist. Die beiden Heizkörper sind aber hier schon seit Jahren außer Betrieb. Und so heizen wir normalerweise in den Schlafzimmern gar nicht und haben für das Esszimmer, Badezimmer und die Küche Ölradiatoren bzw. Heizlüfter. Aber wie ich schon auf einen Kommentar in meinem ander Blog geantwortet habe: die elektrischen Geräte können wir unserer alten Leitungen wegen nur auf der kleinsten Stufe betreiben, sonst fliegen uns die Sicherungen um die Ohren. Vile Wärme bringen sie also nicht.
      Mal sehen: Du weißt ja, dass wir umziehen wollen. Im neuen Haus hätte es dann eine Klimaanlage, die auch heizen kann. Und dann würden wir auch das Haus hier umbauen/renovieren, mit teils besserer Isolierung, neuen Stromleitungen und auch einer Gesamtklimaanlage, die dann ebenfalls auch heizen könnte. Und selbst wenn wir umziehen und dieses Haus hier vermieten sollten, würden wir die Renovierung wollen.
      Liebe Grüße aus dem südlichen Texas bei jetzt immer noch 25 Grad,
      Pit
      P.S.: es soll aber diese Nacht schon kälter werden und spätestens morgen Abend sieht es nach „Heizbedarf“ aus.

  4. lieber Pit,

    die beschriebenen temperaturen klingen in meinen Schwarzwaldohren natürlich traumhaft. Hat es mittlerweile mal geregnet?
    ich wünsche dir/euch einen gemütlichen Sonntag
    herzliche Grüße Ulli, an der ein kleines schlechtes Gewissen nagt, weil sie so selten zu dir nach Texas kommt😉 – ich freue mich allerdings, dass du solch ein treuer Besucher auf meinen Blogs bist und möchte mich an dieser Stelle einmal dafür bedanken

    • Hallo Ulli,
      danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast, hier in meinem Blog vorbeizuschauen und auch einen Kommentar zu schreiben. 🙂
      Klar, für deutsche und insbesondere „Schwarzwaldohren“ klingen die Temperaturen natürlich traumhaft, aber wie ich auch schon auf einen anderen Kommentar in meinem englischsprachigen Blog geantwortet habe, betrachten wir es hier mit eher gemischten Gefühlen. Manchmal hätten wir es schon gerne kühler/kälter. So etwa 4 bis 5 Monate an einem Stück mit Temperaturen von (fast) immer über 35 und häufig über 40 Grad kann einem manchmal doch zu viel werden, vor allem, wenn es, wie hier, mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit verbunden ist. Aber man muss es eben nehmen, wie es kommt. Und dass es, wie gestern, auch nur eine Woche vor Weihnachten immer noch 27 Grad sind, lässt dann keine (vor)weinachtliche Stimmung aufkommen.
      Geregnet hat es hier leider immer noch nicht, jedenfalls nicht nennenswert. Am Sonntag sind einmal ein paar Tropfen gefallen. Unser Regenmessgerät hatte den Boden feucht, aber das war schon Alles. Ich schätze mal, es war weniger als 1/5 Liter pro Quadratmeter. Noch weniger als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. 😦
      Übrigens: Du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn Du bei meinem Blog nicht ständig vorbeischaust. Ich weiß aus eigener Erfahrung doch nur zu gut, wie zeitaufwendig das ist. Und es gibt ja schließlich auch noch Anderes als nur „Bloghausen“! Für mich jedenfalls ist das kleine „Bloghausen“ mittlerweile schon wirklich zur großen „blogosphere“ gewachsen und nimmt manchmal schon zu viel Zeit weg. Ich freue mich aber über jeden Deiner Besuche, wann auch immer Du Zeit dafür hast. Und meinerseits werde ich gerne immer wieder bei Dir vorbeischauen.
      Liebe Grüße aus dem südlichen Texas in den schwarzen Wald,
      Pit

  5. Hallo Pit!
    Kannst uns was abgeben von dem guten Eichenholz! Oder wenigstens mal mit dem Holzspalter vorbeikommen! Ich habe nämlich nur eine Axt und keine Lust die Reste, die wir noch haben – das sind natürlich die Stücke, die ich voriges Jahr nicht klein gemacht habe, weil sie Äste haben – zu spalten, weshalb ich gestern schon in den Baumarkt gefahren bin und Holzbriketts und Scheitholz in Säcken gekauft habe ….
    Einen schönen Sonntag! Hier ist seit gestern so was wie Frühling! Martin

    • Ja, ich mach`s wie Martin auch noch mit der Axt. Holz ist hier Goldes Wert, da es wenig Bäume gibt. Aber bei mir gehört richtiges Holz in den Kamin, obwohl zugegeben die Zentralheizung eine feine Hintergrundwärme schafft. Mein Problem ist das Trocknen des Holzes, da ich auch selbstgeschlagenes Holz nutze, das aber erst richtig fein nach etwa drei Jahren Ablagern brennt.
      Liebe Grüße
      Klausbernd

      • Kriege ich hier auch schwer hin, das Trocknen. Ich habe mir vor zwei Jahren extra einen Holzfeuchtemesser gekauft, der hat dann eine niedrige Restfeuchte angezeigt, Holz hat trotzdem nicht ideal gebrannt. Das aus dem Baumarkt brennt viel besser, leider.
        Kriegst noch eine Mail! Martin

        • Hallo Martin, hallo Klausbernd,
          das trocknen von Holz ist hier bei unseren Temperaturen wohl etwas einfacher. Wenn das Mesquiteholz einmal gespalten ist, reicht ein Jahr völlig aus, um gut brennbare Holzscheite zu haben. Manchmal brennen sie dann sogar schon zu gut. Und sie geben ein wirklich heißes Feuer, besonders die Glut. Da ich längst nicht immer auf Vorrat arbeite, verfeuere ich oft auch frisches Holz. Das brennt, mit etwas Nachhilfe [ich bin ja ein alter und deswegen sehr fachkundiger Pyromane ;)] auch ganz gut, und vor Allem lange.
          Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
          Pit

      • Hallo Klausbernd,
        danke für Deinen Beitrag. 🙂 Holz haben wir hier auf unserem Grundstück selber sogar noch. Und ansonsten bei unseren Verwandten. Die haben noch reichlich. Wie ich schon auf Martins Kommentar geantwortet habe: mit dem trocknen habe ich hier weniger Probleme.
        Viel Spaß bei einem schönen Feuer in Kamin und – vielleicht? – einem guten Whisky, wenn’s denn bei Dir wieder kälter wird,
        Pit

    • Hallo Martin,
      etwas abgeben?! Aber klar! 😉 Ich habe mal einem Freund, der gerne drechselt, etwas Mesquiteholz nach Deutschland geschickt. War ein kleines Stück und hat „nur“ mehr als $30 Porto gekostet. Mit dem Holzspalter vorbeikommen?! 😉 Nichts leichter als das. ich zitiere dazu meinen Orthopäden aus Bonn: „Ich mache gerne auch in den USA bei Ihnen Hausbesuche. Sie brauchen mir nur das Flugticket zu schicken.! 😉
      Aber ernsthaft: im vergangenen Herbst hatte ich schon einmal versucht, dieses Eichenholz selber zu spalten. Mein „logsplitter“ hat das, wie gesagt, nicht geschafft. Und mit der Axt ging es auch nicht. Die kam da nur etwa 2 bis 3 Millimeter tief hinein, so feste ich auch zuhauen konnte. Auch ein Keil – nachdem ich mit der Kettensäge einen kleinen Schnitt als Ansatzpunkt gemacht hatte – half nicht. Und Alles zu zersägen, erwies sich auch als zu aufwendig. Dieses Eichenholz frisst einfach die Kette wie nix. Ich hätte da andauernd die Kette neu schleifen lassen müssen. Also bin ich froh, dass Steve mit seinem dicken „logsplitter“ vorbeigekommen ist.
      Apropos Scheitholz: können wir hier im Supermarkt zwar auch kaufen, aber das können wir nicht bezahlen. Ein kleines Bündel, das einmal gerade für knapp eine Stunde reichen würde, kostet etwa $3. Es gibt allerdings auch Leute hier, die in größerem Stil Feuerholz verkaufen, und das nicht so teuer wie im Supermarkt. Aber solange wir eigenes haben, warum das Geld ausgeben?
      Liebe Grüße aus einem immer noch 25 Grad warmen Karnes City,
      Pit

      • Dass eiche so hart ist! Habe ich gar keine Erfahrung mit. Nur mit Kastanienholz (Eßkastanie), das in Asturien viel wächst und gerne verfeuert wird. Das ist sehr hart und widerstandsfähig, die Kettensäge liebt es gar nicht, aber in Längsrichtung lässt es sich gut spalten (falls kein Ast stört, dann ist allerdings der Ofen aus).
        Einen schönen Gruß ins warme Texas! Martin

        • Hallo Martin,
          Eiche ist wirklich hart. Wurde Eichenholz nicht deswegen zum Schiffbau verwendet? Ich erinnere mich an Beschreibungen von alten Jachten, in denen die Bauweise Eiche auf Eiche gerühmt wurde. Und Klausbernd könnte uns bestimmt etwas über „Hearts of Oak“ erzählen.
          Liebe Grüße aus dem südlichen Texas, wo ich im Augenblick aber weniger ans Heizen denke, sondern drauf und dran bin, die Klimaanlage anzuwerfen,
          Pit

Lasst mal von Euch hören/lesen! Würde mich sehr freuen!

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