Wieder zuhause

Nach einem ziemlich langen Reisetag bin ich nun seit gestern Abend wieder hier zuhause in Karnes City im südlichen Texas. Die Rückreise sah folgendermaßen aus:

  • 04:50 Uhr Bus [Linie 604] ab Hersel, Clarenweg bis Bonn, Stadthaus. Das war übrigens der erste Bus, der morgens verkehrt, und für mich natürlich eine ganz unchristliche Zeit – aber es musste eben sein.
  • 05:12 an Bonn, Stadthaus
  • 05:19 Straßenbahn [Linie 66] ab Bonn Stadthaus nach Siegburg, Bahnhof
  • 05:42 an Siegburg
  • 06:11 ab Siegburg [„LH 3601“ = ICE] nach Frankfurt/Flughafen (Fernbahnhof)
  • 06:51 an Frankfurt [Der ICE ist wirklich die beste und schnellste Möglichkeit, von Köln oder Siegburg zum Flughafen in Frankfurt zu kommen:kein Wunder, dass die Lufthansa mittlerweile gar keine Flüge zwischen Köln und Frankfurt mehr anbietet.]
  • 09:40 ab Frankfurt [LH 440] nach Houston
  • 13:50 an Houston
  • 15:30 ab Houston [UA 1725] nach San Antonio
  • 16:39 an San Antonio

Es war schon ein ganz schön langer Tag, denn ich war in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch schon um ca. 02:15 wachgeworden und hatte mich nicht mehr getraut, weiterzuschlafen, weil ich nicht wusste, ob ich dann den Wecker hören würde. Hier in Karnes City sind wir dann gleich zum Abendessen gefahren und haben danach hier natürlich noch lange zusammengesessen, um zu klönen, sodass ich erst um nach 11 Uhr Abends Ortszeit, also um nach 6 Uhr morgens deutscher Zeit, d.h. nach ca. 28 Stunden [im Flugzeug hatte ich nur ein paar ganz kurze Nickerchen gemacht] , wieder ins Bett gekommen bin. Aber wenn die Reise auch lang war, sie war nicht besonders anstrengend und, da alle Verbindungen sehr pünktlich waren, auch schnell.

Im Nachhinein gesehen hätte ich durchaus einen Zug später nehmen und dadurch eine ganze Stunde später aufstehen können, denn da ich an einem Wochentag außerhalb der Ferienzeit unterwegs war, bin ich in Frankfurt in ganz kurzer Zeit durch alle Kontrollen gekommen. Das hätte ich natürlich einkalkulieren können. Ich wollte es aber eben etwas ruhiger und ohne Hetzerei haben, und vor Allem wusste ich ja nicht, wie pünktlich die öffentlichen Verkahrsmittel und ganz besonders die Deutsch Bundesbahn sein würden, und ich wollte eben auf keinen Fall den Flieger nach Houston verpassen. Dann lieber in Frankfurt Däumchen drehen. Aber da habe ich dann eben die Zeit zu einem zweiten Frühstück genutzt und danach ganz einfach am Gate sitzend gelesen. Hier in Frankfurt gab’s für mich übrigens eine Überraschung bei Sicherheitscheck: ich hatte vergessen, mir vor diesem Sicherheitscheck meine Trombose-injektion zu verpassen und hatte diese Spritze daher nooch in meiner Tasche – was mir natürlich erst auffiel, als eine ganze Menge meiner Sachen schon auf dem Transportband zum Scanner waren. Aber der kontrollierende Beamte meinte, dass ich das ja für mich für die Reise brauchen würde, und sie haben es tatsächlich durchgehen lassen. Das war mir natürlich ganz lieb, denn ich hätte nur ganz ungern darauf verzichtet. Ein unbeabsichtigter Vorteil dabei war, dass ich das Medikament auf diese Weise auch erst viel kürzer vor Beginn des Fluges spritzen konnte.

Für Houston hätte ich eigentlich mehr Zeit einplanen und einen späteren Flug nach San Antonio [die gehen ja fast stündlich] buchen sollen, denn mit den relativ langwierigen Einreiseformalitäten und einem zweiten Sicherheitscheck musste ich mich schon etwas beeilen, um den geplanten Flug nach San Antonio noch zu bekommen. Als ich am Gate eintraf, hatte das Boarding schon begonnen.

Zu den Einreiseformalitäten in Houston: schon der Weg vom Gate zur Kontrolle ist – wie übrigens auch in Frankfurt – ziemlich lang. Dazu kam, dass es – wenn ich es richtig [obwohl: ganz sicher bin ich mir da nicht, denn bei der Ausreise schienen es zwei Fluggastbrücken zu sein] mitbekommen habe – in Houston nur eine einzige Fluggastbrücke für den Ausstieg von immerhin über 500 Passagieren gab. Das hat dann natürlich gedauert. Beim Einsteigen in Frankfurt hatte es drei dieser Fluggastbrücken. In der Zollhalle in Houston hatte ich dann zunächst Hoffnung auf eine schnelle Abfertigung, obwohl, wie immer, bei Weitem nicht alle Schalter besetzt waren, weil im Bereich für amerikanische Staatsbürger und Permanent Residents, zu denen ich ja mittlerweile gehöre, nicht so viele Leute anstanden, aber da ich mal wieder in der falschen Schlange stand – vor mir gab es einfach mehrere Leute mit Problemen, deren Klärung längere Zeit in Anspruch nahm, war dem dann doch nicht so. Für mich gab es dann aber, Gott sei Dank, keine länger dauernde Behandlung/Befragung. Allerdings wurden auch jetzt wieder Fingerabdrücke und ein Foto genommen, zusätzlich zu ein paar Fragen, wie z.B. nach dem Zweck meines Auslandsaufenthalts. Dass ich u.A. auch zu Arztbesuchen in Deutschland war, hätte ich wohl besser nicht gesagt, denn das zog dann die Fragen, ob ich Medikamente mitgebracht hätte und wie viele, nach sich. Mit meiner Antwort, „About a month’s supply“ war die Beamtin dann aber wohl zufrieden. Eine weitere Verzögerung – aber das wusste ich natürlich schon – bringt die Tatsache mit sich, dass das Reisegepäck nicht bis zum Zielflughafen durchgecheckt wird, weil [wie immer am ersten Flughafen, auf dem man in Amerika landet] hier auch die – mögliche – Gepäckkontrolle stattfindet, sodass man seine(n) Koffer an der Gepäckausgabe abholen, durch die Kontrolle bringen und dann wieder aufgeben muss. Das geht zwar auch relativ flüssig, und die Wege sind auch gar nicht weit, aber eine Verzögerung bringt es eben doch mit sich. Was ich aber gar nicht verstehe, und was sehr aufhält, ist die Tatsache, dass man einen erneuten Sicherheitscheck passieren muss, obwohl man den Sicherheitsbereich überhaupt nicht verlassen hat. Und da an dieser Sicherheitskontrolle sowohl Transit- als auch Erstpassagiere zusammentreffen, hat es da dann natürlich eventuell ziemlichen Andrang und damit, auch wenn sich das Personal der TSA [Transport Security Agency] um einen möglichst reibungslosen Ablauf bemüht, (gelegentlich) ziemliche Verzögerungen. Na ja, ich habe es pünktlich, wenn auch etwas verschwitzt, geschafft. Was mir da half, war die Tatsache, dass es zum Abfluggate im Terminal E in Houston nur ein kurzer Fußweg war.

Was ich bei der relativ kurzen Übergangszeit – insbesondere für mein Gepäck – in Houston allerdings gar nicht erwartet hatte: meine aufgegebene Reisetasche kam dieses Mal mit mir zusammen in San Antonio an! Das ist nach meinen bisherigen Erfahrungen durchaus nicht immer üblich.

Soweit zu meiner Rückreise. Über die Erfahrungen mit dem Airbus A380 werde ich, wie schon angekündigt, noch gesondert berichten.

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11 Gedanken zu „Wieder zuhause

  1. Schön, dass du gut wieder daheim angekommen bist nach der langen und sicher strapaziösen Reise. Jede Menge Formalitäten, die es einzuhalten gilt .. Als mein Mann im Sommer nach L.A. geflogen ist, wurden ihm auch die Fingerabdrücke abgenommen.

    Dein Hintergrundbild ist ja phantastisch 🙂

    Liebe Grüße aus dem ziemlich „frischen“ Süddeutschland schickt dir
    Ocean

    • Hallo Ocean,
      Danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast, hier in meinem Blog vorbeizuschauen und einen Kommentar zu linterlassen. 🙂
      Zu den Formalitäten bei der Einreise hier in die USA und zur Green Card kann ich aus langjähriger eigener Erfahrung wirklich „ein Lied singen“, wie man so sagt. Fingerabdrücke und Gesichtsfoto sind m.W. hier üblich, aber – wie schon Brian hier kommentiert hat, und wie ich auch bei meiner Einreise am Mittwoch bei Anderen wieder bemerkt habe – sie werden nicht von Allen gemacht.
      Zum Hintergrundbild: das ist eine Abendstimmung hier bei uns zuhause, mit Blick nach Westen. Muss ich gelegentlich auch einmal in meinem „Bilderbuchblog“ veröffentlichen.
      Liebe Grüße aus einem – mit aktuell ca. 22 Grad – recht milden südlichen Texas, und mach’s gut,
      Pit

  2. Schön, dass Du wieder gut zu Hause angekommen bist.
    Die amerikanischen Einreiseformaliten sind schon etwas langwierig, aber was soll man machen. Ich hoffe, Du konntest in Deutschland alles zu Deiner Zufriedenheit erledigen.
    LG Gabi

    • Hallo Gabi,
      danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast, hier in meinem Blog vorbeizuschauen und auch einen Kommentar zu schreiben. Das mit den amerikanischen Einreiseformalitäten wird wohl anscheinend ganz unterschiedlich gehandhabt, wenn ich hier lese, dass Brian z.B. noch nicht einmal Fingerabdrücke abgenommen wurden, als er das letzte Mal eingereist ist. Und dabei ist er ein „visitor“ und ich bin ein „permanent resident„. Seltsam! Ob ich so wening vertrauenserweckend aussehe?! 😉
      Aber wie Du schon sagst, man muss es einfach so nehmen, wie es kommt.
      In Deutschland ist übrigens wirklich Alles zur Zufriedenheit abgelaufen.
      Liebe Grüße und mach’s gut,
      Pit

  3. Hi lieber Pit,
    ja, die Einreiseformalitäten in Amerika sind immer noch gewöhnsbedürftig, jedoch hat es sich etwas gelockert.
    Schön, dass du gut angekommen bist.
    Herzliche Grüße aus Dublin, wir genießen die tolle literarische Stadt, die Iren sind sehr nett und bemühen sich es es uns nur schön zu machen. 🙂
    Die Buchfeen sind mehr als happy über die Begegnungen bis jetzt, Siri und Selma schicken dir so liiiiiebe Grüße mit viel Feenhauch.:-)
    Hanne und Klausbernd

    • Hallo Dina, hallo Klausbernd,
      ich antworte hier einfach einmal Euch beiden zusammen. Danke, dass Ihr Euch auch in Eurem Urlaub in Irland die zeit genommen habt, mein Blog zu besuchen und Kommentare zu schreiben! Und danke auch an Siri und Selma für die lieben Grüße. Es freut mich, dass Dublin Euch Allen so gefällt.
      Was die Einreiseformalitäten angeht, so wiederhole ich einfach einmal, was ich gerade an Gabi geschrtieben habe: das mit den amerikanischen Einreiseformalitäten wird wohl anscheinend ganz unterschiedlich gehandhabt, wenn ich hier lese, dass Brian z.B. noch nicht einmal Fingerabdrücke abgenommen wurden, als er das letzte Mal eingereist ist. Und dabei ist er ein „visitor“ und ich bin ein „permanent resident„. Seltsam! Ob ich so wening vertrauenserweckend aussehe?! 😉
      Apropos Dublin: ich hatte gehofft, wir würden so in etwa drüberfliegen und ich könnte dann nach Euch und den Buchfeen Ausschau halten – obwohl: so hoch werden Siri und Selma dann wohl doch nicht flattern, als dass ich diese kleinen Wesen hätte ausmachen können – aber wegen des Gegenwinds auf der (normalen) nördlichen Route über den Atlantik sind wir nur gerade eben über den südlichen Zipfel Irlands geflogen.
      Liebe Grüße Euch Allen aus dem südlichen Texas, wo es heute mit ca. 21 Grad und strahlend blauem Himmel sehr angenehm ist, und macht’s gut,
      Pit

    • Hallo Brian,
      danke für’s Vorbeischauen hier in meinem Blog. Ja, ich bin wohl wirklich wieder im Sommer gelandet, mit 21 Grad und strahlend blauem Himmel. Aber na ja, eigentlich sind texanische Sommer ja nun doch anders, was die Temperaturen angeht. 😉
      Was die Einreise angeht: da scheine ich dann ja wohl wesentlich weniger vertrauenswürdig auszusehen als Du, wenn man mir als „permanent resident“ Fingerabdrücke nimmt, Dir als „visitor“ aber nicht! Sehe ich denn wirklich sooo schlimm aus?! 😉
      Liebe Grüße ins kalte Deutschland,
      Pit

    • Hallo Kalle,
      Du bist ja mal wieder schneller als die Polizei erlaubt! 😉 Da schreibe ich nich an der Übersetzung meines Postings ins Englische, und Du hast schon auf die deutsche Version geantwortet. Danke für die schnelle Rückmeldung und den Link. Sieht ganz interessant aus. Mal sehen, wann ich/wir das schaffe(n).
      Apropos Temperaturen: mittlerweile ist es auch hier költer geworden, wenn auch, mit Temperaturen „in the lower 60s“ [also um die 15 Celsius] nicht ganz so kalt wie in Deutschland. Aber da waren die letzten Tage ja auch nicht besonders kalt. Noch nicht einmal am Morgen der Abreise um 04:50 an der Bushaltestelle habe ich gebibbert.
      Liebe Grüße ins Rheinland,
      Pit

Lasst mal von Euch hören/lesen! Würde mich sehr freuen!

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