Wir haben neue Nachbarn …

… zumindest für eine kurze Zeit. Cousin Mark hat einmal wieder, wie üblich ein paar Mal pro Jahr, seine Rinder auf unserer Weise, so für etwa eine Woche. Und so starren sie uns dann durch den (provisorischen) Zaun an:

Kühe

Kühe und Kälber

Kühe

Man drängt sich zwischen Zaun und Kaktus

Lange wird das Futter auf dieser Weide nicht reichen, denn es wird jeden Tag trockener:

Kühe

Eine schon jetzt ziemlich dürre Weide

Und so wird Mark seine Rinder schon bald wieder auf eine andere Weide bringen müssen.

Kühe

Und DAS soll ich etwa wirklich trinken??!!

Kühe

Gedränge am Wassertrog

Kühe

Wir haben Alle unsere Nummer

Manchmal haben wir übrigens Glück und Mark bringt uns, wenn er eines seiner Rinder geschlachtet hat, etwas Fleisch vorbei. Bei Vieh, das wirklich nur auf der Weide gestanden hat und als Zusatzfutter bestenfalls Heu bekommt, ist das immer von ganz ausgezeichneter Qualität. Übrigens: Vieh wird hier – wenn es sich nicht um Milchvieh handelt – so gut wie ausschließlich auf der Weide gehalten, und zugefüttert wird eben bestenfalls Heu und – gelegentlich bei Großbetrieben – vor dem Schlachten auch Mais. Aber absolut nichts anderes. „Industrielle“ Viehzucht gibt es hier so gut wie gar nicht, und Füttern z.B. mit Knochenmehl oder ähnlichen Sunstanzen kommt einfach nicht vor. Weshalb auch BSE in den USA fast gar nicht vorhanden ist – bisher sind erst 4 Fälle bekannt geworden, also eine vernachlässigbare Größenordnung. Diese absolute Freilandhaltung ist auch ein Grund dafür, weshalb die Ranches in West Texas – wo es ja erheblich trockener ist – so groß sind. Eine Kuh und ein Kalb – das heißt hier ein „Unit“ – brauchen da eben eine ganze Menge Platz, bis zu 200 acres, d.h. 800,000 Quadratmeter, um genügend Futter zu finden.

3 Gedanken zu „Wir haben neue Nachbarn …

  1. Wirklich ganz schön trocken bei Euch. Kaum zu glauben, dass die Rinder überhaupt was finden.
    Find ich gut, dass nur Heu zugefüttert wird. Da ist die USA Europa wohl voraus. Ich möchte gar nicht wissen, was bei uns sonst noch so gefüttert wird.
    Auch können viele Rinder ihr Leben nicht auf Weideflächen verbringen. Auf den Almen zwar meist schon im Sommer, aber im Flachland, eben z. B. in Niederöszerreich eher nicht, da die meisten freien Flächen als Acker verwendet werden.
    Diese gelben Nummern im Ohr haben unsere auch.
    LG Gabi

    • Hallo Gabi,
      wegen der Trockenheit haben viele Rancher hier einen großen Teil ihrer Rinder notverkaufen müssen. Und das scheint auch in diesem Jahr/Sommer – leider – so weiterzugehen. Andererseits: wegen des Klimas brauchen die Rinder natürlich auch nie in den Stall.
      Übrigens: aus klimatisch-geografischen Gründen wäre hier und weiter westlich eigentlich gar kein Ackerbau, sondern nur Viehzucht, möglich. Da man es aber trotzdem versucht, kostet das Unmegen von Wasser. Und das wiederum ist hier doch eigentlich viel zu kostbar. Der Grundwasserspiegel sinkt jedenfalls weiter und weiter.
      Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
      Pit

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