Mal wieder im Friesenhaus …

… in New Braunfels waren wir am vergangenen Freitag zur Feier von Mike’s Geburtstag. Wir waren schon viel zu lange nicht mehr im Friesenhaus gewesen, und so wurde es höchste Zeit, einmal wieder gute deutsche Küche und deutsches Bier vom Fass zu genießen. Und auch wenn wir lange nicht mehr da waren: es hat sich nichts verändert, und sowohl Essen als auch Service waren nach wie vor ausgezeichnet. Hier das Menu:

Vorspeisen: Mary hatte Erbsensuppe [prima, mit Kartoffelstückchen und dicken Stücken Schinkenspeck. Und obwohl die Portion als Vorspeise natürlich kleiner war als wenn man es als Hauptgericht bestellt, so war es trotzdem immer noch ein reichlicher Teller, und nicht nur eine Suppentasse, wie wir erwartet hatten. Stella und Mike haben sich einen Rollmops geteilt. Der sah absolut schmackhaft aus und kam, wie es sich gehört, mit einer Scheibe Schwarzbrot. Und ich hatte Gulaschsuppe. Die war ebenfalls ziemlich reichlich, mit Zwiebeln, Champignons und Fleisch drin. Und es es war eine gebundene und keine klare. Lecker.

Hauptgerichte: Mary hatte Berliner Bouletten mit Bratkartoffeln. Welches Gemüse dabei war, habe ich leider vergessen. Stella hatte gedünstete Forelle mit Petersilienkartoffeln und grünem Spargel. Mike hatte Sauerbraten mit Spätzle und Rotkohl. Und ich hatte ein Holzfällerschnitzel [mit reichlich gerösteten Zwiebeln und Champigons] mit Bratkartoffeln [ganz lecker mit Zwiebeln und Speck angebraten] und Rotkohl. Und wieder: alles ganz vorzüglich.

Getränke: Mike und ich haben das ganze mit Köstritzer Schwarzbier vom Fass runtergespült, Stella hatte einen trockenen Badener [Heger Pinot Gris], Und Mary – wie üblich – nur Wasser.

Nachtisch: Mary und Mike hatten Apfelstrudel, jeweils mit Vanille-Eiskrem, Stella hatte eine Pfirsich-Käse-Sahne Torte und ich habe verzichtet. denn es war, nach Vorspeise und Hauptgericht, kein Platz mehr.  😦

Wie schon gesagt: wir waren hochzufrieden – nicht nur mit dem Essen, sondern auch und ganz besonders mit der Bedienung, die uns, ganz im Gegensatz zu dem, was hier in den USA viel zu häufig üblich ist, nicht gehetzt sondern uns Zeit gelassen hat, sowohl mit dem Aussuchen der Gerichte als auch mit dem Servieren: die Hauptgerichte kamen erst ein paar Minuten, nachdem wir mit den Vorspeisen fertig waren, und nicht, wie leider hierzulande vielfach üblich, während man noch mit den Vorspeisen beschäftigt ist. Und auch die Rechnung kam nicht, während wir noch aßen – auch das gibt’s nämlich leider hier – und auch nicht direkt nachdem wir fertig waren, sondern wir konnten in Ruhe sitzen, unseren Kaffee trinken und dann bezahlen. So sollte es sein!

Fazit: wir haben den Abend ganz echt genossen.

Und dann, bevor wir nach Hause gefahren sind, habe ich natürlich  😉  noch eingekauft: Schwarzbrot, Streichmettwurst, Holsteiner Salami, Brathering, Hering in Tomatensoße, Hering in Senfsoße, und Landjäger. Also bin ich jetzt hier erst einmal richtig gut versorgt.

P.S.: Und was für mich natürlich schön war – ich habe mich mal wieder (ausgiebig) auf Deutsch unterhalten können, mit den freundlichen Inhabern des Friesenhaus, Herrn und Frau Dirks.

Ach ja: und deutsche Volksmusik gab’s auch noch. Ab 18:30 Uhr war ein Akkordeonspieler (und Sänger) da, der für nette Unterhaltung sorgte. Ein bisschen habe ich mich da allerdings in die Nesseln gesetzt, weil Mary gerne getanzt hätte – und ich mich dazu nicht überwinden konnte.  😉  Muss ich mich noch bessern!

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2 Gedanken zu „Mal wieder im Friesenhaus …

  1. Klingt nach einem unterhaltsamen und zufriedenstellenden Abend.

    Die „Unart“, dass man die Rechnung schon präsentiert bekommt, bevor man überhaupt erst fertig gegessen hat, war für uns auch sehr gewöhnungsbedürftig. Bei uns ist man es doch gewöhnt, dass man noch ein bisschen sitzen bleibt. Vielleicht einen Kaffee oder ein Gläschen Wein trinkt und noch etwas plaudert. Das ist ja bei Euch nicht üblich.
    Dass die verschiedenen Speisen fast auf einmal kommen, kann ich nicht bestätigen, weil wir nie eine Vorspeise oder Suppe gegessen haben, da die Hauptportionen ohnehin meist sehr üppig waren. 🙂

    lg Gabi

    • Hallo Gabi,
      die Portionen sind hier wirklich üppig – im Normalfall jedenfalls. Trotzdem bestellen wir gerne eine Vorspeise und nehmen dann eben etwas vom Hauptgericht im „doggiebag“ mit nach Hause. Gerne würden wir meistens auch eine Nachspeise ordern, aber das würde dann wirklich absolut zu viel.
      Und was das schnelle „Anliefern“ der Speisen angeht: Ihr habt es vielleicht beim Salat bemerkt, den man ja hier (fast) immer zuerst serviert bekommt. Meistens waren wir noch damit beschäftigt, wenn das Hauptgericht serviert wurde. Und oft fand sich dann auf dem Tisch [die sind hier in aller Regel viel zu klein] kaum Platz dafür.
      Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
      Pit

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