Sally ist wieder zuhause

Heute nachmittag hat Dr. Patton, unser Tierarzt, sie wieder „freigegeben“. Sie war doch schwerer verletzt [davon gleich ein paar Bilder] gewesen, als wir zunächst gedacht hatten. Und Dr. Patton war es da lieber, obwohl es ihr schon am Montag deutlich besser ging, sie doch bis heute in seiner Praxis unter Beobachtung zu halten. Sie hat auf jeden Fall immer noch Schmerzen, wenn auch bei Weitem nicht so starke wie zuvor, und bekommt dagegen Tabletten. Und natürlich bekommt sie auch Antibiotika. Das Schlimme an den Wunden durch die Hauer von Javalinas, so sagte Dr. Patton, ist, dass sie tief gehen und die Hauer nicht glatt wieder herauskommen, sondern das Gewebe zerreißen. Wie dem auch sei, er hat Sally wieder zurecht geflickt, und so wird sie dann wohl bald wie ein Veteran aus den „Javalina-Kriegen“ aussehen. In 10 Tagen muss sie dann wieder zu Dr. Patton, die Fäden ziehen und auch die Drainagen – davon hat sie drei – entfernen.

So, und jetzt ein paar Bilder:

Sally's Wunden

Sally's Wunden (1)

Fast alle ihre Wunden hat sie übrigens am Hinterteil davongetragen, wohl – wie Dr. Patton meint – als sie vor den Javalinas wegzulaufen versucht hat. Die größte Wunde ist oberhalb ihrer Schwanzwurzel und verläuft quer. Und dann sind da insgesamt noch etwa 10 oder 11 andere. Drei davon – man sieht diese „Zipfel“ hier im Bild – haben Drainagen drin.

Sally's Wunden

Sally's Wunden (2)

Sieht wirklich gar nicht schön aus, wenn man’s so aus der Nähe sieht. Aber wie gesagt, mittlerweile geht es ihr deutlich besser. Jetzt gerade liegt sie hier im Esszimmer auf ihrem Stammplatz und schläft friedlich. Vorhin hat sie lecker gegessen, und das ist ja ein gutes Zeichen.

Sally's Wunden

Sally's Wunden (3)

Hier ist dann ihr Stammplatz: Kissen, Wasser und Futter. Mir ging da so gerade durch den Kopf: wenn sie dann wieder richtig gesund ist, werden wir sie komplett verwöhnt haben. Wir hatten gerade damit begonnen, da es ja wieder wärmer wird, sie ans Fressen draußen zu gewöhnen. Aber jetzt wird sie ihr Futter natürlich wieder drinnen bekommen. Plus leckeres Dosenfutter. Da wird es dann wieder eine ganze Weile dauern, bis sie sich hinterher an das „normale“ Futter und den Futterort draußen gewöhnt haben wird. Sie kann da ganz schön hartnäckig – um nicht zu sagen, stur – sein und durchaus mal einen ganzen Tag hungern, um abzuwarten, ob sie nicht doch etwas Besseres bekommt oder ob wir ihr das Futter drinnen servieren. Aber jetzt, als „Rekonvaleszentin“, hat sie einfach eine Vorzugsbehandlung verdient.

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4 Gedanken zu „Sally ist wieder zuhause

    • Hallo Gabi,
      Sally sah wirklich schlimm aus. Aber Gott sei Dank ist alles viel schneller verheilt als wir gedacht hatten. Der Tierarzt hat exzellente Arbeit geleistet! Man sieht natürlich noch, wo die Wunden waren, aber sie sind seit mehr als einer Woche ganz zu, und auch der Schorf ist schon weg.
      Natürlich haben wir sie verwöhnt, mit leckerem Futter. Und sie hat es immer drinnen serviert bekommen. Aber jetzt müssen wir sie wieder „entwöhnen“ 😉 – mit Futter draußen und nicht immer Dosenfutter. Aber das dauert: sie kann ganz schön stur sein und warten, ob sie nicht doch ein besseres Angebot im Hause bekommt. 😉 Gerade liegt sie hier neben mir und schläft tief und fest – und schnarcht gelegentlich. 😉
      Liebe Grüße,
      Pit

        • Hallo Gabi,
          aber natürlich wird sie immer noch verwöhnt: mit Leckerchen und Streicheleinheiten. Nur ihr Futter bekommt sie eben doch jetzt immer draußen. Aber direkt am Haus, nicht wie früher unter den Bäumen.
          Sie hat das Verwöhntwerden aber auch verdient, denn wir haben den starken Verdacht, dass sie früher misshandelt worden ist – vermutlich von einem Mann übrigens. Nachdem sie uns heir zugelaufen war – völlig unterernährt und verwahrlost – ist sie zwar langsam zutraulich geworden, aber immer noch sehr sehr ängstlich. Heute z.B., als ich draußen im Garten gearbeitet habe, war sie auch da und hat zugesehen. Aber als ich einmal mit der Harke in der Hand vorbeigegangen bin, lief sie doch glatt etwa 10 Meter weg. Sie hat auch manchmal Angst, heranzukommen, wenn ich sie mit Futter locke. So, als ob sie erst angelockt und dann vielleicht geschlagen worden wäre. Es hat übrigens mehrere Monate gedauert – nachdem meine Frau sie schon lange streicheln konnte – bis sie sich das von mir gefallen ließ. Und das nährt unseren Verdacht, dass sie eben von einem Mann misshandelt worden ist. Aber wir versuchen, wieder gut zu machen, was ein Vorbesitzer möglicherweise ihr angetan hat.
          Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
          Pit

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