Vorbereitungen zum Bohren – Teil 2

Nachdem dann vor Weihnachten die Vorbereitungen des Bohrareals abgeschlossen worden waren, ging es am Dienstag dieser Woche so richtig los.

Es fing damit an, dass der übliche Wachmann – oder sollte ich Pförtner sagen – mit seinem Wohnwagen Stellung bezog:

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Der Wachmann ist angekommen

Diese Wachmänner – oder wie man sie sonst bezeichnen soll – sind wirklich [wie auch so viele der anderen Ölarbeiter] ein reisendes Gewerbe. Sie ziehen mit ihrem Wohnwagen von einem Bohrareal zum anderen und sind am Eingang dafür zuständig, dass kein Unbefugter die Baustelle betritt und dass, wer auch immer wirklich dort zu tun hat, sich anmeldet/registriert. Per Tank {rechts im Bild] wird ihre Wasserversorgung sichergestellt, und in aller Regel gibt’s auch – damit sie nicht ihre eigene Toilette beutzen müssen, für die es ja im Gegensatz zu Caravanparks keinen ordnungsgemäßen Abfluss gibt – ein Porta Potti. Und die Stromversorgung wird über einen Generator gesichert.

Zuerst kamen die Barracken, d.h. der Ausdruck „Barracken“ ist eigentlich etwas irreführend, denn es sind richtige eingeschossige Häuser auf Rädern [hier „mobile homes“ genannt]:

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Häuser auf Rädern

Das – so ein „Haus auf Rädern“ – ist hier in den USA übrigens auch ohne Ölboom ein ganz normaler Anblick auf den Straßen: schließlich wohnen ja eine Menge von Leuten in solchen „mobile homes„, und die werden dann vom Hersteller zum Wohnort des Käufers gebracht, oder man zieht eben zusammen mit dem Haus um. Oft habe diese Transporte Überbreite, und manchmal wird das Haus auch der Länge nach durchgesägt und halbiert [für europäische Augen ganz seltsam anzusehen], damit man es auf der Straße transportieren kann. Das sind dann die sogenannten „double wides„.

Aber weiter zu den Vorbereitungen zum Bohren – mehr Maschinerie wird angeliefert:

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Hier nur eine kleine Auswahl von Bildern zu diesem Thema

Der Unterbau der Bohrplattform ist in Arbeit:

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Ein "kleiner" Unterbau

Dr eigentliche Bohrturm – in zwei Teilen auf dem Tieflader:

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Bohrturm - liegend

Der Bohrturm wird aufgerichtet …

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Der Bohrturm wird aufgerichtet

… und steht:

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Er steht

Ich war übrigens wirklich überrascht, wie schnell das ganze vonstatten ging: gerade einmal 48 Stunden nach Anliefern der ersten Maschinerie – und der Bohrturm stand!

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2 Gedanken zu „Vorbereitungen zum Bohren – Teil 2

    • Hallo Gabi,
      man verdient da wirklich gut. Es werden Stundenlöhne von 20 bis 40 Dollar gezahlt. Neulich haben wir hier eine Anzeige gesehen, in der LKW-Fahrer gesucht wurden, bei einem Jahresgehalt von 100.000 Dollar!!! Aber Du hast Recht: familienfreundlich ist das nicht, von einer Bohrstelle zur anderen zu ziehen. Häufig arbeiten die Leute hier in 12-Stunden Schichten, 14 Tage lang, und haben dann 1 oder 2 Wochen ganz frei.
      Liebe Grüße,
      Pit

Lasst mal von Euch hören/lesen! Würde mich sehr freuen!

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