Texanischer Wein

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Passend zum vergangenen Eintrag, hier noch ein paar Memerkungen zu Wein in Amerika im Allgemeinen und zu texanischem Wein im Besonderern: Fangen wir einmal damit an, dass man hier kaum deutschen Wein – jedenfalls keinen, der meiner Meinung nach „trinkbar“ … Weiterlesen

Mein neues „Fahrrad“

Das hier ist eines der Weihnachtsgeschenke, die ich von Mary bekommen habe:

wine rack

Mein neues "Fahrrad"

Das ist doch nun einmal ein wirklich schönes und außergewöhnliches Geschenk für einen radelnden Weinliebhaber, finde ich, und ich habe mich darüber riesig gefreut. Mary hat immer so gute und passende Geschenkideen – viel bessere als ich!

Vorbereitungen zum Bohren – Teil 2

Nachdem dann vor Weihnachten die Vorbereitungen des Bohrareals abgeschlossen worden waren, ging es am Dienstag dieser Woche so richtig los.

Es fing damit an, dass der übliche Wachmann – oder sollte ich Pförtner sagen – mit seinem Wohnwagen Stellung bezog:

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Der Wachmann ist angekommen

Diese Wachmänner – oder wie man sie sonst bezeichnen soll – sind wirklich [wie auch so viele der anderen Ölarbeiter] ein reisendes Gewerbe. Sie ziehen mit ihrem Wohnwagen von einem Bohrareal zum anderen und sind am Eingang dafür zuständig, dass kein Unbefugter die Baustelle betritt und dass, wer auch immer wirklich dort zu tun hat, sich anmeldet/registriert. Per Tank {rechts im Bild] wird ihre Wasserversorgung sichergestellt, und in aller Regel gibt’s auch – damit sie nicht ihre eigene Toilette beutzen müssen, für die es ja im Gegensatz zu Caravanparks keinen ordnungsgemäßen Abfluss gibt – ein Porta Potti. Und die Stromversorgung wird über einen Generator gesichert.

Zuerst kamen die Barracken, d.h. der Ausdruck „Barracken“ ist eigentlich etwas irreführend, denn es sind richtige eingeschossige Häuser auf Rädern [hier „mobile homes“ genannt]:

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Häuser auf Rädern

Das – so ein „Haus auf Rädern“ – ist hier in den USA übrigens auch ohne Ölboom ein ganz normaler Anblick auf den Straßen: schließlich wohnen ja eine Menge von Leuten in solchen „mobile homes„, und die werden dann vom Hersteller zum Wohnort des Käufers gebracht, oder man zieht eben zusammen mit dem Haus um. Oft habe diese Transporte Überbreite, und manchmal wird das Haus auch der Länge nach durchgesägt und halbiert [für europäische Augen ganz seltsam anzusehen], damit man es auf der Straße transportieren kann. Das sind dann die sogenannten „double wides„.

Aber weiter zu den Vorbereitungen zum Bohren – mehr Maschinerie wird angeliefert:

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Hier nur eine kleine Auswahl von Bildern zu diesem Thema

Der Unterbau der Bohrplattform ist in Arbeit:

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Ein "kleiner" Unterbau

Dr eigentliche Bohrturm – in zwei Teilen auf dem Tieflader:

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Bohrturm - liegend

Der Bohrturm wird aufgerichtet …

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Der Bohrturm wird aufgerichtet

… und steht:

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Er steht

Ich war übrigens wirklich überrascht, wie schnell das ganze vonstatten ging: gerade einmal 48 Stunden nach Anliefern der ersten Maschinerie – und der Bohrturm stand!

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Vorbereitungen zum Bohren – Teil 1

Zuerst, nachdem das Areal von Gras und Buschbestand geräumt und etwas planiert worden war, wurde ein Schotter-Sand-Gemisch [das wird hier einfach als „dirt“ bezeichnet und ist, so vermute ich jedenfalls einmal, das hier für solche Zwecke fast immer verwendete Caliche] aufgeschüttet und verteilt:

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Füllmaterial wird aufgebracht und verteilt

Das ist übrigens ein wirklich gutes Material für die Grundlage, aber auch für unbefestigte Straßen und Wege, denn es lässt sich sehr gut verdichten und verhärtet sich enorm, sobald etwas Wasser draufkommt. Wir haben es z.B. unter dem Betonboden unserer neuen Garage, und ich bin auch dabei, es auf unseren beiden Zufahrten zu verteilen. Apropos verhärten: den lose aufgeschütteten Haufen, den wir bekommen haben, musste ich schon nach einem guten halben Jahr mit der Spitzhacke aufbrechen, um das Material dann in die Schubkarre schaufeln zu können.

Aber weiter zu den Bohrvorbereitungen. Es kommt Wasser [einerseits um Staub zu verhindern andererseits aber auch zum Verhärten] drauf und es wird verdichtet:

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Es wird gewässert und verdichtet

Ganz schön schweres Gerät:

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Bulldozer im Einsatz

Danach wurden dann die ersten kleinen Löcher gebohrt und ein paar Rohrleitungen verlegt, aber dazu hatte ich ja schon ein Foto gepostet. Und dann war erst einmal für etwa zwei Wochen Ruhe, bis es nach Weihnachten weiter ging. Dazu dann ein weiterer Beitrag, damit hier nicht zu viele Bilder die Ladedauer beeinträchtigen.

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Jetzt wird wirklich gebohrt

Nachdem vor Weihnachten die wesentlichen Vorbereitungen, z.B. planieren und Leitungen verlegen [davon in einem anderen Beitrag mehr Bilder], abgeschlossen worden waren, ging es dann ab Dienstag richtig zur Sache [auch davon mehr in einem weiteren Beitrag],  und seit gestern steht der Bohrturm. Und so sieht’s jetzt aus, direkt gegenüber von unserem Grundstück – leider:

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Der Bohrturm, von unserer Veranda aus gesehen

Kommen wir der Sache etwas näher:

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Der Bohrturm, von unserer Einfahrt her gesehen

Eine halbe Stadt – na ja, das ist wohl leicht übertrieben, aber so etwa 10 Fertighäuser sind es schon, denke ich mal – haben sie gleich mitgebaut. Ein paar sieht man im Vordergrund. Die heißen hier „mobile homes“ und kommen vollkommen fertig per LKW – und werden, wenn der Spuk vorbei ist, einfach zur nächsten Bohrstelle verfrachtet.

Und noch etwas näher:

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Das ist schon ein gewaltiges Monstrum!

Trotz der Ausmaße und trotz der Maschinerie drumherum ist es übrigens leiser, als ich vorher befürchtet hatte. Man hört eigentlich nur ein ständiges leichtes Brummen – nicht weiter schlimm. Mal sehen, wie es wird, wenn das eigentliche „Fracking“ beginnt. Man sagt, das sei viel lauter. Der Verkehr auf dem Highway ist da jedenfalls jetzt noch deutlich lauter und übertönt das Bohrgeräusch fast immer. Und weil der Verkehr auch unterschiedliche Lautstärken hat, stört er meiner Meinung nach mehr. Lässt sich aber leider nicht ändern, denn wir können unser Haus ja nicht verlegen: es ist ja schließlich kein mobile home.

Im Licht des frühen Abends …

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Abendstimmung am Bohrturm

… und in der Nacht …

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Nachts am Bohrturm

… sieht es schon fast stimmungsvoll aus: Technik kann eben auch durchaus schön sein.

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Dry Season: The Texas Drought of 2011 – Collective Vision | Photoblog for the Austin American-Statesman

Dry Season: The Texas Drought of 2011 – Collective Vision | Photoblog for the Austin American-Statesman.

Dry Season: The Texas Drought of 2011

Wir hatten zwar in den letzten Tagen etwas Regen [seit Anfang Dezember 107 Liter/Quadratmeter], aber der wiegt die Auswirkungen der extremen Trockenkeit der vergangenen Monate bei Weitem nicht auf. Die Bilder im o.a. Photo-Essay aus dem Austin-American Statesman zeigen das ganze Ausmaß der Dürre in erschreckender Deutlichkeit.

Asleep at the Wheel

Nein, das betrifft nicht mich und meine Fahrkünste, sondern Asleep at the Wheel ist eine Country Musik Band, die wir gestern bei ihrem Auftritt im Paramount Theatre in Austin live gehört haben. Ihr Programm, Santa Loves to Boogie, hat uns außerordentlich gut gefallen. Wie Bandleader Ray Benson in seiner Einleitung sagte, war nicht das gesamte Programm weihnachtlich, sondern ein guter Teil waren auch ihre tardiotionellen Country-and-Western Hits. Aber genau das machte das Programm abwechslungsreich und unterhaltsam. Und die Show war wirklich gut. Man spürte, dass sie richtig in ihrer Musik aufgingen, ganz besonders Ray Benson – Band Leader, Lead Singer und Gitarrist der Truppe: ein echter Charakter auf der Bühne. Es waren zwei wirklich unterhaltsame Stunden und es war schade, wie schnell die vorbeigingen.

Vorher waren wir in Scholz Garten, dem ältesten Biergarten in Austin, zu Abend essen – natürlich jetzt, im Herbst, nicht draußen im Biergarten, sondern drinnen im Restaurant. Das Restaurant wurde 1866 von August Scholz, einem deutschen Einwanderer und Veteran der Konföderierten Armee, erbaut und ist nach wie vor ein privat geführtes traditionelles Restaurant in Austin, mit viel Atmosphäre, das im Jahre 1966 sogar vom texanischen Landtag in einer Resolution als “ a gathering place for Texans of discernment, taste, culture, erudition, epitomizing the finest tradition of magnificent German heritage in our State“ gewürdigt wurde und auch eine Plakette [historical marker] draußen an der Fassade hat. [Mehr zum Restaurant hier: Scholz Garten History]

Unsere Eindrücke – zumindest vom Essen, denn das Ambiente war ok – waren allerdings gemischt, um das einmal so auszudrücken. Es fing damit an, dass wieder einmal, wie das hier in den USA nach meiner Erfahrung leider auch in wirklich gut geführten Restaurant immer wieder vorkommt, das Hauptgericht fast zeitgleich mit der Vorspeise auf den Tisch kam. Auf unsere Kritik daran meinte die Kellnerin nur, das Essen habe eben so schnell bereitgestanden. Na ja, so haben wir die Vorspeise dann eben als weitere Beilage betrachtet. Als Vorspeise hatten wir übrigens frittierte eingelegte Gurken [fried pickles]. Für unseren deutschen Geschmack mag das ja etwas ungewöhnlich klingen, aber mir – und Mary auch – hat’s prima geschmeckt.

Frittiert wird hier übrigens (fast) Alles und Jedes: bei Festlichkeiten gibt es in dieser Hinsicht immer wieder etwas Neues, sogar frittiertes Bier!

Aber weiter zu unseren Eindrücken: Mary hatte als Hauptgericht ein gegrilltes [genauer gesagt, Barbeque] halbes Hähnchen mit Kartoffelsalat und Sauerkraut als Beilagen, und das war gut. Ich hatte mich – weil ansonsten als deutsche Gerichte nur Schnitzel in verschiedenen Varianten auf der Speisekarte standen – für Bratwurst entschieden, denn ich bin immer noch auf der Suche nach einer guten Bratwurst hier. Als Beilagen hatte ich mir Sauerkraut und Fritten ausgesucht. Mit meinem Essen war ich nur sehr bedingt zufrieden – wenn überhaupt: das Sauerkraut war „zu Tode gekocht“, die Fritten ziemlich „labberig“ und die Bratwurst nur lauwarm. Das Einzige, was beim Essen wirklich gut war, war der Senf! Mein Gericht war wirklich kein Renommee für den Laden. Und die Kritik habe ich die Kellnerin, als sie fragte, wie es sei, auch wissen lassen. Sie hat mir dann zwar angeboten, die Bratwürste aufwärmen zu lassen, aber dazu – aufgewärmtes Essen – hatte ich nun auch keine Lust. Ich habe sie lediglich gebeten, das doch bitte dem Koch auszurichten. Ansonsten: wären sie richtig warm gewesen – oder sogar so heiß wie die frittierten Gurken – hätten sie bestimmt gut geschmeckt. Ach ja: was am allerbesten geschmeckt hat war das Spatenbräu Optimator vom Fass! Richtig schön würzig-malzig, und für amerikanische Verhältnisse (fast) zu warm, was aber kein Nachteil ist, denn dann ist es für deutsche Biertrinker gerade richtig temperiert. Ich denke einmal, wir werden, trotz der gemischten Erfahrungen, wieder hingehen, denn es wird ja wohl nicht immer so sein. Der jetzige Besitzer, Tom Davis, sagt jedenfalls, er habe das Restaurant übernommen, um genau das zu richten, weil sich nämlich selber über kaltes Essen und  warmes Bier beklagt habe.

Bevor dann die Vorstellung im Paramount Theatre anfing, haben wir noch in einem kleinen Szene-Lokal nahe beim Theater ein Eis [Mary] und einen Espresso [ich] verzehrt.

Übernachten habe wir übrigens mal wieder im Best Western Atrium North – nach wie vor eine empfehlenswerte Adresse.

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Der Winter kann kommen –

jedenfalls ist er herzlich eingeladen,

welcome winter

Herzlich willkommen, Winter!

auch wenn es noch so gar nicht winterlich aussieht, sieht man einmal von dem Zustand des Rasens ab:

winter decoration

Winter??

Na ja, offiziell ist es ja auch erst Herbst, und in Texas ist es mit Winter ja ohnehin nicht weit her.

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Unser alter Brunnen …

… tut’s nun wohl leider doch nicht mehr. Wir hätten ihn ja wohl gerne reaktiviert, denn das hätte uns im Sommer doch eine Menge Geld gespart, aber das klappt leider nicht. Gestern hatten wir einen örtlichen Brunnenspezialisten hier, um denBrunnen zu testen, ob sich eine „Reaktivierung“ lohnt:

water well probe

Brunnentest (1)

Zunächst einmal [davon habe ich leider keine Bilder, weil mir wieder einmal zu spät eingefallen ist, dass ich das ja fotografisch dokumentieren wollte] wurde das alte Gestänge [insgesamt etwa 60 Meter Rohr] herausgezogen.

water well probing

Brunnentest (2)

Als das alte Gestänge dann raus war, wurde unter Hochdruck Luft in das Bohrloch geblasen. Eigentlich, jedenfalls wenn genug Wasser drin gewesen bzw. nachgelaufen wäre, hätte das binnen kurzem herausschwappen müssen – und zwar reichlich. So aber kamen fast nur Luft und Seifenblasen, denn um das Ganze besser sehen zu können, hatte der Unternehmer etwas Seife in das Loch geschüttet. Diese Seifenblasen waren dann auch das Einzige, was rauskam. Und damit war klar: es lohnt sich nicht, diesen Brunnen wieder zu aktivieren. Wenn überhaupt, dann müssen wir ganz neu bohren. Aber das wird teuer. Empfehlenswert wäre hier mittlerweile eine Tiefe von gut über 100 Metern, und das würde, mit allem Drum und Dran [Bohren, Rohre, Pumpe etc.] etwa $10.000 kosten. Ich denke mal, das ist uns im Augenblick – denn es stehen andere, wichtigere Projekte an – zu viel. Aber vielleicht später, denn mit einem eigenen Brunnen hätten wir natürlich die Chance, zu ganz geringen Kosten den ganzen Sommer über unseren Rasen gut zu wässern.

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