Wurstfest in New Braunfels …

… ist in diesem Jahr vom 4. bis zum 13. November. Und da ich da schon immer einmal hingewollt hatte [und auch Mary hatte es mir immer schon einmal zeigen wollen], ich aber ja übermorgen schon nach Deutschland fliege, sind wir gestern nachmittag hingefahren.

Das Wurstfest in New Braunfels [gegründet wurde die Stadt übrigens von Auswanderern aus Braunfels an der Lahn] hat eine lange Tradition und hält, neben anderen Einrichtungen, gewissermaßen die deutsche Kultur – jedenfalls so, wie die Texasdeutschen sie verstehen – aufrecht. Was ich immer wiede hier beobachte: „deutsch“ heißt hier „bayrisch“. Andere Trachten, z.B., als Lederhosen und Dirndl sieht man da nicht, und auch die Musik hat überwiegend bayrischen Charakter. Ich glaube, dieses Verständnis von deutscher Kultur gilt nicht nur hier in Texas, sondern auch sonst in den USA. Das Wurstfest ist eine Art „Mini-Oktoberfest„, mit Festzelt [nicht nur eins, übrigens] mit Musi und jeder Menge an Essen und Getränken. Vieles vom Essen, das als „deutsch“ ausgegeben wird, ist allerdings eher texas- bzw. amerikanisch-deutsch. Die Haxn z.B. waren in Scheiben geschnitten und dann gegrillt. Nicht, dass sie nicht sehr lecker gewesen wären, aber es waren eben keine typisch bayrischen Haxn. Und auch „sausage on the stick“ ist beim besten Willen keine deutsche Spezialität. Aber genug der Kritik, denn es hat Spaß gemacht. Und es war die Anreise von 80 Kilometern – ist ja hier eigentlich noch der „Nahbereich“ – durchaus wert. Wir eind jedenfalls rumgelaufen und haben uns die vielen Buden mit Essen und Souvenirs angesehen. Und wie schon gesagt, die Haxn mit Sauerkraut haben wir uns auch gerne schmecken lassen. Ein Bier habe ich mir nicht gegönnt, und das war eigentlich eine Dummheit, denn es gab gutes deutsches Bier vom Fass. Aber ich hatte keine Lust, mit einem Plastikbecher voll Bier durch die Gegend zu laufen. Da fällt mir noch eine amerikanische Unsitte ein: viele – jedenfalls die, die sich nicht ímmer für einen Becher Bier anstellen wollten, haben einen Krug [hier „pitcher“ genannt] bestellt und dann aus diesem ihre Becher nachgefüllt. Das – und ich habe das hier schon vielfach gesehen, dass man nämlich erst das Bier in einen Krug zapft und es dann in einen Becher umfüllt – ist für mich nun einmal einfach eine Todsünde  bei frisch gezapftem Bier.

So, und jetzt noch ein paar Bilder:

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Comal River und Stelzenhaus

Hier kommt der Comal River aus einem kleinen Kanal geschossen und bildet eine hübschen kleinen Wasserfall. Und im „Stelzenhaus“ im Hintergrund kann man sitzen und seine mitgebrachtes esen und Bier verzehren. Und eine Band spielte zum Tanz auf.

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Blick vom Fluss hoch auf das Festgelände

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Der Eingangsbereich

Drink Tickets„: Bier kann man bei solchen Festen hier nie bar an der Theke bezahlen, sondern man muss vorher Bons kaufen.

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Die Markthalle ...

… hat im Innern alle die Stände mit Essen, Souvenirs etc., und gleich nebenan ist die große Tanzhalle.

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