Lang, lang ist’s her, …

… [genau gesagt, es war zum letzten Mal im Februar diesen Jahres], dass wir Benzin für weniger als $ 3 pro Gallone bekommen haben. Aber heute, auf der Rückfahrt von Austin [mehr darüber in einem anderen Eintrag], haben wir an einer Exxon-Tankstelle in Luling Benzin für $ 2,999 pro Gallone bekommen. Als wir das Schild sahen, haben wir zuerst unseren Augen nicht trauen wollen, aber an der Zapfsäule stellte es sich als wahr heraus. Am Tag vorher, auf unserem Weg nach Austin, waren es an dieser Tankstelle noch $ 3,099 gewesen, und wir hatten an einer anderen Tankstelle für $ 3,079 getankt. Diesen Preis gab’s zwar nur gegen Barzahlung und nicht bei Zahlung mit Kreditkarte, aber was soll’s. Uns war’s absolut egal: Hauptssache billig. Im Nachhinein war es natürlich keine gute Idee, auf der Hinfahrt zu tanke, denn der Sprit hätte locker für den Weg nach Austin und zurück bis Luling gereicht, und wir hätten dann eben mehr billig tanken können. Aber das kann man ja schließlich nicht ahnen: der Benzinpreis hätte ja genauso gut auch steigen können. So passten denn mal gerade etwas über 6 Gallonen in den Tank. Aber trotzdem: wir waren froh. Und nach billigen Tankstellen suchen ist hier so etwas wie ein „Volkssport“.

Apropos Barzahlung an der Tankstelle: da geht man in die Tankstelle zur Kasse und hinterlegt da Geld; entweder, wie ich gestern, einen Betrag, der mehr als ausreicht [da ich ja voll tanken wollte und nicht wusste, wieviel in den Tank passen würde] oder man tankt eben nur für den bestimmten, hinterlegten Betrag. Der Tankwart gibt das ein, und die Zapfsäule ist für den Betrag freigeschaltet.

Noch eine Bemerkung zu Luling: was immer wieder auffallend ist, wenn man durchfährt, ist die Tatsache, dass die ganze Stadt nach Öl riecht, und dass man da eine Förderpumpe – die allseits bekannten „Donkeys“ – nach der anderen sieht, sogar, wenn ich es recht in Erinnerung habe, auf dem Schulgelände.

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6 Gedanken zu „Lang, lang ist’s her, …

  1. Die Aufregung in den USA um die hohen Spritpreise finden wir immer etwas belustigend. Ich nehme ja an, dass es bekannt ist, dass bei uns der Benzin und der Diesel weit mehr kosten. Ich merk mir leider keine Preise, aber falls ich nicht vergesse, werde ich heute beim einkaufen darauf achten, wieviel der Sprit momentan kostet und werde dann berichten, falls es interessiert.

    Der Umweltgedanke ist aber in den USA, wie mir scheint, noch nicht so wirklich umgebrochen. Zwar ist auch bei uns bei vielen das Auto sowas wie eine „heilige Kuh“, aber bei Euch ist es wohl schon noch viel ärger. Es ist ja wirklich grotesk, dass man wegen einer Kleinigkeit was weiß ich wie weit zu einem Supermarkt fährt. Wie Du schon schreibst, da denkt dann wohl auch keiner über die Spritkosten nach.
    Und ganz arg finde ich den Umstand, wenn Motoren einfach laufen gelassen werden, um z.B. einzukaufen. Sowas ist bei uns Gott sei Dank noch nicht üblich und außerdem verboten. Es ist auch nicht mal mehr erlaubt, im Winter den Wagen am Stand warm laufen zu lassen und ich find es gut so. Was aber nicht heißt, dass sich wirklich alle daran halten.

    lg Gabi

    • Hallo Gabi,
      ja, die deutschen – und österreichischen – Spritpreise sind mir gut bekannt. Und im Augenblick lerne ich sie wieder genauer kennen, da ich gerade in Deutschland bin.
      Was den Umweltgedanken angeht: da hast Du – leider – nur zu Recht. Was wir immer bedauern, ist z.B. die fehlende bzw. sehr begrenzte Recyclemöglichkeit. Für Glas gibt es das bei uns im südlichen Texas gar nicht. Aluminiumdosen sammeln wir, denn die können wir im Nachbarort verkaufen. Und neuerdings nimmt unser örtlicher Wal Mart auch Papier, Pappe und Plastik zum Recyclen an. Aber das wird nicht so besonders viel genutzt und ist auch die große Ausnahme.
      Liebe Grüße,
      Pit

      • Man kann nur hoffen, dass sich das Umweltbewußtsein vielleicht doch einmal ein bisschen ändert. Aber da müsste halt auch die Regierung was machen und man müsste, so wie es bei uns war, mit den Kindern anfangen. Anfangs haben auch alle gemotzt und gemault, als es anfing mit den verschiedenen Containern für Abfall und heute ist es doch – größtenteils – selbstverständlich geworden.

        lg Gabi

        • Es ist im Wesentlichen die Industrie, die dagegen ist, denn angeblich kostet es Jobs. Das ist hierzulande ein Totschlagsargument: alles was man nicht will, wird als „jobkiller“ disqualifiziert und ist damit fast automatisch erledigt.

  2. wow das ist nicht schlecht. wir haben einmal für 3.17 tanken können. sonst bewegte sich alle um die 3.30 wobei die sprünge von station zu station und auch von tag zu tag manchmal gewaltig waren. auch der extrem höhere dieselpreis ist bemerkenswert obwohl diesel ja eine art abfallprodukt ist.

    der verbrauch und der gallonenpreis ist ja mittlerweile auch zum täglichen thema geworden. seltsamerweise ist es aber kein thema wegen einer schachtel heidelbeeren zu WALMART zu fahren ; ) naja ich denke es ist ein anfang zum umdenken.

    grüße Brian

    • Hallo Brian,
      nicht nur „nicht schlecht“, sondern ganz prima, finde ich.
      Was mich an den Spritpreise hier immer wieder wundert, ist, wieso eine Tankstelle, z.B. an einer Kreuzung gegenüber einer anderen, überhaupt Kunden hat, wenn – wie man manchmal sieht – die Preise da um bis zu 10 ct höher sind.
      Und was die Haltung der Leute hier zum unnützen Spritverbrauch angeht: das hast Du völlig recht. Ich bin immer wieder entsetzt darüber, wenn z.B. auf dem Parkplatz eines Supermarkts die Motoren vieler Autos laufen, während die Leute einkaufen sind. [Siehe dazu auch hier:

    • https://pitspersoenlichesblog.wordpress.com/2011/08/31/drive-in/
    • .
      Liebe Grüße aus einem immer noch angenehm warmen südlichen Texas ins – so glaube ich – nasskalte Deutschland,
      Pit

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