Neue Laufschuhe

Am letzten Donnerstag waren wir in San Antonio, u.A. um Schuhe zu kaufen, und da habe ich mir zwei paar neue Laufschuhe gekauft. Was heißt schon „Laufschuhe“: sie waren zwar im Laden [Academy Sports, wo wir gerne, der großen Auswahl und der (relativ) niedrigen Preise wegen einkaufen gehen] als „training shoes“ ausgepriesen, aber zumindest ein Paar [fast ganz in Schwarz gehalten] wollte ich gerne als „Alltagsschuhe“ nutzen. Nur das zweite Paar [mit viel Gelb drin] ist als richtige Laufschuhe gedacht.

Was ich aber eigentlich hier anmerken will, und der Schuhkauf ist nur ein Anlass dazu, ist die Tatsache, dass m.E. Dinge des täglichen Lebens, insbesondere Kleidung, hierzulande m.E. billiger sind als in Deutschland. Die Schuhe – immerhin waren es Markenschuhe [Saucony] – haben nur $69,99 pro Paar gekostet. Und vorher hatte ich ein Paar Salomons anprobiert, die sogar nur $39,99 kosten sollten. Aber die waren bei Weitem micht so bequem wie die Sauconys. Ich war zwar lange nicht mehr in Deutschland Schuhe kaufen, aber mir kommt das vergleichsweise billig vor. Wenn ich mich recht erinnere, habe ich für meine letzten Salomons in Deutschland erheblich mehr bezahlt als hier für die Sauconys.

Ich habe mich auch nach Jeans umgesehen, und meine, auch da sind die Preise hierzulande niedriger als in Deutschland. Markenjeans [z.B. Levi’s] sind für um die $35 zu haben. Und andere, bei uns weniger bekannte Marken, schon für um die $15. Auch wenn, ebenso wie für Schuhe, ich schon seit Langem keine Kleidung mehr in Deutschland gekauft habe, so denke ich doch, dass es hier billiger ist.

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Klinsi der Retter?

Jetzt hat er also, wie es scheint, seine Wünsche erfüllt bekommen: Jürgen Klinsmann ist der neue Trainer der US-Amerikanischen Fußball-Nationalmannschaft. Und wenn man auf vorhergehende Verhandlungen [er war ja schon zweimal vorher im Gespräch] zurückblickt, bleibt die Schlussfolgerung, dass man ihm wohl diesmal die weitreichenden Kompetenzen eingeräumt haben wird, die er schon früher wollte, die ihm bisher aber vom amerikanischen Verband nicht zugestanden wurden. Es wird interessant sein, wie die amerikanische Fußballnationalmannschaft, deren Entwicklung wohl in den vergangenen Jahren zumindest stagniert hat, wenn sie nicht sogar rückläufig war, sich unter ihm entwickeln wird.

Was mich angeht – und ich möchte vorausschicken, dass ich Jürgen Klinsmann als Person sehr mag – war er wirklich großartig darin, während seiner Zeit als Bundestrainer die deutsche Fußballnationalmannschaft zu inspirieren. Aber – soweit ich weiß – ist er nunmal kein großer Fußballstratege oder -taktiker. Das scheint die Aufgabe und Domäne seines damaligen Assistenten und heutigen Bundstrainers, Jogi Löw, gewesen zu sein, der mittlerweile – als Nationaltrainer – selber großartige Erfolge vorzuweisen hat. Und noch ein Manko auf Klinsmann’s trainerischem Lebenslauf: als Trainer von Bayern München war er nie in der Lage, den hohen an ihn gerichteten Erwartungen gerecht zu werden, obwohl – oder vielleicht gerade weil – er so gut wie Alles umgekrempelt hat, vom umfangreichen eigenen Trainerdstab hin zum äußeren Erscheinungsbild des Trainingsgeländes, dass er mit Buddhastatuen dekorieren ließ – um nur zwei Dinge zu nennen – bevor er wegen anhaltender Misserfolge vorzeitig entlassen wurde.

Aus diesen grund scheint mir das Lob, das Sunil Gulati, der Präsident des US-amerikanischen Fußballverbandes anlässlich der Vertragsunterzeichnung ausgesprochen hat, „He is a highly accomplished player and coach with the experience and knowledge to advance the program. Jürgen has had success in many different areas of the game, and we look forward to the leadership he will provide on and off the field”, nun doch etwas hoch gegriffen. Dass Jürgen Klinsmann als Fußballer wirklich erfolgreich war ist unbestritten. Seine Erfolge als Trainer dagegen sind doch wohl eher durchwachsen. Und nur zwei Trainerjobs bisher: auch das spricht nicht gerade fpr Erfahrung.

Bleibt abzuwarten, was er für den amerikanischen Fußball tun kann. Ich bin jedenfalls sehr neugierig!

P.S.: Wenn man den Nachrichten trauen kann, steht Jose Mourinho übrigens schon in den Startlöchern.

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Weiteres zum Thema:

Was haben Recycling und mexikanisches Bier gemeinsam?

Ganz einfach – oder auch nicht, wenn man’s genau nimmt:

Weil hier in Texas Recycling nun einmal wirklich nicht groß geschrieben wird [wir sind ja schon froh, dass der örtliche Wal-Mart wenigstens Papier und Plastik zum Recyclen annimmt] und weil ich die Biere, die ich immer gerne  getrunken habe und auch noch trinke, nämlich Miller Genuine Draught [MGD] bzw. Shiner Bock, hier vor Ort [sowohl beim Wal-Mart als auch beim H.E.B.] nur in Flaschen kriege [und Flaschen kann ich beim besten Willen nur in den Müll werfen, aber absolut nirgendwo recyclen], habe ich einmal das mexikanische „Tecate“ probiert – das gibt’s nämlich in Dosen, und die können wir im Nachbarort Poth zum Recyclen verkaufen. Und siehe da, das Bier ist wirklich ganz brauchbar. Es ist etwas dunkler und malziger im Geschmack als MGD, und kommt damit dem Shiner Bock sehr nahe. Und so werde ich es dann wohl noch häufiger trinken, denn ich bin noch nicht so amerikanisch, dass ich, nur um Bier zu kaufen, die 25 Meilen nach Floresville zum dortigen H.E.B. fahre, wo es MGD in Dosen gibt. Wenn wir einmal für einen Großeinkauf dort sind, oder anderweitig da durchkommen, hole ich mir gerne wieder einen Karton MGD, aber extra hinfahren – nein!

P.S.: Ein anderer Aspekt, in dem ich noch nicht amerikanisiert bin, ist, dass ich mein Bier zwar kühl, aber nicht eiskalt trinke, wie die Texaner hier. Nur im Sommer habe ich es im Kühlschrank. Im Winter reicht es mir völlig, wenn ich es aus der Speisekammer hole. Das ist dann für mich kalt genug.

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Im Gefängnis

Nein, eingebuchtet haben sie mich Gott sei Dank nicht. Wir, Mary und ich, waren nur im Besucherzentrum des örtlichen Gefängnisses. Es ist eben ein Unterschied, der im Deutschen nicht so einfach wiederzugeben ist, zwischen „at the prison“ [d.h. irgendwo auf dem Gelände, z.B. als Besucher] oder „in prison“ [d.h. als Sträfling].

Aöso dann: Mary und ich haben am vergangenen Sonntagnachmittag im Besucherzentrum des Gefängnisses in Kenedy – ich nenne das auch mal „örtlich“, auch wenn es nicht das hiesige in Karnes City ist – und haben da geholfen. Dieses Besucherzentrum wurde aus Spendenmitteln erbaut und wird auch weiter aus Spendenmitteln erhalten, und es ist dazu da, dass Leute, die einsitzende Verwandte besuchen kommen – und diese Besucher reisen manchmal aus bis zu 300 Meilen Entfernung an – einen Platz haben, wo sie sich aufhalten können, bis sie aufgerufen werden für den Besuch, und dass sie nicht im Euto warten müssen. Es kann übrigens manchmal ganz schön lange dauern, diese Wartezeit. Am Sonntag gad es Leute, die über 4 Stunden gewartet haben. Das hängt davon ab, wie groß der Abdrang ist, denn es gibt nur wenige „Sprechzellen“. Und Alles geht nach dem Motto „wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. In diesem Besucherzentrum können die Leute dann lesen, etwas trinken und/oder essen, und die Kinder können spielen. Und Leute aus den örtlichen Kirchengemeinden sind da, um sie willkommen zu heißen, mit ihnen zu reden -. wenn gewünscht – und Getränke und Snacks zu reichen. Insgesamt: einfach da sein.

Außer Getränken und Snacks bietet das Besucherzentrum – alles basierend auf Spenden – auch noch Kleidung [gebrauchte] für den Fall, dass Besucher nicht passend gekleidet sind für den Besuch. Ob oder ob nicht, das entscheidet der geweilige diensthabende Gefängnisangestellte. Und wenn sie nicht passend gekleidet sind, können sie sich aus dem Fundus etwas aussuchen, anziehen und hinterher behalten. Und die Kinder können sich eines der gespendeten Spielzeuge aussuchen und nhinterher ebenfalls behalten.

Das, „community service“ bzw. „charity„, wird hier in den USA groß geschrieben. Ich führe das übrigens auf die Geschichte zurück, zum Einen auf die Besiedlung des (wilden) Westens, wo man auf einander angewiesen war, und zum Anderen auf die religiösen Bindungen.

Und so waren Mary und ich dann am vergangenen Sonntagnachmittag, von 14:30 bis 17:00 Uhr, da im Besucherzentrum und haben geholfen. Viel hatten wir nicht zu tun, und es war auch etwas langweilig, aber das kann sich ja ändern. Wir werden jedenfalls weitermachen und alle 4 Wochen für jeweils 2 1/2 Stunden da erscheinen.

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Was für eine Fußspur ist das?

Galerie

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Diesen Fußabdruck habe ich gestern, also Sonntagmorgen, als ich die Zeitung holen wollte, nahe der Einfahrt entdeckt: Der Abdruck war möglicherweise schon in der Nacht davor, also von Freitag auf Samstag, entstanden, aber bestimmt nicht früher, denn sonst wären wir … Weiterlesen

Heringsstipp mit Pellkartoffeln …

… gab’s heute Abend. Na ja, zum Pellen der Kartoffel war ich zu faul. Aber weil es sehr neue/frische waren, war es kein Problem, sie mit der Schale zu essen. Und der Heringsstipp war wirklich lecker. Neulich hatte ich bei H.E.B. Hering in Weinsoße entdeckt und erst einmal so probiert, bevor ich eine richtige „Stippsoße“ dafür gemacht habe. Diese Heringsfiletstückchen – sie waren nämlich schon geschnitten – waren gar nicht so übel. Die Weinsoße – wieviel Wein drin war, weiß ich nicht, aber Essig jedenfalls – war zwar relativ sauer, aber trotzdem schmackhaft. Zwiebeln waren auch drin. Und so habe ich dann ein größeres Glas gekauft und gestern dazu die Soße gemacht und dann über Nacht im Kühlschrank stehen lassen – zum Durchziehen.

Für die Soße habe ich zu etwa gleichen Teilen [genaue Maßangaben kann ich nicht liefern, weill ich immer „pi-mal-Daumen“ arbeite] Miracle Whip light und Hellmann’s light mayonnaise genommen, und dazu etwas von der Brühe, in der die Heringsfilets eingelegt waren. Dazu kamen ein paar kleingewürfelte eingelegte Gurken sowie gut ein Viertel gewürfelter Apfel [ich hatte Fuji im Haus] und ein bisschen auf Ringe geschnittene Zwiebeln [Schallotten, genau gesagt]. Alles habe ich gut verrührt, und dann die Heringsfiletstücke untergezogen. Und, wie gesagt, einen Tag im Kühlschrank durchziehen lassen. Eigentlich hätte zum „Verdünnen“ Sahne ja besser gepasst, aber da wollte ich wegen der Kalorien und des Cholesterins die Finger von lassen. Hat ja auch so prima geschmeckt. Und es ist noch genügend da, für morgen.

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Nix mehr is‘ mit Miller Bier in Minnesota

Da bin ich doch gut dran, dass ich hier im (südlichen) Texas lebe, und nicht in Minnesota. Denn da musste jetzt – weil wegen Haushaltsproblemen alle Behörden bis auf Weiteres geschlossen sind – die Brauerei-Kette Miller-Coors alle ihre Biere aus dem Verkauf zhurückrufen, da man versäumt hatte, vor dem Schließen der Behörden die erforderlichen Genehmigungen zu erneuern. Und nun ist es nicht mehr möglich, weil eben die Bürokratie nicht mehr arbeitet. Undenkbar das Ganze in Deutschland!

Also darf ich mich glücklich schätzen, dass ich auch in der jetzigen Hitze und Dürre immer noch mein Lieblingsbier [jedenfalls was die amerikanischen Biere angeht], nämlich Miller Genuine Draught [kurz MGD] bekommen kann.

Der Artikel, auf den ich mich beziehe, findet sich hier: Slate Magazine.

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Ausnahme-Dürre in Texas

Auch wenn ich mich mit meinen Postings wiederhole: es ist einfach fürchterlich trocken hier im südlichen Texas. Die Dürre wird hier als „exceptional“, das ist die höchste Stufe auf einer 5-stufigen Skala, eingestuft. Sogar ganze Flüsse, z.B. der obere Guadalupe, trocknen aus. Heute gab’s zu der Dürre in den südlichen USA einen Artikel in der New York Times:

„Drought Spreads Its Pain Across 14 States – NYTimes.com.

By and
Published: July 11, 2011

[…]

In Texas, where the drought is the worst, virtually no part of the state has been untouched. City dwellers and ranchers have been tormented by excessive heat and high winds. As they have been in the southwest, wildfires are chewing through millions of acres.

Last month, the United States Department of Agriculture designated all 254 counties in Texas as natural-disaster areas, qualifying them for varying levels of federal relief. More than 30 percent of the state’s wheat fields might be lost, adding pressure to a crop in short supply globally.

Even if weather patterns shift and relief-giving rain comes, losses will surely head past $3 billion in that state alone, Texas agricultural officials said.

[…]“

Read the whole article here: The New York Times

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Kasseler und Sauerkraut …

… hatten wir vor zwei Tagen: LECKER!!! Beim Einkauf in „unserem“ HEB – wir fahren da sehr gerne nach Floresville [etwa 25 Meilen], weil es da die wesentlich größere Auswahl gibt gegenüber dem HEB in Kenedy [nur 5 Meilen] – fanden wir so richtige Kasseler Koteletts [hier als „smoked pork chops“ bekannt. „Richtig“ sage ich deswegen, weil sie erstens – als „chops“ – „mit Griff“ waren, wie man so sagt, also mit Knochen, und weil sie zweitens wesentlich dicker waren als die ohne Knochen, und also beim Garen nicht so sehr austrocknen sondern wesentlich saftiger bleiben würden. Also haben wir dann eine Packung mit zwei Kasseler Koteletts gekauft. Eigentlich ganz „untexanisch“, eine Packung mit NUR zwei Koteletts drin! Und vorgestern Abend haben wir die dann gekocht, zusammen mit Sauerkraut. Ich hatte nur ein wenig Knorr gekörnte Brühe drangetan, zum Würzen. Und mehr war wirklich nicht nötig, denn die Koteletts hatten ja einen sehr guten „Eigengeschmack“. Wie dem auch sei, sie waren einfach köstlich, so richtig wie ich es von „zuhause bei Muttern“ gewohnt war. Ich sage immer, „Da könnte ich mich glatt reinsetzen!“ Natürlich hätte eigentlich Kartoffelpürree dazu gehört, aber ich war einfach zu faul, die gekochten Kartoffel zu stampfen. Und so konnte ich dann damit eben die Brühe aufnehmen. Das war auch eine gar nicht so schlechte Lösung. Und es hat einfach großartig geschmeckt. Müssen wir dringend bald wiederholen. In diesem Zusammenhang: schade, dass ich hier keine Räuchermettwürstchen bekommen kann. Die würde ich auch sehr gerne mit Sauerkraut essen, ebenso wie in Erbsensuppe oder mit Kohl- bzw. Möhreneintopf. Aber vielleicht finde ich sie ja noch irgendwo. Ich meine mich zu erinnern, dass ich sie mal in einem Online-Angebot für deutsche Kost gesehen habe.

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Etwas makaber …

… ist es ja schon, wenn man Werbung erhält, die einem das natürlich unausweichlich einmal kommende Ableben ganz deutlich vor Augen hält. So kam heute z.B. Werbung an, auf der außen zu lesen stand „death benefits enclosed„, was ich mal so deute, dass es da Zuschüsse nach dem Tod [ich will es ja wirklich nicht als „Zuschüsse zum Ableben“ interpretieren] gibt. Und in der vergangenen Woche bekamen wir Post, die uns dazu auffordern wollte, schon jetzt für eine Verbrennung nach dem Tode Sorge zu tragen. Ich frage mich, wie die hier die Adressaten auswählen. So alle ab 60? Wie auch immer, wir werfen diese Werbung immer in den Papierkorb und lassen uns davon nicht beeindrucken.

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