Wildschweine im Garten

Genauer gesagt, waren es allerdings keine Wildschweine, sondern Javalinas, die gestern morgen hier im Garten „vorbeigeschaut“ haben. Javalinas kommen hier immer mal wieder vorbei – in kleinerer und größerer Zahl – aber so aufdringlich wie gestern, und noch dazu am hellichten Tage [meistens kommen sie nämlich in der Abenddämmerung und des nachts vorbei] waren sie noch nie. Es waren diesmal nur drei, aber eines davon war doch ziemlich aggressiv. Auch das hatten wir noch nicht erlebt, dass ein Javalina nämlich mehr oder weniger auf einen Menschen losgeht. Meistens rennen sie weg, unter die Büsche und Bäume, wenn man sich ihnen nähert. Dieses hier aber kam auf uns zu. Na ja, es hat uns Gott sei Dank nicht richtig attackiert, kam aber Mary dennoch ganz schön nahe. Trotzdem hat sie es geschafft, ein paar Fotos zu schießen. Hier ist dann eines davon, wenn auch leider ein wenig unscharf, aber das darf man der Fotogräfin unter diesen Umständen wohl nachsehen.

javalinas

Unsere "wilden Besucher" - jedenfalls zwei davon

Buster und Sally waren natürlich ganz aufgeregt und haben gebellt, was das Zeug hält. Und „Buster the Brave“ ist auch durchaus drohend und bellend auf sie zugerannt. Er verteidigt eben sein Territorium gegen jeden Eindringling. Ich habe ihn zurückrufen müssen, als eines der Wildschweine – und das ist auch selten – auf ihn loszugehen drohte. Eigentlich sollte Buster ja gewarnt sein, denn vor etwa drei Jahren hat ihn einmal ein Wildschwein so erwischt, dass er es fast nicht überlebt hätte. Dr. Patton, unser Tierarzt, hat ihm damals 12 tiefe und stark blutende Wunden vernähen müssen und war sich gar nicht sicher, or er ihn durchkriegen würde. Eigentlich ist Buster ja vernünftig und zieht sich auf die Veranda zurück, wenn die Javalinas ihm zu nahe kommen, und ist da relativ sicher, denn normalerweise folgen sie ihm nicht ans Haus. Aber damals haben sie ihn wohl so gestellt, dass er nicht mehr ausweichen konnte. Oder eines war doch zu aggressiv. Und das habe ich auch gestern befürchtet. Ist aber eben gut gegangen. Ich hatte, während Mary mit Fotografieren beschäftigt war, allerdings schon einmal das Gewehr geholt und geladen. Ich hätte zwar nicht mit Schrot  [denn davon hätte ich mir nichts versprochen außer die Javalinas noch mehr zu reizen] auf sie geschossen, wohl aber in die Luft, um sie mit dem lauten Knall vielleicht zu vertreiben. Aber bevor ich soweit war, waren sie schon abgehauen. Mal wieder ein echt texanisches Erlebnis.

 

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3 Gedanken zu „Wildschweine im Garten

  1. Pingback: In Memoriam Buster | Pit's Musings and Ramblings from a Big Country

  2. Hallo Brian,

    die Biester können wirklich schon eine Plage wereden. Aber Gott sei Dank sind sie hier bei uns nicht ganz so häufig „zu Gast“. Und was den Namen angeht [„The name Javelina comes from the word javelin, which is a small sharp spear, and is believed to refer to the very sharp teeth that these creatures have.“, siehe Texas Javalinas]: der Name für das Auto – eine Schönheit übrigens – hat wohl den gleichen Ursprung.

    Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,

    Pit

  3. ja mit wildschweinen iss nicht zu spassen. ich kenne das allerdings nur vom hören/sagen meiner cousine in berlin. da ist es wohl schon eine wahre plage.

    Javelinas erinnert mich an den namen eines autos – AMX Javelin

    der sieht aber bei weitem besser aus als deine exemplare oben 😉

    weidmannsheil
    Brian

Lasst mal von Euch hören/lesen! Würde mich sehr freuen!

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