Da sitze ich nun …

… in Shorts und T-Shirt [kurzärmelig, natürlich] hier am Computer, und wir haben auch die Fenster auf, denn es ist über 26 Grad! Bei strahlendem Sonnenschein und Südwind. Der bringt ja nun immer schön warme – und auch feuchte(re) – Luft von der Golfküste mit sich.

Aber es soll wieder kalt werden, und zwar werden wir – wenn die Wetterfrösche  Recht haben – die bisher kältesten Tage und Nächte dieses Winters haben. Es nähert sich von Norden eine Kaltfront, und dahinter kommt ein Schwall arktische Kaltluft [„arctic blast expected„]. Dienstag Vormittag soll das hier durchgehen. Und dann sind für Mittwoch die tiefsten Temperaturen bisher angekündigt: nachts bis runter auf 21 Grad Fahrenheit [- 6,1 Celsius] bzw. den Windchill-Faktor [bei Nordwind von bis zu 4o Meilen [= fast 65 Kilometer] pro Stunde eingerechnet sogar 6 Grad Fahrenheit, entsprechend – 14,4 Grad Celsius. Tagsüber soll es aber – Gott sei Dank – immer bis auf mindestens ca. 5 Grad Celsius steigen: also kein Dauerfrost. Trotzdem: ich muss unbedingt für Feuerholz sorgen und auch die Wasserhähne draußen gut abdecken.

Dermatologe

Ob wir uns nun einen neuen Dermatologen suchen müssen? Unserer – übrigens einer der bekanntesten in San Antonio – ist jedenfalls heute verhaftet worden. Er soll eine 46-jährige Patientin sexuell belästigt haben. Kann ich mir zwar nicht vorstellen, so wie ich ihn kenne, aber wer kann das als Außenstehender nach nur einmaligem Praxisbesuch schon so genau sagen, und die Polizei hat neben der Aussage der Frau wohl auch genügend Indizien für einen Haftbefehl. Mal sehen, was da rauskommt.

Ich hatte allerdings, wenn auch nur, weil ich zu meinem Kardiologen in Bonn  mehr Vertrauen habe, schon vor Längerem einen Termin in Bonn besorgt, stehe also nicht vor dem Problem, mir einen neuen Dermatologen suchen zu müssen – jedenfalls nicht so schnell. Aber wie es mit Mary wird, die Anfang Mai bei ihm einen Termin haben sollte, das müssen wir mal abwarten.

Grundsätzlich habe ich bei solchen Anschuldigungen immer so meine Probleme. Einerseits will ich nicht verhehlen, dass sexuelle Übergriffe von Ärzten durchaus vorkommen, aber andererseits ist eine Klage auch schnell erhoben. Und was auch immer am Ende herauskommt: es kann auch für Unschuldige sehr leicht den Ruf – und die Praxis – ruinieren.

Mein erstes „Knöllchen“ – eine Anekdote

Aus gegebenem Anlass – nicht weil es mich gerade jetzt direkt selbst betrifft, sondern weil ich in einem anderen Blog gelesen habe, dass es auch ganz anders ausgehen kann, als ich es erlebt habe, wenn man mit der Polizei zusammentrifft – hier meine Story von meinem ersten „Knöllchen„, wie der Köllner sagen würde:

Es war 2007, und ich war alleine in San Antonio unterwegs. Damals war ich noch etwas nervös alleine im Auto, und auch mehr auf das Auffinden meines Ziels [der Fahrradladen Bike World] konzentriert als auf die Verkehrs- und Warnzeichen am Straßenrand. Und so habe ich dann eine Schulzone glatt übersehen. Es war  nach 14:00 Uhr, und dann [Schluss des allgemeinen Unterrichts] ist hier immer damit zu rechnen, dass in Bereichen nahe von Schulen eine Geschwindigkeitsbeschränkung [meistens durch Warnblinklicht angekündigt] gilt. Und es kam, wie es kommen musste: ich hätte doch bald mein erstes Knöllchen gekriegt.

Ich war mit mehr als 30 Meilen [eher nahe an 35] in einer 20er Zone [Schulzone, wie gesagt] unterwegs. Und wie das hier so geht, stand auf einmal [als ich auf den Parkplatz von Bike World abbiegen wollte] ein Streifenwagen mit blinkenden Lichtern – und einmal kurz mit Sirene – hinter mir. Man wird hier übrigens nie überholt und dann nach rechts gewinkt zum Anhalten, sondern die Cops bleiben hinter einem und machen ihr Blinklicht [blau und rot] an, und nur wenn man nicht darauf reagiert – wie ich [der Polizist muss, wie ich später rekonstruiert habe, schon eine Weile mit blinkenden Lichtern hinter mir gewesen sein, aber ich, voll konzentriert auf mein Ziel, hatte es einfach nicht bemerkt]– auch die Sirene und man [der „Delinquent“] fährt an den Straßenrand und hält dort an.

Ich bin also auf den Parkplatz eingebogen und habe da angehalten und das Fenster runtergekurbelt, bin aber nicht ausgestiegen, sondern habe die Hände schön sichtbar auf’s Lenkrad gelegt [alles „genau nach Vorschrift„] und gewartet. Der Polizist kam dann auch und hat mir erklärt, worum es ging und hat nach meinen Papieren [wie bei uns auch, Führerschein und Wagenpapiere bzw. hier Versicherungsnachweis] gefragt. Ich habe ihm meinen nationalen und den internationalen Führerschein gegeben. Letzterer war, wie der Polizist dann feststellte, abgelaufen. Ich ahnte schon Böses, als er mit dem internationalen Führerschein in der Hand zurückkam und mich fragte, „What’s the translation of ‚gültig bis‘?“ Ich habe natürlich korrekt übersetzt, nämlich „valid till„, und er meinte, „That’s what my rudimentary German told me, too, but I wanted to be sure.“

Und er behauptete dann [was ich nach wie vor nicht glaube], damit sei ich mit einem ungültigen Führerschein unterwegs und von Rechts wegen müsse er mich einlochen [„put you in jail„] und den Wagen beschlagnahmen [„impound the car„]. Seine Argumentation sehe ich, wie gesagt, nach wie vor nicht ein, denn lt. ADAC brauche ich hier nur den nationalen Führerschein; der internationale wird lediglich „empfohlen“. Und mein nationaler Führerschein war ja eben gültig. Aber wie dem auch sei, hier hat ein Polizist immer Recht und man widerspricht am besten nicht. Am Ende aber, als Alles gelaufen war und ich mir sicher sein konnte [der Polizist hatte seine Miene und sein Verhalten, von zuerst eher „bärbeißig“ zu dann deutlich freundlicher und zugänglicher, geändert], habe ich ihn doch darauf angesprochen und eine etwas seltsame und gewundene Auskunft – auch unklar formuliert – erhalten, die aber im Tenor darauf hinauslief, dass ich eigentlich nur den nationalen bräuchte, aber wegen des abgelaufenen internationalen als „mit ungültigem Führerschein unterwegs“ gelte.

Komisch, aber was soll’s. Der Cop war dann sehr gnädig und freundlich: er hat die Geschwindigkeit so weit herabgesetzt [auf 29 Meilen], dass er mich mit einer schriftlichen Verwarnung laufen lassen konnte. Und als ich ihn dann fragte, was ich jetzt machen solle wegen des „ungültigen Führerscheins“, ob ich den Wagen jetzt stehen lassen müsse und Mary anrufen, damit sie mich abholt, meinte er, ich solle weiterfahren, aber aufpassen, dass ich nicht wieder wegen Irgendetwas angehalten würde, denn nicht alle Cops würden so wie er reagieren. Also bin ich dann „absolut ordentlich“ nach hier gefahren.

Aber ich kann ja froh sein, an diesen – im Grunde wirklich freundlichen und hilfsbereiten [er hat mir nämlich noch, wenn auch falsch, erklärt, wie ich hier in den USA an einen gültigen internationalen Führerschein kommen könnte] – Cop geraten zu sein, denn es kann einem auch ganz anders ergehen, wie oben schon angesprochen.

Ironie am Rande: ich war mir eigentlich absolut sicher [nur bei diesem Vorfall einfach zu nervös, um genauer nachzuforschen], dass ich einen gültigen internationalen Führerschein besäße. Und so habe ich, wieder zuhause hier in Karnes City, genau im Handschuhfach nachgesehen, und tatsächlich: da war er, der gültige internationale Führerschein. Ich hatte ihn lediglich – in meiner Aufregung – übersehen.

Und abschließend noch zu „Polizisten haben hier immer Recht“: da gibt es eine Szene im Film „Halbblut“ – einem Film, den ich sehr mag, mit Val Kilmer und Graham Greene – in der Graham Greene, der hier einen indianischen Sheriff verkörpert, Val Kilmer [im Film ein FBI-Agent und von Graham Greene nicht gerade geliebt] auf dem Highway wegen Geschwindigkeitsübertretung anhält und zur Kasse bittet. Und als Val Kilmer um ein Radarprotokoll bittet, erhält er die Antwort, „Ich brauche kein Radar, ich rieche das.“

Sally und ihr Jagdtrieb

Wenn Sally …

Sally

Sally

… einmal vom Jagdfieber erfasst worden ist, setzt bei ihr der Verstand aus, so glaube ich jedenfalls. Gestern waren wir in San Antonio – dann sind die Hunde immer draußen – und sind erst spät abends heimgekommen. Und da erschien nur Buster. Sally habe ich dann mal kurz im Schein der Taschenlampe gesehen, als ich die Katzen gefüttert habe. Aber auch bei allem Locken und Zurufen wollte sie nicht ins Haus oder auch nur in die Nähe kommen. Später habe ich sie dann nahe bei immer wieder bellen hören. Und das ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass sie mal wieder ein Tier – vermutlich einen Waschbären – gestellt und auf einen Baum getrieben hat. Und dann hält sie darunter Wache und bellt jedesmal, wenn es sich bewegt. Nicht für Geld und gute Worte kann man sie da fortlocken. Wenn man sie an die Leine nimmt, klappt es jedoch normalerweise. Aber dazu hatte ich keine Lust. Ich wollte nun wirklich nicht im Dunkeln und in der Kälte nach ihr suchen. Apropos Kälte: Sally ist doch tatsächlich die ganze Nacht draußen geblieben – und das bei Temperaturen um den Gefrierpunk! Da kann ich nur sagen, „Silly Girl“! Und heute morgen gegen 8 war sie dann auf der Terasse und hat mit Bellen kundgetan, dass sie gerne reinwollte.

P.S.: Angenehmer Nebeneffekt des Ganzen war allerdings, dass kein Waschbär sich an unser Katzenfutter draußen gemacht hat!

Kälteste Nacht bisher in diesem Winter?

Ich glaube, wir hatten das. Jedenfalls fühlte es sich immer ganz schön kalt an, wenn ich in der vergangenen Nacht aufstehen musste. Und auch jetzt, um 08:15, ist es noch unter dem Gefrierpunkt, obwohl die Sonne richtig schön scheint – und das schon seit etwa einer Stunde [Sonnenaufgang 07:25]. Aktuell ist es 29 Grad Fahrenheit [entsprechend -1,67 Celsius] und „gefühlt“ – wegen „Windchill“ – nur 25 Fahrenheit [= -3,89 Celsius].

Erstaunlich: Lieferung tatsächlich innerhalb von 24 Stunden!

Und das aus Kalifornien. Nachdem ich gestern um kurz nach drei Uhr nachmittags das Lenkgetriebe online bestellt hatte, wurde es heute um 14:14 hier angeliefert. Und es kam aus San Diego. Natürlich hatte ich den Aufpreis [$45,40] für die Lieferung am nächsten Tag bezahlt, aber on das wirklich klappen würde, da war ich mir nicht so sicher. Und es ist wirklich erstaunlich, welchen Weg das Paket genommen hat: eine halbe USA-Rundreise. Hier der „Reiseweg“:

  • Jan 19, 2011 3:47 PM Shipment information sent to FedEx
  • Jan 19, 2011 4:33 PM Picked up SAN DIEGO, CA
  • Jan 19, 2011 6:23 PM Left FedEx origin facility SAN DIEGO, CA
  • Jan 20, 2011 12:49 AM Arrived at FedEx location MEMPHIS, TN
  • Jan 20, 2011 3:41 AM Departed FedEx location MEMPHIS, TN
  • Jan 20, 2011 5:22 AM At dest sort facility SAN ANTONIO, TX
  • Jan 20, 2011 8:57 AM At local FedEx facility VICTORIA, TX
  • Jan 20, 2011 10:32 AM On FedEx vehicle for delivery VICTORIA, TX
  • Jan 20, 2011 2:14 PM Delivered Karnes City, TX

Wie schon gesagt: ganz erstaunlich!

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Gar nicht so einfach, …

… das richtige Ersatzteil für Mary’s Camaro zu finden. Nachdem wir gestern den Wagen und das neue [überarbeitete] Lenkgetriebe [mehr dazu s. unten] hier zum Automechaniker gebracht hatten, rief der heute morgen hier an und wollte wissen, wer uns denn das verkauft hätte. Es war nämlich eines für Servolenkung und unser alter Camaro hat nun einmal keine. Habe ich ihm gesagt, dass es der örtliche Autoteile-Laden [Napa Auto Parts] war und dass die Frage, ob mit oder ohne Servo nie zur Debatte gestanden hatte. Sie hatten lediglich wissen wollen, wie viele Umdrehungen das Lenkrad von Anschlag zu Anschlag hat. Und das waren 4 3/4. Und so haben wir dann eben das falsche Teil bestellt. Zurückgeben war ja kein Problem, das richtige finden dagegen schon. In Katalogen von Napa Auto Parts war es nicht zu finden – da gab’s nur welche mit Servo. Mit viel Rumtelefonieren haben sie dann eine Firma in Kansas City aufgetan, die ein solches Getriebe – überarbeitet – auf Lager hatte. Das wäre aber fast $350 gekommen und hätte außerdem etwa 7 Tage Lieferfrist gehabt. Aber Larry, unser Automechaniker, war sehr darauf bedacht, den Camaro schnellstens wieder von der Hebebühne zu bekommen, und so, wie er jetzt war, d.h. ohne Lenkgetriebe, wäre es sehr schwierig gewesen, den Wagen nach draußen vor die Werkstatt zu bugsieren. Also habe ich mich dann auf eine „wild goose chase„, wie man hier so sagt, begeben, und die näheren Autoteileläden abgeklappert. Aber keiner hatte das Ding oder konnte es besorgen. Ein Laden in Kenedy gab nit allerdings den Tip für eine Firma im Internet. Und da bin ich dann fündig geworden. Nach Ausdrucken des Bildes und zwei weiteren Werkstattbesuchen zum Vergleich mit dem ausgebauten Teil – um sicher zu stellen, dass es auch wirklich das richtige ist – sowie Rücksprache mit Larry habe ich dann online bestellt. Und zwar ein neues, kein überarbeitetes Austauschteil, weil das neue nur ganze $5 teurer war. Damit Larry aber möglichst schnell wieder an die Arbeit gehen kann, habe ich Übernachtlieferung für $45,40 geordert. Und so kommt das Ganze dann auch sehr nahe an den Preis von Napa Auto Parts, ist aber eben ein neues Teil und kommt innerhalb eines Tages. Mal sehen, ob’s morgen ankommt. Das hängt natürlich davon ab, ob der Lieferant es heute noch aus seinem Warenhaus an die Post, oder wen auch immer er beauftragt, bekommen hat.

Ich glaube, ich hatte noch gar nicht erzählt, dass der Camaro dringend ein neues Lenkgetriebe brauchte. Die Lenkung hatte ein Wahnsinnsspiel – das war richtig (lebens)gefährlich. Den Spurrillen folgte er besser als der Lenkung, und beim Bremsen zog er unberechenbar zur Seite, sobald eine Bremse auch nur geringfügig früher oder fester zupackte als die auf der anderen Seite. Und dann brach der Wagen (fast) aus: äußerst gefährlich ganz besonders bei Regen und damit schlüpfriger Fahrbahn. Ein neues Lenkgetriebe war also dringend geboten. Mal sehen, wie das jetzt wird. Ob Larry auch noch die Bremsen so einstellen kann, dass sie absolut gleichmäßig ziehen, wage ich angesichts des Alters der Bremsen und der Tatsache, dass er keinen Rollenprüfstand hat, allerdings zu bezweifeln.

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Frösche quaken …

… hier sogar mitten im Januar! Heute war ich mal wieder auf dem Rad unterwegs – und zwar in kurzer Radlerhose, wenn auch in einem langärmeligen Trikot – und als ich an einem Tümpel vorbeikam, habe ich doch tatsächlich ein lautes „quak, quak,quak“ gehört. Unglaublich (für mich), aber wahr.

(Arbeits)hosen gekauft

Da meine beiden alten Arbeitsjeans mittlerweile doch etwas löcherig geworden waren und mit all den Flicken drauf eher wie ein Quilt aussahen, war ich heute bei „Tractor Supply“ [die haben von Werkzeugen über Arbeitskleidung bis zum Tierfutter so ziemlich Alles, was man hier auf dem Lande so brauchen kann] und habe mir zwei neue Arbeitshosen [eine davon Jeans] gekauft. Mit $19,99 pro Hose waren sie gar nicht besonders teuer, denke ich. Ich beim Kauf von Hosen hier immer wieder gut finde, ist die Tatsache, dass man nicht einfach eine Größe kauft, sondern dass es hier nach Länge und Bundweite geht. Meine waren z.B. 36×32, d.g. 36 Zoll Bundweite und 32 Zoll (Bein)länge. Und jedes dieser Maße wird in 2er Schritten verändert. So gibt es z.B. 36×30 [kürzer im Bein], 36×34 [länger im Bein] oder 38×32 [weiter im Bund] als meine. Damit kann man die Hosen wirklich gut seinen persönlichen Maßen entsprechend auswählen.

So ähnlich geht das übrigens auch bei Schuhen. Da gibt es die Größe und zusätzlich einen Buchstaben, von A bis E für die Weite. Und zusätzlich noch ganz weit: EE. Auch das finde ich sehr praktisch, weil nun mal Füße auch unterschiedlich breit sein können, bei gleicher Länge. Meine neuen Stiefel z.B. sich Größe 10 1/2 D.